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Der Gartenboden
#1
Nahrhafter Test für Gartenböden:
DIE KARTOFFELPROBE

Kartoffeln sind ein Bio-Indikator für Gartenböden: Je besser sie gedeihen, desto stabiler ist das Halbökosystem Gartenerde, desto mehr Fortschritte hat der Gartenbesitzer bei der Bodenverbesserung gemacht. Weil Kartoffeln außerdem den Boden tief lockern, lohnt sich so eine " Kartoffelprobe"- sie ergibt schließlich außer Gratis-Tiefenlockerung eine nahrhafte Ernte.
Mit solch einem Test läßt sich auch besonders gut die Bodenqualität in einem Garten feststellen, den man von einem Vorbesitzer übernommen hat. Die Kartoffeln - es dürfen Frühkartoffeln sein, dann gibt es noch eine zweite Ernte von diesem Boden- werden im Frühjahr nach oberflächlicher Lockerung des Bodens angebaut. Je nach Größe und Lagerfähigkeit wird der Boden beurteilt, die Bearbeitung und Verbesserung , die er noch braucht :
o Keimen die Saatkartoffeln nut kümmerlich- wächst das Kraut schlecht und
stirbt früh ab, werden die Kartoffeln kaum größer als ein Ei-, ist der Boden
in einem sehr schlechten Zustand.
Mangel an Humus und Bodenleben ist eine mögliche Ursache, Verdichtung- z.B.
durch Baumaschinen -eine andere.
o Gute Keimung, zügiges Wachstum und feste, lagerungsfähige Knollen zeigen
einen guten Gartenboden an.
o Werden die Kartoffen zwar sehr groß,das Kraut sehr hoch, lassen sich die
Knollen aber schlecht lagern und faulen leicht,dann wurde der Garten von dem
Vorbesitzer überdüngt.
Vielleicht hat der Vorbesitzer zu viel Mist hineingepackt. Das ist
möglicherweise an unverrotteten Strohmist-Nestern im Boden zu sehen.
Oder hat er Kunstdünger verwendet, was nicht direkt zu erkennen ist, aber
indirekt- an der Kartoffelernte .



Idee Idee Idee
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#2
>Oder hat er Kunstdünger verwendet, was nicht direkt zu erkennen ist,
>aber indirekt- an der Kartoffelernte .

Es soll ja tatsächlich noch Leute geben, die den Boden mit Chemie vergiften. Den selben Boden, von dem sie sich ernähren wollen. Die Früchte leuchten in allen Farben, die Tomaten und Äpfel wollen gar nicht aufhören zu wachsen und Männer, Frauen und Kinder verfügen über ein *strahlend* sauberes Gebiss. Hat wer was gegen Chemie gesagt? Tdown
Sei!
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#3
Hallo Arnika!

Danke fuer den Hinweis. Werde ich gleich meiner Mutter schicken. Die soll das gleich mal ausprobieren. Obwohl: schlecht kann die Erde bei uns nicht sein, denn das Gemuese und Obst, spriesst ohne jeglichen Kunst-Duenger. Nur eigener Humus und Rindermulch wird draufgestreut.

@Violetta: Zum Thema strahlendes Gemuese faellt mir doch glat das Lied 'Burli' von der Ersten Allgemeinen Verunsicherung ein. Mal sehen ob ich dne Text irgendwo finde. Kommt dann in die Spassecke.

Gruesse vom

Ritter

Gitarre
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"Sie wollen die Wahrheit? Sie können die Wahrheit doch gar nicht vertragen!" Jack Nicholson in Eine Frage der Ehre
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#4
das ist aber wirklich mal eine gute idee arnika. da kann man sich ja eine bodenanalyse sparen. vielen dank und gruesse von alexis
EigenSinnige Frauen
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#5
Tagetes

Die heilsame Wirkung von Tagetes auf unsere viel genutzten Gartenboden ist bewiesen. Seit Jahren setzt man die Studentenblume, wie diese hübsche Zierpflanze auch heißt, zur Bekämpfung von Boden-Nematoden ein, auch Älchen genannt, die leider immer häufiger in den Gartenböden Unheil anrichten.
Unerklärliche Ausfälle bei manchen Gartenkulturen werden häufig durch diese Fadenwürmer, die im Boden leben, verursacht. Wirksame Mittel, die im Hausgarten eingesetzt werden können, gibt es leider nicht. Deshalb ist die Erkenntnis, daß die Wurzeln von Tagetes Stoffe ausscheiden, durch die die Älchen abgetötet werden, für die Gärtner von großer Bedeutung.
Am besten besorgt man sich im Frühjahr schon genügend Samen, damit man die Beete, auf denen es nicht richtig wachsen wollte, gleich zu Beginn des Gartenjahres einsäen kann.
Man sollte dieses Wissen auch so oft es geht einsetzen, also alle Beete, die gerade nicht genutzt werden, mit Tagetes einsäen. Damit tuen wir dem Boden etwas Gutes, und außerdem sieht diese Pflanzenschutzmaßnahme auch noch schön aus.
Die niedrigen Sorten eignen sich ganz ausgezeichnet zur Bepflanzung von Beeten, Rabatten und Einfassungen. Selbst für Balkonkästen und Schalenbepflanzung verwendet sie sich gut. Die Farbpalette reicht von der cremeweißen bis zur tieforangen, zweifarbig und gestreift. Mit Tagetes lassen sich auch Lücken im Steingarten füllen, die im Herbst für die Pflanzung von Blumenzwiebeln vorgesehen sind.

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#6
Bodenregenerierung

Der Humusgehalt eines Bodens ist ausschlaggebend für seine Fruchtbarkeit. Humus ist aber kein ständig gleichbleibender Faktor, sondern wird im Laufe eines Jahres abgebaut: Je wärmer es ist, desto rascher geht dieser Prozeß vonstatten.
Deshalb muß man im Garten immer wieder für eine Humuszufuhr sorgen, damit der Boden der intensiven Nutzung standhält und seine natürliche Fruchtbarkeit behält.
Humus wird dem Boden in Form von Kompost, Stalldung und Gründünger zugeführt. Aus diesem Grund ist ein gepflegter Kompost für den Gärtner so wichtig. Er verliert nichts, und alle "Gartenabfälle" werden auf dem Umweg über den Kompost dem Boden wieder zugeführt.
Eine andere, sehr wichtige Humusquelle ist die Gründüngung. Es lohnt sich sogar Anfang September noch, eine solche Aussaat vorzunehmen; allerdings ist sie um so wertvoller, je früher sie erfolgt, weil sich mehr Blattmasse bilden kann. Bei der Wahl des Gründüngers sollte man berücksichtigen, daß Senf und Raps zu den Kreuzblütlern gehören und nicht verwendet werden dürfen, wenn man Probleme mit Kohlhernie hat. Dann ist es besser, Bienenfreund, Bitterlupinen oder Schnelldünger zu wählen.
Stalldung ist in der heutigen Zeit leider nur sehr schwer zu bekommen. Sollte man aber in der glücklichen Lage sein, welchen besorgen zu können, wird er sorgfälltig und jedes Jahr auf ein anderes Beet aufgebracht.

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#7
Der Sommer verabschiedet sich und mit ihm auch das Laub der Bäume. Immer stärker fällt es nun herab, und das allein wäre vielleicht noch nicht schlimm, wenn es für die Gärtner nicht bedeuten würde, von nun an den Rasen zu harken und das Laub zusammenzurechen. Die Arbeit sieht oft leichter aus als sie tatsächlich ist, und außerdem nimmt sie viel Zeit in Anspruch.
Doch sogar das abfallende und "nutzlos" wirkende Laub hat seinen Sinn: Es sorgt im ewigen Kreislauf der Natur für den Nachschub an Nährstoffen, es schützt vor Frost, erhält das Bodenleben und verschwindet schließlich von alleine. Leider würde aber ein Rasen unter der Blätterschicht ersticken, weshalb die Harkenarbeit notwendig ist.
Wer jedoch nicht allzu pingelig ist und zudem die Hilfen zu nutzen weiß, die die Natur selbst uns bietet, kommt mit viel weniger Arbeit aus. Eine attraktive Alternative zum Rasen sind nämlich Bodendecker. Diese Pflanzen fangen das Laub ab und hindern es dran, zu wandern. Außerdem blühen und fruchten sie zu anderen Jahreszeiten. Für kleine Grundstücke eignen sich die immergrüne Heckenkirsche und auch besonders Storchschnabelsorten. Efeu paßt sich jedem Garten an; die hübsche Goldnessel hat eine hohe Wuchskraft und braucht deshalb viel Platz.

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#8
Die Hauptbestandteile unseres Gartenbodens sind Sand, Ton, Humus und Kalk.

Sandböden sind durchlässig und einfach zu bearbeiten. Sie erwärmen sich rasch, trocknen aber auch leicht aus, und die Nährstoffe werden schnell ausgewaschen. Als ausgesprochene Düngerfresser benötigen sie reichlich Humuszufuhr.

Tonböden sind kalt, undurchlässig und feucht. In verdichtetem Zustand sind diese sogenannten "schwere" Böden nur schwer durchwurzelbar. Selbst wenn man als Bodenverbesserung reichlich Sand und Humus einarbeitet, ist eine häufige und gründliche Lockerung im Herbst in grober Scholle unbedingt erforderlich.

Lehmböden sind mittelschwere, nährstoffreiche Böden, die sich hauptsächlich aus Ton und Sand zusammensetzen. Sie weisen eine ausgezeichnete wasserhaltende Kraft auf, sind locker, gut durchlüftet und erwärmen sich rasch. Bei guter Pflege sind es die idealen Gartenböden - doch müssen auch sie regelmäßig gelockert und ausgewogen gedüngt werden.

Mit einer Fingerprobe kann man prüfen, welche Art Boden sich im Garten befindet. Guter Boden ist dunkel gefärbt. Er sollte erdig duften und keinen unangenehmen oder sogar fauligen Geruch verströmen. Wenn die Erde in der Hand formbar ist und etwas durch die Finger rinnt, ist der Sandanteil relativ hoch. Kann man dagegen die Probe leicht in der Hand zerdrücken, hält man Lehmboden in der Hand. Richtig zäh und klebrig dagegen ist Tonboden. Er läßt sich gut formen und fühlt sich etwas naß an.

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#9
Wildkräuter sind sehr nützlich und geben uns zusätzlich noch Auskunft über die Bodenqualität

Welche Wildkräuter auf einem Stück Gartenland wachsen, verrät so einiges über die Bodenbeschaffenheit.
Hier ein paar Beispiele für typische "Zeigerpflanzen":
Auf stickstoffreichen Böden wachsen oft Ackersenf, Franzosenkraut, Gartenmelde, Hirtentäschel, Brennesseln und Vogelmiere.
Zeigen sich Huflattich und Schachtelhalm, ist er zu feucht.
Auf eher nährstoffarme Böden weisen dagegen Gänseblümchen, Margerite und Rotklee hin.
Hat man kalkhaltige Böden, so wachsen dort bevorzugt Ackersenf, Ackerwinde, Feldrittersporn, Gänsedistel und auch Klatschmohn.
Saurer Boden, den ja Rhododendren und Azaleen besonders mögen, zeigen uns Sauerampfer, Hederich, Ruchgras oder wolliges Honiggras an.
Wo Breitwegerich oder Gänsefingerkraut gedeihen, da ist der Boden häufig stark verdichtet, so wie auf Wegen und Trampelpfaden.

So einfach kann die Bestimmung der Bodenqualiät sein.

Quelle: Gärtnerkalender
Geduld in allen Dingen führt sicher zum Gelingen.
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