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"Fake News"
#1
Im Moment wird darüber diskutiert, welche Gefahren von Falschmeldungen (sogenannten Fake News) ausgehen.

Man erinnere sich hierbei ruhig an die "Informationen", die zur zwangsweisen Einführung des Chr**tentums (und der anderen monotheistischen Religionen) führten. Wenn man heute also ein Gesetz gegen "Falschmeldungen" einführen will, dann sollte man also auch überlegen: Welche historische Tragweite man dem Ganzen beizumessen gedenkt? Hätte es in den Jahren des Mittelalters nicht die ganzen "Falschmeldungen" von angeblichen Hexen, Hexereien und sonstigen erfundenen Anschuldigungen gegeben, dann hätten wir heute eine andere gesellschaftliche und religiöse Ordnung.  
Entweder man findet einen Weg oder man schafft einen Weg!
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#2
Damals gab es die Inquisition, die jeden Bürger (der aufgrund solcher religiös bedingter Falschmeldungen zweifelte oder aufmüpfig war) irdischen Höllenqualen unterzog.

Aber auch in neuerer Zeit profitieren bestimmte politische Kreise von solchen Falschmeldungen. Man denke hier nur an den Irak-Krieg, der nur aufgrund falscher Meldungen der Nachrichtendienste zustande gekommen war.

Die Frage der Fragen wird bleiben: Wer genau legt fest, was die Wahrheit ist oder was als "Fake News" verboten werden soll? Bei Orwell gab es ein entsprechendes: "Wahrheitsministerium". Was wird sich die heutige politische Kaste ausdenken?
Entweder man findet einen Weg oder man schafft einen Weg!
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#3
Bei dieser Bekanntmachung hatte ich mich auch gefragt, wer nun festlegt, was nun der Wahrheit entspricht und was nicht? Und im nächsten Moment mußte ich lachen. Lol Die nächste Frage, die sich anschloß, betraf die wirkliche Motivation? Für mich hört sich die Sache nach mehr Zensur an, und wenn ich es richtig mitbekommen habe, ging es zum Beispiel auch um Facebook, die bei sogenannten "Fake News" eingreifen wollen. Dazu würde man ein spezielles Suchprogramm benutzen... Also wieder ein neues Überwachungsprogramm?

Orwell? Genau. Lol Und die Masse glaubt wirklich, daß dann alles besser wird.  Vogel
Finde Dich selbst!
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#4
„Fake News“
Das Jahr der falschen Nachrichten

Nicht nur das Internet gebiert „Fake News“: Sie kamen 2016 auch durch Pressemitteilungen der Polizei, Tageszeitungen und das Fernsehen in die Welt. Alles begann am 1. Januar.

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/wo-2016-fake-news-zu-finden-waren-14598220.html

Das Jahr begann mit einer Falschnachricht. Sie stammte von der Kölner Polizei und erschien am Morgen des 1. Januar. Von einer weitgehend entspannten Lage in der Silvesternacht war darin die Rede, die Beamten hätten alles im Griff gehabt. Nichts davon stimmte. Es war die Unwahrheit. „Fake News“ würde man mit dem Modewort des Jahres sagen. Die „Fake News“ setzte sich fort. Fortgeschrieben wurde sie von zwei Autorinnen im „Tagesspiegel“, die, als die Nachrichten über die massenhaften sexuellen Übergriffe auf Frauen, begangen von einer großen Gruppe zumeist aus nordafrikanischen Ländern stammenden Männern, die Runde machte, mutmaßten, das sei übertrieben und werde instrumentalisiert, um Stimmung gegen Flüchtlinge zu machen. Den Gipfel der Umdeutung erklomm der Publizist Jakob Augstein, der schrieb, die Opfer - die jungen Frauen also - seien den mutmaßlichen Tätern vor und nach der Tat sozial überlegen gewesen. Eine solche Verharmlosung von Verbrechen dürfte einzigartig sein.

In ihr drückt sich eine Tendenz aus, welche Teile der Medien, insbesondere den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, prägt: ein formiertes Wunschdenken, das den nüchternen Blick auf die Dinge verstellt, kritisches Nachfragen unterdrückt und seit Angela Merkels Entscheidung, die Grenzen zu öffnen, im Sinne der Bundesregierung oder eine erweiterten Koalition aus CDU, SPD, Grünen und dann und wann auch der Linkspartei funktioniert.

Das macht sich besonders bemerkbar, wenn es nicht so läuft, wie es dem Wunschdenken entspricht. Nach dem Massenmord im Münchner Olympia-Einkaufszentrum etwa, bei dem ein Achtzehnjähriger neun junge Menschen erschoss; oder nach dem Sexualmord an einer jungen Studentin in Freiburg, dessen mutmaßlicher Täter aus Afghanistan stammt, in Griechenland für eine lebensgefährdende Straftat verurteilt wurde, unter obskuren Bedingungen frei- und dann in Deutschland ankam.

Gravierende Fehler bei der Zuwanderung

Erst recht schwierig wurde es für die Wunschdenker nach dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt. Noch am Tag nach dem Attentat, das zwölf Tote und fünfzig Verletzte forderte, waren sich bei ARD und ZDF in Nachrichten und Talkshows Politiker von CDU und Grünen und Moderatorinnen einig, dass es falsch sei, über etwaige Konsequenzen für die Sicherheits- und die Flüchtlingspolitik zu reden. Das sei doch geradezu absurd, wo man doch gar nicht wisse, wer der Täter sei, sagte der CDU-Politiker Armin Laschet. Wenige Stunden später war klar, dass der mutmaßliche Täter dem Profil eins islamistischen Terroristen entsprach, das zeigt, welche gravierenden Fehler bei der Zuwanderung gemacht werden.

Beim Hessischen Rundfunk ist in diesem Zusammenhang nur noch unisono von „Schutzsuchenden“ die Rede. Was schwierig wird, sobald es um etwas anderes als „Schutzsuche“ geht, also zum Beispiel um die sieben jungen Männer aus Syrien und Libyen, die in Berlin einen Obdachlosen angezündet haben. Man erkennt die Absicht dahinter: Es geht um Herrschaft durch eine Sprachgebung, die der Realität einen bestimmten Anstrich verleiht. Wer das hinterfragt, bekommt in der öffentlichen Debatte schnell den Stempel „rechts“, „fremdenfeindlich“ oder „AfD“ aufgedrückt. Welche Gefahr das in sich birgt, welchen Tort man damit allen freiheits- und friedliebenden, heutzutage abschätzig „Biodeutschen“ genannten, und eingewanderten Deutschen gleich welcher Herkunft, Hautfarbe oder Glaubensrichtung antut, sollte eigentlich jedem klar sein.

Hilft ein Wahrheitsministerium?

Zum Jahresende haben ARD und ZDF nicht nur ihre Quoten mitgeteilt, sondern auffällig betont, welch hohes Ansehen sie in puncto Glaubwürdigkeit angeblich genießen. Das Ergebnis: Bei der für das ZDF erstellten Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen liegt das ZDF auf dem Glaubwürdigkeitsindex vorne, bei der ARD ist es die ARD. Wem sollen wir glauben? Verbreitet da jemand „Fake News“? Hilft uns das von der Bundesregierung geplante Wahrheitsministerium („Abwehrzentrale gegen Desinformation“) weiter? Oder könnte es sein, dass all dies mit einer Einstellung zu tun hat, wie sie eine Frage ausdrückt, welche die „Wirtschaftswoche“-Chefredakteurin Miriam Meckel und ihr Kollege Gregor Peter Schmitz kürzlich dem Altbundeskanzler Gerhard Schröder gestellt haben?

„Aber alle“ heißt es da, „zittern vor den Populisten, wie gerade bei der Bundespräsidentenwahl in Österreich oder dem Verfassungsreferendum in Italien. Müssen wir wieder Angst vor dem Bürger haben?“ Was für eine Frage! Wer ist „wir“? Wer ist „der Bürger“? Was ist das für ein Denken? Wir gegen die? Wer die Konstellation so einrichtet, hat den Boden für Populisten aller Couleur bereitet. Gerhard Schröder hat übrigens keine Angst vor „dem Bürger“. „Wir Demokraten müssen aber schon kämpfen“, sagt er. Das ist das Motto für 2017.
Tue was immer ich will!
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#5
Top Zehn der „Fake News“ 2016

Alles, was in den Leitmedien nicht vorkommt, sind gefälschte Nachrichten. Auf diesen Punkt läßt sich die Groteske um sogenannte „Fake News“ bringen. Mit der Warnung vor ihnen ziehen Journalisten und Bundestagsparteien plus FDP in den Wahlkampf. Denn nur mit Hilfe von „Fake News“ habe es Donald Trump ins Weiße Haus geschafft, seien die Briten zum Brexit und die Italiener zum „No“ im jüngsten Referendum verführt worden. Und auch die AfD habe nur durch postfaktische Verdrehungen Chancen auf ein gutes Wahlergebnis 2017. Tatort: das Internet. Verbreiter: Rechtspopulisten. Unterstützer: Putins Rußland.


Die Leitmedien warnen zwar vor „Fake News“, dabei sind sie die größten „Faker“, wie die Top Zehn der „Fake News“ 2016 zeigt:

Börsencrash bei Trump-Wahl

Zahlreiche Horrorszenarien malen die deutschen Medien für den Fall an die Wand, daß Donald Trump US-Präsident wird. Eines lautet: Es gibt einen weltweiten Börsencrash. Die Wahrheit: Die Märkte eilen nach der Wahl von einem Rekord zum anderen. Der Dax steigt in den fünf Wochen nach dem 8. November um mehr als 800 Punkte und damit um 400 Prozent mehr als in den gesamten zehn Monaten seit Jahresbeginn. Ein Allzeithoch erklimmt der Dow Jones, und er steigt weiter. Unvorhergesagt fällt dagegen der Euro.


Friedliche Silvesternacht in Köln

Die Silvesternacht in Köln sei friedlich verlaufen, melden Polizei und Leitmedien. Während Menschen im Internet längst über Massenübergriffe auch in anderen Städten berichten, ignorieren Zeitungen und Rundfunk das Geschehen. Motiv: Das Ansehen der Flüchtlingspolitik und der Einwanderer nicht schädigen. Als die Erregung in den sozialen Netzwerken über das Journalisten-Schweigen anschwillt, müssen die Leitmedien ihren Kurs ändern. Vier Tage später gibt es erste Berichte. Das ZDF schweigt weiter.


Gauland und der Nachbar Boateng

Kurz vor der EM platzt eine Bombe. AfD-Vize Alexander Gauland soll der FAZ gesagt haben, „die Leute“ wollten den dunkelhäutigen Fußballer Jerome Boateng nicht als Nachbarn. Es folgt eine Medienkampagne, die Kanzlerin nennt Gauland „niederträchtig“. Die Wahrheit: In einem vertraulichen Hintergrundgespräch kommt die FAZ auf Boateng. Fußball-Laie Gauland kennt nicht einmal den Namen. Er bestreitet die Aussage. Die FAZ muß später einräumen, anders als zuerst behauptet, das Zitat nicht aufgezeichnet zu haben.


Flüchtlinge sind Fachkräfte

Die Flüchtlinge seien hochqualifiziert, behaupten Leitmedien auch 2016. Sie werden den Fachkräftemangel beheben, in die Sozial- und Rentenkassen einzahlen. Die Wahrheit: Zwei Drittel sind Analphabeten, selbst Syrer mit Schulabschluß können kaum lesen und schreiben oder einfache Rechenaufgaben lösen. Nur 54 von 1,7 Millionen finden einen Arbeitsplatz bei Dax-Unternehmen. Sehr vorsichtige Kosten-Schätzungen gehen von 450.000 Euro pro Flüchtling aus, insgesamt bedeutet das mindestens 765 Milliarden Euro.


Petry für Schießbefehl gegen Flüchtlinge

Im Januar, sechs Wochen vor drei wichtigen Landtagswahlen, fordert AfD-Chefin Frauke Petry einen „Schießbefehl“, um Deutschland gegen Flüchtlinge zu verteidigen – melden alle Medien. Die Wahrheit: Im Interview mit dem Mannheimer Morgen fragen die Reporter achtmal, bis Petry endlich ein Gesetz zitiert, das Grenzpolizisten notfalls den Einsatz der Schußwaffe erlaubt. Vom „Schießbefehl“ sprechen nur die Interviewer. Sie sagt: „Kein Polizist will auf einen Flüchtling schießen. Ich will das auch nicht.“


Trumps Wahl manipuliert

„Manipulierte Wahlcomputer“, meldet n-tv. Von „Manipulationen bei US-Wahl“ schreibt Spiegel Online. Und die Welt schlagzeilt: „Experten zweifeln Sieg von Donald Trump an“. Einziger Grund: „Aktivisten“ (FAZ) finden heraus, daß Hillary Clinton in Michigan, Wisconsin und Pennsylvania bei der digitalen Stimmabgabe angeblich sieben Prozent weniger Stimmen erhielt als auf Papier-Wahlzetteln. Die Nachzählung in Wisconsin ergibt das Gegenteil: Nicht Clinton-, sondern Trump-Stimmen sind unterschlagen worden.


AfD-Politiker will Burkas verbrennen

In fast jeder Zeitung findet sich im Oktober ein Artikel mit der Überschrift „AfD-Abgeordneter will Burkas verbrennen“. Die Wahrheit: Der Berliner Parlamentarier Andreas Wild berichtet auf einer AfD-Veranstaltung, wie Jesidinnen nach der Befreiung von der IS-Herrschaft ihre Burkas verbrannten. Er sagt, wenn man ihnen das in Deutschland ermögliche, müsse man bedenken „daß diese Geste in islamischen Kreisen hysterische Reaktionen auslösen könnte, deren Opfer wiederum geflüchtete Frauen werden könnten“.


Hofer für die Todesstrafe

Unmittelbar vor der Präsidentschaftswahl in Österreich im Dezember behaupten deutschsprachige Medien, FPÖ-Kandidat Norbert Hofer sei offen für eine Volksabstimmung über die Todesstrafe. Konstruiert haben sie die „Fake News“ aus diesem Original-Zitat Hofers: „Ich bin davon überzeugt, daß die Menschen ein gutes Gespür dafür haben, welche Themen für direktdemokratische Abstimmungen geeignet sind, und daß die Wiedereinführung der Todesstrafe nicht mit unseren Werten vereinbar ist.“


Flüchtlinge stürmen Grenzfluß

Als gegen den erklärten Widerstand der Bundesregierung die Balkanroute geschlossen wird, braucht es dramatische Bilder, die zeigen, wie unmenschlich die Aktion ist. Fotos von verzweifelten Flüchtlingen, die bei Idomeni einen Fluß durchqueren, gehen im März um die Welt. Die Wahrheit: In dem angeblich reißenden Gewässer stehen teilweise weniger Flüchtlinge als Helfer und Journalisten. Die Stromschnellen von Idomeni sind ein inszenierter PR-Gag selbsternannter Aktivisten mit Unterstützung der Medien.


Mob hetzt Flüchtlinge durch Bautzen

Ein rechter Mob jagt friedfertige Flüchtlinge durch Bautzen, behaupten im September die Leitmedien. Dabei meldet die Polizei: „Auslöser der Tätlichkeiten sollen den Angaben nach Asylsuchende gewesen sein.“ Es hilft auch nichts, als der Bürgermeister klar stellt, die Provokationen gingen von den Einwanderern aus. Offenbar seit Wochen sitzen die jungen Männer im Stadtzentrum und greifen Einheimische verbal und körperlich an. Als sich diese an einem Tag wehren, ist die „Fake News“ perfekt.
Ein schwacher Verstand ist wie ein Mikroskop, das Kleinigkeiten vergrößert und große Dinge nicht erfaßt.
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Es bedanken sich: Coco die Eule
#6
Wenn es so weitergeht könnte 2017 noch mehr "Fake" werden:

Sogar die sonst etwas zurückhaltendere heise.de ist nun zur Lügenpresse abgewandert:

Lügenbeweis:
„Der künftige US-Präsident Donald Trump sieht Russland hinter den Hacker-Angriffen während des Präsidentschaftswahlkampfes. „Es war Russland“, sagte Trump am Mittwoch auf eine Frage eines Reporters.“
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Donald-Trump-Russland-steht-hinter-Hacker-Angriffen-3594151.html

Demgegenüber der Originalton Trumps:
"I think, ..."
-> „Ich denke, es war Russland, aber wir werden auch von anderen Staaten und Personen gehackt.“

Zudem gibt es keinerlei handfeste Beweise.
Erst wissen, dann denken. Erst denken, dann reden.
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#7
EU-Zensur: Brüssel bereitet den nächsten Anschlag auf die Meinungsfreiheit vor

http://www.journalistenwatch.com/2017/01/17/eu-zensur-bruessel-bereitet-den-naechsten-anschlag-auf-die-meinungsfreiheit-vor/

Ich bin gespannt, wie sie das durchziehen wollen. Können sie alle Kanäle kontrollieren? Besonders die ehemaligen DDR-Bürger, die ja ohnehin zum wehrhafteren Teil des Landes zählen, sind das "indirekte Sprechen" ja gewohnt. Immerhin hatten damals schon die Wände Ohren.


Geht es eigentlich auch um "Fake-News" der etablierten Sender?

https://deutsch.rt.com/inland/45397-programmbeschwerde-gegen-ard-syrien-berichterstattung/
Morgen kann alles ganz anders sein.
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#8
Ich weiß nicht, was zum Beispiel das Bild macht, wenn "Fake-News" verboten werden. Ist ja irgendwie deren Geschäftsmodell.
Tue was immer ich will!
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