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Hoffnungslos — ja, nein?!
#11
eremit schrieb:die ganzen zweifel meiner seits und ihrer seits,mögen auch vl mit unserem alter zusammenhängen,aber das tut nichts zur sache.
Och, mach Dir da mal keinen Kopf. Du wirkst hier auf mich deutlich reifer als manch 'älterer' Zweibeiner auf den Straßen da draußen. Und ja, ich muß zugeben, mutig ist es von Dir, diese Sache hier zu erzählen.

Zitat:könnte gut möglich sein,dass ich mir die fragen bereits selbst beantwortet habe,sie allerdings durch meine unsicherheit nicht sehen wollte,konnte,...
nichts desto trotz bin ich bis jetzt eigentlich nicht gewillt die sache aufzugeben,..nun denn
Was würdest Du verlieren? Was würdest Du gewinnen?

Ansonsten gebe ich Alexis voll recht. Häufig erkennt man erst, was in sich selbst und im anderen vorgeht, wenn man demjenigen die Aufmerksamkeit entzieht.
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#12
Ganz ehrlich, vergiß das Mädchen schnell. Sehe sie nie wieder, konzentrier dich auf dich selbst und laß dich nicht veralbern. Du steigerst dich in etwas herein, was deine Zeit und deine Kraft unverhältnismäßig in anspruch nimmt. Ich habe selber jahrelang soetwas mitgemacht, hatte am Ende einen Gewinn von NULL und selbst mit akuter Kontaktsperre noch ewig damit zu kämpfen. Habe die betreffende Person nach 6 Jahren erstmal getroffen und es hat mich nach wie vor aus den Latschen gehauen. Tu es dir einfach nicht an.
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#13
edith
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#14
Hallo eremit,
die Liebe, besonders das Verliebtsein, ist eine Emotion. Und wie alle anderen Emotionen auch (Wut, Angst usw.), vernebelt sie die Ratio. Hier ist ein Ordner "Respekt", der sich auch damit befaßt, wäre vielleicht ganz interessant für Dich zu lesen.
Ich würde ganz generell sagen (also nicht speziell zu Deiner Angelegenheit), daß man in jedem emotionalen Zustand, also auch im Zustand des Verliebtseins, die Ratio zuschalten sollte, damit man nicht in Verblendung und Verneblung handelt. Der Zustand des Verliebtseins ist ja wenigstens eine angenehme Emotion. Aber nur solange sie zumindest mit Respekt erwidert wird, ansonsten kann man auch zum Spielball werden. Denn niemand ist so berechenbar wie jemand im emotionalen Zustand. Im Gegensatz zur landläufigen Aussage, die emotionale Menschen (in Wut z.B.) als "unberechenbar" benennt. Es ist ja eigentlich gerade umgekehrt. Und davor schützen kann man sich eben, indem man bewußt die Ration zuschaltet.
Fehler übrigens, so finde ich, kann man Freund wie Feind verzeihen, solange sie nicht weiter beeinträchtigend sind. Große Fehler, die große Beeinträchtigungen (für einen selbst) bringen, sollte man aber von keinem von beiden einfach hinnehmen. Auch nicht von jemandem, den man liebt (es sei denn natürlich, derjenige macht es wieder gut, und sei es nur durch eine ehrliche Entschuldigung).
Viele Grüsse
Inte
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#15
edith
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#16
eremit schrieb:Was du liebst, lass frei. Kommt es zurück, gehört es dir - für immer.(konfuzius)

Der Name Konfuzius hat zwar glaube ich mit konfus nichts zu tun, trotzdem ist die Aussage für mich widersprüchlich. Ein freier Mensch kann einem nicht gehören, schon gar nicht für immer. Wenn das nämlich so ist, so besteht kein Gleichgewicht, keine Freiheit, es ist dann ein Herr-Sklave-, also ein Abhängigkeitsverhältnis.
Den ersten Teil halte ich aber für richtig. Wenn man etwas nachläuft, so läuft es weg. Dann kann man es nur "erlegen", also zu sich zwingen. Frei und selbstbestimmt ist es dann nicht mehr. Ein Gefährte, eine Gefährtin, soll ja aber freiwillig an Deiner Seite gehen.
Es müßte also wohl besser heißen: Kommt etwas Freies aus freien Stücken zu Dir, so ist eine ehrliche Basis vorhanden.
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#17
Inte, würde es besser passen wenn Du das 'gehört zu Dir' eher als 'zueinander gehören' oder 'füreinander bestimmt sein' interpretierst statt als 'besitzen'?

Bedenke bitte, dass bei solchen Sprüchen mindestens eine Übersetzung stattgefunden hat, die bei so unterschiedlichen Sprachen selten verlustfrei vonstatten geht.
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#18
Mit einem „Zueinandergehören“ statt besitzen kann ich mich auch nicht uneingeschränkt anfreunden.
Das „zueinander gehören“ oder „füreinander bestimmt sein“ hat etwas passiv Endgültiges, ist ebenfalls ein „für immer, und zwar von Vornherein“. Eine Beziehung ist von Ursache und Wirkung bestimmt, wie alles. Am besten aber ist auch hier, man bestimmt selbst, und zwar im Hier und Jetzt, d.h., dass auch eine Beziehung von Willen und eigener Kontrolle getragen werden kann, meiner Meinung nach auch durchaus sollte. Eigene Entwicklungen, Erkenntnisse und vor allem auch der Wille, und die daraus hervorgehende Kontrolle, führen manchmal zu Änderungen. Man hat und besitzt schon deshalb nichts und niemanden von Vornherein „für immer“, weil nicht nur man selbst, sondern eben auch andere und anderes sich verändern können. Wird aber die Ursache verändert, so ändert sich auch die Wirkung; für eine Beziehung heißt das, sie kann auch auseinandergehen, selbst wenn da vorher einmal eine „füreinander bestimmende Ursache“ war. Sie kann aber auch bestehen bleiben, trotzdem sich etwas ändert, was entzweiend sein könnte, weil man diese Änderungen willentlich beeinflussen kann.
Es ist also das unverrückbare „für immer“, woran ich mich reibe, nicht das „bestimmt sein“ an sich, das bestimmt sein im Moment. Nut und Feder, die jetzt haargenau passen, können durch Verformung von einem von beiden morgen völlig unpassend sein. Für menschliche Beziehungen heißt das, meiner Meinung nach, dass der Wille sehr entscheidend ist, was die Dauer, oder sogar ein „für immer“ angeht. Der Wille, und eine daraus resultierende Kontrolle, kann sowohl entscheiden, dass etwas nicht mehr passt, als auch, dass es weiterhin passend bleibt. Denn der Wille ist fähig, Ursachen zu verändern, oder auch beizubehalten, und somit kann er die Wirkung steuern.
Und damit gibt es für mich weder unverrückbare Vorbestimmung, noch endgültigen Besitz. Man kann aber eine jetzt passende, gesetzte Bestimmung willentlich halten, oder aber verändern. Allerdings ist damit immer noch nicht gesagt, was der andere Part tun wird. Daher ist eine freiwillige Zuwendung „nur“ eine verwertbare Basis. „Nur“ ist dabei richtig und falsch zugleich, finde ich, denn das ist bereits mehr, als viele Menschen in ihren Beziehungen haben.

Außer der willentlichen Beeinflussung gibt es weiterhin noch die Auflösung von Ursachen durch „empathisches Mitfühlen“, wie ich es nun nenne. Wenn Beziehungen z.B. destruktiv sind, auch diese sind nicht unverrückbar bestimmt. Sie sind zwar bestimmt durch ihre Ursachen, aber eben nicht unverrückbar, sondern durch Wille (bewusste, gesteuerte Veränderung) oder Empathie (Mitfühlen, das zur Auflösung der Ursache führt) zu verändern.

Ob Konfuzius richtig oder falsch übersetzt wurde, ist eigentlich auch egal. Hier wurde es mit dem Wort „besitzen“ vorgestellt, und dazu sollte man sich äußern, und nicht zu einer möglichen Interpretation, von der man nicht einmal weiß, ob diese denn nun der ursprünglichen Aussage näher kommt. Es zwingt einen ja keiner, ein Zitat wörtlich zu übernehmen, man kann es ja in seinem eigenen Sinne abwandeln, wenn man eine andere Aussage treffen möchte.

Ich bin übrigens nicht gegen die Liebe an sich. Liebe, Verliebtsein, das sind angenehme Gefühle, die man sich nicht grundsätzlich verbieten braucht. Aber es sind nun mal Emotionen, sie berauben der rational sinnvollen Steuerung. Daher sollte Liebe auf rationaler Entscheidung und freiem Willen fußen, so wie alle Emotionen nur in einem gezielt gesteuerten und selbst kontrollierten Umfeld ausgelebt werden sollten, wenn man dies denn überhaupt braucht oder will. Denn immer wenn man die willentliche Kontrolle verliert, - und unter der Steuerung durch Emotionen verliert man sie -, kann man zum Spielball anderer werden. Das gilt vor allem auch in nahen zwischenmenschlichen Beziehungen. Beziehungen müssen auch von Vertrauen getragen werden, dem Vertrauen darauf, dass ein Zeigen von Emotionen nicht benutzt werden wird. Dieses Vertrauen muß der andere verdienen, und man kann nur erkennen oder einschätzen, ob es jemand verdient, wenn man dies mit klarem Verstand tut, also ohne Verblendung durch eine Emotion, also auch nicht durch die „Liebesbrille“ betrachtet.
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#19
Zitat:Ich bin übrigens nicht gegen die Liebe an sich. Liebe, Verliebtsein, das sind angenehme Gefühle, die man sich nicht grundsätzlich verbieten braucht. Aber es sind nun mal Emotionen, sie berauben der rational sinnvollen Steuerung.

Liebe ist da so ein ziemlich schweres Thema, da heute sonstige "Altlasten" auf dem "Liebesgefühl" von Menschen sitzen. In der letzten Inkarnation war es "Mord und Totschlag" und jetzt fühlt man sich wieder zueinander hingezogen. Die "starken" Gefühle/Emotionen sind eben da, werden in der Praxis eben nur falsch interpretiert.

Wenn man den Partner als Weggefährten sieht, ohne Besitzanspruch und ohne alltägliche Erwartungshaltung, dann kann es tatsächliche eine lebenslange Begleitung geben, und auch darüber hinaus ...

(Das Wort Lebensbegleiter oder Lebensgefährte finde ich persönlich am treffendsten.)
Entweder man findet einen Weg oder man schafft einen Weg!
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