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Grüne Bohnen
#1
bei meinen täglichen Rohkostpensum habe ich gegenüber der Kollegin grüne Brechbohnen gegessen.

Sie hat gemeint das grüne Bohnen im Rokostzustand giftig sind! Ich habe jedoch eine gute Menge von 300gr täglich verputzt (und als Kind übrigens auch) = keinerlei Beschwerden! :?

Leider habe ich keine andere Informationsmöglichkeiten außer Wikipedia & Co!

Weiß da jemand genauer Bescheid??

Danke für Hilfe Winken
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#2
Ja, soll so sein. Aber ich habe die auch schon vom Bohnenstrauch gegessen. Früher als Kind und auch heute noch. Ich habe auch noch nie gehört, daß jemand an einer Bohnenvergiftung gestorben sei. Trotzdem:

Das Gift in den Bohnen heißt Phasin, es ist ein Lektin, also ein Zucker bindendes Eiweiß. Dieses Protein bindet sich an die roten Blutkörperchen und bringt diese dazu, miteinander zu verklumpen. Außerdem heften sich die Moleküle an die Darmzotten und können dort Stoffwechselschäden anrichten.

Der Phasingehalt sinkt auch, wenn die Bohnen keimen. Deshalb muss man Bohnenkeimlinge vor dem Verzehr nur kurz blanchieren, um die Reste des Gifts zu beseitigen (Ausnahme: die Keime von Mungobohnen – sie enthalten überhaupt kein Phasin). Und dieses Blanchierwasser gehört auf jeden Fall in den Ausguß, weil es noch Reste des Bohnengifts enthalten könnte.
Sei!
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#3
Aha,

Danke, gilt es auch für die grünen Brechbohnen, also normal ausgewachsen die es jetzt im Supermarkt zu kaufen gibt? (sorry wg. der Nachfrage - will sicher gehen)

Blanchieren und wie lang?
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#4
Na wenn Du auf Nummer sicher gehen willst, dann mußt Du blanchieren.

Die Bohnen stets in reichlich Wasser blanchieren. Wer nicht genügend Salz ins Blanchierwasser tut, wird feststellen, daß die Bohnen etwas fad schmecken. Ist halt Geschmackssache. Wer es „fad“ nicht mag, also das Blanchierwasser ganz stark salzen. Und bitte das Wasser salzen, bevor die Bohnen hineingetan werden. Sonst liegt das Salz oben auf.

Die Bohnen dann darin nur so kurz kochen, daß sie noch einen schönen Biß haben; aber lang genug, damit sie wirklich gar sind.

Die so genannten "Meter-Bohnen" oder "Long Beans" aus Thailand enthalten dieses Phasin nicht und können deshalb roh gegessen werden.

Wieviel Zeit zum Blanchieren? Also immer wieder eine Bohne herausfischen und probieren, ist wohl der beste Weg, den richtigen Zeitpunkt zu erwischen. Sonst ca. 7 Minuten.

Und noch eins: Die Bohnen nach dem Blanchieren unbedingt richtig abschrecken, in Eiswasser! Steckt noch ein bisschen Wärme in ihnen, färben sich die Bohnen beim ersten Kontakt mit Säure (das braucht kein Essig zu sein, es genügt die Säure von Tomaten). Und graue Bohnen sind nun wirklich kein schöner Anblick.
Sei!
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#5
Danke,

werde ich beherzigen! Winken
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