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Heidnische Überbleibsel im Berliner Umland
#1
Auszug aus Bauernvolk Eggersdorf:

Zitat:Im Naturglauben der vorch*stlichen Zeit waren neben den alten Eichen der Urwälder insbesondere die von der Eiszeit herangetragenen riesigen Steine von besonderer Bedeutung. In ihnen vermuteten sie die besondere Kraft ihrer Götter. Steinkreise, die vielleicht schon vor Jahrtausenden aufgerichtet wurden, galten als besonders heilig. So soll in Wandlitz einst ein Steinkreis als Heiligtum der Göttin Wanda gestanden haben. Die Steine wurden erst vor etwa 100 Jahren zu Straßenschotter gebrochen. Auch in Eggersdorf existieren heute im Verborgenen große Findlinge, deren religiöse Bedeutung nicht dokumentiert ist. Beim Neubau der Kirche fand man diese Steine im Fundament der alten, abgebrannten K*rche - und ließ sie dort.

Wer ist Wanda? Es gibt keine genauen Aussagen im Netz. Vielleicht kann mir jemand helfen...?


Zitat:Beim Neubau der K*rche fand man diese Steine im Fundament der alten, abgebrannten K*rche - und ließ sie dort.

Ein schöner Beweis, daß man K*chen auf alten heidnischen Kultstätten erbaut hat.
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#2
Der Name Wanda erinnert natürlich sofort an Wanen und Wandalen. Auf der Suche nach Hinweisen bin ich auch auf Vanadis/Freya gestoßen.


Der Name Wanda taucht auch in der polnischen Sagenwelt auf. Sie soll laut Wincenty Kadłubek die Tochter von König Krak sein, der die Stadt Krakau gegründet und den Wawel-Drachen besiegt haben soll, weil seine Tochter Wanda in Gefahr schwebte, durch ihn verspeist zu werden.
Seine Tochter wurde nach seinem Tod Königin über Polen, nach ihr war auch ein dortiger Fluss (Wandalus) benannt.
Von Vater und Tochter sollen in der Nähe des Wawelberges, auf dem früher eine heidnische Kultstätte gewesen sein soll, zwei Hügelgräber aus dem 7. Jahrhundert existieren.

Die Kirche und auch Historiker behaupten, dass das alles Erfingung sei und keiner der beiden, weder Krak noch Wanda, existiert hätten. Dafür gäbe es keine Beweise. Auch die Hügelgräber seien angeblich erst nach der Sagenerfindung Krak und Wanda zugeschrieben worden.


Ihr Name taucht auch in verschiedenen literarischen Werken auf, die sie als Königin der Sarmaten betitelt. In einem dieser Werke, "Wanda, Königin der Sarmaten" von Friedrich Ludwig Zacharias Werner, wird sie auch als Göttin bezeichnet:

https://books.google.de/books?id=fa87AAAAcAAJ&pg=PA119&lpg=PA119&dq=g%C3%B6ttin+Wanda&source=bl&ots=ecmjhdV_9p&sig=jz56A-C0QrOagLgsJ_ZyvGTLatY&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwiUsMrK8vXPAhVCWRoKHcSWA-kQ6AEIKjAF#v=snippet&q=g%C3%B6ttin%20wanda&f=false

Ritogar und Wanda:
https://books.google.de/books?id=bN5GAAAAcAAJ&pg=PA524&lpg=PA524&dq=g%C3%B6ttin+Wanda&source=bl&ots=euyxoJ-DcB&sig=jUKtVjnYNy6PENAdCUwQd-cDvYM&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwihyvXY8vXPAhXK7hoKHZmpD144ChDoAQgbMAA#v=onepage&q=g%C3%B6ttin%20Wanda&f=false
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#3
(25.10.12016, 11:09)Erato schrieb: http://www.pagan-forum.de/Thema-Heidnische-%C3%9Cberbleibsel-im-Berliner-Umland?pid=51450#pid51450Wer ist Wanda? Es gibt keine genauen Aussagen im Netz. Vielleicht kann mir jemand helfen...?

Vanadis ist Freya. Kommt von "die Wanin".
Entweder man findet einen Weg oder man schafft einen Weg!
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#4
Wenn man die meisten Vornamen genauer unter die Lupe nimmt,stößt man auf einen Götter/Göttinnennamen.Zu Wanda fällt mir ein,da gab es doch mal so einen komischen Film mit Titel "Ein Fisch namens Wanda"
Und selbst der Fisch kann mit der Göttin in Verbindung gebracht werden:
Er lebt im Wasser.Und aus dem Wasser kommt das Leben bzw der Erdkörper selbst genau wie Mensch und Tier bestehen zu einem großen Teil aus Wasser.



"Zahme Vögel träumen von der Freiheit.
Wilde Vögel fliegen."
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#5
Der Fisch ist ursprünglich ein Göttinnensymbol. Er wird heute in abgewandelter Form von Chr*sten verwendet. Man sieht ihn in dieser Funktion z. B. an Autos kleben.
Ein schwacher Verstand ist wie ein Mikroskop, das Kleinigkeiten vergrößert und große Dinge nicht erfaßt.
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#6
Tempelberg (Steinhöfel)

Tempelberg - ein Ortsname, der uns auf die alten Spuren bringt.

   

Templer-Stele im Ortszentrum


Auszug Wikipedia:
Zitat:Tempelberg wurde um 1244 erstmals urkundlich erwähnt. Gegründet wurde der Ort vermutlich von Tempelrittern der Komturei Lietzen, welche bei der Anlage ihrer Stützpunkte darauf achteten, dass diese untereinander jeweils binnen einer Tagesreise von etwa 40 Meilen erreichbar waren. Dies entspricht der Distanz zu dem ebenfalls von den Tempelrittern gegründeten Tempelhof, welcher heute ein Bezirk von Berlin ist.
Eine kleine Parkanlage sowie zwei erhaltene Kavaliershäuser zeugen von der Zeit, als der preußische Staatsmann Karl August von Hardenberg im Tempelberger Schloss, welches 1945 im Zuge der Bodenreform abgetragen wurde, einige seiner Ideen zu den Preußischen Reformen entwickelte.

Das Tempelberger Wappen

   


Das Schloss wurde 1945 vollkommen zerstört. Ein Teil des Gutshofes läßt sich an einigen Gebäuden noch erkennen.

   


Im anliegenden Wald wurde ein altes Steinkistengrab gefunden.

   
Steinkistengrab

Das Grab ist in Ost-West-Richtung ausgerichtet, der Kugelamphorenkultur zugeordnet und grenzt die Stätte auf ein Alter von 2300 v.d.Z bis 2130 v.d.Z. ein.


   
Steinkistengrab, unbewachsen


Quelle: http://www.tempelberg.de/4/grab.htm
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