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Lebensmittel-Neuigkeiten
#21
Quelle: Schrot&Korn

Gentechspuren sind nicht immer vermeidbar

Gensoja und Pestizide haben etwas gemeinsam. Beide sind für Bio-Bauern und Bio-Verarbeiter verboten. Dennoch finden sich manchmal Spuren davon in Bio-Lebensmitteln. // Leo Frühschütz

Ein Test-Magazin hatte im Sommer in zwei Bio-Produkten auf Soja-Basis Spuren genmanipulierter Sojabohnen gefunden. Die Spuren waren so gering, dass das Magazin keinen genauen Zahlenwert dafür angeben konnte. Dennoch wertete es das Bio-Lebensmittel ab. Begründung: Genmanipulierte Sojabohnen haben in Bio-Lebensmitteln nichts zu suchen.

Das stimmt. Die EU-Ökoverordnung verbietet der Bio-Landwirtschaft den Einsatz der Gentechnik. Auch dort, wo er in konventionellen Produkten weitverbreitet ist, etwa bei Tierfutter oder Zusatzstoffen. Bio-Lebensmittel sind also per Gesetz „gentechnikfrei“. Doch sie werden nicht unter einer Käseglocke produziert. Deshalb wirkt sich der zunehmende weltweite Anbau bestimmter Genpflanzen auch auf Bio-Lebensmittel aus.

Jedes zehnte Produkt verunreinigt

Die bayerischen Lebensmittelbehörden untersuchten 2005 134 Bio-Lebensmittel mit Soja als Zutat. In 12 von ihnen fanden sie Gensojaspuren kleiner als 0,1?Prozent. Über 0,1?Prozent lag kein Bio-Lebensmittel. Die Zahlen anderer Bundesländer sind ähnlich. Das zeigt: In rund einem Zehntel der Lebensmittel mit Bio-Soja lassen sich Verunreinigungen nachweisen. Bei Maisprodukten ist die Quote deutlich geringer, andere Lebensmittel sind kaum betroffen. Bei konventionellen Produkten lagen Anzahl und Menge der Kontaminationen höher. Das liegt daran, dass Bio-Hersteller viel unternehmen, um solche Verunreinigungen zu vermeiden und vom Sojafeld bis zum fertigen Produkt immer wieder Proben messen lassen.

Doch der überwiegende Teil der konventionellen Sojabohnen ist genmanipuliert. In Mähdreschern, Silos und Ölmühlen, auf Lastwagen und Frachtschiffen können einige bei der Reinigung übersehene Gensojabohnen eine ganze Lieferung Bio-Soja kontaminieren.

Für den qualitativen Nachweis genügt es, vereinfacht gesagt, wenn eine von 10?000 Bohnen ein verändertes Erbgut (GVO) hat, das wären 0,01?Prozent. Um den GVO-Anteil genau beziffern zu können, brauchen die Analytiker mehr von dem veränderten Erbgut. Deshalb nennen sie erst ab 0,1?Prozent Verunreinigung konkrete Zahlen. Das gilt für rohe Bohnen oder Sojamehl. Weil Hitze und andere Verarbeitungsschritte die Eiweiße des Erbgutes abbauen, ist der Nachweis in fertigen Produkten oft deutlich schwieriger.

Genmanipulierte Bohnen müssen nicht gleichmäßig in einer zu überprüfenden Lieferung verteilt sein. Deshalb kann es passieren, dass in der Probe des Herstellers kein GVO nachweisbar ist, Kontrollbehörden oder Testmagazine aber GVO-Spuren finden.

Händler bleibt auf Ware sitzen

Werden solche Spuren öffentlich, bleibt das betroffene Produkt womöglich im Regal liegen. Die Kunden wollen es nicht. Der Hersteller verweist darauf, dass es nur Spuren waren, für die er nichts kann. Der Händler bleibt auf der Ware sitzen und hat den Schaden. Würde der Hersteller das Produkt zurückrufen, müsste er die Kosten tragen. Dabei hat er mit hohem organisatorischen und finanziellen Aufwand versucht, eine solche Verunreinigung zu verhindern. Aus dem Schneider sind bei Genspuren-Nachweisen im fertigen Produkt diejenigen, die das genmanipulierte Saatgut auf den Markt brachten, diejenigen, die es anbauten und diejenigen, die Gensoja verarbeiteten. Sie haben die Verunreinigung verursacht, müssen aber nicht für die Folgen haften. Das Gentechnikgesetz sieht für solche Fälle keinen Schadensersatz vor. Das sogenannte Verursacherprinzip gilt hier nicht.

Dieses kommt nur dann zur Anwendung, wenn beispielsweise ein Bio-Bauer seinem konventionellen Nachbarn nachweisen kann, dass dessen gentechnisch veränderte Pflanzen, Samen oder Pollen auf seinen Bio-Acker gelangt sind.

Im Falle des Nachweises im verarbeiteten Produkt müssen die Zeche diejenigen zahlen, die gentechnikfrei wirtschaften wollen sowie die Verbraucher. Sie sollen sich langfristig an GVO-Verunreinigungen gewöhnen.

Noch sind solche Kontaminationen die Ausnahme. Sie betreffen wenige Rohstoffe wie Soja, Mais oder Raps, die importiert werden. Nur Genmais wächst in Deutschland auf 2?000 Hektar als Viehfutter. Doch bereits diese wenigen Felder machen den Imkern Probleme (siehe Meldung Seite 8). Umso wichtiger ist es, sich für eine GVO-freie Landwirtschaft einzusetzen. Mehr zum Thema finden Sie in unserem Dossier zur Agro-Gentechnik.

Fragwürdige Grenze

Die EU schreibt vor: Enthält ein Lebensmittel „zufällige oder technisch unvermeidbare“ gentechnische Verunreinigungen, müssen diese gekennzeichnet werden, sobald sie mehr als 0,9 Prozent der jeweiligen Zutat ausmachen. Das ist aber keine Erlaubnis, ein Produkt bis zu diesem Grenzwert zu verunreinigen. Sondern die Hersteller müssen alles technisch Mögliche unternehmen, um Verunreinigungen zu vermeiden. Die Bio-Hersteller, die Sojabohnen verarbeiten, zeigen, was möglich ist: Verunreinigungen lassen sich verhindern oder zumindest weit unter 0,1 Prozent halten.
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#22
Quelle:http://www.schrotundkorn.de/2007/200709w02.html

Geschmacksfälschung gehört bestraft

Hans-Ulrich Grimm kritisiert in seinen Büchern faktenreich und mit spitzer Feder die schöne neue Welt des Essens. Gleichzeitig weiß er, wie sich Genuss, Geschmack und gesunde Ernährung unter einen Hut bringen lassen.

Sind zugesetzte Aromen in Lebensmitteln gefährlich?

Grimm: Ja, denn sie führen den Körper in die Irre. Nehmen wir als Beispiel eine Tütensuppe, die nach Rind duftet. Die Nase riecht das und meldet es ans Gehirn. Das kurbelt die Produktion der Verdauungssäfte an und bereitet das ganze System darauf vor, eiweißreiches Rindfleisch zu verarbeiten. Wenn dann nur Aroma, aber kein Rind kommt, läuft der Apparat leer und der Kohldampf bleibt. Die Folge ist anhaltender Hunger, der Mensch isst weiter.

Also sind Aromen und Geschmacksverstärker schuld am Übergewicht?

Grimm: Nicht nur. Übergewicht hat immer mehrere Ursachen wie zu fettes Essen oder mangelnde Bewegung. Aber der Effekt der Geschmacksfälschung wird massiv unterschätzt. Das Paradoxe dabei ist, dass die Aromen nicht nur überflüssige Pfunde mit sich bringen, sondern auch die Mangelernährung fördern.

Wie soll das funktionieren?

Grimm: Unser Körper braucht ständig eine Vielfalt an Substanzen. Das Darmhirn stellt fest, was aktuell fehlt, und meldet das dem Hypothalamus im Gehirn. Der richtet den Appetit auf entsprechende Speisen aus, zum Beispiel einen Erdbeerjoghurt. Mache ich den Joghurt selbst, enthalten die vielen frischen Früchte sechs- bis achtmal so viel Mineralstoffe und Vitamine wie die aromatisierte Erdbeerzubereitung in einem konventionellen Joghurt. Davon müsste ich also achtmal so viel essen, um auf die gewünschte Menge an Nährstoffen zu kommen. Oder es bleibt ein Mangel.

2.500 Aromastoffe mixt die Industrie zusammen. Sind diese Substanzen toxikologisch gesehen harmlos?

Grimm: Das wissen die Lebensmittelbehörden immer noch nicht. Insofern sind die Aromen ein Indiz dafür, welche Anarchie bei uns auf dem Markt mitunter herrscht. Seit einigen Jahren untersuchen die Vereinten Nationen und die EU-Lebensmittelbehörde EFSA, ob diese Substanzen giftig oder krebserregend sind. 2005 warnten die Behörden vor einigen Substanzen mit krebserregendem Potenzial. Dabei zeigte sich, dass die Beamten nicht wussten, in welchen Mengen und in welchen Produkten diese Stoffe überhaupt im Einsatz waren. Doch das entscheidende Problem ist nicht die Giftigkeit einiger weniger Substanzen, sondern die Verwirrung der Sinne mit ihren Auswirkungen. Deshalb sollte die Geschmacksfälschung durch Aromen ebenso verboten und hart bestraft werden wie Geldfälschung. lf

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#23
Gentechnik-Mais verdreckt Flüsse

Forscher mehrerer US-Universitäten fanden in Flüssen in der Nähe von Maisfeldern Körner, Blätter und Pollen, die das von Gentechnik-Mais gebildete Bt-Toxin enthielten. Sie wiesen den Pollen auch im Darm von Köcherfliegenlarven nach. In Fütterungsversuchen zeigten die Forscher, dass die gefundene Dosis das Wachstum der Tiere behinderte und sie häufiger starben als Larven, die genetisch unveränderte Pflanzen fraßen. „Köcherfliegen sind eine Nahrungsquelle für Fische und Amphibien“, erläuterte Todd Royer, einer der Forscher. Er bewertete die Ergebnisse als eine „unerwartete Auswirkung des großflächigen Anbaus von Bt-Pflanzen auf das Ökosystem“.

Quelle: Schrot&Korn
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#24
Gentechnik-Reis in Bier

Greenpeace hat in Budweiser, der meistverkauften US-Biermarke, Genreis gefunden. Es handelte sich um die Sorte LL601 des <span style='color:red'>Bayer-Konzerns</span>. Sie war als Verunreinigung in US-Langkornreis aufgetaucht. Budweiser ist eines der wenigen Biere, das mit Reis anstelle von Gerste gebraut wird. Der Brauerei-Konzern Anheuser-Busch exportiert das Bier in 60 Länder, in denen LL601 nicht zugelassen ist. Anheuser-Busch beteuert nur gentechnikfreies Bier zu exportieren. Die US-Landwirtschaftsbehörde hat mitgeteilt, es sei nicht nachvollziehbar, wie der Genreis in die Nahrungskette gelangt sei. Notwendige Aufzeichnungen seien nicht mehr auffindbar, heißt es seitens der Behörde.

1. Ich finde es immer wieder interessant, wo angebliche "Gesundheitsforscher" für die "Gesundheit" forschen...
2. Lmao Prost an alle Bier-Trinker! Lmao

Quelle: Schrot&Korn

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#25
Basic: Schwarz-Gruppe zieht zurück

Die Schwarz-Gruppe, zu der auch der Discounter Lidl gehört, gibt ihre umstrittene Beteiligung an der Basic AG wieder ab. Unterdessen wurde Basic ausgezeichnet.

In der Branche hatte der Einstieg von Schwarz bei der Bio-Supermarktkette seit dem Sommer für Unruhe gesorgt. Einige Lieferanten hatten sich zurückgezogen, es gab sogar Boykottaufrufe von Kunden.

Zunächst hat der Basic-Auf­sichtsrat einstimmig die Entlassung von Finanzvorstand Johann Priemeier beschlossen, der weiter mit Schwarz zusammenarbeiten will. Danach wurde der Ausstieg von Lidl bei Basic bekannt gegeben. Ein geeigneter Investor, der die Anteile der Schwarz-Gruppe kaufen möchte, wird noch gesucht. Mit dem neuen Geldgeber soll Basic wieder in ruhiges Fahrwasser kommen. Die Expansionspläne von Basic werden zurückgeschraubt. Nichtsdestotrotz sollen in diesem Jahr nach Basic-Angaben fünf bis zehn Filialen neu eröffnet werden. Unterdessen ist Basic mit dem Deutschen Handelspreis ausgezeichnet worden. Die Supermarktkette habe mit dem Wahlspruch „Bio für alle“ den Nerv der Zeit getroffen, begründete der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels seine Wahl.

Mit inzwischen bundesweit 28 Filialen erziele Basic nachhaltig hohe Wachstumsraten bei Umsatz und Ertrag. Basic-Märkte gehörten heute zu den größten, modernsten und umsatzstärksten Bio-Supermärkten in Europa. Sie stünden für die Verbindung des Nischenmarktes Bio mit den Erfordernissen des modernen Vertriebstyps Supermarkt.

Quelle: Schro&Korn
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#26
Gifte im Blut von Kindern

Obwohl Gifte wie DDT in Deutschland seit Jahrzehnten verboten sind, werden sie in Blut und Urin von Kindern noch immer nachgewiesen.

Für die dreijährige Studie untersuchte das Umweltbundesamt (UBA) Urin- und Blutproben und das Lebensumfeld von rund 1 800 Kindern zwischen 3 und 14 Jahren. In allen Proben wurden gefährliche Stoffe gefunden. Obwohl zum Beispiel das früher zur Malaria­bekämpfung eingesetzte DDT und andere gefährliche Gifte in Deutschland seit dreißig Jahren verboten sind, seien sie noch immer nicht aus der Nahrungskette verschwunden, so das UBA.

Gefährdet seien Kinder auch durch Tabakrauch. Dadurch träten Mittelohrentzündungen oder Infektionen häufiger auf. Das Umweltbundesamt forderte Eltern auf, nicht im Beisein der Kinder – und nicht in der Wohnung – zu rauchen.

Quelle: Schrot&Korn
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#27
Kranke Kühe, verwirrte Bienen

Bienen mögen keine schnurlosen Telefone. Das haben Wissenschaftler der Universität Koblenz festgestellt, die Basisstationen von DECT-Telefonen in Bienenstöcken platzierten. Auch Kühe und Vögel leiden.

Die bestrahlten Honigsammlerinnen verflogen sich häufiger. Es kamen weniger Bienen in den Stock zurück. Auch die Fläche der gebauten Honigwaben und die darin eingelagerten Honigmengen waren geringer. Die Unterschiede waren allerdings nicht so groß, dass sie das Bienensterben erklären könnten.

Im Gegensatz zu Versuchspersonen bilden sich Tiere nichts ein. Auch Kühe wissen nicht, dass in der Nähe ihres Stalles ein Handymast in Betrieb gegangen ist. Wenn sie kurz darauf erkranken, scheidet also eingeredete Strahlungsangst als Erklärung aus. Einige Fälle solcher erkrankten Kuhherden erregten öffentliches Aufsehen und führten im Jahr 2000 auch zu einer Studie. Diese zeigte nach Ansicht der Autoren Zusammenhänge zwischen Verhaltensänderungen, Fehlgeburten, Erkrankungen und der Strahlenbelastung der Tiere auf.

Grauer Star und wenig Spatzen

Forscher der Universität Zürich wiesen nach, dass in mobilfunkbelasteten Ställen deutlich mehr Kälber mit angeborenem grauen Star auf die Welt kommen. Die Antenne, die der konkrete Auslöser für diese Studie war, wurde abmontiert. In Großbritannien und Belgien konnten Wissenschaftler zeigen, dass in der Nähe von Mobilfunksendern kaum noch Spatzen nisten.

Diese wenigen Studien zeigen, dass hochfrequente Felder das Leben von Tieren beeinflussen können. Doch nur Bürgerinitiativen dokumentieren solche Fälle. Systematisch erfasst werden sie nirgends. Das gilt auch für Pflanzenschäden. Hier ist der Physiker Volker Schorpp einer der wenigen, der mögliche Zusammenhänge aufzeigt.



WLAN-Hotspots

Nicht nur Tiere, auch Menschen sind zunehmend Strahlung ausgesetzt. Hotspots sind eine weitere Quelle – auch WLAN Access Points genannt. Im Vergleich zu nahen Mobilfunksendern sei die Strahlung der Hotspots zwar geringer, aber an ungünstigen Standorten immer noch zu hoch, schrieb das Magazin Ökotest nach einer Messkampagne. In Deutschland gibt es bereits über 6 000 Hotspots. Die Standorte sind zu finden unter: http://www.hotspot-locations.de

Quelle: Schrot&Korn

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#28
Sind unsere Lebensmittel rechtens?
Foodwatch hat beim Verwaltungsgericht Berlin Klage gegen die Bundesregierung erhoben. Die Verbraucherrechtsorganisation bezweifelt, dass die Deutsche Lebensmittelbuch-Kommission Verbraucherbelange genügend berücksichtigt.

Die Lebensmittelbuch-Kommission erstellt Leitsätze für die Herstellung von Lebensmitteln und legt fest, unter welchen Bezeichnungen die Waren in den Handel kommen. Beispielsweise bestimmt sie, welche Zusatzstoffe erlaubt sind, ab wann ein Saft als „reich an Vitamin C“ bezeichnet werden kann, oder dass gepresste Fleischfasern als „Formfleisch“ verkauft werden dürfen. Hersteller und die kontrollierenden Behörden richten sich nach den Leitsätzen der Kommis­sion. Die Protokolle der Sitzungen werden unter Verschluss gehalten. Foodwatch will nun herausfinden, ob Verbraucherbelange berücksichtigt werden oder nur Wirtschaftsinteressen. Grundlage der Klage ist das 2006 in Kraft getretene Informationsfreiheitsgesetz. Demnach müssen Behörden mit öffentlich-rechtlichen Verwaltungsaufgaben Bürgern Informationen erteilen. ml

Quelle: Schrot&Korn
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#29
Plötzlich ist er wieder harmlos

Freude bei Monsanto: Der Gentechnikkonzern darf das Saatgut für seinen Genmais MON 810 in Deutschland wieder verkaufen. Dies hat das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) mitgeteilt.

Die Landwirtschaftsminister Horst Seehofer unterstehende Behörde hatte Ende April 2007 den Handel mit MON 810-Saatgut verboten. Neue wissenschaftliche?Informationen „geben berechtigten Grund zu der Annahme, dass der Anbau von MON 810 eine Gefahr für die Umwelt darstellt”, stand damals im Bescheid. Die Behörde sah in diesen Umweltgefahren jedoch keinen Grund, den Anbau von MON 810 zu verbieten. Auch durften die Bauern den bereits ausgesäten Genmais wachsen lassen und ernten. Das BVL forderte von Monsanto lediglich einen Monitoringplan, wie ihn das EU-Recht bereits seit 2003 vorsieht. Laut BVL hat Monsanto nun „einen vollständigen Plan zur Beobachtung der Umweltauswirkungen des Genmais-Anbaus vorgelegt“. Tatsächlich macht der Konzern in den vom BVL veröffentlichten Unterlagen vor allem deutlich, dass er seine bereits laufenden Maßnahmen zur Überwachung für ausreichend hält.

Zusätzlich verspricht er, jährlich die Berichte einiger Netzwerke zu analysieren, die den Bestand von Wildtieren, Vögeln oder Bienen überwachen. Sollte das Unternehmen darin Hinweise auf mögliche nachteilige Effekte von MON 810 finden, will es diesen nachgehen.

Die Organisation Greenpeace kritisiert BVL-Chef Seehofer: „Am Montag setzt er sich in Brüssel noch für einen Zulassungsstopp von Genpflanzen ein, Ende der Woche dreht er sich um 180 Grad und macht dem umstrittenen Anbau in Deutschland den Weg frei.“ lf

Quelle: Schrot&Korn

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#30
Offene Türen für Gentechnik-Lobby

Die?Umweltorganisation Friends of the Earth (FOE) beschreibt in einem Bericht die engen Beziehungen zwischen der Gentechnikindustrie und der EU-Kommission. FOE berichtet von regelmäßigen Treffen der Lobbyisten mit hohen Beamten bis hin zu einer von der EU-Kommission eingerichteten Arbeitsgruppe. Darin sitzen alle großen Gentechnikkonzerne mit dem Auftrag, die EU-Kommission zu beraten. Der Report listet EU-Industriekommissar Günter Verheugen (SPD) als einen der größten Befürworter der Gentechnikkonzerne auf. Titel des Kapitels: „Zu Diensten.“ FOE forderte die EU auf, strengere Regeln für Lobbyisten zu erlassen und ihre Biotechnologie-Strategie zu überarbeiten. lf

Quelle: Schrot&Korn
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