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Gerichtsurteile und verschiedene Ansichten
#1
Das Gerichtsurteil ist in Ordnung, die Kläger haben es nur falsch angepackt.
Der Argumentationsweg war eben stümperhaft. Warum soll eine Firma verantwortlich sein, wenn es unser Gesetz erlaubt, solche Produkte zu vertreiben? Bei den Zigarettenschachteln handelt es sich nur um ein Kampagne des Gesundheitsministeriums, nicht um eine gesetzliche Auflage, die für alle potenziell giftigen Konsumgüter gilt.

Hier liegt aber genau das Problem:
Was "unrecht" ist, ist folgendes: Man darf potenziell giftige (durch großen Verzehr, in Kombination mit anderen Stoffen etc.) "Nahrungsmittel" bewerben und verharmlosen und auch noch unkontrolliert im Supermarkt verkaufen. Dadurch wird der Verbraucher ausgetrickst und kann nur unter erschwerten Bedingungen "mündige Entscheidungen" treffen. Hier ist dann der Gesetzgeber verpflichtet, entsprechend einzugreifen. Man muß also nicht die Firma verklagen, sondern das Gesendheitsamt. Der Staat muß Entschädigung zahlen.
Wenn man diesen Argumentationsweg nimmt und ausbaut, ist ein Erfolg vor Gericht möglich, ansonsten ist man eben selbst schuld, da bin ich leider auch der Meinung.

Grüße
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#2
Zitat:Das Gerichtsurteil ist in Ordnung, die Kläger haben es nur falsch angepackt.
Der Argumentationsweg war eben stümperhaft. Warum soll eine Firma verantwortlich sein, wenn es unser Gesetz erlaubt, solche Produkte zu vertreiben? Bei den Zigarettenschachteln handelt es sich nur um ein Kampagne des Gesundheitsministeriums, nicht um eine gesetzliche Auflage, die für alle potenziell giftigen Konsumgüter gilt.

Das Gerichtsurteil ist natürlich nicht in Ordnung. Die Kläger haben wahrscheinlich auftragsgemäß stümperhaft gehandelt, um mit ihrer Stümperhaftigkeit einen Präzedenzfall zu schaffen. Höchstwahrscheinlich war die ganze Sache von Coca Cola selbst arrangiert.


Zitat:Warum soll eine Firma verantwortlich sein, wenn es unser Gesetz erlaubt, solche Produkte zu vertreiben?

Man lasse sich diese Aussage vom Nuculeuz mal auf der Zunge zergehen! Man könnte schlußfolgern, daß auch Nuculeuz einen Auftrag besitzt, den Auftrag der Desinformation.

Was für eine aberwitzige Aussage - für einen Okkultisten, der angebliches Hintergrundwissen besitzt. Man könnte meinen, du kämpfst auf der anderen Seite, werter Nuculeuz.

Selbst dir sollte klar sein, wer hier die Gesetze macht! - dass Bayer, Exxon, Shell oder Coca Cola zu den wichtigsten "Gesetzemachern" auf der Welt gehören. Selbst dir sollte klar sein, dass es keine "Partei" ist, die hier die Macht hat, sondern wirtschaftliche Interessengruppen und deren Hintermänner. Also zeichnet Coca Cola z. B. selbst für das Gesetz verantwortlich, auch für den Richter und höchstwahrscheinlich auch für die stümperhafte Klage.

Ich kann meine Warnung vor Nuculeuz nur wiederholen. Wer glaubt was er liest, wird in die Irre geführt.




Tue was immer ich will!
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#3
Zitat:Ich kann meine Warnung vor Nuculeuz nur wiederholen. Wer glaubt was er liest, wird in die Irre geführt.

Sagen wir lieber so, der gute Nuculeuz äußert sich manchmal recht leichtfertig und unbedacht. Dies ist eher seinem Wesen zuzuschreiben, als einem bösen Willen. An einen Auftrag glaube ich sowieso nicht, denn ich besitze den Vorteil, ihn persönlich zu kennen. Wenn dies bei Dir, werter Maestro auch der Fall wäre, dann hättest Du ein 'gnädigeres' Bild vom Ninja-Mann.


Meine Grüße
Entweder man findet einen Weg oder man schafft einen Weg!
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#4
Lieber WM,

VORWEG: WIR REDEN HIER ÜBER DIE QUALITÄT DES URTEILS

Ich habe aus dem rein "juristischen Blickwinkel" argumentiert, da gibts zunächst mal für die Gesetzesanalyse keine Verschwörungen oder Korruption zu berücksichtigen, auch wenn natürlich viele Gerichte beeinflußt sind etc., das muß man erst bei der Urteilsanalyse berücksichtigen. Aber zuerst mal den status quo auseinandernehmen. Und da ist es nun mal von der Gesetzeslage so in unserem Land, daß die Hersteller eben keine solche Auflagen bekommen, auch wenn sie es eigentlich müßten aufgrund von anderen Gesetzen, mitunter dem Grundgesetz. Jeder Bürger z.B. hat ein Recht auf Unversehrtheit.
Hier läßt der Staat den "Gaunern" eben freies Spiel. Ein Gauner ist ein Gauner, sobald man ihn gaunern läßt, gaunert er eben herum, da gibt es für mich nichts zu wundern. Also muß man dem ein Riegel vorschieben.
Rein rechtlich betrachtet ist eine (moralische) Gaunerei, die durch das Gesetz legitimiert ist, eben nicht strafbar. Das Gericht muß sich in einem bestimmten Rahmen an die vorhandenen Gesetze halten, freilich gibt es "Spielräume" in denen der Richter wegen bestimmten Umständen im Urteil abweichen kann. Man muß ihm aber auch die gesetzlichen Ausweichmöglichkeiten aufzeigen, wenn er nicht selber draufkommt, das ist die Aufgabe des Anwalts (des Klägers in diesem Fall). Und wenn dann eben "dämlich" argumentiert wird ... fast jedes Fraß im Supermarkt kann einen umbringen, wenn man viel davon in sich reinstopft. Man kann sich sogar mit Wasser töten, indem man über längere Zeiträume jeden Tag mehr al 6 Liter trinkt! Dieser Argumentationsweg muß in eine Sackgasse führen.

Grüße


Anmerkung zum Wasser: War nur als Beispiel gedacht, ich will niemanden verunsichern. In der Regel trinkt jeder eher zu wenig als zuviel.
Die Dosis macht das Gift.

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#5
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#6
In Kurzform: Es fehlt meine Anmerkung, daß das Urteil eigentlich nicht ganz sauber ist, weil ein guter Richter eben ein intuitives Rechtsempfinden haben sollte, unabhängig von der Gesetzeslage. Die Klägerin konnte nicht unbedingt wissen, daß eine Packung pro Tag lebensgefährdend sein kann, daher ist das Argument der Selbstverantwortlichkeit teilweise relativiert.

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#7
Armselig - wenn man die Justiz losgelöst und unabhängig betrachten will. Wenn du schon aus "rein juristischer" Sicht argumentierst, dann hättest du eben auch das "Präzedenzurteil" und den Zweck desselben ansprechen müssen. Alles weitere ergibt sich daraus. Das hat auch gar nichts mit "Großer Verschwörung" zu tun, sondern ist ein allgemein üblicher juristischer Trick von Firmen, um sich Klagen zu ersparen bzw. um diese zu erschweren. Meine Firma hier, macht das im Wochenrhythmus und keiner der werkseigenen Juristen denkt dabei an Weltverschwörung.
Tue was immer ich will!
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#8
Egal wie man es betrachtet, bei alternativer Betrachtung komme ich sogar zu extremeren Ansichten:
Das Freßluder ist selbst schuld. Maßlosigkeit, Undiszipliniertheit und Gedankenlosigkeit müssen bestraft werden - zur Not sogar von grauen Agenten. :-) Der Kosmos bedient sich sowohl der Heiligen wie auch der Teufel um die Gerechtigkeit durchzusetzen - paßt ja zur "8", die wir gerade besprechen.



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#9
@ Wishmaster:

Ist es wohl möglich, daß Du Deine, den Ninja betreffenden Zweifel, einfach privat klärst?
Ich hatte nun auch die Ehre, ihn persönlich kennenzulernen - und finde, Deine diesbezüglichen Anmerkungen stören die Harmonie mehr, als daß sie ihr zuträglich sind. Ohne das bös zu meinen. Blinzeln

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#10
Ich finde es interessant.
Manchmal bin ich auch etwas vorlaut und reize im allgemeinen gerne - mal subtil, mal plump.

Cool
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