Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Gentechnik Neuigkeiten
Kniefall vor den Saatgutkonzernen

Die Entwicklungsgemeinschaft südliches Afrika (SADC) will ein Abkommen zum Schutz neuer Pflanzenzüchtungen verabschieden. Darin würden sich die 15 Staaten der SADC verpflichten, das Eigentum an neuen Sorten so zu schützen, wie sich das die Saatgutkonzerne vorstellen. Gleichzeitig würden die Rechte der Kleinbauern, Saatgut nachzubauen und zu tauschen eingeschränkt.
Vor diesen Plänen haben zahlreiche afrikanische und internationale Organisationen die SADC gewarnt. Das Abkommen würde eine Katastrophe für die Kleinbauern und die Ernährungssicherheit in der Region heraufbeschwören. Die Hälfte der SADC-Mitglieder, etwa der Kongo, gehören zu den am wenigsten entwickelten Ländern der Welt. Die Organisationen forderten die SADC auf, den Entwurf für das Abkommen zurückzuziehen und in eine Dialog mit den Bauern und ihren Verbänden zu treten. „Das Abkommen berücksichtigt nicht, dass die Kleinbauern und ihre übliche Praxis des freien Saatgut-Tausches und Nachbaus das Rückgrat der Landwirtschaft in den SADC-Staaten darstellen,“ sagt dazu Moses Shaha, Vorsitzender des Kleinbauern-Forums für Ost- und Südafrika (ESAFF). „Der Vorschlag räumt den Saatgut-Konzernen umfangreiche Rechte ein und missachtet und marginalisiert die Kleinbauern und ihre Pflanzensorten.“
Vorbild des Abkommens ist die 1991 verabschiedete UPOV-Konvention zum Schutz von Pflanzenzüchtungen. Ein Abkommen, das aus Sicht der afrikanischen Bauern nur den Industriestaaten und ihren Saatgutkonzernen nutzt.

Quelle: http://www.genfoodneindanke.de/wp/2013/04/kniefall-vor-den-saatgutkonzernen/

Anmerkung: Wer die Dokumentation über Monsanto gesehen hat, weiß wie diese Geschichte zu Ende geschrieben wird. Es ändert sich nur der Name (so wie "Aldi" in Östereich "Hofer" heißt). Gleiche Aktionen mit gleichen Zielen.
Finde Dich selbst!
Antworten
Es bedanken sich:
Manipulierte Boten: Risiko unbekannt – aber zugelassen

Genehmigungsbehörden lassen eine neue Klasse von Gentech-Pflanzen mit einem veränderten Wirkmechanismus zu, ohne deren Risiko genauer zu betrachten. Diesen Vorwurf erheben australische, neuseeländische und brasilianische Wissenschaftler in einer Studie.
Bei herkömmlichen Gentech-Pflanzen wird ein zusätzliches Gen ins Erbgut geschleust, um zusätzliche unnatürliche Proteine zu produzieren. Diese wirken als Insektengift (Bt-Toxin) oder machen die Pflanzen widerstandsfähig gegen bestimmte Herbizide. Zunehmend aber kommen neue Gentech-Pflanzen auf den Mark, die so manipuliert wurden, dass sie veränderte Botenstoffe produzieren. Denn die Information, was sie produzieren soll, bekommt eine Zelle von Boten übermittelt, den Ribonukleinsäuren (RNA). Die neuen Gentech-Pflanzen stellen nun eine neue Boten-RNA her (dsRNA, genannt), die im Organismus verschiedene Gene aktivieren oder abschalten kann. So lässt sich die Fettsäurezusammensetzung im Samen beeinflussen, oder eine Larve töten, die diese dsRNA aufnimmt. Doch auch Menschen könnten mit der Nahrung solche veränderte RNA aufnehmen.
Die Genehmigungsbehörden würden aufgrund veralteter Annahmen jedes Risiko durch eine dsRNA ausschließen, argumentieren die Wissenschaftler. Anhand konkreter Fälle zeigen sie auf, welche Risiken die Genehmigungsbehörden vernachlässigten. Eine solche Pflanze mit dsRNA ist auch die Sojabohne MON87705, deren Öl besonders viel Ölsäure enthält. Das zuständigen Expertenkomitee der EU-Lebensmittelbehörde EFSA hat Lebensmittel aus MON87705 bereits für sicher erklärt, eine EU-Zulassung steht noch aus.

Quelle: http://www.genfoodneindanke.de/wp/2013/03/manipulierte-boten-risiko-unbekannt-aber-zugelassen/

Anmerkung: Wenn man solche Bericht ließt, müßte doch eigentlich generell die Frage sein, welches Ziel durch diese Konzerne verfolgt wird? Jedem müßte klar werden, daß diese Konzerne:

- keine Sicherheitsvorschriften einhalten
- die Meinung der Bevölkerung außer Acht lassen
- im vollen Bewußtsein Natur und Körper schaden.

Dann kommt die nächste Frage auf: Warum wird dagegen nichts unternommen? Es wird politisch und wirtschaftlich geduldet. Wer regiert hier wen? Oder wer regiert mit wem?
Finde Dich selbst!
Antworten
Es bedanken sich:
Gentechnik im Anflug

Ein britisches Unternehmen setzt gentechnisch manipulierte Insekten frei. Informationen darüber sind Mangelware, das Risiko unbekannt. // Leo Frühschütz

In diesem Jahr werden Millionen von Moskitos über die brasilianische Stadt Jacobina und ihre 80 000 Einwohner herfallen. Keine gewöhnlichen Moskitos. Sie stammen aus einer besonderen Moskito-Brüterei. Alle Tiere sind männlich – und genmanipuliert. Ihr Erbgut wurde so verändert, dass die von ihnen gezeugten Nachkommen schon im Larvenstadium sterben. Die Moskito-Männchen aus dem Gentechnik-Labor sollen sich mit wild lebenden Weibchen paaren. Weil der gemeinsame Nachwuchs abstirbt, nimmt die Moskito-Population ab und mit ihr das gefährliche Denguefieber, das die blutsaugenden Weibchen übertragen.
Mangelhafte Unterlagen

Die Idee dieser Schädlingsbekämpfung stammt von der britischen Firma Oxitec, die seit über zehn Jahren an genmanipulierten Insekten forscht – und sie freisetzt. Die manipulierten Moskitos flogen bereits auf den karibischen Kayman-Inseln, in Malaysia und zwei brasilianischen Dörfern. Dort habe man die Moskitopopulation um mehr als 85 Prozent verringern können, teilte das Unternehmen mit.

Wenn es um mehr Informationen geht, hält sich Oxitec jedoch bedeckt. „Wir haben festgestellt, dass weltweit die Öffentlichkeit nur sehr begrenzt Zugang zu den wissenschaftlichen Informationen über diese Freisetzungsversuche hat“, kritisiert Guy Reeves vom Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie in Plön. Die betroffene Bevölkerung sei im Vorfeld weder angemessen informiert noch ihr Einverständnis eingeholt worden. Auch stellte Reeves in seiner Untersuchung Mängel an den Zulassungsunterlagen fest. Oxitec warf dem Evolutionsbiologen daraufhin Misstrauen in die Zulassungsbehörden vor.

Auch europäische Organisationen üben Kritik. Sie weisen in einem Bericht darauf hin, dass Oxitec eng mit dem Schweizer Agrarkonzern Syngenta verbunden ist. Der Vorwurf: Durch aggressive Lobbyarbeit versuche das Unternehmen, die Richtlinien zu beeinflussen, die die Europäische Lebensmittelbehörde EFSA derzeit für die Risikobewertung gentechnisch veränderter Insekten erarbeitet. Denn auch in Europa will Oxitec Insekten freisetzen. Nach dem gleichen Prinzip wie die Moskitos hat das Unternehmen inzwischen Schädlinge wie den Baumwollkapselwurm, die Kohlmotte, die Mittelmeer-Fruchtfliege und die Olivenfliege manipuliert. Nun will es die Tiere im Freiland testen. Bei der Kohlmotte und den Fruchtfliegen würden die Larven im befallenen Produkt absterben und kämen im Broccoligemüse oder Tomatensalat auf den Tisch der Verbraucher. Mahlzeit!

Eine Impfung gegen das Denguefieber gibt es nicht. Es hilft nur, die Mücken zu reduzieren. In vietnamesischen Dörfern gelang das Wissenschaftlern ohne Gift und Gen-Mücken. Sie setzten auf Aufklärung und einen kleinen Krebs, der Mückenlarven frisst.

Quelle: Schrot&Korn


Anmerkung: Wie in vielen anderen Bereichen, wird nicht die Ursache für die Moskitoplage untersucht, sondern irgendwo in der Folgenkette herumgerührt. Andeutungen zur Lobby-Problematik und den damit verbundenen Risiken sprechen für sich. Ein Eingriff in die Natur hat immer Folgen. Es ist nur eine Frage der Zeit.
Finde Dich selbst!
Antworten
Es bedanken sich:
Es geht nur darum, diesen Dreck zu machen. Die tollen Begründungen (also warum man das unbedingt bräuchte), sind sowieso nur vorgeschoben.
Entweder man findet einen Weg oder man schafft einen Weg!
Antworten
Es bedanken sich:
Neulich, ein Bericht über das Bienensterben und die Ursachen. Hier in Europa und nicht auf einem anderen Kontinent. Die Chemiekonzerne geraten allmählich in die Schußlinie, vor allem durch gebeiztes Saatgut.

Sagte doch ein Biologe, da das Genom der Bienen bereits aufgeschlüsselt sei, sei es möglich, Bienen zu züchten, die resistent gegen das Gift seien... allerdings sei er sich der Brisanz seiner Aussage bewußt... bla bla.

.....
Der Bogen entfaltet seine Macht durch deine Energie - Der Pfeil wird davon fliegen auf ein entferntes Ziel - Aber dein Leben wird immer bei dir sein - Gedenke der Alten Werte - Ehre die Ahnen, die dir den Bogen in die Hand gelegt haben
Antworten
Es bedanken sich:
Zitat: Die Chemiekonzerne geraten allmählich in die Schußlinie, vor allem durch gebeiztes Saatgut.

Zu irgendwas muß die neue grüne Mitte ja auch gut sein, wo selbst Tankstellen ihr Logo in Blumen verwandeln.


Angehängte Dateien Thumbnail(s)
   
Fulvia Flacca Bambula
Antworten
Es bedanken sich:
Hallo,

habe eine Frage, in manchen Bio-Lebensmitteln ist das Andickungsmittel Xanthan enthalten (z.B. Alnatura Crema con Aceto Balsamico, Origin oder in Natumi Sojasahne).

Kenntnisstand von '10:
Zitat:Xanthan ist ein Verdickungsmittel und wird von Bakterien produziert. Es wird auch in Lebensmitteln aus kbA und Naturkosmetik eingesetzt. Nach meinem Kenntnisstand wird im Bio-Bereich auf genetische Manipulation verzichtet. Mikrobielles Lab sowie Tenside werden ebenso auf diese Weise hergestellt. Auch hier muss man zwischen konventionellen und biologischen Produkten unterscheiden (Ausnahme Ecover).

Gibt es da schon neuere Informationen darüber?

Gruß Ela
Geduld in allen Dingen führt sicher zum Gelingen.
Antworten
Es bedanken sich:
Gentech-Fliege im Olivenhain

Erst die Kayman-Inseln, dann Malaysia sowie Brasilien, nun Spanien und Italien: Eine britische Firma schickt gentechnisch veränderte Insekten in die Natur. Das Ziel: Schäden in Olivenplantagen zu verringern. Das Risiko: unbekannt.

Hinter dem Projekt steckt die englische Firma Oxitec. Sie plant die Freisetzung gentechnisch veränderter Olivenfliegen in Südeuropa. Damit würden erstmals in der EU Gentech-Insekten freigelassen. Noch haben die EU-Behörden das Vorhaben, das nahe der Küs­tenstadt Tarragona starten soll, nicht genehmigt.

Das Verfahren geht so: Die Männchen der Olivenfliegen sind gentechnisch so modifiziert, dass ihre weiblichen Nachkommen schon als Larve sterben. Auf diese Weise soll die Fliegenpopulation reduziert werden. Das ist nicht ohne Risiko, worauf Chr*stoph Then von Testbiotech, einem Verein kritischer Experten, hinweist: Denn „die männlichen Nachkommen können monatelang überleben und sich weiter paaren und vermehren.“ Entkommen die Männchen den Versuchsgebieten, könne ihre Ausbreitung kaum kontrolliert werden. // sb

Quelle: Schrot & Korn, Oktober 2010


Anmerkung:
Wer der Meinung ist, die Natur zu beherrschen, ist entweder ziemlich naiv oder die Motivation negativer Natur. Jeder, der im Biologie-Unterricht aufgepaßt hat, weiß um die Vererbungslehre und das Thema dominater und rezessiver Vererbung. Da man bei hochhonorierten Wissenschaftlern Naivität ausschließen kann, ist von einer absichtlichen Schädigung von Mensch und Natur auszugehen.
Finde Dich selbst!
Antworten
Es bedanken sich:
Weil ich denke, es paßt in diesen Ordner:

TTIP: Tausche Äpfel und Birnen gegen Gentechnik

Die EU will mehr Obst in die USA verkaufen, stößt dabei aber auf Hindernisse. Doch sie könnte Washington bei der Gentechnik ködern: Zulassung von acht in der Warteschleife steckenden Gentech-Pflanzen, dafür sollen die europäischen Exporteure mehr Äpfel und Birnen über den Atlantik schicken können. Das könne auch die Verhandlungen über das TTIP-Abkommen neu beleben, erklärte der bald aus dem Amt scheidende Handelskommissar Karel De Gucht seinen Kollegen im September.
Der Regierung in Washington ist es ein Dorn im Auge, dass US-Konzerne wie Monsanto, Dow oder Dupont vergleichsweise lange warten müssen, bevor ihre Gentechnik-Pflanzen auch von der EU zugelassen werden. Hier will De Gucht ansetzen: laut Sitzungsprotokoll sagte er den übrigen EU-Kommissaren, die TTIP-Verhandlungen könnten neuen Schwung bekommen und europäische Obstexporteure bessere Geschäfte machen, wenn die acht genmodifizierten Pflanzen durchgewunken würden. Dabei handelt es sich um zwei Mais-, vier Soja-, eine Raps- und eine Baumwollpflanze, die als Futtermittel genutzt werden.
Er habe schon mit Präsident Obamas Handelsberater, Michael Froman, gesprochen. Der sei bereit, sich die Exportlizenzen für Obst und Gemüse noch mal anzusehen, so De Gucht. Seine Einschätzung: eine EU-Zulassung für die Gentechnik-Pflanzen werde auch die Bereitschaft Washingtons erhöhen, mehr Obst ins Land zu lassen.
Auch die europäische Agrarindustrie drängt vehement auf eine Genehmigung für die acht gentechnisch veränderten Futterpflanzen. Ansonsten drohe eine „Selbstmordsituation für das europäische Wachstum“, schrieben mehrere Lobbyverbände letzte Woche. Der Verein Testbiotech aus München hatte zuvor gewarnt, die Risikobewertung sei bei einigen dieser Pflanzen unvollständig gewesen. [dh]

Quelle: http://www.keine-gentechnik.de/news-gentechnik/news/de/29906.html


Diese hier dargestellte Strategie schein sehr effektiv zu sein, und sie scheint einen hohen Druck zu produzieren.
Denn mit klarem Kopf würde Mensch darüber nur den Kopf schütteln und lachen.
aromarin - Haut wie Samt und Seide
Antworten
Es bedanken sich:


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste

Termine

Nächster Vollmond ist in 10 Tagen und 11 Stunden am 03.12.12017, 17:48
Nächster Neumond ist in 25 Tagen und 2 Stunden am 18.12.12017, 08:31
Letzter Neumond war vor 4 Tagen und 16 Stunden