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Bayreuth 2
#11
Ich habe mir gestern ebenfalls die Übertragung im Ersten angesehen. Es war eine gelungene musikalische Aufführung des Holländers im Wagner-Jahr. Dem allgemeinen Lob für Thielemann kann ich mich anschließen.

Während der Aufführung habe ich zumeist die Augen geschlossen, um mich auf die Musik zu konzentrieren. Das halte ich auch bei einem direkten Opern-Besuch so. Trotzdem ist mir der "Angel-Kahn" nicht entgangen und alle anderen optischen Auffälligkeiten sogenannter moderner Wagner-Aufführungen ebenfalls nicht. Die schief hingestellten Richard-Wagner-Gartenzwerge" fand ich übrigens ebenfalls sehr albern. Peinlich fand ich, daß das gesamte Festspielhaus mit Pappe verkleidet werden mußte, weil eben überall Baugerüste stehen. Man hat es nicht geschafft, die baulichen Maßnahmen zum Wagner-Jahr abgeschlossen zu haben. Das ist die eigentliche Peinlichkeit der diesjährigen Festspiele und eine wohl gewollte Unmöglichkeit des diesjährigen Wagner-Jahres.

Zu Katharina Wagner: Schwarz steht ihr nicht. Das macht sie älter. Sie könnte es mal mit Farben versuchen, denn für das Ältersein hat sie noch genügend Zeit. :-)
Entweder man findet einen Weg oder man schafft einen Weg!
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#12
Am Ende: Erlösung. Darum geht es ja vor allem in diesem Werk. Der Holländer sinkt ergriffen auf die Knie, demütig senkt er den Kopf. Der Bariton Samuel Youn kniet allein auf der Bühne, erlöst von dem ganzen Druck der letzten Tage, gefeiert vom Publikum. Es ist vielleicht die dramatischste Szene des Abends. Dabei gehört sie gar nicht zum Stück, denn es ist der Schlussapplaus, den der Koreaner auf diese Weise entgegennimmt. Man darf gespannt auf weiteres sein, vor allem auf die Neuinszenierung des Rings, welche hier schon angesprochen wurde.
Ein schwacher Verstand ist wie ein Mikroskop, das Kleinigkeiten vergrößert und große Dinge nicht erfaßt.
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#13
   

Hier ein kurzer Text zu den bereits angesprochenen Wagner-Zwergen, die überall in Bayreuth aufgestellt sind. Was für ein Unfug!!!

Die Festspiele 13 fangen mit 102 Zentimetern Plastik an. 500 halb lebensgroße Richard Wagner Figuren aus Kunststoff hat der Bildhauer Ottmar Hörl in fränkischer Handarbeit anfertigen lassen. Zum Festspielbeginn bevölkern sie nun die ganze Stadt, vorzugsweise den Festspielbezirk auf dem Grünen Hügel.

http://www.schwaebische.de/journal/kultur/kunst_artikel,-500-Wagner-Figuren-sollen-Bayreuth-bevoelkern-_arid,5461527.html
Tue was immer ich will!
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#14
In Bezug auf das Rheingold gibt es schon gar gruselige Details zu lesen:

"Rheingold" nach Texas verlegt

Vor Journalisten gab der Intendant der Berliner Volksbühne am Donnerstag immerhin erste Einblicke in seine Deutung. Zentrale Frage sei für ihn gewesen: "Was ist heute unser Gold?" Es sei das Öl. "Ohne Öl funktioniert nichts." Deshalb sei "Das Rheingold" im US-Bundesstaat Texas angesiedelt und beginne an einer Tankstelle an der legendären Route 66. Castorf fügte hinzu, er habe sich vom Filmregisseur Quentin Tarantino, großen amerikanischen Autos und der Liebe der Amerikaner zu Coca-Cola inspirieren lassen. Weitere Stationen des vierteiligen Zyklus seien Aserbaidschan und die Wallstreet.
Sei!
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#15
Wagnerplastikzwerge, das Rheingold in Texas,
wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich sagen, das sind Aprilscherznachrichten...
"In deiner Treu' liegt deines Glückes Pfand."
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