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Das Belchen-System
#1
Im Dreiländereck Frankreich-Deutschland-Schweiz rund um die Stadt Basel herum findet man fünf Berge, die alle den gleichen Namen tragen: Belchen.
Ein wenig Suche dazu im Netz bringt interessantes zu Tage:

(Quelle: http://58614.forumromanum.com/member/forum/forum.php?action=std_show&entryid=1087113700&USER=user_58614&threadid=2)

Zitat:Eines der vielen erstaunlichen Phänomene dieser Bergkonstellation wird sichtbar, wenn man die drei Belchenberge Elsässer Belchen, Schwarzwald Belchen und Jurabelchen verbindet: Es entsteht ein rechtwinkliges Dreieck, dessen Katheten eine Ost-West-Achse und eine Nord-Süd-Achse beschreiben. Aber das ist nicht alles. Die drei Berge liefern Markierungspunkte für Sonnenauf- und -untergänge, und zwar jeweils zu den Tagundnachtgleichen im Herbst und im Frühjahr sowie zur Wintersonnenwende. Vom Elsässer Belchen aus gesehen geht die Sonne zur Herbsttagundnachtgleiche exakt im Osten hinter dem Schwarzwälder Belchen auf. Bis zur Wintersonnenwende wandert der Sonnenaufgang Richtung Süden und geht am 21. Dezember hinter der Belchenflue im Jura auf. Zur Frühlingstagundnachtgleiche hat sie dann wieder ihren Stand im Osten hinter dem Schwarzwälder Belchen erreicht. Als vierter Belchenberg markiert der Kleine Belchen im Elsaß den nördlichsten Sonnenaufgangspunkt zur Sommersonnenwende. Danach wandert sie wieder nach Süden der Herbsttagundnachtgleiche entgegen. Dieses Bezugssystem gilt selbstverständlich auch für die Sonnenuntergänge. Zu den genannten Äquinoktien (Tagundnachtgleichen) und Solstitien (Sonnenwenden) geht die Sonne, von jeweiligen Belchenbergen aus beobachtet, hinter dem Ballon d'Alsace unter. Alle diese Daten hat die Bochumer Sternwarte im Jahr 1979 überprüft und bestätigt.

Daß die Belchenberge und ihre Beziehungen zum Lauf der Sonne bereits in keltischer Zeit bekannt waren, ist wahrscheinlich. Denn mit dem Belchensystem lassen sich auch die vier hohen Feste im keltischen Jahr zeitlich genau festlegen. Und hier kommt der fünfte Belchen ins Spiel, denn am Samhain, im November und am Imbolc, im Februar, geht die Sonne vom Großen Belchen aus gesehen hinter dem Ballon d'Alsace unter. An Beltene, Anfang Mai, und an Lugnasad im August geht die Sonne vom Ballon d'Alsace aus gesehen hinter dem Grand Ballon auf.

Außerdem deutet der Name Belchen darauf hin, daß die Berge und ihre Beziehungen zur Sonne seit frühgeschichtlicher Zeit bekannt waren. Er läßt sich zurückführen auf die romanisierte Form Beleus oder Peleus und damit auch auf das keltische Lichtprinzip Beleneus oder Belenos. In all diesen Namen steckt die indogermanische Sprachwurzel Bhel, die ihren Ursprung wahrscheinlich in der noch viel älteren babylonischen Berg-, Sonnen- und Schöpferhottheit Baal hat. Das Wort Bhel kommt in mehreren indogermanischen Sprachen vor und bedeutet glänzend, schimmernd, leuchtend.

Das schweizerische Fernsehen hat dazu einen sehenswerten kleinen Film erstellt, der das System anschaulich erklärt:
http://www.srf.ch/play/tv/mysterioese-schweiz/video/das-magische-dreieck?id=df2f2c1b-212b-4ddf-9d74-fae9e61e9b88

Bemerkenswert finde ich, daß es neben Observationspunkten für die Sommer- und Wintersonnenwenden auch ein System für die Mondbeobachtung zu geben scheint. Die im Film erwähnten 18,5 Jahre können aufgerundet gut 19 Jahre sein, und damit wäre an diesem Ort die Beobachtung der Mondzyklen (alle 19 Jahre decken sich Sonnen- und Mondkalender) möglich. Daß dieser Ort dann von den Chr. "Höllenboden" genannt wurde, zeigt seine Bedeutung zusätzlich auf.

Diese Grafik zeigt das Belchen-System anschaulich, man sieht die Verbindungslinien zwischen den Observationsorten und auch die Siedlungsplätze, die auf diesen Linien plaziert wurden:

   

Die chr. Religion setzte auch in dieser Region ihre Strategie fort und baute ihre K*rchen entlang dieser Linien (wobei sich natürlich zuvor an den Bauorten heidnische Tempel und Kultorte befunden haben).

"Zufällig" hatte ich 2010 den badischen Belchen im Schwarzwald schon einmal besucht, hier abschließend noch ein Blick von dessen Gipfel in die Umgebung:
   
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