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Der Anfang und das Ende, alles und nichts
#1
Zitat:Aber auch die Erde dreht sich ja rechtsherum, immer schön ihrem Ende und ihrem Untergang entgegen.

Ich bin über diesen obigen Satz gestolpert, den ich mal als Aufhänger nehme für folgende Gedanken:
Das Wort „Ende“ kommt m.E. von griech. endon (darin, dazwischen). Und „Untergang“ vom Wort „inter“ (lat., dazwischen; plus „gehen“). Alles, was unter etwas ist, ist gleichzeitig über etwas anderem, also es ist dazwischen. "unter" wird ja auch durchaus als Synonym für "zwischen" noch benutzt.
Der Anfang, lat. (u.a.) exordium – aus der Ordnung heraus. Das deutsche Wort „Anfang“, könnte von ana, griechisch: gemäß, entsprechend, und dem germanischen Wort fanga: Sumpf, Schlamm herrühren. Das ist aber rein meine Spekulation, scheint mir aber naheliegend. Das indogermanische Wort für Sumpf heißt wohl "panfanga".
Das Wort „nichts“ bedeutet „keine Fasern“, also nichts Greifbares (lat., ni – kein, und hilum – kleine Fasern).
Die Erde, wie alles andere auch, bewegt sich also nicht zu einem „Nichts“ im üblichen Sinne, sondern sie bewegt sich von einem Zustand zum anderen. Ob innerhalb nur bestimmter Möglichkeiten, da bin ich mir unsicher, denn für diese müsste (könnte. Bin mir wie gesagt da unsicher) ja das Gleiche gelten, daß es also keine Endlichkeit gibt, bzw. diese Endlichkeit immer nur bedeutet, daß es ein „zwischen etwas Sein“ ist.
Ich finde auch bemerkenswert, wie ähnlich das lat.Wort für „alles“ (omnia) doch zum (buddhistischen?) Om ist, was Ursprung von allem (oder so ähnlich) bedeutet. Auch unser Wort „alles“ hat Bezug zu „dem All“, also dem Universum, also der Gesamtheit.

Man kann also mit Ovid (den ich sonst aber wenig kenne) sagen:
Omnia mutantur, nihil interit. (Alles verändert sich, nichts geht zugrunde)

Wobei das nun lustig ist, daß der Sinn dieser Aussage bereits mit Worten ausgedrückt ist, die nur begrenzt betrachtet überhaupt in diesem Zusammenhang ihren Sinn geben, nach der obigen Darstellung (nihil als nichts Greifbares, aber nicht sozusagen „gar nichts“, interire als untergehen, aber eigentlich gemeint „dazwischengehen“).
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