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Gentechnik Neuigkeiten
#31
Auszug einer Reportage aus der Schrot&Korn 03/10

Fragen an den Honig-Experten Allos

Die zunehmende Intensivierung der Landwirtschaft mit Pestiziden und gentechnisch veränderten Pflanzen (GVO) gefährdet die Existenz von Bienen und Imkern und die Reinheit des Honigs. Wie geht Allos damit um?

Aufgrund der Abdrift und eine durch konventionellen Anbau kontaminierte Umwelt können Pestizide auch in Bio- Lebensmittel gelangen. In solch einem Fall muss recherchiert werden, woher die Rückstände stammen, und ob die Vorschriften der EU-Öko-Verordnung eingehalten wurden. Grundsätzlich gilt, dass sich Bio-Lebensmittel durch ihren Anbau und nicht über Rückstandswerte definieren.

Bezüglich gentechnisch veränderter Pflanzen können wir für Honig aus den meisten Herkunftsländern (inklusive Deutschland) nicht mehr ausschließen, dass er mit transgenen Pollen kontaminiert sein könnte, denn GVO-Pflanzen können sich bereits überall in der Natur verbreitet haben, nicht nur durch kommerziellen Anbau, sondern auch durch Freisetzungsversuche und bereits verunreinigtes Saatgut, wie es vom Raps-Saatgut in Deutschland mehrfach bekannt wurde. Analysen auf GVO im Honig geben keine Sicherheit, da Blütenpollen im Honig nicht homogen verteilt sind.

In der jetzigen Situation gibt die Firma Allos ihren Kunden aus den oben genannten Gründen keine Zusicherung über Gentechnikfreiheit des Honigs, obwohl Bio-Honig natürlich ohne Einsatz von GVO erzeugt wird. Wir kommunizieren diese Problematik offen, um auf die Auswirkungen von Gentechnik und Pestiziden aufmerksam zu machen.

Wird es bald keinen Bio-Honig mehr geben?

Bio-Imkereien sorgen mit ihrer ökologischen Betriebsweise dafür, dass Schadstoffe, die durch die Imker selber entstehen können (z. B. durch Medikamente, Anstriche, verwendete Materialien und Bienenberuhigungsmittel), vermieden werden. Sie können nicht garantieren, dass die Bienen nur Felder mit ökologischem Landbau anfliegen.

Bio-Honig kann es nur geben, wenn sich Imkereien für die ökologische Bienenhaltung entscheiden und es genügend unberührte Natur gibt.
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#32
Dann gibts nur eins:

Honig aus der Schweiz, und aus Österreichischen Alpentälern.

In der Schweiz gibts nur ein wissenschaftliches Versuchsfeld für Gentech, und das ist streng abgeschrimt von der Umwelt, in Österreich meines Wissens nach gar keine.
Belehrt mich eines besseren, wenn letzteres nicht stimmt.
Wenn du die Geheimnisse des Universum finden willst, dann denke in Form von Energie, Frequenz und Schwingung
Nikola Tesla
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#33
Bio-Baumwolle ist von gentechnischer Verunreinigung bedroht. Erfahrene Öko-Mode-Hersteller passen auf. // Leo Frühschütz

Baumwolle ist neben Soja, Mais und Raps die wichtigste Pflanze für die Gentechnik-Konzerne. Auf 15 Millionen Hektar, vor allem in Indien, China und den USA, wachsen genmanipulierte Sorten (GVO), das entspricht fast der Hälfte der weltweiten Baumwoll-Flächen. In Indien liegt der Anteil der GVO-Baumwolle bei etwa 70 Prozent. Gleichzeitig stammten 61 Prozent der weltweiten Bio-Baumwollernte 2008/2009 aus Indien.

Die Verunreinigungsgefahr ist also groß. Das beginnt bei den Kleinbauern, die die Baumwolle anbauen und leicht manipuliert werden können. In der Frankfurter Rundschau berichtete Mechthild Naschke, Leiterin der Textil-Abteilung beim Schweizer Zertifizierer IMO, wie Monsanto-Verkäufer Gratispackungen ihres Gen-Saatgutes an gutgläubige Bio-Bauern verteilten. Die Gefahr möglicher Auskreuzungen von GVO-Baumwolle ist bei der selbstbestäubenden Baumwolle eher gering. Entscheidend ist das Verunreinigungsrisiko bei den zahlreichen weiteren Verarbeitungsschritten wie Reinigen, Spinnen und Weben der Fasern, die nur selten in reinen Bio-Betrieben stattfinden.

„Das Thema genmanipulierte Baumwolle haben wir vor Jahren schon aufgegriffen. Wir haben ein Institut mit der Entwicklung eines Verfahrens beauftragt, mit dem wir auch beim fertigen T-Shirt nachprüfen können, ob hier GVO-Baumwolle eingesetzt wurde“, berichtet Rolf Heimann, Leiter des Bereichs Innovation und Ökologie beim Öko-Mode-Hersteller Hess natur.

Doch anders als bei Bio-Lebensmitteln hat bei der Öko-Mode niemand die Kunden für das Verunreinigungsrisiko sensibilisiert. Deshalb fielen viele Verbraucher aus allen Wolken, als Ende Januar die Medien das Thema aufgriffen und das Problem gentechnischer Verunreinigungen zum Bio-Baumwolle-Betrugsskandal aufbauschten. „Das war ein Schlag ins Gesicht der Naturtextilbranche“, kommentiert Frank Schell von Living Crafts die Vorgänge. Seit 25 Jahren stellt die Firma Öko-Mode her. Als er die Schlagzeilen las, schickte er sofort Proben ins Labor und ließ auf GVO testen. Nichts nachweisbar.

Dennoch reagierten die Verbraucher verunsichert, hinterfragten mit Recht die Richtigkeit der Abläufe. Frank Schell sieht auch positive Seiten: „Endlich kommt Bewegung in das Thema.“ Die Zertifizierer widmen den Verunreinigungen inzwischen größere Aufmerksamkeit und alle Beteiligten versuchen, mehr Transparenz in die lange Versorgungskette vom Anbau bis zum fertigen T-Shirt zu bringen. Gefordert sind vor allem die großen Modeketten wie H&M oder C&A, die erst seit einigen Jahren Bio-Baumwolle einsetzen. Im Gegensatz zu Branchenpionieren wie Hess natur, Remei oder Living Crafts verfügen sie nicht über eigene Anbauprojekte oder langjährige Partner. Da ist die Gefahr größer, dass es zu Qualitätsproblemen kommt.

Hinzu kommt, dass derzeit ein Überangebot an Bio-Baumwolle die Preise unter Druck setzt. Sie seien beinahe auf das Niveau von konventioneller Ware gefallen, schreibt die Remei AG in ihrem Geschäftsbericht vom letzten Jahr. Dort steht auch, dass „die meisten Projekte in Indien, anders als wir, den Bauern keine Bio-Prämie mehr auszahlten“. Faire Preise sind also für manche Marktteilnehmer nicht selbstverständlich.

Quelle: Schrot&Korn 04/10
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#34
Stop the crop

Der neue Gentechnik-Kommissar der Europäischen Union, John Dalli, macht Ernst: Zum ersten Mal seit 1998 hat er eine Gentechnikpflanze für den Anbau in Europa zugelassen.

Stop the crop Der Gentechnik-Kartoffel „Amflora“ von BASF sollen bald weitere Zulassungen für Gentechnik-Mais folgen. Die Bundesregierung steht hinter dieser neuen Linie der EU-Kommission. „Für den Anbau 2010 ist es zwar zu spät“, argumentiert die Organisation Save our Seeds, „aber wenn wir uns jetzt nicht wehren, werden BASF, Monsanto und Syngenta auch gegen den Willen der Bevölkerung im nächsten Frühjahr Europa mit ihren Gentechnikprodukten überschwemmen.“ Europa brauche keine Gentechnik auf dem Acker und auf dem Teller.

Quelle: Schrot&Korn 02/10
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#35
Katanka schrieb:

Zitat:Zugeständnis der EU in Sachen Gentechnik: Staaten entscheiden ab sofort selbst

http://www.zeit-fragen.ch/ausgaben/2010/nr29-vom-1972010/zugestaendnis-der-eu-in-sachen-gentechnik-staaten-entscheiden-ab-sofort-selbst/

aus Respekt vor dem Seitenbetreiber nur der Link.

Vielen Dank für den Beitrag!


Hier ein kleiner Auszug des Artikels der "Zeit-Fragen"
Zitat:Seit vergangener Woche ist es beschlossene Sache: Europas Regionen und Nationalstaaten dürfen nun offiziell Anbauverbote für gentechnisch verändertes Saatgut verhängen.

Anmerkung: Ich sehe die Sache eher skeptisch... Damit werden die Türen für Gen-Technik eher erweitert als geschlossen. Wenn eine Region oder Nationalstaat dem Anbau von Gentechnik zustimmt, ist die Verunreinígung doch schon beschlossene Sache. Jedes Feldexperiment hat eine Kettenreaktion ausgelöst. Und irgendeinen Befürworter gibt es immer... Wer glaubt, damit einen Erfolg erzielt zu haben, hat sich aus meiner Sicht geschnitten...

Saluti
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#36
Erato bringt es auf den Punkt.

Was sich da zuerst gut anhört oder liest, ist die Öffnung der Hintertür.
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#37
Das wird im Artikel auch explicit angesprochen.
Namentlich genannt werden Staaten wie Spanien, GBR, Rumänien deren Regierungen GenTech befürworten, und auch vor den Deutschen wird gewarnt.

Jedoch nehme ich an, dass Genetische Varianten die Europaweit schon verboten wurden, dies auch bleiben.
Ausserdem sind über 80% der europäischen Bevölkerung gegen Gentech.
Daran müssen die Politiker erstmal vorbei.
Klar werden sie in betreffenden Staaten versuchen es durch die Hintertür einzuschleusen, wie immer, wenn etwas unpopulär ist.

Mal sehen wie es weitergeht.
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#38
Es wird wohl nach dem Prinzip laufen:
Was Du nicht weißt macht Dich nicht heiß ...

Und wenn's dann doch rauskommt, findet sich schnell ein Bauernopfer ...
War schon immer so ...

Grüße vom

Ritter
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"Sie wollen die Wahrheit? Sie können die Wahrheit doch gar nicht vertragen!" Jack Nicholson in Eine Frage der Ehre
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#39
Hallo Winken

So vorsichtig, wie sich die Autoren hier ausdrücken, wird auch diese Sache wohl im Sand
verlaufen.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,710596,00.html
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#40
Veröffentlicht: 30 August 2010 12:33

Zepkow/Berlin (dpa/mv) - Die erste Ernte der gentechnisch veränderten Kartoffel Amflora nach der EU-Zulassung wird von Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) begleitet. Wie eine Ministeriumssprecherin am Montag in Berlin sagte, wird Brüderle am Dienstag mit zwei Vorstandsvorsitzenden der BASF die Ernte bei Zepkow (Müritzkreis) eröffnen. Dort wächst die von einer BASF-Tochter für die Stärkeproduktion geschaffene Kartoffel auf rund 15 Hektar. Es ist der einzige kommerzielle Anbauort in Deutschland. Gegen den Anbau der nicht für die Ernährung vorgesehenen Sorte gab es mehrfach Proteste von Gentechnik-Gegnern, die auch Pflanzen herausrissen.

Erntestart für Gen-Kartoffel mit Minister Brüderle
„Freies Wort“ 30.08.2010

So jetzt haben wir sie.

Kommt gut hin.... hoffentlich ohne Gen-Kartoffel !
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