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Aufklärung nötig
#1
In vielen Berichten wird über schädliche Stoffe natürlichen Ursprungs gesprochen: Waldmeister verursacht Krebs, Zimt verursacht Leberschäden, Rizinus ist giftig, Honig ist für Kinder gefährlich ...

Mineralstofftabletten werden von den Bundesbürgern geschluckt, um ihr schlechtes Gewissen zu beruhigen. Sie verstehen einfach nicht... Wollen nicht verstehen... Hinterfragen nicht... Es ist doch gut, was die Medien oder der Arzt sagen...

Reden wir einmal nicht über das Reagenzglas- bzw. Plastikessen der Bundesbürger. Mir geht es um die Aufklärung über die natürlichen Rohstoffe.

Richtig angewendet, kann jeder natürlicher Rohstoff heilende Wirkung haben, jedes Gewürz ein Gaumenschmaus sein.

Wenn ich eine Apfel-Zimt-Kuchen esse, besteht dieser nicht aus 500 g Zimt und 2 MSP Mehl. Ich esse diesen Kuchen auch nicht täglich. Zur Weihnachtszeit wird viel Zimt gegessen. Einige beschweren sich über Sodbrennen. Völlig normal! So viel Zimt verträgt kein Körper. Dazu kommt kommt noch (ich muß doch auf den Bundesbürger zurückgreifen), daß die Geschmacksintensität jedes Jahr gesteigert werden muß, da die Bundesbürger sonst nichts mehr schmecken. Deswegen schmecken den meisten Bundesbürgern auch keine Bio-Plätzchen. Sie seien lasch gewürzt...

Waldmeister, richtig dosiert, kann eine erfrischende Bowle im Sommer sein. Der Bundesbürger ist dem Massenkonsum verfallen. Wenn Waldmeister-Bowle modern ist, wird es jeden Tag getrunken... Der Körper zeigt Nebenwirkungen...

Rizinus ist ein natürliches Abführmittel. Über Jahrhunderte wurde es zu diesem Zweck eingesetzt. Natürlich mußte man das richtige Maß finden. Dafür gab es aber Naturheiler, Schamanen, Druiden...
Ich könnte vermutlich eine erfolgreiche Wette abschließen, daß sich bei einer Modeerscheinung wie "Rizinus — das natürliche Abführmittel" mindestens ein Bundesbürger damit umbringt... Ich sage nur dazu: Gefährliches Halbwissen hat schwere Folgen!

Honig galt auch über viele Jahrhunderte als Heilmittel. Über die Gesundheitschäden bei Erhitzung des Produktes möchte ich jetzt nicht weiter eingehen. Hier ist der Faktor viel wichtiger, daß Honig zu einem regelmäßigen Nutzen verfällt. Er kann seine natürliche, antibiotische Wirkung nicht mehr entfalten, da einige ihn jeden Tag verzehren. Der Körper wird resistent. "Natürliche Rohstoffe wirken nicht", sagt dann der Bundesbürger. Die Medien leben davon und werben für Bayer und Co.

Ich könnte hier noch so viele Beispiele finden. Jeder Blasen- und Nierentee kann tödliche Folgen haben, wenn der Nutzer es übertreibt...

Hinzu kommt noch das Problem, daß der Bundesbürger natürlich und synthetisch in einen Topf wirft. Ich möchte hier nochmals darauf hinweisen, daß Reagenzglas-Mischungen niemals mit natürlichen Rohstoffen zu vergleichen sind.
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#2
Aufschnitt mal anders
Würzige Salami auf Crostini, kalter Braten mit Gürkchen, rosa Lyoner-Röllchen, herzhafte Chorizo mit Oliven – das ist unwiderstehlich und vor allem rein pflanzlich! Im Bio-Laden ist die Auswahl an Aufschnitten aus Soja und Weizen besonders groß. // Jutta Krause

Sie sehen aus wie Wurst, schmecken wie Wurst und fühlen sich wie Wurst an. Dabei kommen diese Aufschnitte ganz ohne Fleisch aus und sind zum größten Teil sogar vegan. Doch nicht nur Vegetarier freuen sich über die breite Angebotspalette, auch für die anderen gibt es genügend gute Gründe, zumindest hin und wieder mal herzhaft in ein fleischloses Wurstbrot zu beißen: Die pflanzlichen Aufschnitte aus dem Bio-Laden sind cholesterin- und laktosefrei und deshalb auch für Menschen mit hohen Blutfettwerten oder Milchunverträglichkeit sehr gut geeignet. Sie enthalten weder künstliche Aromen noch Farb- oder Konservierungsstoffe. Statt Aromen setzen Bio-Hersteller auf Gewürze und Rauch, allenfalls Sojasoße und Hefeextrakt sorgen für Geschmack. Die rötliche Farbe von Salami, Velami oder Lyoner kommt von Paprika, Tomaten oder Roter Beete. Ein kurzes „Abhängen“ im Buchenholzrauch macht die Aufschnitte länger haltbar und verstärkt die Ähnlichkeit mit ihren fleischhaltigen Originalen.

Neben seinem hohen Eiweißgehalt von rund 15 Prozent enthält Tofu auch Mineralstoffe wie Eisen, Magnesium, Kalium, Niacin, Kupfer, Kalzium, Zink und Phosphor, mehrfach ungesättigte Fettsäuren wie Linol- und Linolensäuren, Folsäure, Vitamin B1, B2 und B6 sowie Isoflavone, die etwa mit der Linderung von Wechseljahresbeschwerden in Verbindung gebracht werden.

Wenig Fett, viel Protein

Vegetarische Aufschnitte sind reich an hochwertigem pflanzlichem Eiweiß und versorgen den Körper mit den essenziellen Aminosäuren, die er selbst nicht herstellen kann. Ihr Fettgehalt liegt im Schnitt zwischen 7 und 15 Prozent und ist damit deutlich niedriger als bei durchschnittlicher Wurst. Sein Brot vegetarisch zu belegen, tut nicht nur Herz und Kreislauf gut, sondern auch der Umwelt. Denn Klima und Ressourcen werden durch eine weltweit aus dem Ruder geratene Fleischproduktion stark belastet. Immerhin: Rund vier Fünftel des Weltsojaanbaus und fast die Hälfte des Getreides dienen als Futter für Nutztiere. Nur etwa 10 Prozent der verfütterten Proteine und Kalorien lassen sich in Form von Fleisch wieder gewinnen. Wer das Getreide ohne Umweg gleich „verwurstet“, trägt zu einer gerechteren Welternährung bei und reduziert den Ausstoß von Treibhausgasen durch die Tierzucht.

Der andere Biss

Bei der Produktion der pflanzlichen Aufschnitte haben die Bio-Hersteller viel handwerkliches Know-how entwickelt. Während Tofu der Wurst eine eher weiche Konsistenz gibt, leistet Weizeneiweiß den Zähnen leichten Widerstand, der an Fleisch erinnert. Für die Würste auf Sojabasis wird Tofu zerkleinert, mit den anderen Zutaten vermischt, in Kunststoffdärmen in Form gebracht und gekocht. Anschließend wandern einige Sorten in den Rauch. Die Herstellung der Weizen-Eiweiß-Aufschnitte gleicht der Produktion von Seitan, dem traditionellen asiatischen „Wheat Meat“. Die Gluten-Masse wird dafür mit Öl und Gewürzen gekocht, in Form gebracht und anschließend wie Tofuwurst geräuchert und verpackt. Dank moderner Verpackungstechnik sind die Aufschnitte auch ohne Konservierungsstoffe gekühlt bis zu zehn Wochen haltbar.

Oft genügt schon der richtige „Biss“, ein bisschen Rauch und typische Gewürze wie Majoran, Koriander, Ingwer oder Muskatblüte, damit es für uns wie Wurst schmeckt. Fleisch ist dabei fast Nebensache. Vegetarische Aufschnitte sind mehr als nur Brotbelag – sie können auch Suppen und Eintöpfe, Salate, Nudel- oder Reispfannen mit eigenen geschmacklichen Akzenten bereichern.

Quelle: Schrot&Korn 02/10
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#3
Hallo Erato.

Erato schrieb:Honig ist für Kinder gefährlich ...

Honigverzehr bei Kleinkindern unter einem Jahr kann durch den Krankheitserreger Clostridium botulinum bzw. durch das von ihm gebildete Gift Botulinustoxin zu Säuglingsbotulismus führen. Das liegt daran, daß die Darmflora in diesen ersten Lebensmonaten noch nicht völlig stabil ist.
Du hast diesen Umstand wahrscheinlich als geläufig vorausgesetzt, im Sinne des Thementitels ist es vielleicht trotzdem gut, das angemerkt zu haben?!
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#4
Der Darm – Mittelpunkt des Wohlbefindens

"Der Tod sitzt im Darm", so weiß der Volksmund. Für unsere Gesundheit ist viel gewonnen, wenn wir diesem sensiblen Mittelpunkt unseres Immunsystems Gutes tun. Von Dipl. Oecotrophologin Eva Deppe.

Unser Darm ist schlauer als wir denken: Er arbeitet wie ein zweites Gehirn, indem er uns Signale gibt, was für uns gut oder schlecht ist. Er ist ein Domizil für Gefühle; Er wirkt wie ein Türwächter, indem er unerwünschte Eindringlinge identifiziert und verhindert, dass schädliche Stoffe in die Blutbahn gelangen. Er verwandelt Essen und Trinken in Nährstoffe und versorgt unseren Körper mit Energie.
Um all diese Aufgaben bewältigen zu können, ist der Darm wie ein Wunderwerk aufgebaut. Rund 100 Millionen Nervenzellen – mehr als im Rückenmark – überwachen das Geschehen im Verdauungstrakt. Würde man den Darm aufklappen und ausbreiten, käme man auf eine Fläche von 300 - 500 m2. Der Darm ist mit einer Schleimhaut ausgekleidet, die bei den körpereigenen Abwehrkräften eine entscheidende Rolle spielt und die durch eine komplexe Darmflora besiedelt ist. Diese Darmflora gilt es besonders zu schützen.

Die Darmflora: mehr als nur Bakterien
Die Darmflora kann aus bis zu 400 verschiedenen Bakterienstämmen bestehen –aus Milchsäurebakterien wie Lactobacillen, Bifodobakterin, Enterokokken, aber auch aus gesunden Coli-Bakterien. Bakterien leben mit den Menschen in einer Symbiose mit gegenseitigem Nutzen. Babys kommen steril auf die Welt. Erst während der Geburt und durch das Stillen werden sie mit Darmbakterien ausgestattet, die ihren Darm wie einen Rasenteppich besiedeln. Aufgrund zahlreicher Einflüsse wird dieser Prozess jedoch frühzeitig gestört. Umweltbelastungen, Fehlernährung, Medikamente, besonders Antibiotika, Konservierungsstoffe, aber auch die Reizüberflutung, physischer und psychischer Stress machen schon in der Kindheit der Darmflora den Garaus. Die Folge: Die Tür steht offen für Fremdkeime wie Pilze und Fäulnisbakterien. Sie breiten sich übermäßig im Darm aus. Sind sie einmal in unserem Organismus, beginnen sie, fortlaufend gärende und saure Stoffe aus unverdauten Nahrungsresten zu produzieren – nichts anderes als „saure Gifte“, die unseren Stoffwechsel ungünstig beeinflussen und zur Übersäuerung führen.

Vergleichbar mit dem Regenwald
Normalerweise ist die Darmschleimhaut ein dichtes Maschennetz, das große Moleküle nicht passieren lässt. Bei einer bakteriellen Fehlbesiedlung jedoch werden die Maschen infolge der ständigen Schleimhautbelastungen immer größer, so dass immer mehr und vor allem auch große Moleküle das Netz durchdringen können. So gelangen unverdaute Eiweißbestandteile und unerwünschte Abbauprodukte der Bakterien über die Darmschleimhaut in die Blutbahn und zu anderen Regionen des Organismus. Unverträglichkeiten und Allergien (zum Beispiel Zöliakie oder Laktoseintoleranz) und Entzündungen („Reizdarm“) können die Folge sein. Der Darm hat im wahrsten Sinne des Wortes ein Leck. Die Medizin bezeichnet dieses Phänomen daher als „Leaky-Gut-Syndrom“. Hinzu kommt, dass ein leckender Darm nicht mehr ausreichend Immunzellen produzieren kann. Die Folge ist eine Schwächung des Immunsystems. Mit dem Darm verhält es sich wie mit dem Regenwald. Fehlen der Humusschicht wichtige, der Vegetation förderliche Mikroorganismen, kommt es zur Erosion. Genau dieses Phänomen tritt bei einer fehlbesiedelten Darmflora ein. Fehlen der Darmschleimhaut die Mikroorganismen, die für ein gesundes Milieu sorgen, wird sie abgetragen. Sie dünnt aus und kann ihre Funktionen nicht mehr erfüllen.
Um die natürliche Barrierefunktion des Darms wiederherzustellen, sollten dem Organismus gesunde, lebende Bakterien in Form von Probiotika zugeführt werden, wie beispielsweise Rayoflora von Rayonex. Probiotika sind Präparate, die lebensfähige, gesunde Bakterien enthalten („probiotische Mikroorganismen“). Probiotische Mikroorganismen können das Gleichgewicht in unserer Darmflora beeinflussen. Dadurch verändert sich das Milieu im Darm positiv, so dass krankmachende Bakterien, Fäulnisbakterien, Pilze und Krankheitserreger auf natürliche Weise verdrängt werden. Ein gutes Probiotikum zeichnet sich durch eine Mischung vieler verschiedener Bakterienstämme aus. Denn ein Bakterienstamm allein kann eine fehlbesiedelte Darmflora nicht regenerieren. Auch ist die Konzentration an Bakterien ausschlaggebend. Sie sollte 109 Keime pro Gramm betragen. Zucker, Aromen und Konservierungsstoffe haben in einem Probiotikum nichts zu suchen. Im Gegenteil, sie verhindern die Ausbildung einer gesunden Darmflora. Der Grund: Zucker ist für Gärungsbakterien und Pilze der Hauptenergielieferant und einer der stärksten Säurebildner. Deshalb sollte der Zuckerkonsum auf ein absolutes Minimum reduziert werden. Konservierungsstoffe hemmen das Wachstum von Bakterien. Folglich ist es nicht möglich, eine gesunde Bakterienflora aufzubauen, wenn diese gleichzeitig immer wieder durch Konservierungsstoffe geschädigt wird.

Die Bedeutung einer angepassten Ernährung
Um den Aufbau einer gesunden Darmflora nicht zu behindern, sollten Sie gärungsfördernde Lebensmittel von Ihrem Speiseplan streichen, besonders zu Beginn einer Darmflora aufbauenden Therapie. Gärungsprozesse führen zu Blähungen und zur Bildung von Säuren und behindern darüber hinaus die Vermehrung gesunder Bakterien. Zu den Lebensmitteln, die Gärungsprozesse fördern, zählen: Milch, Hefe (frisches Brot, Gebäck), rohes Getreide (z.B. Müsli), Kohl, Hülsenfrüchte oder Blattsalate. Die Verträglichkeit von Lebensmitteln, Getränken und Speisen ist jedoch von Person zu Person unterschiedlich. Jeder muss selbst ausprobieren, was ihm bekommt und welche Lebensmittel besonders zu Gärungsprozessen, sprich Blähungen, führen. Wünschenswert ist eine ballaststoffreiche Ernährung. Denn Ballaststoffe sind die Lebensgrundlage der Darmbakterien. Bei Menschen, deren Darmflora fehlbesiedelt ist, lösen Ballaststoffe jedoch Beschwerden wie Blähungen und Völlegefühl aus. Zu Beginn einer Darmflora aufbauenden Therapie sollte der Ballaststoffgehalt der Nahrung daher gering sein. Da aber Ballaststoffe den Nährboden für die gesunden Bakterien bilden, sollte die Ernährung zunehmend ballaststoffreicher werden.

Original-Bericht aus der Quell Sommer 2010

Anmerkung: Ich stehe Nahrungsergänzungspräparaten skeptisch gegenüber, jedoch die Information über die Funktionsweise des Darmes sehr wissenswert...
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