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Gentechnik Neuigkeiten
#11
Kelda schrieb:Ist das jetzt eine neue Taktik, um die Gentechnik bei Pflanzen populärer zu machen?

Ich denke schon. Genau wie man nun auch z.B. Apfelgene in andere Apfelsorten einbringen möchte, weil man hofft, daß es dann eher akzeptiert wird, als wenn das Fremdgen von einer ganz anderen Pflanze oder gar einem Tier stammt. So stand es tatsächlich sogar, ich meine, im Spiegel. Aber Hoffnungen können ja manchmal auch ins Leere gehen. Blinzeln
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#12
Eine wirklich schöne Nachricht: Heute hat Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner den Anbau und Verkauf des einzigen in der EU zugelassenen Gentechnikmais Mon810 in Deutschland verboten. Wir können uns gratulieren: Mindestens in dieser Anbau-Saison ist Deutschland damit zur gentechnikfreien Zone geworden. Das ist das Ergebnis der Aktivitäten von Tausenden Menschen in Deutschland – nicht zuletzt auch aller Bantam-Anbauerinnen und Anbauer. Ein Erfolg, den wohl nur wenige von uns noch vor Monaten für möglich gehalten hätten, und der Mut macht: Ja, wir können etwas bewirken und verändern. Nein, die „da oben“ können eben doch nicht „sowieso machen was sie wollen“.

„Müssen wir denn jetzt überhaupt noch Bantam anpflanzen?“ haben uns einige heute am Telefon gefragt. Nein, natürlich nicht, müssen tun wir gar nix. Aber wir können. Wir können uns dieses Jahr den Bantam wirklich ungestört schmecken lassen und überall gefahrlos vermehren. Das ist wunderbar! Wir können dabei sogar ein Bisschen stolz darauf sein. Wir können weiter arbeiten an der fast ausgestorbenen Tradition, samenfesten Mais anzubauen und selbst zu vermehren und damit auch die Grundlage legen für künftige Diskussionen darüber, was bei der sogenannten Koexistenz von gentechnischem und gentechnikfreiem Anbau zu berücksichtigen ist. Wir können weiterhin unser Recht als Gärtnerinnen und Gärtner einklagen, ernst genommen zu werden, auch wenn wir unseren Mais nicht kommerziell anbauen, sondern einfach nur um ihn zu essen.

Leider können wir durchaus noch nicht davon ausgehen, dass mit diesem Verbot das Thema Agro-Gentechnik vom Tisch ist. Schon in den kommenden Wochen oder Monaten wird die EU-Kommission die Zulassung neuer Gentechnik-Maissorten im Ministerrat zur Abstimmung stellen, wird versuchen Verbote wieder zu kippen und wird vorschlagen, sogenannte Grenzwerte für gentechnische Verunreinigungen in herkömmlichem Saatgut durchzusetzen. Noch sind wir weit entfernt von der Zweidrittel-Mehrheit der EU-Regierungen, die nötig ist, um auch diese Anträge abzulehnen.

Selbst bei Frau Aigner können wir uns da noch keineswegs sicher sein. Sie wird jetzt unter gewaltigen Beschuss der Agrarindustrie und ihrer Freunde in der Politik und Forschung geraten. Der Hightech-Standort Deutschland ist angeblich in Gefahr, weil ein Gentechnik-Konstrukt aus den 80iger Jahren des letzten Jahrhunderts nicht auf deutsche Äcker darf. Die CSU wird des „Populismus“ angeklagt, weil sie, anstatt vor „Sachzwängen“ des „Fortschritts“ auf die Knie zu fallen, auf ihre Wählerinnen und Wähler hört. Auch innerhalb der Partei und gewiss in möglichen neuen Regierungskoalitionen wird vor den Wahlen der Ruf laut werden, jetzt sei es aber genug. Wir aktiven Gentechnik-KritikerInnen gelten in dieser Diskussion sowieso als irrationale Hysteriker und Fortschrittsfeinde, die nicht einmal wissen, dass alle Pflanzen Gene enthalten. Eine Welle der „Aufklärung“ wird über uns niedergehen, bis hin zu den bereits kürzlich im Deutschen Bundestag vertretenen Vorwürfen, dass Menschen verhungern müssten, weil sie kein gentechnisch verbessertes Saatgut bekommen und Gentechniker bedroht, beschimpft und sogar gewaltsam angegriffen würden.

Erfolge müssen gesichert werden. Frau Aigner haben wir dieses Jahr eine Postkarte geschickt, in der wir vier Dinge forderten: Schutz des Saatgutes vor Verunreinigung, keine neuen Zulassungen von Gentechnikmais, Schutz der Kleingärtner im Gentechnikgesetz und eben das Verbot von Mon810. Eine Forderung hat sie jetzt erfüllt. Arbeiten wir also an den weiteren. Wenn Sie ihre Bantam-Postkarte noch nicht abgeschickt haben, tut es der Ministerin übrigens sicherlich gut, wenn Sie ihr zu ihrem durchaus mutigen Schritt gratulieren.

Die Aktion Bantam-Mais ist nach unserem Verständnis jedenfalls keine Kampfsportart, mit der wir andere nur ärgern wollen. Sie ist der Ausdruck unseres Verständnisses von einer lebenswerten Zukunft; von einem Garten, in dem sich frei vermehren darf was wir lieben – ohne Sicherheitsabstände und Gentechnikkontrollen, ohne Pestizide in oder auf den Pflanzen, ohne Patentansprüche und Melderegister, von freiem Austausch des Saatgutes und seiner gemeinsamen Verbesserung. Für all das brauchen wir weder Monsanto noch die Bedrohung durch Mon 810.

Deshalb machen wir natürlich weiter. Gestärkt vom politischen Erfolg werden wir in den nächsten Wochen überall in Deutschland Bantam pflanzen und zusammen die goldenste Goldene Bantam-Karte von Deutschland produzieren, die uns je gelungen ist. Schicken Sie uns Bilder und Neuigkeiten, tauschen Sie Saatgut oder auch Meinungen auf dem neuen Forum unserer Webseite, fragen Sie nach, wenn Sie dieses Jahr den neuen „Super-Bantam“ testen wollen, helfen Sie uns, die restlichen Mitmachkarten zu verteilen, bauen Sie unseren bewegten Bantam-Button auf Ihrer Webseite ein, melden Sie Ihren Bantam-Standort und genießen Sie das Frühlingswetter und die wunderbaren Aussichten!


Mit herzlichen Grüßen

Volker Gehrmann und das Bantam-Team
Zukunftsstiftung Landwirtschaft / Save Our Seeds
Marienstraße 19-20
10117 Berlin

Web: http://www.bantam-mais.de
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#13
Gen-Öl in Friteuse
In manchen Kantinen, Gaststätten und Frittenbuden wird immer noch Öl aus genmanipulierten Sojabohnen eingesetzt, ohne dass die Kunden dies erfahren.

Auf den Skandal hat Greenpeace München hingewiesen. Deren Gentech-Detektive observieren seit zwei Jahren Gastronomie-Großhändler, die „Gen-Öl“ führen. Es gibt nach Angaben von Greenpeace München derzeit dort noch drei Großhändler, die Gen-Öl der Marke Sedina der Ölmühle Hamburg verkaufen. Zwei weitere wollen noch Restbestände abverkaufen und dann auf Gentech-Öl verzichten. Die Öle selbst sind entsprechend gekennzeichnet – in der Regel findet sich aber keine Kennzeichnung in den Speisekarten von Gaststätten, Kantinen oder Imbissständen, die diese Öle weiterverarbeiten. Greenpeace fordert mehr Kontrollen. Kunden bleibt nur, in den Imbissbuden nachzufragen. //ml

Quelle: Schrot&Korn, Oktober 2009
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#14
Uns Normalköstler betrifft dieser Bericht zwar nicht, aber ich muß ihn einfach hineinstellen... Die Bevölkerungsmasse wird doch vom allerfeinsten aufs Korn genommen... Lol ...Die Frage ist nur, will die Bevölkerung nicht erkennen oder kann sie es nicht...


„Ohne Gentechnik“ ohne Substanz
Jetzt gibt es ein einheitliches Logo für tierische Produkte, die „ohne Gentechnik“ hergestellt werden. Wegen Ausnahmeregelungen ist das Konzept jedoch fraglich.

Ohne Gentechnik Logo
Eine große Mehrheit der Verbraucher lehnt mithilfe von Gentechnik hergestellte Nahrungsmittel ab. Doch beim Einkauf ist oft nicht zu erkennen, ob das Rindersteak von einem Tier stammt, dessen Futter Gentechnik enthielt.

Nun gibt es ein Logo des Bundesverbraucherschutzministeriums, das auf den entsprechenden Produkten angebracht werden kann. Es löst die bisherigen Siegel ab. Dem Gesetz zufolge müssen die Tiere aber nicht ihr ganzes Leben lang ohne Gentechnik gefüttert werden: Rinder dürfen ein Jahr vor der Schlachtung kein Genfutter mehr bekommen, Schafe und Ziegen sechs und Schweine vier Monate vorher. Geflügel muss sogar nur sechs Wochen „genfrei“ gefüttert worden sein, bevor das Fleisch entsprechend gekennzeichnet werden darf. Der Anbauverband Bioland sieht im neuen Logo trotz der zeitlichen Ausnahmeregeln einen Schritt für die Wahlfreiheit der Verbraucher. Wer aber ganz sicher gehen wolle – mit oder ohne Siegel –, könne im Bio-Laden einkaufen gehen: „Bio-Lebensmittel werden per se ohne Gentechnik hergestellt“, sagte Bioland-Chef Thomas Dosch. Bio-Tiere dürfen laut Gesetz nie Gen-Futter bekommen. //ml

Quelle: Schrot&Korn, Oktober 2009
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#15
Die Verbraucher wollen es nicht, aber durch die Hintertür schleicht sich in die Ernährung immer mehr Gentechnik ein. Was dagegen zu tun ist.

Man ist, was man isst: Diese altbekannte Lebensweisheit gilt für Menschen und Tiere gleichermaßen. Bei Bienen beispielsweise entscheidet die Nahrung darüber, ob aus einer Larve eine Königin wird oder eine Arbeiterin: Durch bestimmte Proteine im Futter werden die für die königliche Entwicklung maßgeblichen Gene angeschaltet. Dadurch leben Königinnen, obwohl sie mit dem gleichen Erbgut wie die Arbeiterinnen ausgestattet sind, zehnmal länger als die schlechter ernährten Normalbienen und legen obendrein 2.000 Eier täglich.
Die Nahrung der Bienen ist aber auch maßgeblich daran beteiligt, ob sie sich guter Gesundheit erfreuen oder elend zugrunde gehen. Beispiel Genmais: Untersuchungen mit „MON 810“ des amerikanischen Saatgut-Herstellers Monsanto haben ergeben, dass dieser gentechnisch veränderte Mais Bienen schädigen kann. Der so genannte Bt-Mais – er enthält Gene des Bakteriums Bacillus thuringiensis (BT) – kann ein Insektengift selbst produzieren und sich damit gegen einen gefürchteten Schädling namens Maiszünsler wehren. Doch das enthaltene Insektengift kann auch im Darm von Bienen tödliche Wirkung entfalten. Noch mehr: durch den Sammel-eifer der Bienen kann der Pollen von „MON 810“ in Honig gelangen. Mit möglicherweise fatalen Folgen für Mensch und Tier. Seit April 2009 ist der Anbau von „MON 810“ in Deutschland verboten. Umwelt-, Tier- und Menschenschützer waren gegen die umstrittene Genmais-Sorte Sturm gelaufen und hatten schließlich durch ihren Protest Agrarministerin Ilse Aigner von der Bedenklichkeit von „MON 810“ überzeugt.

Gentechnik über die Hintertür

Doch die Gefahr ist noch längst nicht gebannt. Denn in anderen Ländern wie den USA, Kanada, Argentinien, Brasilien, Indien und China werden gentechnisch veränderte Pflanzen (GVO-Pflanzen) in großem Stil angebaut. Mehr als 100 Millionen Hektar beträgt die weltweite Anbaufläche mit gen-veränderten Pflanzen. Auf indirektem Weg landen diese auch auf dem Teller der deutschen Verbraucher.

Risiko bei stark verarbeiteten Lebensmitteln

Zwar: Im Regal von Lebensmittelgeschäften werden Verbraucher hierzulande kaum Produkte finden, bei denen die Hersteller gentechnisch veränderte Organismen gezielt einsetzen. Die Kennzeichnungspflicht zeigt die Wirkung, dass sich Unternehmen, die für den europäischen Markt produzieren, dem Willen der Verbraucher beugen. Anders sieht es bei Produkten aus, die industriell stark verarbeitet sind. „Je stärker ein Produkt verarbeitet ist, um so größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Bestandteile transgener Organismen enthalten sind“, informiert das Umweltinstitut München auf seiner Homepage. Gerade Produkte aus den USA oder Kanada können mit Verunreinigungen belastet sein. Beispiel Reis: 2006 waren in US-Reisbeständen Spuren der Gen-Maisvariation LL601 von Bayer gefunden worden. Der Skandal löste die größte Finanz- und Handelskrise in der Geschichte der US-Reisindustrie aus, denn kontaminierter Reis wurde in mindestens 30 Länder, darunter auch Länder der EU, exportiert. Als die Kontamination bekannt wurde, machten viele der Betroffenen ihre Märkte dicht und erließen ein Importverbot gegen US-Reis. Der dadurch entstandene Schaden wird auf 1,2 Milliarden US-Dollar geschätzt. Dieses und andere Beispiele für gentechnisch verunreinigte Lebensmittel sind auf der „Einkaufsnetz“-Homepage von Greenpeace (http://www.einkaufsnetz.de) nachzulesen.
Derzeit noch ungewiss ist, was gentechnische Veränderungen von Lebensmitteln im menschlichen Organismus bewirken. Bis vor kurzem gingen Wissenschaftler noch davon aus, dass fremde Gene während der Verdauung immer komplett zerlegt werden. Aber immer mehr Studien beweisen das Gegenteil. So haben beispielsweise Ernährungswissenschaftler der Friedrich-Schiller-Universität Jena Bruchteile aus dem Erbgut von gentechnisch verändertem Mais in Organen und Muskelfleisch von Hähnchen nachgewiesen. Italienische Wissenschaftler fanden Bruchstücke des Erbguts von Bt-Mais im Blut und in verschiedenen Organen (Leber, Milz, Niere) von Schweinen.

Fleisch, Eier und Milch sind die größte Gefahrenquelle
Die größte Gefahrenquelle, sich über die Ernährung Gentechnik einzuverleiben, sind jedoch Fleisch, Eier und Milch. Denn Produkte von Tieren, die mit genmanipulierten Pflanzen gefüttert wurden, müssen in der EU nicht gekennzeichnet werden. „Diese Gesetzeslücke sichert der Gentechnikindustrie derzeit den jährlichen Import von rund 37 Millionen Tonnen zumeist genmanipulierter Sojabohnen oder von Sojaschrot in die EU“, beobachtet das Umweltinstitut München. Mehr als 80?Prozent davon landen im Futtertrog. Dieser Missstand hat mittlerweile prominente Mahner gefunden. So macht sich beispielsweise die Fernsehköchin Sarah Wiener gemeinsam mit dem BUND für Lebensmittel „ohne Gentechnik“ stark. Und seit Mai 2008 gibt es auch von gesetzlicher Seite die Möglichkeit, auf das Qualitätskriterium der Genfreiheit hinzuweisen. Die Kennzeichnung „Ohne Gentechnik“ darf auf Milch- und Fleischprodukten und Eiern stehen, wenn sie von Tieren stammen, die mit gentechnikfreien Futterpflanzen gefüttert wurden.

Quelle: Quell
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#16
Der Verband Bioland gewinnt Klage gegen das Land Schleswig-Holstein

Das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume Schleswig-Holstein muss jetzt alle Flächen öffentlich machen, auf denen im Jahr 2007 versehentlich gentechnisch verunreinigtes Raps-Saatgut ausgesät worden ist. Das hat das Verwaltungsgericht Schleswig bekannt gegeben.

Der Öko-Anbauverband Bioland hatte Klage eingereicht, weil sich das Ministerium weigerte, die Standorte zu benennen. In Schleswig-Holstein waren 300 Hektar Ackerland betroffen. „Über das Urteil sind wir sehr erleichtert“, sagt Carola Ketelhodt, Geschäftsführerin des Landesverbandes. „Diese Informationen hätten wir vom Ministerium allerdings schon viel eher benötigt. Sie ermöglichen Landwirten und Imkern in der Nachbarschaft verunreinigter Flächen, sich darauf einzustellen.“ Rapssamen bleiben im Boden bis zu zehn Jahren keimfähig. Für Öko-Landwirte heißt das, sie müssen in den nächsten Jahren mit ihrem Bio-Raps sehr weiten Abstand halten. Bio-Raps darf keine Genraps-Samen enthalten. Und Imker müssen ihre Bienenvölker fernhalten, um ihren Honig vor der Verunreinigung mit Gen-Pollen zu schützen. Genverunreinigter Honig ist unverkäuflich.

Quelle: Schrot und Korn, November 2009
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#17
Zitat:auf denen im Jahr 2007 versehentlich gentechnisch verunreinigtes Raps-Saatgut ausgesät worden ist. Das hat das Verwaltungsgericht Schleswig bekannt gegeben.

... wenn ich schon "versehentlich" lese.
Entweder man findet einen Weg oder man schafft einen Weg!
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#18
Gen-Pflanzen brauchen mehr Gift
Genmanipulierte Sojabohnen, Mais und Baumwolle sollten den Verbrauch von Pestiziden drastisch senken. Nun belegt eine US-Studie: Gentech erfordert mehr Pestizide.

Außerdem seien viele herbizid-resistente Unkräuter entstanden. Zu diesem Ergebnis kommt ein Bericht, den der amerikanische Agrarexperte Charles Benbrook vorgelegt hat. Er hatte bereits 2004 eine Studie zu diesem Thema verfasst. Seitdem sei die negative Entwicklung rasant fortgeschritten. Für die neue Studie „Impacts of Genetically Engineered Crops on Pesticide Use“ hat Benbrook Daten des US-Landwirtschaftsministeriums ausgewertet. Er kam zu dem Ergebnis, dass durch den Anbau von Bt-Mais und -Baumwolle zwar etwa 29.000 Tonnen Insektizide weniger ausgebracht worden sind als zu Zeiten ohne Gentechnik. Bei allen anderen Genpflanzen aber sind in den vergangenen 13 Jahren mehr als 172.000 Tonnen Herbizide zusätzlich eingesetzt worden. Insgesamt sei der Genpflanzenanbau also für einen bisher aufgelaufenen Mehrverbrauch von 143.000 Tonnen Pestiziden in den Vereinigten Staaten verantwortlich, sagte Benbrook. // ml

Quelle: Schrot&Korn 02/2010
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#19
Risiko Gen-Mais
Eine Studie von französischen Wissenschaftlern der Universitäten Caen und Rouen zeigt deutliche Hinweise auf Gesundheitsrisiken bei drei gentechnisch veränderten Maisvarianten.

Die Maissorten MON810, MON863 und NK603 der US-Firma Monsanto haben offenbar Auswirkungen auf Leber und Nieren, also auf die Organe, die für das Ausscheiden giftiger Stoffe wichtig sind. Untersucht wurden Rohdaten aus Fütterungsversuchen an Ratten, die Monsanto selbst in Auftrag gegeben hatte. Greenpeace hatte im Jahr 2007 dafür gesorgt, dass ein Teil dieser Daten per Gerichtsbeschluss öffentlich gemacht wurde.

Von der Bundesregierung fordert Greenpeace nun, in der EU ein Importverbot und einen Anbaustopp der betroffenen Genpflanzen durchzusetzen. Zudem müsse Ministerin Ilse Aigner am nationalen Anbauverbot für Genmais festhalten. // ml

Quelle: Schrot&Korn 02/2010
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#20
„Gentechnik: Die Voraussetzungen für eine Entscheidung fehlen“
Regisseur Bertram Verhaag hat in den letzten neun Jahren sieben Filme über Gentechnik gedreht, darunter „Leben außer Kontrolle“.

Bertram Verhaag
Ihr neuer Film, „Scientists under Attack“, soll um die Jahreswende in die deutschen Kinos kommen. Wovon handelt er?

Wichtig ist die deutsche Unterzeile des Titels: „Wissenschaft im Magnetfeld des Geldes.“ Es ist ein politischer Thriller über Gentechnik und Meinungsfreiheit, der direkt an „Leben außer Kontrolle“ anschließt. Dieser Film endete vor 5 Jahren mit einer Aussage des norwegischen Wissenschaftlers Terje Traavic. Er schätzte, dass 95 Prozent der Wissenschaftler, die im Bereich Gentechnik forschen, von der Industrie abhängig sind.

„Ein Film über Geheimhaltung, Gefahr und Mut“, schreiben Sie in Ihrer Ankündigung. Starke Worte!

Es geht ja auch um starke Menschen: Die beiden Gentechniker Árpád Pusztai und Ignacio Chapela zum Beispiel. Beide sind bedeutende Wissenschaftler auf dem Gebiet der Gentechnik und beiden wurde ihre Karriere ruiniert, weil sie öffentlich die Mächtigen in Forschung und Industrie kritisiert haben. Sie wurden nicht befördert, mit Redeverboten belegt, erhielten keine Forschungsgelder mehr, wurden der Lüge bezichtigt.

Aber als Wissenschaftler können sie ihre Kritik doch beweisen!

Nicht wirklich, das ist es ja! Denn um Studien in vergleichenden Versuchsreihen durchzuführen, brauchen sie die original Saatgutlinien und ihre genveränderte Version. Die aber sind patentiert und „geistiges Eigentum“ von Konzernen wie zum Beispiel Monsanto. Und die halten sie unter Verschluss. Schon deswegen ist eine objektive Beurteilung der Gentechnik überhaupt nicht möglich.

Was wollen Sie mit Ihrem Film bei den Zuschauern erreichen?

Dass sogenannte wissenschaftliche Erkenntnisse mit Vorsicht genossen werden, denn unter Umständen sind sie von der Industrie bezahlt. Wir sollten objektive Informationen und Untersuchungen einfordern, weil sie die Voraussetzung für eine demokratische Entscheidung für oder gegen die Gentechnik bilden. //sk

Quelle: Schrot&Korn 12/09


Dieser Dokumentarfilm ist vermutlich sehr interessant. Wenn jemand diesen Film besorgen könnte, würde ich mich sehr freuen...
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