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Cnejna stellt sich vor
#1
Hallo an alle! Winken

Seit ein paar Wochen bin ich jetzt schon in eurem Forum registriert. Nun möchte ich mich auch vorstellen.

Ich komme aus dem Saarland und bin 20 Winter alt (19 Jahre). Ich wurde sehr chr**tlich erzogen und musste sehr lange Zeit jeden Sonntag morgen in die Kirche gehen. Verwirrthock:

Mit dem Erreichen des 11. Lebensjahres (ungefähr) kam bei mir auch die Mündigkeit. Alles wurde von mir hinterfragt, durchdacht und auf die Waagschale gelegt. Ich diskutierte, gab meine Meinung preis und erwartete dass man sie anerkannte.
Themen die mich sehr beschäftigten und die mich immer noch beschäftigen, waren: Erziehung, Gesellschaft, Religion und Spiritualität, Toleranz und Akzeptanz, Natur und Natürlichkeit, Geschichte und Archäologie (wollte immer Archäologin werden, durfte sogar mal ein paar Wochen an einer Ausgrabung in Bliesbruck-Reinheim teilnehmen [Zeit ca. 300 n.***.] Die Wahrscheinlichkeit ist sehr gering, dass aus diesem Wunsch etwas wird).
Aber mein geistiges Lebensalter hat bis vor kurzem niemanden interessiert (eigentlich hab ich immer noch damit zu kämpfen, sobald ich die Meinung eines anderen nicht vertrete werde ich nicht ernst genommen weil ich noch viel zu jung bin um die Dinge zu verstehen), hatte/habe noch keine "Ahnung". Von den Gleichaltrigen habe ich mich seit dieser Zeit distanziert, denn ich war ihnen ein großes Stück voraus. Ausgeschlossen war ich nie, denn ich wurde akzeptiert. Trotzdem war ich eine Art Randgruppe (das ist ja unbedingt nicht negativ zu verstehen).

Mit 14 Jahren stellte ich mich vor meine Mutter und erklärte ihr, dass ich von nun an nicht mehr zur Kirche gehe, denn ich hätte die Religionsmündigkeit erreicht. Das Chr**tentum war mir schon immer fremd. :rock: Durch die Musik konnte ich dann zuerst meine Liebe zur Natur weiter ausbauen (entdeckt hatte ich sie schon lange) und bin dann auf das Heidentum gestoßen.
Als Heide/Paganist bezeichne ich mich jetzt auch schon seit 5 Jahren, habe mich aber noch NICHT GUT GENUG mit dem Heidentum beschäftigt, da ich immer abgelenkt war durch andere Dinge, mit denen ich mich auseinandersetzen musste. Dementsprechend bin ich im Brauchtum auch noch nicht so bewandert und habe einige Fragen offen stehen, bei denen ihr mir bestimmt helfen könnt.

Der Vegetarismus ist mir erst sehr spät aufgefallen, wie ich bemerken muss. Im Nachhinein finde ich es seltsam darüber die nachgedacht zu haben. Ende September 2009 bin ich eher durch Zufall im Internet darauf gestoßen und habe seither auch kein Fleisch mehr gegessen. Seit 2 Monaten lebe ich sogar vegan. In dieser kurzen Zeit hat sich mein Weltbild sehr verändert, ich bin wieder ein sehr sehr großes Stück näher zur Natur gerückt.

Am 13.April 2009 habe ich meinen Mann, mit dem ich ungeheuer viel gemeinsam habe und der inzwischen auch fast Veganer ist, auf einer kleinen Burgruine geheiratet. Herz Schmatz Seit einem Jahr schon wohne ich mit ihm zusammen bei seinen Eltern.

Mit dem Beitritt in euer Forum verspreche ich mir die Erweiterung meines noch kümmerlichen Wissens vor allem in Bezug auf das Heidentum und natürlich die Bekanntschaft von Gleichgesinnten.

Offene Fragen die mir gerade auffallen wegen den Daten die ich genannt habe:
Das Jahr eines Heiden besitzt 13 Monate, richtig? Haben die auch einen Namen?
Der 13. April 2009 wäre ja jetzt ein "falsches" Datum. Wie ist es "richtig"? Und von wo leitet sich das ab?
Und: Heißt es jetzt 12510 oder 12010?

Cnejna
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#2
chrm chrm.... es soll heißen: darüber NIE nachgedacht zu haben
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#3
Na dann herzlich willkommen, junge Weltenretterin.

Zu Deiner Frage: April = Ostermond.

Meine Grüße
Kein besserer Freund – kein schlimmerer Feind!
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#4
Ich schließ mich dem an.

Zitat:...auf einer kleinen Burgruine geheiratet
Mit Pfarrer und chr. Schwur und dergleichen?
"In deiner Treu' liegt deines Glückes Pfand."
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#5
Nein. Nicht mit Pfarrer und auch nicht mit Chr*stlichem Schwur. Ich bin keine Chr*stin
Traurig
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#6
Och nicht gleich eingeschnappt sein, man darf ja nochmal fragen. :bluemchen:
Wie denn dann? Erzähl doch mal genauer.
"In deiner Treu' liegt deines Glückes Pfand."
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#7
Es war nur standesamtlich, im engsten Familienkreis. Ganz schlicht. Mit vielen Kerzen.
Allerdings ohne heidnische Bräuche (ich kenne auch keine Ohops: ). Im Nachhinein bedauere ich es sehr mich nciht informiert zu haben.
Schön war es natürlich trotzdem!
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#8
Grüß Dich Sneja!

Das war eine sehr offene und ausführliche Vorstellung. Vielen Dank für das Vertrauen, das Du dem Forum und seinen Leserinnen damit entgegenbringst. Herz-lich willkommen hier!

Mit der Kirche haben einige hier ihre schlechten Erfahrungen, und auch damit, was passieren kann, wenn man nicht im Meinungs-Strom der anderen mitschwimmen möchte. Auch die vielen "wieso"- und "warum"-Fragen, mit denen man ständig konfrontiert ist. Dabei ist alles so einfach: Habe die Natur zum Vorbild, und alle Fragen beantworten sich von selbst.

Violetta
Sei!
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#9
Hallo Sneja, heil Dir!

Vielen Dank für die vielen Lebensdetails, solche Erfahrungen macht man in der heutigen Welt leider. Ich schreibe Dir einfach ein paar Dinge darauf.

Zitat:Ich komme aus dem Saarland und bin 20 Winter alt (19 Jahre). Ich wurde sehr chr**tlich erzogen und musste sehr lange Zeit jeden Sonntag morgen in die Kirche gehen.

Mit der chr**tlichen Erziehung bekommt man leider viele Dinge implantiert, die man so leicht nicht los werden kann. Das geht los beim chr**stlichen Wertebild und den dazugehörenden Ritualen bis hin zu diversen Bannflüchen, die man dort übergeholfen bekommt. Da Du Dich selbst von dieser Religion losgesagt hast, heißt das, daß Du Dich da auch früher schon heraugelöst hast. Zu dieser Entscheidung kann man nur gratulieren! Man entscheidet sich für ein eigenes selbstbestimmtes Leben und gegen die lebenslange Angstmacherei. Denn die Angst ist der Grundstein der chr**tlichen Religion. Angst vor Sünde, Angst vor Strafe und vor allem Angst vor dem Tod.

Nun tritt man aber in die selbstgewählte Freiheit und weiß im ersten Augenblick gar nicht, was man damit nun anfangen soll bzw. welchen Weg man nun beschreiten möchte. Man sucht also Anhaltspunkte für den richtigen Weg, denn man will ja nun alles richtig machen im Leben. *zwinker* Wenn man in diversen Büchern, Foren und Zeitschriften nachliest, dann bekommt man ziemlich schnell heraus, daß die alle im Grunde auch keinen Plan besitzen bzw. von Dingen reden, die sie selbst nicht verstehen und von deren Hintergründen sie keine Ahnung haben. Also ist man wieder allein und rätselt weiter über den richtigen Weg. Aber man hat sich bereits erneut infiziert. Denn aus all den Büchern, Foren und Zeitschriften schleppt man plötzlich bestimmte Viren mit sich herum. Also Dinge, die im Kopf hängen geblieben sind und von denen man glaubt, daß sie richtig sind. Dinge, die uns geschmeichelt haben, Dinge die uns Angst gemacht haben oder unser Mitleid erregten usw. usf. Im Grunde nicht anders als im Chr**tentum: Gehirnwäsche und alle möglichen Arten von emotionalen Viren, die uns die Objektivität (und damit die Selbstbestimmung) vernebeln.

Die Lösung ist dabei sehr einfach: Man öffne das Fenster oder die Tür und sehe oder gehe hinaus. Die Natur ist die einzige Wahrheitsinstanz, an die wir uns anlehnen können, ohne daß die Natur „unsere Schwäche“ auszunutzen versucht. Die Natur wird uns niemals belügen, hintergehen oder unsere Selbstbestimmung in Frage stellen. Statt dessen stählt sie uns, ernährt uns, gibt uns Obdach, Freude und lebenslange Begleitung. Hier kann man sich fallen lassen, ohne fallen gelassen zu werden, hier findet man Zuversicht und Trost, ohne ausgenutzt zu werden, hier findet man Kraft und Heimat, ohne sich jemals festbinden zu müssen.

Wie liest man nun in der Natur? Wie bekommt man alle Wahrheiten aus diesem Riesencomputer herausgefiltert? Wie bekommt man seinen täglichen Ratschlag vom Wind, vom wachsenden Gras oder den surrenden Bienen? Wie schützt man die Natur, ohne daß man sich einmischt oder gar Tiere und Pflanzen ausnutzt und bevormundet? Wie lebt man Naturreligion im heutigen Alltag? Genau das sind dann die Themen und Fragen, mit denen wir uns hier beschäftigen. Und Du, liebe Sneja, bist hier herzlich willkommen!


Zitat:Mit dem Erreichen des 11. Lebensjahres (ungefähr) kam bei mir auch die Mündigkeit. Alles wurde von mir hinterfragt, durchdacht und auf die Waagschale gelegt. Ich diskutierte, gab meine Meinung preis und erwartete dass man sie anerkannte.

*zwinker* Immer schön wachbleiben und Dein Tun und Handeln selbst hinterfragen – und sich nicht von der Ignoranz der „Leute“ stören lassen. Die können nichts dafür, die sind anders programmiert. Die verstehen es nicht, da Verstehen nicht in ihrem Programm enthalten ist. Da steht nur: „Gehorchen“ und „Glauben“ – und genau das tun sie.


Zitat:Themen die mich sehr beschäftigten und die mich immer noch beschäftigen, waren: Erziehung, Gesellschaft, Religion und Spiritualität, Toleranz und Akzeptanz, Natur und Natürlichkeit, Geschichte und Archäologie (wollte immer Archäologin werden, durfte sogar mal ein paar Wochen an einer Ausgrabung in Bliesbruck-Reinheim teilnehmen [Zeit ca. 300 n.***.]

Erziehung = Programmierung = ein wirklich sehr interessantes Thema.

Gesellschaft = Politik, soziales Miteinander = von Machtstreben, gegenseitigen Manipulationen aller Art, Emotionen, Egoismen und von Lug und Betrug durchzogen. Man muß die Augen offen halten, um nicht täglich in irgendwelche Fallen zu laufen.

Religion = die neuen Religionen haben alles umgedreht und leugnen die Weisheiten der alten Religion oder verkaufen diese alten Weisheiten als Erkenntnisse der eigenen Religion. Wenn man sich mal mit dem persischen Mithras-Kult beschäftigt hat, dann hat man 80% vom Je*us-Chr**ten-Kult bereits zusammen. Der Rest kommt aus Babylon, Sumerien und Ägypten. Bei Buddhis, Muslimen und den diversen Sekten sieht es nicht anders aus.

Spiritualität = jeder Mensch ist spirituell. Der Unterschied besteht lediglich im bewußten oder unbewußten Nutzen dieser Fähigkeiten. Jemand, der seine Fähigkeiten trainiert, um sie bewußt einzusetzen, der wird als Magier oder Hexe bezeichnet. Jemand, der seine Spiritualität ebenfalls einsetzt, nur eben unbewußt und unkontrolliert, ist ein Chaot, der in seinem Umfeld nur Wirrwarr und Durcheinander anrichtet. Der sogenannte Homo Sapiens. Blinzeln

Toleranz = je größer die Toleranz, desto höher die Abweichung von der Normalität. Natur = normal = richtig. Je toleranter die Natur wäre, desto mehr Fehler würde sie zulassen. Deshalb ist die Natur ziemlich intolerant, was ich gut & richtig finde.

Akzeptanz = man muß nicht jeden Blödsinn akzeptieren und mit sich machen lassen.

Vorschlag: Tausche die Worte Akzeptanz und Toleranz durch den Begriff: Respekt. Wir respektieren was andere tun. Es geht uns nichts an, und wir mischen uns nicht ein, und wir machen niemandem Vorschriften. Nur wenn unsere eigenen Belange betroffen sind, wehren wir uns im Rahmen unserer Möglichkeiten. Das nennt man dann die eigenen Interessen wahren und sich nicht durch falsch verstandene Toleranz und Akzeptanz in Mitleidenschaft von anderer Leute Blödsinn ziehen zu lassen.

Natur & Natürlichkeit = Normalität. Was genau ist aber normal? Genau darüber diskutieren wir hier!

Geschichte = gefälscht von vorn bis hinten.

Archäologie = ich wollte auch mal Archäologe werden und interessiere mich sehr dafür. Aber es ist (magisch betrachtet) nicht von Vorteil, in anderer Leute alten Sachen herumzufummeln. Vielleicht mögen die das nicht? Man sollte es respektieren. Ich gehe ja auch nicht zu Dir nach Hause und wühle in Deinem Kram herum. Wie würdest Du das finden? Meinst Du es ändert sich etwas daran, nur weil die tot sind? Die heutige Doktrin will uns „glaube machen“, daß Tote einfach so verschwinden und man sich ungestraft an deren Eigentum vergreifen könnte. Das entspricht jedoch nicht der Wahrheit.


Zitat:Aber mein geistiges Lebensalter hat bis vor kurzem niemanden interessiert (eigentlich hab ich immer noch damit zu kämpfen, sobald ich die Meinung eines anderen nicht vertrete werde ich nicht ernst genommen weil ich noch viel zu jung bin um die Dinge zu verstehen), hatte/habe noch keine "Ahnung". Von den Gleichaltrigen habe ich mich seit dieser Zeit distanziert, denn ich war ihnen ein großes Stück voraus. Ausgeschlossen war ich nie, denn ich wurde akzeptiert. Trotzdem war ich eine Art Randgruppe (das ist ja unbedingt nicht negativ zu verstehen).

Lerne damit klarzukommen, daß nicht alle Leute so wie Du sind; also was Dir auf 2 Beinen so im Alltag begegnet. Lerne den Mund zu halten bzw. die Kommunikation mit denen auf das Notwendigste zu beschränken (ohne dabei aufzufallen) und Dich besser nur mit Deinesgleichen abzugeben. Also deshalb muß man sich nicht überheblich fühlen oder so. Die sind halt anders und sie sind eindeutig in der Mehrheit. Wir nennen es hier: die Überbevölkerung. Sie sind einfach nur da und verbrauchen die Ressourcen. Deshalb werden sie mitunter auch „Verbraucher“ genannt. Und dann gibt es noch die Bösen. Also die einen Dämonen in sich tragen und deshalb viele böse Dinge tun. Das ist der Politiker, der Wirtschaftsboß, der Nachbar direkt von nebenan oder auch die Schulfreundin, die Dir seltsamerweise noch niemals Glück gebracht hat. Die haben ihre Aufträge und sind sozusagen „Roboter des Bösen“. Die wirklichen Bösen sind selbst nur eine kleine Gruppe, die einmal alles auf der Welt kontrollieren und beherrschen wollten. Aber der Plan schlug fehl und ihre Puppen erheben sich nun gegen sie und wollen nicht mehr „hören“. Das ist das heutige Chaos, was Du auf der Welt vorfindest.


Zitat:Jahren stellte ich mich vor meine Mutter und erklärte ihr, dass ich von nun an nicht mehr zur Kirche gehe, denn ich hätte die Religionsmündigkeit erreicht. Das Chr**tentum war mir schon immer fremd. Durch die Musik konnte ich dann zuerst meine Liebe zur Natur weiter ausbauen (entdeckt hatte ich sie schon lange) und bin dann auf das Heidentum gestoßen.

Schön, daß Deine Mutter das so einfach erlaubt hat. Das ist bei religiösen Leuten nämlich nicht an der Tagesordnung.


Zitat:Als Heide/Paganist bezeichne ich mich jetzt auch schon seit 5 Jahren, habe mich aber noch NICHT GUT GENUG mit dem Heidentum beschäftigt, da ich immer abgelenkt war durch andere Dinge, mit denen ich mich auseinandersetzen musste. Dementsprechend bin ich im Brauchtum auch noch nicht so bewandert und habe einige Fragen offen stehen, bei denen ihr mir bestimmt helfen könnt.

Laß Dich nicht ablenken, denn das ist die Hauptsache. Heidentum, natürliche Spiritualität und alle diese Dinge funktionieren im normalen Alltag; ohne viel Zeitaufwendung und zumeist parallel zum Alltagsgeschehen. Also wir üben alle unsere normalen Berufe aus und denken einfach nur anders. Niemand will im Alltag auffallen, was wir jedoch hinter verschlossen Türen und in unseren eigenen vier Wänden tun, das geht niemanden etwas an.


Zitat:Der Vegetarismus ist mir erst sehr spät aufgefallen, wie ich bemerken muss. Im Nachhinein finde ich es seltsam darüber die nachgedacht zu haben. Ende September 2009 bin ich eher durch Zufall im Internet darauf gestoßen und habe seither auch kein Fleisch mehr gegessen. Seit 2 Monaten lebe ich sogar vegan. In dieser kurzen Zeit hat sich mein Weltbild sehr verändert, ich bin wieder ein sehr sehr großes Stück näher zur Natur gerückt.

Wir nennen es Normalkost. Denn schon das Wort Vegetarismus ist dazu da, um die Absonderlichkeit dieser Ernährung herauszustellen und damit zu diffamieren. Oder hast Du schon jemals gehört, daß man Fleischessen als Carnivorismus bezeichnet? Jedenfalls nicht im Alltag.


Zitat:Am 13.April 2009 habe ich meinen Mann, mit dem ich ungeheuer viel gemeinsam habe und der inzwischen auch fast Veganer ist, auf einer kleinen Burgruine geheiratet. Seit einem Jahr schon wohne ich mit ihm zusammen bei seinen Eltern.

Der 13. April ist doch ein wunderschönes Datum! Schade daß es kein Freitag war Blinzeln Aber ich staune: Eine so krasse Umstellung von Fleischkost auf vegan? Ohne Zwischenstufe? Alle Achtung! Leider habe ich erlebt, daß die Rückfallquote hier besonders hoch ist. Also wünsche ich Euch die notwendige Disziplin, um diesen Weg einzuhalten.


Zitat:Mit dem Beitritt in euer Forum verspreche ich mir die Erweiterung meines noch kümmerlichen Wissens vor allem in Bezug auf das Heidentum und natürlich die Bekanntschaft von Gleichgesinnten.


Und wenn Du außerdem eine gute Freundin bist, menschlich gesehen, dann kann so ein Forumsbeitritt auch der Beginn einer lebenslangen gegenseitigen Freundschaft sein. Und auch über das jetzigen Leben hinaus. *zwinker*


Zitat:Offene Fragen die mir gerade auffallen wegen den Daten die ich genannt habe:
Das Jahr eines Heiden besitzt 13 Monate, richtig? Haben die auch einen Namen?

Naja, es gibt 13 (Voll)Monde im Jahr, also hat das Jahr auch 13 Monate zu à 28 Tagen. Allerdings ist die 13. Mondfee leider ausgeladen worden, weshalb das Dornröschen 100 Jahre schlafen muß. Du kennst das Märchen sicherlich. (Die 12 bzw. 13 goldenen Tellerchen, sind nichts anderes als die 13 Vollmonde im Jahr. Durch den Religionswechsel gab es dann nur noch 12 Monde, und die 13 steht somit symbolisch auch für die alte Religion, weshalb der 13. April eine ganz hervorragende Wahl für Dein Hochzeitsdatum gewesen ist. Denn die Datumszahl 13 symbolisiert den alten Weg, die Göttin, die alte Naturreligion. Deshalb wird die Zahl 13 von Chr**sten und anderen abergläubischen Menschen gern gemieden und vermieden.)

Zu den Monatsnamen:

Jedes Volk hat da seine eigenen Namen. Die heute im Kalender gebräuchlichen sind die römischen/lateinischen Monatsnamen, noch aus heidnisch-römischer Zeit, deshalb also gar nicht so verkehrt. In Germanien haben wir jedoch andere Monatsnamen: Lenz, Mai, Ostermond und Nebelmond sind noch heute ziemlich bekannte Bezeichnungen für die entsprechenden Monate. Andere Namen sind: Gilbhart, Julmond, Hartung, Hornung usw.

Hier im Forum sind sie irgendwo alle aufgezählt, ebenso die Wochentage. Um wirklich einen Kalender mit 13 Monaten zu leben, müßte man das mal ausarbeiten. Es würde im Alltag jedoch einiges durcheinanderbringen, da man berufstechnisch ja in der anderen Welt mit den 12 Monaten leben muß. Also man weiß, daß es in Wahrheit 13 Monate gibt, aber man lebt aus praktischen Gründen nach dem 12-Monatskalender. Dadurch, daß wir aber jeden Vollmond ehren, kommt auch der 13. Mond zu seinem Recht. Der weggelassene Mond hieß früher Eismonat und liegt etwa Mitte Januar des heutigen Kalenders. Oder Du hast jetzt eine tolle Idee, wie man das miteinander kombinieren könnte, ohne deswegen ständig in 2 Kalendern denken zu müssen?


Zitat:Und: Heißt es jetzt 12510 oder 12010?

Wir haben laut heutigem Kalender das Jahr 2010 nach Chr**sti Geburt. Nun habe ich als Heide ein Problem mit einer Jahreszählung, die sich anhand des Chr**tengottes definiert. Das Problem haben viele Heiden, und es gibt diverse alternative Zählweisen. Man rechnet nach Stonehenge oder nach Nebra oder nach anderen Phantasiezahlen. Der Nachteil ist, daß man im Alltag auffällt, wenn man 2. Januar 7534 schreibt. Da wird man doch sofort ausgefragt und das endet meist nicht gut. Davon abgesehen muß man aus formellen Gründen dann sowieso das andere Datum oft genug schreiben. Also haben wir „weisen Narren“ etwas Eigenes kombiniert, das im Alltag nicht auffällt. Vor 12510 Jahren ist die sagenhafte Insel Atlantis im Meerwasser verschwunden. Dort existierte noch die (ganz) alte Religion, und das ist das Datum, nach dem wir rechnen. (Da Du Dich für Archäologie interessierst, empfehle ich Dir zu diesem Thema den Film: 10.500 v. Chr. Der Untergang der ersten Hochkultur. (http://www.digitalvd.de/dvds/40636,10500-v-Chr---der-Untergang-der-ersten-Hochkultur.html)

Der Vorteil bei dieser Rechenweise ist, daß wir hinten 09 oder 10 oder im nächsten Jahr dann 11 schreiben können. Wir fallen damit also im Alltag nicht auf, können die Schreibweise auch auf amtlichen Formularen verwenden und haben trotzdem unsere eigene Jahreszählung. Hier im Forum schreiben wir das Datum natürlich vollständig aus. Deshalb wird hier oft nachgefragt; Du bist die erste, der die Frage hier beantwortet wird.

Einige von uns unterschlagen bei unserer Zählweise jedoch 500 Jahre und schreiben nur eine 1 vor die Jahreszahl, also statt 12510 einfach nur 12010. Das wird getan, weil es so noch weniger auffällt bzw. vor dem Jahrhundertwechsel von 1999 auf 2000 generell so gemacht werden mußte. Es gibt auch die Schreibweise: I-2010, also da sind der persönlichen Phantasie keine Vorschriften gemacht. Hinten steht halt die 10 und darauf kommt es bei diesem "Geheimcode für Eingeweihte" an. Winken
Entweder man findet einen Weg oder man schafft einen Weg!
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#10
Hallo Cnejna!

Auch von mir ein herzliches Willkommen hier!

Deine sehr offenen Worte lesen sich sehr vielversprechend, und wie mir scheint hast Du nie den Blick für das Wesentliche verloren und Dir Deine natürliche Skepsis zu dieser verkehrten Spiegelwelt bewahrt.
Paganlord hat Dir schon alles wesentliche zu Deiner Vorstellung geschrieben, so wünsche ich Dir noch viel Lesespaß in unserem Forum. Winken

Meine Grüße

Hernes Son
Es geht nicht darum mit dem Kopf durch die Wand zu gehen, sondern darum mit den Augen die Tür zu finden!
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