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Amazonen, Kriegerinnen des antiken Griechenlands
#1
Hallo,
ich bin neu hier  Winken
Bald werde ich eine Präsentation über Amazonen und habe ein paar interessante Sachen herausgefunden, die ich mit euch teilen...

Wie viele Leute wissen waren die Amazonen eine Gesellschaft von Kriegerfrauen, welche ohne Männer lebten.
Es wird ihnen nachgesagt, dass sie Männer und männliche Nachkommen ermordeten oder verstießen und nur ein Mal im Jahr erlaubt wurde sich mit welchen zu paaren um den Nachwuchs zu garantieren. Jedes Mädchen wurde zur Kriegerin und Reiterin ausgebildet.
Die Waffen der Amazonen waren Pfeil und Bogen, Speer, Schwert, Axt, sowie Mondsichel förmige Schilde.
Sie lebten um das Schwarze Meer herum und werden auch oft als Nomaden identifiziert, wie die nördlicher lebenden Skythen, ein nomadisches Volk von Steppenreitern in dem die Frauen den Männern beim Kämpfen halfen.
Der Mythos, die Amazonen hätten sich die rechte Brust ausgebrannt um den Bogen besser führen zu können wird inzwischen stark bezweifelt. Vermutlich haben sie sich eher die Brust bandagiert. Es wird vermutet, dass sie hauptsächlich Artemis als Göttin verehrten (da sie ja auch die Göttin der Jagd und des Mondes ist).

Die berühmtesten Helden der Antike (Achilles, Perseus, Theseus) hatten mit den Amazonen zu tun. Für die Männer Griechenlands waren sie eine Bedrohung und doch eine verführerische Verlockung. Sie hatten großen Respekt vor diesen weiblichen Gegnern.

Die Frage ob es die Amazonen nun wirklich einmal gegeben hat oder ob sie nur eine erfundene Geschichte sind, bleibt ungeklärt. Man hat zwar die Skelette einiger Kriegerinnen in der Gegend gefunden, jedoch fehlt ein deutlicher Nachweis fürd die Existenz eines Frauenstaates.

Meine Persönliche Meinung ist, dass es vielleicht eine Geschichte war, aber trotzdem einen wahren Kern hat. Dass die Griechen zum Beispiel mit skytischen Kriegerinnen gekämpft haben und sich daraus die Strories über Amazonen entwickelt haben.



Wie seht ihr das ganze?
Was kommt euch so als erstes in den Sinn wenn ihr an Amazonen denkt?

Eure Meinung würde mich wirklich interessieren! Dankeschön,
viele Grüße von Luna
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#2
(21.03.12016, 18:07)Luna schrieb: http://www.pagan-forum.de/Thema-Amazonen-Kriegerinnen-des-antiken-Griechenlands?pid=49945#pid49945Wie seht ihr das ganze?
Was kommt euch so als erstes in den Sinn wenn ihr an Amazonen denkt?

Eure Meinung würde mich wirklich interessieren! Dankeschön,
viele Grüße von Luna

Willkommen Lächeln

Einen der berühmtesten Helden hast Du vergessen ...

   
Die Amazonenkönigin Thalestris im Lager Alexanders des Großen (Gemälde von Johann Georg Platzer, Südtirol um 1750)

Also auch hier finden die Amazonen ihre Erwähnung!
Demnach ein Beleg für die damalige Existenz der Amazonen.
Kein besserer Freund – kein schlimmerer Feind!
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#3
Zitat:Also auch hier finden die Amazonen ihre Erwähnung!
Demnach ein Beleg für die damalige Existenz der Amazonen.

Das stimmt. Aber ich habe gelesen, dass Alexander bestritten haben soll Thalestris getroffen zu haben... daher bin ich mir nicht sicher was jetzt wahr gewesen ist.
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#4
Valerio Massimo Manfredi veröffentlichte u. a. eine Triologie, welche sich intensiv und historisch authentisch an der Geschichte von Alexander dem Großen orientiert. Ich meine eine Abhandlung über dieses Treffen mit der Amazonenkönigin darin gelesen zu haben. Bei Gelegenheit werde ich das nachschlagen.
Diese Triologie halte ich für empfehlenswert.
__________________

Ende des 19. Jahrhunderts untersuchte der russische Archäologe Bobrinskoj einige Skythen-Gräber und fand zu seinem Erstaunen „Amazonen“-Gräber. Neben Schmuck, Schminke, Spiegel und Spinnwirtel lagen Pfeil- und Lanzenspitzen, Schwerter, Dolche, Wurfsteine, schwere Rüstungsteile und Zaumzeug.

Bobrinskojs Entdeckung blieb kein Einzelfund. Die meisten Gräber wurden zwischen dem 8. und 4. Jh. v.d.Z. angelegt. Das älteste „Amazonen“-Grab ist um die 6.500 Jahre alt und stammt aus der Jungsteinzeit. Heute schätzen Wissenschaftler, dass 20 % der skythischen Gräber, in denen Waffen und Pferdegeschirr gefunden wurden, Frauengräber sind. Einige der Toten zeigen Kampfverletzungen. Andere weisen an den Fingerknochen Verschleißspuren auf, die vom ständigen Bogenschießen stammen.
In manchen Gräbern wurde die Kriegerin mit ihrem Säugling bestattet.

Hinweise auf ein reines Frauenvolk fehlen noch, aber es steht heute fest, dass es in den Nomadenkulturen der eurasischen Steppe über viele Jahrhunderte hinweg Frauen gab, die zu kämpfen verstanden.
http://stefanie-philipp.com/?page_id=487
___________________

Betrachtet man die Geschichte der Amazonen aus mythologischem Blickwinkel, ergeben sich womöglich Erkenntnisse, die den Archäologen und sturen Geschichtsschreibern verborgen bleiben müssen. Ich teile demnach deine Ansicht, dass die Amazonen sich die Brust abgebunden haben anstatt sie auszubrennen.
Solcherlei Geschichten von ausgebrannten Brüsten, männermordenden Weibern etc. bilden m. M. nach das Speichermedium! Niemand würde heute die Amazonen kennen, würde es nicht diese Mythen geben. Die Frage bleibt, was wahrhaftig dahintersteckt?
Was wir wissen ist, dass die Amazonen Artemis verehrt haben. Das zumindest wäre der Punkt, an dem ich ansetzen würde!
Wenn das älteste bekannte Amazonengrab 6.500 Jahre alt ist, sind das vielleicht die Überreste einer Hochkultur, in der die Frau das Oberhaupt der Gesellschaft bildete, das Matriarchat.
Das Ziel vor Augen!
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#5
Eine Amazone ist kein Männerfeind. Aber sie braucht einfach keinen Mann, weil sie bereits vollständig ist. Sie braucht also keinen „Partner“, wenn, dann will sie einen Gefährten. Der muß ihr ebenbürtig sein, aber sie benötigt keinen Beschützer und keinen, der ihr sagt, wo’s langgeht. Das ist für manche Zeitgenossen männlichen Geschlechts das Problem, das sie mit den Amazonen haben.
Eine Amazone ist also keine vermännlichte Frau, sondern einfach eine wehrhafte Frau.
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#6
Zitat:Alexander bestritten haben soll Thalestris

   

Alexander trifft die Amazonenkönigin Thalestris

Das Treffen hat wohl stattgefunden. Aus taktischen und politischen Gründen sagen Könige jedoch manchmal etwas anderes. Diese weiblichen Reiterstämme (auf die der Alexander-Zug im südlichen Rußland trifft) begruben ihren VerstorbenenInnen  Wow  unter Erdhügeln. Sie sind also als Mitglieder der patriarchalen Kultur einzustufen, auch wenn die Kriegerfrauen von einer Königin angeführt wurden und sehr dominant auftraten.

Zu dieser Thematik gibt es ein Buch, das ich im vorigen Jahr gern gelesen habe: Der Flug des Greifen von Michael Pfrommer. Die Heldin des Romans ist eine Griechin, die an Alexander Rache nehmen möchte, da sie ihn für den Tod ihrer Familie verantwortlich macht. Sie schließt sich den Amazonen um Königin Thalestris an. Thalestris entdeckt die spirituellen Talente der Griechin und weiht sie in die Magie der Steppenvölker ein.

Als Thalestris mit Alexander ein Kind zeugen möchte, läuft die Griechin magisch Amok und verrät und hintergeht Königin Thalestris.

Der Autor ist Archäologe und weiß wovon er schreibt. Er hat viele Zeugnisse dieser Zeit aus der Erde geholt und erweckt sie in seinem Roman zu neuem Leben.

   
Thalestris in der Schlacht
Entweder man findet einen Weg oder man schafft einen Weg!
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#7
(24.03.12016, 14:02)Paganlord schrieb: http://www.pagan-forum.de/Thema-Amazonen-Kriegerinnen-des-antiken-Griechenlands?pid=49957#pid49957Zu dieser Thematik gibt es ein Buch, das ich im vorigen Jahr gern gelesen habe: Der Flug des Greifen von Michael Pfrommer. Die Heldin des Romans ist eine Griechin, die an Alexander Rache nehmen möchte, da sie ihn für den Tod ihrer Familie verantwortlich macht. Sie schließt sich den Amazonen um Königin Thalestris an. Thalestris entdeckt die spirituellen Talente der Griechin und weiht sie in die Magie der Steppenvölker ein.

Als Thalestris mit Alexander ein Kind zeugen möchte, läuft die Griechin magisch Amok und verrät und hintergeht Königin Thalestris.

Der Autor ist Archäologe und weiß wovon er schreibt. Er hat viele Zeugnisse dieser Zeit aus der Erde geholt und erweckt sie in seinem Roman zu neuem Leben.

(29.09.12016, 18:06)Hernes_Son schrieb: http://www.pagan-forum.de/Thema-Normalkost-de-der-perfekte-Weg-zur-gesunden-Ern%C3%A4hrung?pid=51293#pid51293nachdem Du im Forum dieses Buch mal empfohlen hattest, habe ich es mir durchgelesen. Es gefällt mir sehr gut, insbesondere die Alexander-Passagen. Wurden bei den Steppenvölkern tatsächlich Orakel mit einem gewebten Teppich gemacht?

Ja, haben sie gemacht. Aber nicht nur dort, sondern überall wo gewebt wurde. In der Neuzeit kennt man es ja noch aus Heines Gedicht von den "Schlesischen Webern". Es ist so eine Art Bauernmagie, die (hauptsächlich) von den einfachen Leuten betrieben wurde.


(29.09.12016, 18:06)Hernes_Son schrieb: http://www.pagan-forum.de/Thema-Normalkost-de-der-perfekte-Weg-zur-gesunden-Ern%C3%A4hrung?pid=51293#pid51293Wie schätzt Du die Erzählungen über Thalestris und die Amazonen ein, sind diese relativ nahe an der Realität oder entspringt dies der Phantasie von Michael Pfrommer?

Da ist natürlich Phantasie drin, vor allem was die Rolle der mutmaßlichen "Rächerin" Didyme betrifft. Diese Teile sind der Dramaturgie geschuldet. Im Großen und Ganzen ist das Buch jedoch nah dran, weshalb ich es ja auch empfohlen habe. Fakt ist, daß Thalestris und Alexander ein gemeinsames Kind hatten; die Thematik wird auch von vielen Gemälden des Mittelalters aufgegriffen. Alexander und Thalestris haben ein Bündnis geschlossen. Da waren Magie und ein gemeinsames Kind im Spiel. Beide hielten sich zeitlebens an dieses Bündnis, und die Amazonen erzogen Alexanders Tochter ganz im vereinbarten Sinn.


(29.09.12016, 18:06)Hernes_Son schrieb: http://www.pagan-forum.de/Thema-Normalkost-de-der-perfekte-Weg-zur-gesunden-Ern%C3%A4hrung?pid=51293#pid51293Für mich hat sich das recht plausibel und gut angehört. Die Greifenerzählungen fand ich persönlich am Besten, ich vermute auch das es diese Tiere einmal tatsächlich dort gab, da man diese ja auf vielen Schmuckstücken und Zeichnungen darstellte.

Denk an die Gargoyles. Das ist identisch mit den Greifen der asischen Amazonen.
Entweder man findet einen Weg oder man schafft einen Weg!
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#8
Die Amazonen sind mir aus der trojanischen Geschichte in Erinnerung geblieben. Die Legende berichtet von einer Amazone mit dem Namen Penthesilea. Sie war die Tochter der Amazonenkönigin Otrere und des Kriegsgottes Ares. Sie kämpfte an der Seite der Trojaner und wurde von Achilles getötet. Den Mythen zufolge nahm er ihr nach dem Kampf den Helm ab und verliebte sich in sie.

   
Penthesilea und Achilles (Relief des Aphrodite-Tempels in Aphrodisias, Südwest-Türkei)

Auszug aus  der Ilias von Homer:
(..) und sah ich der phrygischen Kämpfer die Menge, die Herren der eilenden Rosse Leute von Otreus und dem göttlichen Mygdon, längs des Sangarius Ufer lagernd. Ich, ihr Genosse zählte zu ihnen, am Tag da die Amazonen, die männergleichen kamen.

Quintus Smyrna schrieb:
(...) Und kamen mit ihr derer zwölf, eine jede
Eine Prinzessin, begierig des Krieges und grimmiger Schlacht
Weit berühmt eine jede, doch dienten sie ihr;
Penthesileia überstrahlte sie alle.
Wie zwischen Sternen am weiten Himmel
All überstrahlend thronet der Mond...
Zur rechten, linken, von allen Seiten eilend drängten
Sich die Trojaner voller Staunen, als sie sahen
Des niemüden Krieges Kind, die gewappnete Jungfrau
Vergleichbar den heiligen Göttern, denn ihr im Antlitz
Leuchtete Schönheit, herrlich und schrecklich.
Bezaubernd ihr Lächeln: unter den Brauen
Ihre liebreizenden Augen sternengleich strahlten
Und mit dem Purpur der Keuschheit
Glänzten ihre Wangen, mischte sich doch da
Überirdische Grazie mit dem Wagmut des Kampfes

   
Franz von Struck, Amazone zu Pferd
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