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Hetero kontra Homo
#91
Moin Abnoba,

Doch das ist schwerer zu verstehen für mich als du vielleicht zuerst denkst.
"Einfach so zu sein wie die Natur vorsieht", "Einfach sein was man ist" etc.
Davor steht die Frage, was ist natürlich und was ist nicht natürlich.
Hier sind zb einige der Ansicht, als Frau eine andere Frau attraktiv zu finden, sei nicht natürlich. Der Grund scheint darin zu liegen, dass sich eine Frau mit einer anderen Frau zusammen nicht reproduzieren kann. Allerdings ist es auch Fakt, dass Menschen keine Brunftzeiten wie manche anderen Tierarten haben. Durch Brunftzeiten ist die Sexualität mancher Tiere auf die Fortpflanzung beschränkt. Beim Menschen nicht, und die Folge davon ist, dass auch Heterosexuelle in der Mehrzahl der Fälle Sex haben ohne sich dabei fortzupflanzen. Es gibt auch Affenarten, die Sex zu vielen anderen Zwecken benutzen (Als Mittel zur Aufrechterhaltung sozialer Beziehungen zwischen den Affen) neben der Fortpflanzung und bei denen homosexuelle Interaktionen normal sind.

"Einfach Frau sein" ist durch die verinnerlichten Bilder davon, was für Frauen "natürlich" ist, gar nicht so selbstverständlich "natürlich" wie es scheint. Dekonstruiert man die Kategorie Geschlecht, stellt sich heraus, dass Vieles ein soziales Konstrukt ist, was erst durch Anpassung an dieses Konstrukt zur Realität wird. Um unsere Natur zu entdecken müssten wir quasi die Zwiebelschalen der Zivilisation wahrnehmen, die diese Natur überformen, sie als solche erst einmal erkennen.

Mit welchen Mitteln bestimmst du denn, was deine Natur ist?

(Noch eine Bemerkung zum "Niveau" - es ist doch verwunderlich, wenn ein Satz in welchem ein Wort ein Genital beim Namen nennt, als niveaulos wahrgenommen wird. Dies ist ein sehr oberflächliches Kriterium)

Gruss

Distel




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#92
distelfliege schrieb:Hier sind zb einige der Ansicht, als Frau eine andere Frau attraktiv zu finden, sei nicht natürlich.

Das hat so kein Mensch behauptet. Ich für meinen Teil kenne mehr attraktive Frauen, denn Männer - ich finde allgemein, wir sind prozentual gesehen einfach das ästhetischere Geschlecht (Entschuldigung, die Herren, aber das muß ja mal gesagt werden Zunge raus ).
Nichtsdestotrotz muß ich deswegen nicht mit den Mädels in die Kiste hüpfen.

Zitat:"Einfach Frau sein" ist durch die verinnerlichten Bilder davon, was für Frauen "natürlich" ist, gar nicht so selbstverständlich "natürlich" wie es scheint. Dekonstruiert man die Kategorie Geschlecht, stellt sich heraus, dass Vieles ein soziales Konstrukt ist, was erst durch Anpassung an dieses Konstrukt zur Realität wird. Um unsere Natur zu entdecken müssten wir quasi die Zwiebelschalen der Zivilisation wahrnehmen, die diese Natur überformen, sie als solche erst einmal erkennen.

Na, das ist doch ganz genau die Aussage der Allermeisten während dieser ganzen Diskussion hier!

Zitat:Mit welchen Mitteln bestimmst du denn, was deine Natur ist?

Das ist sehr einfach. Ich bin, was übrigbleibt, wenn sonst alles wegfällt.
Was ich halten muß, hat nie zu mir gehört und was zu mir gehört muß ich nicht halten.

Zitat:(Noch eine Bemerkung zum "Niveau" - es ist doch verwunderlich, wenn ein Satz in welchem ein Wort ein Genital beim Namen nennt, als niveaulos wahrgenommen wird. Dies ist ein sehr oberflächliches Kriterium)

Ich setze einfach mal voraus, niemand hier bekommt Komplexe, wenn er das Wort Vagina ließt. Es geht dabei vielmehr um die provokant-vulgäre Form des Ausdrucks. Wenn man es nötig hat, auf derelei Sprache zurückzugreifen, um seinen Worten mehr Nachdruck zu verleihen, ist es meist mit deren Inhalt nicht weit her.

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#93
Zitat:Ich für meinen Teil kenne mehr attraktive Frauen, denn Männer - ich finde allgemein, wir sind prozentual gesehen einfach das ästhetischere Geschlecht (Entschuldigung, die Herren, aber das muß ja mal gesagt werden tongue.gif ).

Ähhhhh, stimmt, ich sehe auch gern schöne Frauen, das hat jetzt aber nicht nur Vorteile, Männer sind nämlich die besseren Krieger, was sicher einige Frauen auch gerne wären *breites grinsen*, nicht wahr, werte Abnoba! Männer sind auch nicht schön, aus ihnen spricht und strahlt eher innere Reife und Attraktivität.

Salve Bragi
Kein besserer Freund – kein schlimmerer Feind!
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#94
Zitat:Das hat so kein Mensch behauptet. Ich für meinen Teil kenne mehr attraktive Frauen, denn Männer - ich finde allgemein, wir sind prozentual gesehen einfach das ästhetischere Geschlecht (Entschuldigung, die Herren, aber das muß ja mal gesagt werden ).
Nichtsdestotrotz muß ich deswegen nicht mit den Mädels in die Kiste hüpfen.

*gg* Also ich finde Frauen auch attraktiver..
Obwohl ich auch nicht mit den Mädels in die Kiste hüpfe, verstehe ich eben immer noch nicht, weshalb man, so man es möchte, unterdrücken sollte? Weshalb?
Triebkontrolle? Und weshalb sollte ich es einem Mann gegenüber nicht unterdrücken?
Sollte ich? Ausser in einer langen monogamen Beziehung? Sollte ich es dann in einer langen monogamen Beziehung mit einer Frau auch unterdrücken? Oder sollte ich eine lange monogame Beziehung mit einer Frau generell von vornherein unterdrücken? Und warum?

Zitat:Na, das ist doch ganz genau die Aussage der Allermeisten während dieser ganzen Diskussion hier!

Und meine eben auch.

Zitat:Das ist sehr einfach. Ich bin, was übrigbleibt, wenn sonst alles wegfällt.
Was ich halten muß, hat nie zu mir gehört und was zu mir gehört muß ich nicht halten.

Das mein ich doch die ganze Zeit! .. Und ich sage konsequenterweise, man muss auch Heterosexualität nicht halten, wenn sie nicht zu einem gehört.
Und was, wenn das, was übrigbleibt, von denen, die die gesellschaftliche Norm hochhalten als "Mannweiblich" wahrgenommen wird? Ich sage dann einfach: Dann soll diejenige ihrer Natur folgen und homosexuell sein oder ein "Mannweib", und sich nicht um die Norm scheren, so gelangt sie dann zu innerer Harmonie.

Zitat: Es geht dabei vielmehr um die provokant-vulgäre Form des Ausdrucks.

Ich finde an "Möse" nichts provokantes. Sicherlich ist es eine umgangssprachliche Bezeichnung, aber wenn ich niveaulos werden möchte, würde ich eher "Fotze" sagen.
Ausserdem (wenn man mal Haarspalterei betreiben möchte) bezeichnet "Vagina" nur einen Teil der weiblichen Genitalien. Damit wäre die "saubere" Form von "Möse" eher Vulva denn Vagina.

Gruss

Distel
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#95
Zitat:Männer sind nämlich die besseren Krieger, was sicher einige Frauen auch gerne wären *breites grinsen*, nicht wahr, werte Abnoba!

Blödi! *seitenknufft* Fettes Grinsen

Zitat:Männer sind auch nicht schön, aus ihnen spricht und strahlt eher innere Reife und Attraktivität.

In Deinen Träumen wohl. Zunge raus
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#96
Zitat:Obwohl ich auch nicht mit den Mädels in die Kiste hüpfe, verstehe ich eben immer noch nicht, weshalb man, so man es möchte, unterdrücken sollte? Weshalb?
Triebkontrolle? Und weshalb sollte ich es einem Mann gegenüber nicht unterdrücken?
Sollte ich? Ausser in einer langen monogamen Beziehung? Sollte ich es dann in einer langen monogamen Beziehung mit einer Frau auch unterdrücken? Oder sollte ich eine lange monogame Beziehung mit einer Frau generell von vornherein unterdrücken? Und warum?

Es geht um Triebkontrolle ganz allgemein, egal ob Hete oder Homo, in einer Beziehung oder außerhalb einer solchen.
Zügellosigkeit wird nicht besser dadurch, daß sie in einer heterosexuellen, monogamen Beziehung ausgelebt wird, versteh das mal nicht falsch.

Zitat:Und meine eben auch.

Na also!

Zitat:Das mein ich doch die ganze Zeit! .. Und ich sage konsequenterweise, man muss auch Heterosexualität nicht halten, wenn sie nicht zu einem gehört.
Und was, wenn das, was übrigbleibt, von denen, die die gesellschaftliche Norm hochhalten als "Mannweiblich" wahrgenommen wird? Ich sage dann einfach: Dann soll diejenige ihrer Natur folgen und homosexuell sein oder ein "Mannweib", und sich nicht um die Norm scheren, so gelangt sie dann zu innerer Harmonie.

Wir drehen uns im Kreis.

Zitat:Ausserdem (wenn man mal Haarspalterei betreiben möchte) bezeichnet "Vagina" nur einen Teil der weiblichen Genitalien. Damit wäre die "saubere" Form von "Möse" eher Vulva denn Vagina.

Du wirst lachen, ich hatte noch überlegt... egal, Du weißt, worauf ich hinauswollte.

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#97
Zitat:Wir drehen uns im Kreis.

Allerdings.
Es heisst hier, Homo wäre unnatürlich, Mannweib wäre unnatürlich, dann sage ich, das sind doch gesellschaftliche Konstrukte daß Homo und Mannweib unnatürlich seien, dann sagt Abnoba man soll doch einfach so sein wie man ist ohne gesellschaftliche Konstrukte, dann sag ich "ja genau" und dann ist das scheinbar auch wieder nicht recht, denn Homo und Mannweib ist ja unnatürlich.. und der Kreislauf beginnt von vorne..

Ja mei, soll mensch jetzt so sein wie die Natur uns schuf oder nicht?
Soll mensch nun gesellschaftliche Zwänge ablegen oder nicht?
Und wenn er/sie es tut, und wenn er/sie dann immer noch nicht "richtig natürlich" nach "Tal-der-weise-Narren-Art" ist..
Dann haben wir ein Problem.. das sich nur so lösen lässt:

Der Mensch soll so sein, wie IHR mir erzählt, dass die Natur ihn schuf!

Fettes Grinsen

Und damit sind wir wieder bei den Gesellschaftskonstrukten.

Sollen wir das jetzt Ringelpietz ohne Anfassen nennen? (Wegen der Triebkontrolle)
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#98
Hallo!

Zitat:Es heisst hier, Homo wäre unnatürlich, Mannweib wäre unnatürlich, dann sage ich, das sind doch gesellschaftliche Konstrukte daß Homo und Mannweib unnatürlich seien, dann sagt Abnoba man soll doch einfach so sein wie man ist ohne gesellschaftliche Konstrukte, dann sag ich "ja genau" und dann ist das scheinbar auch wieder nicht recht, denn Homo und Mannweib ist ja unnatürlich.. und der Kreislauf beginnt von vorne..

Es beginnt eigentlich nur deshalb von vorn, weil Du nicht verstehen willst, dass Homosexualität von der Natur nicht toleriert wird. Und dann nimmst Du halt lieber die Gesellschaft zum Vorbild, weil diese Homosexualität toleriert, was Dir persönlich besser in den Kram paßt.

(Also das keine Missverständnisse aufkommen. Meine Logik kann Homosexualität auch akzeptieren und hat hier kein Problem mit. Aber rein realistisch und vom Blickwinkel der Natur aus betrachtet, ist Homosexualität eine Trotzreaktion gegen natürliche Gegebenheiten.)


Zitat:Ja mei, soll mensch jetzt so sein wie die Natur uns schuf oder nicht?

Ja.

Zitat:Soll mensch nun gesellschaftliche Zwänge ablegen oder nicht?

Weil sie unnatürlich sind. Den ganzen Tag arbeiten zu gehen und dabei nichts zu schaffen (ausser Lohn, den man sofort wieder aufbrauchen muss) ist moderne Sklavenwirtschaft. Das dabei die vielschichtigen zwischenmenschlichen Beziehungen auf der Strecke bleiben und vieles nur noch auf die Sexualität reduziert wird, ist ein krankes Symtom einer zerfallenden Gesellschaftsordnung. Ich finde den triebhaften Hetero ebenso unnatürliche, wie jemand der sich nicht in sein eigenes Geschlecht einpassen will.

Überall in den Medien sieht man Sex, Sex, Sex. Es wird öffentlich drüber geredet, alle möglichen Unmöglichenkeiten werden ausführlich geschildert, so dass es leicht auf "die Freude des kleinen Mannes-Propaganda" enttarnt werden kann. Sex, Drogen und Völlerei. Damit macht man die Sklaven taub. Diese Themen spielten stets eine untergeordnete Rolle, wenn es wirtschaftlich bessere Zeiten gab, wie z.B. im Mittelalter. Nur das ist der gesellschaftliche Zwang, die gesellschaftliche Kontrolle, die dahinter steckt.





Zitat:Und wenn er/sie es tut, und wenn er/sie dann immer noch nicht "richtig natürlich" nach "Tal-der-weise-Narren-Art" ist..
Dann haben wir ein Problem.. das sich nur so lösen lässt:

Der Mensch soll so sein, wie IHR mir erzählt, dass die Natur ihn schuf
!

Ach nun höre doch auf! So wie ich das verstanden habe, und ich schreibe hier auch noch nicht sehr lange, ist das "Tal der weisen Narren" eine Runde, die u.a. die Integration der Natürlichkeit in den Alltag diskutiert, probiert und darüber die entsprechenden Erfahrungen austauscht.

Wenn alles so einfach wäre wie der Standpunkt zur Homosexualität. Das ist eben einfach auf Triebkontrolle reduzierbar. Das muss eben jeder für sich selbst entscheiden und mir kann niemand verbieten, einen sich auslebenden Homo oder einen ungezügelten Hetero als triebgesteuert zu betrachten - denn genau das ist er oder sie auch.


@Distelfliege Die Worte und Beschreibungen die Du gebrauchst findet man wohl sonst nur auf Pornografie-Seiten, dort wo man das Ausleben der Triebe und Unbeherrschheiten propagiert.

@Distelfliege Frage: Warum bist Du eigentlich dagegen den Trieb zu kontrollieren und auch gegen Emotionskontrolle? Bist Du nicht der Meinung, dass Dir eine solche Kontrolle mehr Selbstsein und Freiheit garantiert? Ich persönlich möchte jedenfalls nicht der Sklave meiner Triebe und Emotionen sein, und deshalb habe ich auch keine Schwierigkeiten mit der hier zum großen Teil vertretenen Meinung zu diesem Thema.

@Bragi Das mit dem "ß" habe ich nicht verstanden. Was für eine Aussage würdest Du für jemanden treffen, der das "ß" gebraucht oder jemanden der es nicht benutzt und warum?

@Abnoba Klar sind Frauen schöner und die Männer-Krieger wickeln wir doch alle um den Finger *zu Bragi zwinkert*


Inka
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#99
Hallo Desperado und Bragi!

Zitat:Es gibt einige von denen Lesbo-Hexen,

Bingo Volltreffer und versenkt! Genau da gehört sie hin. Falls es Dir mal aufgefallen ist: Diese ganzen Eso-Hexen waren so abgrundtief häßlich! Hast Du jemals so häßliche Frauen in der schwarzen Szene gesehen? Bereits das spricht Bände...



Zitat:Die Frage bleibt, wie geht man mit einem solchen Menschen um, wenn er denn nun schon mal hier ist?

Sprichst Du privat mit Gegenständen? Tür, Jacke oder Schrank? Wenn nein, dann tu es auch hier nicht. [Bild: bigok.gif]
Tue was immer ich will!
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Inka schrieb:@Distelfliege Die Worte und Beschreibungen die Du gebrauchst findet man wohl sonst nur auf Pornografie-Seiten, dort wo man das Ausleben der Triebe und Unbeherrschheiten propagiert.

Das ist exakt der Punkt! Gegen Sexismus wettern und sich dann genau der Sprache derer bedienen, die zu bekämpfen man sich rühmen möchte. Was ist denn das für eine Doppelmoral?! *sich abwendet*

Zitat:@Abnoba Klar sind Frauen schöner und die Männer-Krieger wickeln wir doch alle um den Finger *zu Bragi zwinkert*

Fettes Grinsen

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