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Der alljährliche Massenmord
#1
Nachdem man hier jetzt wieder in Ruhe schreiben kann möchte ich mal folgendes Thema anreissen:

In Kanada beginnt jetzt wieder die Saison fürs Robbenabschlachten. Ich schreib lieber nicht, was ich so einem Kerl wünsche, der einem Tier bei lebendigem Leib das Fell abzieht...

http://www.gsm-ev.de/texte/massaker.htm

MASSAKER IM MEER:

DIE ROBBENJAGD IN KANADA:

1.005.000 Robben will Kanada für Jagd und Knüppel für die kommenden drei Jahre freigeben. Das sind 975.000 Sattelrobben und 30.000 der vergleichsweise seltenen Klappmützen. Dies gab der kanadische Fischereiminister Robert Thibault in Ottawa bekannt: 350.000 je für 2003 und 2004; 275.000 für 2005. Das sind jeweils etwa 100.000 mehr, als die Hochrechnung der kanadischen Regierung im Rahmen einer nachhaltigen Nutzung ("replacement yield") ergibt. Das ist die höchste Quote, die Kanada je für die arktischen Flossenfüßer festgesetzt hat.

"Jede Robbenjagd ist ein gemeines, gnadenloses Abschlachten", schrieb schon vor 150 Jahren der berühmte deutsche Zoologe Alfred Brehm, "bei dem sich Grausamkeit und Gefühllosigkeit verbinden". Und sein Zitat hat auch heute noch Gültigkeit, denn Kanada, Norwegen und Russland haben erneut den Robben den Krieg erklärt. Allein Kanada hat im vergangenen Jahr 310.000 Sattelrobben abgeschlachtet und damit die vom eigenen Fischereiministerium zunächst auf 275.000 Tiere festgesetzte Quote bei weitem überschritten. Die eigenen Wissenschaftler hatten eine Quote von 257.000 Robben als von der Population zu verkraften errechnet (estimate of the replacement yield). Die angestrebte Quote für die kommenden drei Jahre liegt jeweils etwa 100.000 darüber.

"Wenn man die Standards der USA zugrunde gelegt hätte," so Experten des IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds), "dürfte die Zahl getöteter Robben nur bei 156.000 liegen". Im Jahr 2001 lag die Quote gleichermaßen bei 275.000 Robben, und 2000 wurden wegen fehlender Subventionen "nur" 91.000 Sattelrobben angelandet. 1999 waren es noch 244.552 Sattelrobben und 201 Klappmützen. 1998 wurde die Quote (wie 2000) sogar überzogen. Norwegische und russische Robbenschläger haben noch einmal mindestens 50.000 Sattelrobben und Klappmützen getötet.

Die vielen Tiere, die angeschossen oder durch Knüppelschläge schwer verwundet fliehen konnten und erst später verendeten, wurden nicht mitgezählt, genauso wenig, wie hochgerechnete Beifangrate allein aus der kanadischen Fischerei von noch einmal rund 25.000 Robben. (In Namibia wurden 70.000 Seebären, auch Pelzrobben genannt, getötet.)

Es ist wie in den 70er Jahren, als die grausigen Bilder in ihrem Blut getränkter Babyrobben weltweit veröffentlicht wurden und Tierschützer, Politiker und Journalisten auf die Barrikaden gingen. Einer der ersten Naturschützer und Zoologen, den das "größte Blutbad unter Säugetieren aller Zeiten" (Brehm) auf den Plan rief, war der berühmte Prof. Bernhard Grzimek. Doch erst ab 1983 herrschte wegen der massiven Proteste für etwa 10 Jahre so etwas wie Frieden auf dem Eis, Waffenstillstand.

Der Grund: Die Europäische Union hatte 1983 eine Richtlinie erlassen, nach der keine Produkte der "Whitecoats" (Sattelrobbenbabys) und der "Bluebacks" (Jungtiere der Klappmütze) mehr in die Mitgliedsländer importiert werden durften. Die USA hatten dem Import aller Produkte von Meeressäugetieren bereits 1972 durch den "Marine Mammal Protection Act" einen Riegel vorgeschoben. In Deutschland war auf Anregung des "Kontrollausschusses Jungrobben" (KJ) schon vor In-Kraft-Treten der EG-Richtlinie ein freiwilliger Verzicht der Wirtschaft unter Mitwirkung der GSM und einiger anderer Verbände eingetreten. Die KJ-Forderungen gehen sogar etwas weiter als die EG-Richtlinie, weil der Import von Produkten der Sattelrobben bis zu einem Alter von 2 Monaten verboten war. Damit hatten die Tiere eine echte Chance.

Denn Jungrobben, die älter als zwei Monate sind, liegen nicht mehr auf dem Eis, wo sie buchstäblich eingesammelt werden können, sondern schwimmen schon im offenen Meer. Whitecoats oder "Weißröckchen" sind sie nur so lange, wie sie noch ihr weißes embryonales Fell tragen, das die meisten anderen Seehundartigen bereits im Mutterleib abstreifen. Sattelrobben verlieren das Embryonalfell mit etwa 2 - 3 Wochen, bleiben aber vorerst noch in ihrem silbrig schimmernden Jugendpelz als "Beater" und noch immer hilflos auf dem Eis des sich langsam auflösenden Packeisgürtels.

Die EG-Richtlinie ist in Deutschland im Rahmen der Bundesartenschutzverordnung nationales Recht geworden. Ob es auch eingehalten wird, ist - wie so oft - eine andere Frage. Zwar hat das für Einfuhrgenehmigungen zuständige "Bundesamt für Naturschutz" (BFN) in Bonn keinerlei Einfuhrgenehmigungen erteilt, doch tauchen in den Veröffentlichungen des Statistischen Bundesamtes Wiesbaden hin und wieder Posten unter der Warennummer "Wa-Nr. 4303 10 10" auf.

Der zusammengebrochene Markt in den USA und den EU-Ländern bedeutete vorübergehend das Ende der kommerziellen Jagd und Nutzung. Statt des industriellen Abschlachtens fand eine reduzierte Jagd einheimischer Fischer statt, bei der alljährlich zwischen 20.000 und 60.000 Tiere getötet wurden. Die kanadische Regierung hatte sogar das kommerzielle Töten von Whitecoats auf Empfehlung der "Royal Commission of Sealing" und aus den eigenen Reihen verboten. Doch mit dem Frieden auf dem Eis ist wieder Schluss. Inzwischen haben findige Marketingstrategen neue Märkte erschlossen und Asiaten getrocknete und pulverisierte Robbenpenisse als Aphrodisiaka aufgeschwatzt. Obwohl man Sattelrobbenpenisse in der alten chinesischen Medizin vergeblich suchen wird und obwohl das Kauen auf Fingernägeln dieselbe Wirkung hat, lassen sich Männer in Shanghai das "Wundermittel" umgerechnet bis 400 Euro pro Exemplar kosten, in Hongkong bis 500 Euro. Dem Robbenjäger bringt es etwa 20 kanadische Dollar ein. Aber es gab dazu noch einen Bonus vom Staat. Mit 1,3 Millionen Dollar hat die kanadische Regierung die Robbenjagd im Jahr 1996 subventioniert; weitere Mittel stellte die Provinz Neufundland.

Was mit dem Fleisch von Tausenden toter Robben passiert, ist ein Rätsel. Hin und wieder im Angebot im Reich der Robbenjäger sind Robbensalami, Pastete oder "Loup Marin", auf deutsch "Meerwolf". Alles neue Kreationen.

Angeblich ist Robbenfleisch eine gesunde und gesuchte Delikatesse. Doch will offensichtlich diesen "Gaumenkitzel" auch heute noch zwischen Ottawa und Toronto genauso wenig jemand haben wie die Robbenpelze. "Seal ist out". Daran können hoffentlich auch Propagandafeldzüge, beispielsweise in norwegischen Zeitungen nichts ändern, die den Ladenhütern ein "Comeback" andichten und versuchen, den Markt anzuheizen.

So sollte man sich die Frage stellen, warum so viele Robben getötet werden, obwohl sie keiner will - von den Placebos für Asien abgesehen. Der Staat musste das Geschäft viele Jahre mit Steuergeldern subventionieren. Die Antwort offenbart ein Dilemma, das nicht allein ein kanadisches ist: Eine hoffnungslos verfehlte Fischereipolitik.

In allen Weltmeeren sind die Fischbestände dramatisch überfischt. Der Raubbau ist längst mit der Abholzung tropischer Regenwälder vergleichbar. Doch statt mit Vernunft und Schonzeiten zu reagieren, werden die hausgemachten Krisen vertuscht, aufgebrachte Fischer mit Subventionen beruhigt und für die von Menschen gemachten Fehler woanders Schuldige gesucht. Ob die Robben in Kanada, die Wale in Norwegen, die Kormorane in Deutschland oder die Delfine in Japan, immer sind es andere, die uns angeblich die Fische wegfressen. Dabei ist es genau umgekehrt. Unter den mit modernster Technik leergefischten Meeren haben längst nicht nur Fischer, sondern auch Wale und Delfine, Seevögel, Robben und beutegreifende Fische zu leiden.

In der Natur hat noch nie ein Beutegreifer eine ganze Art gefährdet. Das wäre ökonomisch unsinnig. Wovon sollte er dann leben? So etwas leistet sich nur Homo sapiens.

http://www.canadasealhunt.ca
http://www.imma.org
http://www.ifaw.org
http://www.dfo-mpo.gc.ca/COMMUNIC/imedia/2000/imhql_c.htm


hier eine Statistik aus dem Jahre 2001:

http://www.asms-swiss.org/deutsch/bginfos/bginfo_robbenjagd_2001.shtml

Kanada

Während der kanadischen Robbenjagd 2001 wurden an der Ostküste Videoaufnahmen gemacht, auf denen unter anderem 260 Straftaten festgehalten sind: 149 Robben wurden lebend auf Bootshaken genommen, weggeschleift oder bei lebendigem Leibe gehäutet. 76 mal wurden Robben zwar angeschossen, dann aber nicht vorschriftsgemäss sofort getötet, sondern halbtot für eine unbestimmte Zeit liegengelassen. In 28 Fällen wurden getötete Tiere einfach liegengelassen und überhaupt nicht verwertet. Auch 1998,1999 und 2000 wurden Aufnahmen von illegalen Handlungen auf Video festgehalten. Doch noch nie wurden so viele Übertretungen registriert wie dieses Jahr. Die Fischer wissen, dass Ihnen trotz Gesetzesübertretung seitens der kanadischen Regierung keine Gefahr droht.

Im März 2001 stellte ein internationales Tierärzteteam, welches die Robbenjagd auf dem Packeis und aus der Luft (Helikopter) observierte, weitere Übertretungen fest. Mindestens 42% der Robben, die seit Beginn der kommerziellen Robbenjagd am 27. März 2001 getötet wurden, waren noch lebendig oder bei Bewusstsein, als die Jäger sie auf den Haken nahmen, fortschleppten und häuteten. Von den fünf Tierärzten aus Grossbritannien, USA und Kanada wurden 76 Kadaver untersucht. Bei 17% der Schädel wurden keinerlei Einwirkungen durch Knüppel der Jäger festgestellt. Weitere 25% wiesen nur schwache Anzeichen auf. Die kanadische Regierung behauptet immer noch, dass die Jagd auf humane Art und Weise verläuft. Das trifft leider nicht zu.

Am 3. Juli 2001 wurde bekannt gegeben, dass die Jagd bis zum 14. Juli verlängert werde. Grund für die Verlängerung: das dicke Eis anfangs Saison habe die für die Jagd bestimmten Boote zurück gehalten. Tatsache ist, dass mehr Fischer als sonst an der diesjährigen Jagd teilgenommen haben.

Laut der Robbenindustrie sind die Preise für Robbenpelze wegen der Nachfrage aus der Türkei, Israel und Griechenland auf Can$30-40 (im 2000:Can$13) gestiegen. Die Robbenindustrie schliesst daraus, dass die Robbenpelze auch in Deutschland wieder zu verkaufen sein könnten. Robbenpelze wurden dieses Jahr zum zweitenmal an der "Catwalks" in Paris gezeigt. Vier Firmen in Neufundland wollen Robbenöl in Kapseln als Gesundheitsnahrung auf den Markt bringen.

Die offizielle Statistik des kanadischen Fischereiministeriums weist die Bilanz von rund 210'000 Sattelrobben und 60 Klappmützen aus. Wohl bedacht: alle nicht an Land gebrachten Robben nicht mitgezählt. Mit der Veröffentlichung der Statistik hat das Töten aber noch kein Ende. Anderswo geht es weiter, etwa in Grönland. Dort beginnt die Jagdzeit im Juni und dauert bis November. Die Robbenjagd ist zu einem ganzjährigen Massaker geworden.


und noch ein anderer Text dazu:


Blutige Schlacht auf dem Eis

Viele Menschen erinnern sich noch gut an die grausamen Bilder der Robben-Massaker, die Ende der sechziger und Anfang der siebziger Jahre die Öffentlichkeit erreichten. Mit Knüppeln schlugen die Jäger auf Robben und ihren wenige Tage alten Nachwuchs ein. Das Fell wurde den Tieren oft noch bei lebendigem Leibe abgezogen. Zurück blieben blutgetränkte Eisflächen mit unzähligen Tierkadavern. Tierschützer aus der ganzen Welt protestierten damals gegen diese grenzenlose Tierquälerei.

1983 verhängte die EU ein Importverbot für Produkte aus dem Fell von Robbenbabys. Das Importverbot wurde mehrfach verlängert und gilt heute noch. Diese Entscheidung sowie weltweite Proteste des IFAW und anderen Organisationen wirkten sich einschneidend auf die Robbenjagd aus. Die Norweger stellten ihre Jagd in den kanadischen Gebieten ein. Die großen Fangschiffe von Neu Schottland und Neufundland kamen nicht mehr zum Einsatz. Robbenjäger von Neufundland und den Magdalenen Inseln setzten ihre Jagd zwar fort, doch die Anlandungen reduzierten sich zwischen 1983 und 1987 auf rund 36.000 Robben pro Jahr. Auch der Markt für Robbenprodukte brach zusammen. Nicht zuletzt aufgrund dieser Entwicklungen stellte Kanada 1987 offiziell die Robbenjagd ein. Die private Küstenjagd war davon unberührt und wurde fortgesetzt. Jedes Jahr wurden dann noch zwischen 25.000 bis 60.000 Robben angelandet.

Seit 1995 wird in Kanada die Robbenjagd jedoch wieder kommerziell durchgeführt und erlebte im Jahr 2002 ein neues trauriges Rekordhoch. 307.000 Sattelrobben wurden in der vergangenen Saison in Kanada getötet. Die zuvor festgelegte Fangquote von 275.000 Robben wurde um 32.000 Tiere überschritten. Und das, obwohl sich die Mehrheit der kanadischen Bevölkerung eindeutig gegen die Robbenjagd ausspricht. Trotz internationaler Proteste der Tierschutzorganisationen IFAW und VIER PFOTEN kommen von der kanadischen Regierung Signale, dass sie die Fangquote für 2003 anheben will.

An den Jagdpraktiken hat sich nichts geändert: Nach wie vor werden einfachste Grundsätze des Tierschutzes aufs Gröbste verletzt. Es kann keine Rede davon sein, dass die Robbenjagd, so wie es die kanadische Regierung behauptet, bestandserhaltend, umfassend geregelt und gut überwacht durchgeführt wird.

Ausreichende Kontrollen von Seiten der Behörden fehlen. Tierschutzorganisationen beobachteten bei ihren Recherchen beispielsweise, dass junge Klappmützen und tragende Weibchen getötet wurden, obwohl das offiziell verboten ist.

Im März 2001 untersuchte eine internationale Gruppe von Tiermedizinern zusammen mit dem IFAW die Kadaver von getöteten Robben auf dem Packeis. Sie stellten fest, dass von den erlegten Robben mindestens 42 Prozent noch lebten, als die Jäger ihnen das Fell abzogen.

Gejagt werden hauptsächlich Sattelrobben und Klappmützen

Die Sattelrobbe verdankt ihren Namen der schwarzen, sattelähnlichen Zeichnung auf dem Rücken. Sattelrobben werden knapp zwei Meter lang und bis zu 130 Kilogramm schwer. Drei Populationen von Sattelrobben gibt es weltweit. Ihre Brutgebiete liegen im Weißen Meer (Russland), in Westgrönland und im Nordwestatlantik (Kanada). Die kanadische Population ist die größte. Sie wurde im Jahr 2000 auf 3 bis zu 5,2 Millionen Individuen geschätzt. Prof. David Lavigne, der wohl renommierteste Robbenkenner, geht eher von drei Millionen Tieren aus, während die kanadische Regierung mit einer Populationsgröße von 5,2 Millionen arbeitet.

Die Klappmütze ist eine relativ seltene Art. Sie erhielt ihren Namen aufgrund des aufblasbaren, mützenartigen Sacks auf Stirn und Nase der Männchen. Die Männchen werden 2,5 Meter lang und wiegen bis zu 300 Kilogramm. Weibchen erreichen etwa 2 Meter Körperlänge und wiegen rund 160 Kilogramm. Die kanadische Population der Klappmützen wird auf ungefähr 400.000 Tiere geschätzt.

Beide Arten leben etwa sechs Monate in arktischen Gewässern unterhalb der Eisgrenze. Jeden Herbst nehmen die Robben weite Wanderungen auf, um ihre Brutgebiete zu erreichen. Auf dem Eis von Neufundland und auf zugefrorenen Gebieten des St. Lawrence Golfs bringen sie von Ende Februar bis März ihre Jungen zur Welt. Die Welpen werden nur einige Tage von ihren Müttern gesäugt. Die Sattelrobbenbabys wechseln zweimal ihr Fell. Klappmützenjunge behalten ihr auf dem Rücken bläulich schimmerndes Fell (deshalb Blueback genannt) bis zum Alter von fünfzehn bis sechzehn Monaten.

Die Jagd

Das kanadische Fischereiministerium ist verantwortlich für die Festlegung der Jagdsaison, die Ausgabe der Jagdlizenzen und die Festlegung der Fangquote für die jeweilige Robbenart. Die Jagdsaison beginnt in der Regel im November und endet im Mai bzw. dann, wenn die Fangquote erreicht wurde. Jagdlizenzen sind derzeit nach an 10.000 Personen vergeben. Es wird aber auch ohne Lizenz gejagt. Bejagt werden dürfen beide Arten nach dem ersten Fellwechsel. Sattelrobben ab einem Alter von ungefähr zwei Wochen und die Jungtiere der Klappmützen ab dem 15. Lebensmonat.

Mit Eisbrechern bahnen sich die Robbenjäger ihren Weg zu den Brutgebieten. Die jüngeren Tiere können noch nicht schwimmen und deshalb auch nicht fliehen. Schutzlos sind sie den Jägern ausgeliefert. Sie werden mit Bootshaken und Knüppeln zur Strecke gebracht. Die älteren Tiere fallen meist Gewehrschüssen zum Opfer. Zunächst werden möglichst viele Jungtiere, aber auch Mütter, die ihren Nachwuchs verteidigen wollen, bewegungsunfähig geschlagen oder geschossen. Erst dann kehren die Jäger zurück, um den Robben das Fell abzuziehen. Ob sie tot sind oder lebendig, spielt keine Rolle. Den Jägern geht es ausschließlich um den Pelz. Geschlachtet wird im Akkord. Die Kadaver werden ins Wasser geworfen oder einfach auf dem Eis zurückgelassen.


Wer ist Schuld an leeren Meeren?

Die kanadische Regierung behauptet, die Gefräßigkeit der Robben sei Schuld am Zusammenbrechen der kanadischen Fischbestände. Sie rechtfertigt damit das gnadenlose Massaker an den Robben. Wahr aber ist: die kanadische Regierung sucht nur einen Sündenbock für ihre eigenen Fehler in der Fischereipolitik. Zu hohe Fangquoten in den letzten Jahren haben zur Überfischung geführt. Die dadurch arbeitslos gewordenen Fischer sollen in der Robbenjagd eine neue Existenz finden.
Nicht zuletzt wird die jahrhundertlange Tradition der Robbenjagd als Argument für die Fortsetzung des jährlichen Schlachtens angeführt.

Wirtschaftlich von geringer Bedeutung

Für Kanadas Wirtschaft ist die Robbenjagd von geringer Bedeutung. 1997 erbrachte sie einen Anteil von lediglich 0,06 Prozent des Bruttosozialproduktes. Unter Miteinbeziehung der staatlichen Subventionen stellt die Robbenjagd sogar ein Verlustgeschäft dar. Was mit den Robbenfellen und dem Fett tatsächlich geschieht, lässt sich nicht eindeutig klären. Die Vereinigung der Robbenjäger behauptet, es herrsche eine große Nachfrage nach den Produkten. Jedes Jahr geht die Vereinigung aufs Neue auf Promotiontour, um neue Märkte zu erschließen. Verzweifelt werden immer neue Produktschienen ausprobiert: Neben dem Versuch, Robbenöl als "Wellness-Produkt" auf dem Markt zu etablieren, werden sogar die Penisse vermarktet, die in Ostasien als Aphrodisiaka gefragt sind.



http://www.vierpfoten.de/kampagne/index.htm?02_robb4.htm~data

EigenSinnige Frauen
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#2
Man kann sich dazu folgendes fragen:

1. Wieso ist nach 10 Jahren Ruhe (ab 1983) das ganze wieder losgegangen?

2. Wo sind die Tierschutzorganisationen der Welt, Greenpeace and ALLE anderen ?Es wäre sicher nicht allzu schwer, die Töterei zumindest zu behindern... das fällt einem schon was ein.

3. Den Menschen muß es 1983 offenbar besser gegangen sein, so daß sie für die Robben noch was "übrig hatten", dann zehn Jahre später....

4. Namen, es fehlen Namen, derjenigen, die definitiv dahinterstecken. Ich hab mir jetzt nicht alle Links angeguckt, werden denn Namen von Verantwortlichen genannt? Mir fällt nur immer wieder auf, daß systempressemäßig die Nennung von Namen der Verantwortlichen immer "unmoderner" wird. Aber hinter allem steckt letztlich ein (oder mehrere) Mensch(en), das darf man nie vergessen. Diese ermöglichen so etwas und nicht ein anonymes System, das erleichtert es nur.

5. Trotzdem frage ich mich, was steckt dahinter ? Die Wirtschaftlichkeit ist es ja offenbar nicht.
Sei!
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#3
Ich habe es dafür genauer gelesen!

Jagdfieber kann man das wohl auch nicht nennen... .....eher wohl eine widerliche Veranstaltung von hochgradig psychoathischen, sadistischen Untermenschen, dreckige miese Feiglinge, die sich an schwächeren vergreifen, ihr kotzwürdiges Innenleben ausagieren...

Das greift dann auch in die Themen ein, die wir hier grad hatten. Fleischesser und die Frage, wer die "höherstehende, wertvollere, tötungsberechtigte und so weiter" Spezies auf unserem Planeten ist... ...ist ja für einige hier keine Frage, empfehle denen, doch mal dorthin zu fahren und mal mit den netten Jägern unterwegs zu sein...


[Bild: kotz.gif]

Tue was immer ich will!
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#4
Gerade geben sie es auch im Videotext. Man soll diese Dinge aus Kanada boykottieren und nicht kaufen. Verhindern wäre besser!
Entweder man findet einen Weg oder man schafft einen Weg!
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