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Frau als Hexe hingerichtet
#1
Frau als Hexe hingerichtet
In Riad wurde eine Frau wegen Hexerei verurteilt und enthauptet.

Die letze überlieferte Hinrichtung einer Hexe in Deutschland fand 1793 in Süddeutschland statt. Es war ein Relikt dunkler Zeiten vor der Aufkärung. In Saudi Arabien sind die dunklen Zeiten noch nicht vorbei, zumindest was die Menschenrechte angeht.

Am Montag wurde Amina bent Abdelhalim Nassar in der Region Al-Jawf hingerichtet, teilte das Innenministerium in Riad mit. Das Urteil: Hexerei! Die Frau soll vorgegeben haben, Menschen von Krankheiten heilen zu können, für 800 Dollar pro Sitzung, so die Religionspolizei.

In Saudi-Arabien urteilen Richter auf der Grundlage einer puritanisch-konservativen Interpretation des islamischen Rechts (Scharia). „Hexerei und Zauberei“ wird in dem arabischen Land genauso mit dem Tode bestraft wie Mord, Vergewaltigung und Drogenhandel.

Erst im vergangenen September war ein Sudanese in der Stadt Medina wegen Hexerei exekutiert worden. Den meisten „Hexen und Hexer“ wirft man vor, sie hätten Menschen auf Wunsch von Angehörigen oder Bekannten verflucht oder für Geld Zauber-Amulette hergestellt.

http://www.bz-berlin.de/aktuell/welt/saudi-arabien-frau-als-hexe-enthauptet-article1339555.html
Was man will – nicht was man wünscht – empfängt man.

Cosima Wagner
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#2
Dazu paßt Martin Luthers bekanntes Zitat:

„Ich will der erste sein, der Feuer an sie legt."

In Schmalkalden in Thüringen gibt es derzeit eine interessante Ausstellung. Die Ausstellung trägt den Titel: "Luther und die Hexen" und dokumentiert den Hexenwahn Martin Luthers und anderer "guter Chr*stenmenschen".

http://www.thueringen-tourismus.de/urlaub-hotel-reisen/veranstaltung.html?veranstaltungsid=315131
Entweder man findet einen Weg oder man schafft einen Weg!
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#3
Die Leute in den islamistischen Regionen sind religiöse und emotionale Irre. Das hat nicht mal mehr im Ansatz etwas mit Moral und gesundem Menschenverstand zu tun.
Wohingegen Luther seine Worte und Taten ganz bewußt vertrat, was weitaus gefährlicher ist, weil man hier Vorsatz unterstellen muß.
Kein besserer Freund – kein schlimmerer Feind!
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#4
Pfarrer stellt Antrag
Kölner Stadtrat rehabilitiert Hexe

In Deutschland werden vor allem in der Frühen Neuzeit Frauen wegen angeblicher Hexerei verfolgt und hingerichtet. Viele landen auf dem Scheiterhaufen. So auch die reiche Kölnerin Katharina Henot. Ihr Fall ist einer der bekanntesten in der Geschichte. Nach fast 400 Jahren wird sie rehabilitiert - dank eines Pfarrers.

Ein Ausschuss des Kölner Stadtrats hat die Hexenprozesse in der Stadt vor 400 Jahren verurteilt. Der Ausschuss regte einstimmig eine "offizielle Erklärung" des gesamten Stadtrates an, in der sich dieser vom Unrecht der Hexenverfolgung distanzieren solle. Der evangelische Pfarrer Hartmut Hegeler hatte zuvor die Rehabilitierung aller in Köln hingerichteten Hexen einschließlich der heute noch bekannten Postmeisterin Katharina Henot (ca. 1570-1627) beantragt.

Der Ausschuss vertrat die Ansicht, dass die Stadt Köln schon sehr viel, aber noch nicht alles getan habe, um die als Hexen verleumdeten Frauen zu rehabilitieren. Der Ausschuss bat auch das Erzbistum Köln, sich von dem begangenen Unrecht zu distanzieren.

Hegeler bedankte sich anschließend herzlich bei dem Ausschuss. "Ich bin glücklich, ich bin richtig froh", sagte er. Es gehe ihm nicht um eine juristische, sondern um eine sozialethische Rehabilitierung. "Es ist unsere moralische Pflicht, dass wir für das Schicksal von Menschen eintreten, die unschuldig verfolgt wurden." In Deutschland hätten bisher schon 13 Kommunen die Opfer der Hexenprozesse rehabilitiert

Der evangelische Pfarrer und Religionslehrer Hartmut Hegeler setzt sich im Nachhinein für Katharina Henot ein.

Die Stimme der Katharina Henot sei 1627 erstickt worden, als man sie vor den Toren Kölns erdrosselt habe, sagte Hegeler vor dem Ausschuss. "Man hat versucht, sie für immer zum Schweigen zu bringen, aber das ist nicht gelungen. Bis heute redet man von ihrem Schicksal in dieser Stadt."

   

Die Postmeisterin Katharina Henot war zu Zeit des Dreißigjährigen Krieges reich, unabhängig und hoch geachtet. Doch im Januar 1627 wird sie plötzlich verhaftet. Der Vorwurf: Hexerei. Eine Nonne hat sie beschuldigt. In Verhören streitet die stolze Frau alles ab. Wochenlang wird sie gefoltert. So schlimm, dass sie ihren letzten Verteidigungsbrief mit der linken Hand schreiben muss - die rechte kann sie nicht mehr bewegen. Am Ende steht das Todesurteil. Auf einem Karren fährt man sie durch die Stadt. Noch einmal beteuert sie ihre Unschuld - es hilft nichts: Vor den Stadtmauern wird sie erdrosselt und verbrannt.

Katharina Henot ist in Köln nie völlig in Vergessenheit geraten - ihre Geschichte ist einfach zu dramatisch. Es gibt einen Roman über sie, ein Lied von den Bläck Fööss und eine Skulptur am Turm des Historischen Rathauses. Auch eine Schule trägt ihren Namen. Der Stadtrat, der sich nun mit dem Fall beschäftigt, ist der gleiche, der sie einst verhaften ließ.

Pfarrer Hegeler wollte sich anfangs gar nicht mit dem Thema beschäftigen. "Aber eine Gruppe von Schülerinnen hat drauf bestanden. Die haben gleich zu Beginn des Schuljahres gesagt: "Herr Hegeler, wir wollen unbedingt über die Hexenprozesse reden!"

Die Schülerinnen und Schüler waren es auch, die ihn später fragten, ob Urteile wie das gegen Katharina Henot eigentlich irgendwann aufgehoben worden seien. Die Antwort war Nein. Seitdem hat sich Hegeler vorgenommen, den Namen Katharina Henots zu säubern. Der Kölner Stadtrat soll offiziell feststellen, dass ihre Hinrichtung Unrecht war. Dass sie keine Hexe gewesen ist und alles nur eine einzige Massenhysterie war.

Nicht jeder ist von der Idee begeistert. In einigen Blogs gibt es auch Stimmen, die sagen, nach so langer Zeit habe das alles keinen Sinn mehr. Doch Hegeler meint: "Als Chr*sten sind wir in besonderer Weise herausgefordert, wenn unschuldige Menschen, und sei es noch so lange her, hingerichtet worden sind." Katharina Henot, so glaubt er, würde es sich wünschen. Ihr guter Name war ihr viel wert.

Hegeler hatte im Vorfeld sogar Nachfahren der Frau ausfindig gemacht. Eine davon ist Martina Hirtz: "Mir liegt in jedem Fall daran, dass sie rehabilitiert wird", hatte sie vor der Abstimmung des Stadtrats gesagt. "Ich denke aber vor allem auch an die unendlich vielen Menschen, die heute misshandelt werden - das finde ich noch hundertmal schlimmer." Hanns Joachim Hirtz sagte, der Prozess gegen sie sei auch nach den damaligen Maßstäben ein Justizmord gewesen, da sie sich auch unter schwerster Folter nicht schuldig bekannt habe. Nach den damaligen Gesetzen konnte man nur für eine Tat verurteilt werden, die man selbst zugegeben hatte. Um das zu erreichen, wurde die Folter angewandt.

Auch die 92 Jahre alte Bildhauerin Marianne Lüdicke, die 1988 die Skulptur der Katharina Henot für den Rathausturm geschaffen hatte, ist eine Nachfahrin der als Hexe verleumdeten Frau. Sie unterstütze die Rehabilitierung ebenfalls.

Heute heißt es zuweilen, Katharina sei ausnehmend schön gewesen, doch in Wahrheit ist über ihr Aussehen nichts bekannt. Lüdicke stellte sie mit einem zeitgenössischen Mühlsteinkragen dar, wie ihn damals viele reiche Frauen trugen. Mit der linken Hand deutet die Figur auf ein Feuer zu ihren Füßen, die rechte hat sie abwehrend erhoben. "Das soll bedeuten, dass sich eine solche Ungerechtigkeit nicht noch einmal wiederholen darf."

Insgesamt wurden in Köln 38 Todesurteile wegen Hexerei vollstreckt. Zu den Opfern gehörten nicht nur Frauen, sondern auch drei Männer und ein Junge. Ein achtjähriges Mädchen, das ebenfalls eine Hexe sein sollte, wurde aus der Stadt verbannt. Der Fall der Katharina Henot ist aber der bekannteste.


Entweder man findet einen Weg oder man schafft einen Weg!
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#5
Zu der widerlichen Nonne habe ich diesen Artikel:

„Prügel-Nonne“ fordert Kirchen heraus

BERLIN/DÜSSELDORF. (hpd) Deutschlands bekanntester Karnevalswagenbauer, Jacques Tilly, steuert zur Demo der ehemaligen Heimkinder am 15. April in Berlin eine mobile Skulptur bei, die für Gesprächsstoff sorgen dürfte: eine drei Meter hohe „Prügel-Nonne“, die in einer Hand ein Kruzifix, in der anderen einen Rohrstock schwingt.

„Das ergibt bestimmt ein großartiges Bild vor dem Brandenburger Tor!“, meint Tilly, der den Heimkinder-Protest gegen sexuellen Missbrauch und schwarze Pädagogik aktiv unterstützt.

„Die Grundidee für die Figur stammt von den Heimkindern selbst“, berichtet Tilly. „Offensichtlich haben die Nonnen in den Heimen nicht weniger schlimm gewütet als die Priester und Patres, auch wenn dies bislang in den Medien kaum thematisiert wurde.“ Daher stieß Tillys Entwurf der „Prügel-Nonne“ bei den ehemaligen Heimkindern auf begeisterte Zustimmung. Gemeinsam mit seiner Kreativpartnerin, der Düsseldorfer Bildhauerin Doris George, baute er die Skulptur in „liebevoller Handarbeit“.

Für Tilly und George ist die Arbeit an der „Prügel-Nonne“ Ehrensache. Sie stellen den Heimkindern für die Arbeit an der Skulptur keinen Cent in Rechnung, die Materialkosten übernimmt die Giordano Bruno Stiftung, die auch die Verbindung zwischen den Heimerziehungsopfern und den Düsseldorfer Pappmaschee-Künstlern hergestellt hatte. „Für uns ist es selbstverständlich, dass wir den Protest der ehemaligen Heimkinder unterstützen!“, sagt Tilly. „Es ist einfach unerträglich, was man ihnen über so viele Jahre hinweg angetan hat! Wir hoffen, dass unsere Prügel-Nonne dazu beitragen kann, noch größere Aufmerksamkeit auf dieses Thema zu lenken. Denn nur unter starkem öffentlichen Druck werden sich die Vertreter von Staat und Kirchen den berechtigten Forderungen der ehemaligen Heimkinder stellen.“

Wie der Vorstandssprecher der Giordano Bruno Stiftung, Michael Schmidt-Salomon, erklärte, wird Tillys „Prügel-Nonne“ wahrscheinlich nicht nur bei der Berliner Demo zum Einsatz kommen. Schmidt-Salomon schlug vor, die Figur regelmäßig am Rande kirchlicher Großereignisse einzusetzen, etwa beim Ökumenischen Kirchentag in München: „Die Nonne sollte die Kirchen liebevoll daran erinnern, endlich ihren Verpflichtungen gegenüber den missbrauchten und misshandelten Heimkindern und Internatszöglingen nachzukommen! Denn nicht nur der Staat, der seine Aufsichtspflichten verletzte, sondern auch die Kirchen, in deren Hand die Heimerziehung mehrheitlich lag, sind gefordert, angemessene Entschädigungszahlungen zu leisten! So lange dies nicht geschehen ist, sollte die Prügel-Nonne immer wieder in Erscheinung treten, um zu verhindern, dass der mühsam aufgedeckte Skandal der Chr*stlichen Heimerziehung wieder in Vergessenheit gerät…“


Quelle: http://hpd.de/node/9167


Das Bild ist aufgrund des ekligen Kruzikreuzes nur hier zu finden:
http://hpd.de/files/imagecache/article_picture/nonne.jpg
"In deiner Treu' liegt deines Glückes Pfand."
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#6
Man nehme eine veraltete Greueltat, revidiere diese, entschuldige sich und fertig ist der Vernebelungsgetränk für die aktuelle Greuel! Devil2
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#7
Das ist gestern in Indien passiert:

Indien: Hunderte Dorfbewohner lynchen vermeintliche Hexer

Ein Gerücht hat im Osten Indiens offenbar eine grausame Kettenreaktion ausgelöst: Bewohner eines Dorfes sollen eine Familie in ein Haus gesperrt und angezündet haben - wegen Hexerei.

In Indien haben Hunderte Menschen offenbar drei vermeintliche Hexer brutal getötet. Unzählige Bewohner eines Dorfes hatten laut Polizei eine Familie aufgrund des Gerüchts verfolgt, sie hätten Kinder für Ritualmorde entführt. Die aufgebrachte Menge schloss die Familie demnach in ihrem Haus ein und steckte es in Brand, wie unter anderem die "Times of India" meldet. Drei der Eingeschlossenen verbrannten bei lebendigem Leib, fünf wurden gerettet.

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/indien-dorfbewohner-lynchen-vermeintliche-hexen-a-1088022.html


Und das war erst vor kurzem:

Unter dem Vorwurf der Hexerei sind in einem indischen Dorf fünf Frauen zu Tode geprügelt worden. Bewohner hätten die Frauen aus ihren Häusern gezerrt und mit Stöcken und Eisenstangen auf sie eingeschlagen, sagte ein Polizeisprecher. Diese Tat erinnert an Hexenjagd im Mittelalter. Sie wird in Indien wieder praktiziert.

Dutzende Dorfbewohner in Ost-Indien haben diesen Frauen nicht nur Hexerei vorgeworfen, sondern auch für eine Reihe von Unglücksfällen gesorgt, die in der Stadt passierten.

Mindestens 21 Dorfbewohner wurden festgenommen. Sie haben schleppten die Frauen, die zwischen 45 und 50 Jahre alt waren, aus ihren Hütten und prügelten sie bestialisch mit Stöcken zu Tode. Sie behaupteten, dass diese fünf Frauen einen Jungen durch ihre schwarze Magie getötet haben sollen.

https://netzfrauen.org/2015/08/08/5-inderinnen-wegen-hexerei-bestialisch-getoetet-5-women-accused-of-being-witches-beaten-to-death-in-india/
Entweder man findet einen Weg oder man schafft einen Weg!
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#8
   

http://www.focus.de/panorama/welt/freiburg-schlaeger-pruegeln-wildpinkler-zu-tode_id_6097321.html
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