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Inhaltsstoffe in Kosmetik
#1
QUATS = Quartäre Ammoniumverbindungen, INCI = Quanternium plus Zahl

Sind kleine chemische Hilfsmittel, die als Tenside oft in konventionellen Haarpflegeprodukten eingesetzt werden. Sie sollen das Haar leicht kämmbar machen und als Antistatiker verhindern, daß sich die Haare elektrisch aufladen. Auch in Zahncremes stecken Quads. Außerhalb der Kosmetikherstellung kommen Quats in starken Desinfektionmitteln zum Einsatz. Der Stoff ist keimabwehrend und desinfizierend, weil er sich an Zellmembranen lebender Organismen anreichert und so die normale Funktion der Zellen beeinträchtigt. Quats gelten als leicht hautreizend und irritierend. Ein weiteres Problem: Die meisten Quats sind nicht biologisch abbaubar. Es gibt noch keine ausreichenden Untersuchungen, welche Auswirkungen der Stoff in Bezug auf Reproduktion, Entwicklung und Wachstum auf Organismen in Flüssen und Seen hat.

Mir reicht die Ausführung zur Anwendung in Desinfektionsmitteln ...

Quelle: Cosmia
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#2
Silikon

Ein vollsynthetischer Stoff aus dem Chemielabor. Hergestellt wird er mit umweltgiftigem, chloriertem Kohlenwasserstoff. Und genau das ist das Problem: Silikon ist nicht biologisch abbaubar. Doch nicht nur für die Umwelt ist die Substanz ein Schrecken. Sie wird von der konventionellen Kosmetikindustrie gern als Weichmacher eingesetzt, beispielsweise in Haarshampoos, -spülungen oder Cremes, da Silikon ein Gefühl zarter Haut vermitteln soll. Bei wiederholter Anwendung legt sich Silikon allerdings wie ein feiner Film auf Haut und Haare und versiegelt sie so. Der Austausch von Nährstoffen wird erschwert — Haut und Haare können nicht mehr richtig atmen. Friseurmeisterin Susanne Kehrbusch beschreibt es kurz und prägnant: "Es ist in etwa so, als wenn ich meine Haut in Plastikfolie wickele."

Silikon ist beispielsweise auch ein Freund der Handwerker: Sie verwenden es als Dichtstoff zum Füllen von Fugen und Ähnlichem. :tuch:

Die häufigen Synonyme (INCI-Deklaration) für Silikon sind: Dimethicone, Methicone oder Polysiloxane

Quelle: COSMIA
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#3
Paraffin (INCI auch Paraffinum liquidum)

Es ist billig und unkompliziert zu verarbeiten. Dieser in konventioneller Kosmetik sehr verbreiteter Stoff ist ein Mineralölprodukt, das durch Erdöldestillation gewonnen wird. Er dient als Fettgrundlage für Emulsionen, ist wachsartig, brennbar, geruch- und geschmacklos, ungiftig und Wasser abstoßend. Stichwort billig: Ein Kilogramm Paraffin kostet etwa einen Euro. Mandelöl aus kbA, das beispielsweise in Narurkosmetik verwendet wird, kostet rund 20 Euro das Kilo. Kein Wunder, daß konventionelle Kosmetikhersteller gern auf diese preiswerte Zutat zurückgreifen - vor allem für Lippenstifte und Cremes.
Doch auch wenn billig und unkompliziert: Paraffin ist ein Fremdstoff für den Körper. Er kann es weder umwandeln noch verarbeiten - geschweige denn mit ihm arbeiten, im Gegensatz zu pflanzlichen Ölen. In Naturkosmetik ist Paraffin nicht erlaubt.

Paraffin hat keinen pflegenden Effekt, sondern liegt einfach "tot" auf der Haut. Da der Stoff nicht biologisch abbaubar ist, steht er im Verdacht, sich im Körper anzureichern. Paraffin steckt beispielsweise auch in Grillanzündern, Wachsmalstiften oder Schuhcreme.

Quelle: Comia
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#4
Rosenwasser

Die Rose ist Wohltat für die Haut, besonders wenn diese empfindlich, sensibel und trocken ist. Das aus den Blütenblättern gewonnene Wasser hat sowohl antiseptische und entzündungshemmende als auch zusammenziehende Eigenschaften, die besonders gegen Entzündungen und Unreinheiten helfen. Rosenwasser ist tonisierend und spendet Feuchtigkeit, gerade wenn die Haut oft unangenehm spannt. Außerdem beruhigt es. Ein Gesichstdampfbad mit Rosenwasser und einem Esslöffel getrockneter Blüten soll Akne abklingen lassen. Auch als Erfrischung im Sommer kann man es anwenden. Es wird sogar bei Neurodermitis empfohlen, da der Juckreiz dadurch nachlasse. Diese Wirkung wird auf den Inhaltsstoff Phenylethanol zurückgeführt, der schmerzunempfindlich macht. Bei empfindlichen, entzündeten Augen wirken Kompressen mit Rosenwasser kühlend und heilend.
Reines Rosenöl entsteht bei der Herstellung von ätherischem Rosenöl durch Destillation mit Wasserdampf als Kondenswasser.


Rosenöl


Während in konventioneller Kosmetik oft synthetisches Rosenöl verwendet wird, kommt in Naturkosmetik ausschließlich der Ertrag echter Blütenblätter zum Einsatz. Nur so bleiben die heilenden und pflegenden Eigenschaften erhalten, während bei der Variante aus dem Labor nur der nachgebaute Duft eine Rolle spielt.
Auch das kann nur das Original: "Rosenöl hat einen starken Einfluss auf das Wachstum von Zellen. Die Zellwände der Haut werden verstärkt", so Rosenexperte Wabner. Daher repariere und regeneriere es alternede und gestresste Haut besonders gut. Darüber hinaus gelten fast alle pflegenden und therapeutischen Eigenschaften des Rosenwassers auch für das Öl. Es besteht aus mehr als 400 Einzelsubstanzen.
Ätherisches Rosenöl kann auf zwei Arten gewonnen werden: durch Wasserdampfdestillation oder Extraktion. Bei letzterem wird das Endprodukt als Rosen absolue bezeichnet.

Quelle: Cosmia
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#5
Rosenwasser hört sich gut an! Wer von den Damen kann denn so etwas herstellen? Arnika, Celestine ... ? Rosenblätter und Blüten (kbA) könnte ich sogar liefern Blinzeln
Entweder man findet einen Weg oder man schafft einen Weg!
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#6
Rosenwasser, einfache Variante:
Zitat:Die Herstellung von Rosenwasser ist so einfach, dass Sie es leicht selbst herstellen können, denn Sie brauchen dafür nicht mehr als 4 Hand voll ungespritzte Rosenblütenbätter und 1 halben Liter Wasser.
Nehmen Sie die Hälfte der Rosenblüten und schneiden Sie die hellen Blütenböden ab, denn sie sind oft bitter.
Geben Sie die Blütenblätter in einen Topf mit Deckel und übergießen Sie die
Blätter mit handwarmem Wasser. Decken Sie den Topf zu und lassen ihn so 2 Tage lang stehen.
Nach 2 Tagen sieben Sie das Rosenwasser ab, geben die 2. Hälfte der Rosenblütenblätter hinzu und lassen das Ganze weitere 2 Tage lang ziehen.
Nach diesen 2 Tagen absieben und fertig ist das Rosenwasser.
Sie können dies auch in Eiswürfelförmchen einfrieren.
http://www.kraeuterweisheiten.de/rose.htm
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#7
Das Rezept von Inte ist leider kein richtiges Rosenwasser, sondern ein Auszug (Mazerat) von Rosenblütenblättern. Leider werden das echte Rosenwasser und der Kaltauszug von Rosenblütenblättern oftmals als gleichwertig beschrieben - tatsächlich handelt es sich aber um zwei verschiedene Sachen.
Das echte Rosenwasser ist ein ätherisches Wasser, welches bei der Destillation von Rosenöl aus Rosenblüten als Zweitprodukt entsteht.

Rosenöl gehört zu den kostbarsten ätherischen Ölen, da die Herstellung sehr aufwendig ist. So können die Rosenblüten nur in den frühen Morgenstunden geerntet werden, da zu dieser Zeit der Ölgehalt am größten ist. Dennoch erhält man nach der Destillation von einer Tonne Rosenblüten nur etwa 200 - 300 ml echtes Rosenöl - und als Nebenprodukt das erwähnte Rosenwasser.
Ein frei denkender Mensch bleibt nicht da stehen, wo der Zufall ihn hinstößt. H. v. Kleist
bonum bono - Dem Guten das Gute
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#8
Hallo ElbElfe,

ich habe noch ein anderes leicht umzusetzendes Rezept gefunden:

Zitat:Ich habe noch ein Rezept wie man Rosenöl macht!!!
Du nimmst ein kleines Fläschchen und kochst es mit heißem Wasser aus! Dann stopfts du es bis zur Hälfte mit stark riechenden Rosenblättern voll. Du nimmst Sonnenblumenöl und fülst es ein drittel und den rest mit lauwarmen Wasser. Du verschließt es und darfst es bis zum Verbrauch nicht öffnen.
Dies muss 6 Wochen stehen bleiben, doch du musst es alle 2 Tage schütteln, damit sich nichts absetzt. Fertig ist das Rosenöl!!!
http://www.aetherischesoel.at/rezepte/20040614095228-01.html

Was hältst Du davon?
Liebe Grüsse
Inte
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#9
Hallo Inte! Winken
So ein Ölauszug wie in dem Rezept beschreiben ist auch ein Weg, um Wirk- und Duftstoffe aus der Rose (oder Pflanzen generell) zu lösen. Allerdings ist das Öl dann nicht so "rein" wie ein aus Rosenblättern destilliertes Öl, da es sich schließlich um ein mit Rosenauszügen versetztes Pflanzenöl handelt - bei einem Destillat wäre es dann nur das reine Öl aus den Rosenblättern.
Ich finde, daß man mit diesem Rezept sehr schon ein pflegendes und nährendes Körperöl herstellen kann - allerdings würde ich hier Mandel- oder Sesamöl einsetzen, da diese Ölsorten besonders hautpflegende Eigenschaften haben. Insbesondere empfindliche und irritierte Haut profitiert von so einem Pflege-Öl. Zu beachten ist noch, daß die Rosenblätter kbA (ungespritzt etc.) und in einem guten Zustand sein sollen.
Ein frei denkender Mensch bleibt nicht da stehen, wo der Zufall ihn hinstößt. H. v. Kleist
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#10
Phtalate

Phtalate werden als Weichmacher bezeichnet. Vor allem sollen sie spröde Kunststoffe elastisch machen. Phtalate kommen nicht nur in Bodenbelegen, Duschvorhängen oder Schutzhandschuhen zum Einsatz, sondern auch in Cremes, Nagellacken oder Deos. Als Filmbildner sollen sie einen schützenden Film auf Haut und Haar hinterlasssen. Allerdings stehen Phtalate im Verdacht, hormonelle Wirkungen zu haben. Außerdem sollen manche dieser Substanzen die Samenqualität bei Männern beeinträchtigen. Diese wurden daher von der EU als fortpflanzungsgefährdend eingestuft und inzwischen verboten - auch in Kosmetika.
Doch die Kosmetikindustrie verzichtet offenbar nur ungern auf Phtalate. Denn noch immer taucht das -allerdings erlaubte- Diethylphtalat in Produkten auf. Eigentlich galt es lange Zeit als das "Harmloseste" unter den Phtalaten, bis Forscher der Harvard Universität einen Zusammenhang zwischen dem Fund dieser Stoffe im Urin und Fehlern in der DNA fanden. In den INCI-Bezeichnungen wird die Bezeichnung "Phtalate" in Kombination verwendet.

Quelle: Cosmia Nov. 2008
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