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Die eigene Unterschrift ...
#1
Die meisten Menschen messen ihrer Unterschrift eine besondere Bedeutung bei bzw. gestalten diese individuell, weswegen es sicherlich ein interessantes Thema ist. Die eigene Schrift und Unterschrift sind ein Spiegel des inneren Seins eines Menschen. Hier offenbaren sich grundlegende Charakterstrukturen, ob z. B. jemand künstlerisch begabt ist, praktische Fertigkeiten besitzt, oder ob jemand ein guter Verkäufer ist, aber auch Willensstärke, Weltoffenheit, Korruption usw.

Wenn man viel mit Unterschriften zu tun hat, kommt man nicht umhin, immer mal wieder einen Blick auf die ein oder andere persönliche Signatur zu werfen. So auch bei den folgenden Unterschriften geschehen.

   

Neben anderen zu deutenden Merkmalen in einer Unterschrift, weist das Durchstreichen des eigenen Namens (mit einer Linie) auf selbstzerstörerische Tendenzen und Depressionen hin. Das betrifft mehr Menschen, als man annehmen möchte.

Im folgenden Beispiel macht der Schreiber seinen Namen beinahe unkenntlich. Solch eine Unterschrift habe ich noch nie gesehen ...  

   

Der Schreiber dieser Unterschrift (Vorname Willi, Nachname T(jiesen)) plagt sich anscheinend mit Selbstmordgedanken. Was er wohl empfinden muß, wenn er seinen Namen so zerkritzelt?
Kein besserer Freund – kein schlimmerer Feind!
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#2
Hier ein Photo mit der Unterschrift eines bekannten Musikers, Mick Jagger.

   
Die eigene Unterschrift ist durchgestrichen, und fürwahr, man sieht ihm seinen selbstzerstörerischen Lebenswandel deutlich an. Drogen, Alkohol, Sex, Skandale, Selbstmord in seinem Umfeld usw. sind die Schattenseite des angeblichen Ruhmes ...

   
Kein besserer Freund – kein schlimmerer Feind!
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#3
Entsprechend stelle ich die Unterschrift von Richard Wagner ein.

Sehr viel anders, finde ich!

[Bild: unterschrift_wagner02b.gif]

[Bild: richard-wagner,330.jpg]

[Bild: unterschrift.gif]

Ich habe drei unterschiedliche Unterschriften von ihm gefunden, die aber alle sich im Wesentlichen ähneln. Er betont stets das R am Anfang seines Namens und geht mit Schwung in den Nachnahmen. Die Beiden Namen sind miteinander verbunden. Das N am am Ende hat noch mal richtig Schwung und unterstreicht seine Unterschrift.

Die mittlere Unterschrift weicht ein bißchen ab. Sein R wirkt nicht ganz so selbstbewusst und sein Schwung ist zackiger. Ein Mensch verändert seine Unterschrift ja auch im Laufe seines Lebens, dass sieht man hier ganz gut, vorausgesetzt die stammen alle von ihm.  

Ich finde die unterste Unterschrift von Herrn Wagner sehr angenehm, diese gefällt mir am besten.

Für mich eine Bestätigung und ein direkter Spiegel seiner großartigen Persönlichkeit.

Ein tolles Thema, Hælvard!
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#4
... und hier etwas handschriftliches von Cosima.

       
Was man will – nicht was man wünscht – empfängt man.

Cosima Wagner
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#5
Unterschriften können sich unter Streß verändern, das gilt es bei genauen Analysen zu berücksichtigen! Allerdings wiederholen sich prägnante Formgebungen, Bereicherungen oder z. B. das Durchstreichen/Unterstreichen des eigenen Namens zumeist.

Ist die Unterschrift noch lesbar, weist das auf Selbstsicherheit und Gewissenhaftigkeit hin. Dieser Unterschreiber ist authentisch in seinem Auftreten (siehe Unterschrift Richard Wagner)!

Man kann auch sagen, je verworrener eine Unterschrift, desto unsicherer ist diese Person u. a.
Dabei muß beachtet werden, daß viele Personen, die viel unterschreiben müssen, sich eventuell ein Kürzel im Laufe der Zeit zugelegt haben, also nur ein oder zwei Buchstaben. Das ist absolut legitim und muß als geschäftsbezogen eingeordnet werden.

Vielleicht kann sich der ein oder andere noch an die Unterschrift eines Lehrers aus der eigenen Schulzeit erinnern. Diese Berufsgruppe muß viele Unterschriften leisten und benutzt bevorzugt Kürzel. Unsere Klassenlehrerin in der Grundschule hat immer nur den Anfangsbuchstaben ihres Nachnamens verwendet. Ein großes R. Das sah so ähnlich aus wie das R in der Unterschrift vom Vornamen Richard Wagners, also so geschwungen einkreisend.

Natürlich muß man auch die Zeitepoche berücksichtigen, wenn man sich eine Schrift anschaut. Also in welchem Jahrzehnt z. B. des 19. oder 20. Jahrhunderts hat der Schreiber gelernt zu schreiben. Da gibt es erhebliche Unterschiede. Schaut man sich die Schrift von Cosima Wagner an, so erinnert man sich vielleicht daran, daß unsere Großeltern und Urgroßeltern noch in dieser Winkelschrift geschrieben haben.

Zu meiner Schulzeit lernten wir dann die bauchige Arkadenschrift, also rund und voll. Das m und n wurden auch so geschrieben, wie man es hier in diesem Text sehen kann. Beim Jahrgang meiner Mutter z. B. lernten die Kinder wieder einen anderen Schreibstil. Dieser hatte wesentlich mehr Einrollungen und Bereicherungen, wie Haken und Schlaufen vor allem in einigen Großbuchstaben wie dem D oder dem H.

    und    

Auch wurden m, n und u gleichgeschrieben und das u oft nur mit einem Strich darüber zur Unterscheidung kenntlich gemacht. Diese Schriftform nennt man Girlanden.  
Kein besserer Freund – kein schlimmerer Feind!
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