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Logisches Denken vs. Erinnern
#1
Als kleines interessantes, etwas besinnliches und hoffentlich ruhiges Thema für den heiligen Zeitraum.

Werde mich in den nächsten Tagen damit etwas beschäftigen und meine Meinung hier als mögliche Diskussionsbasis reinschreiben.

Es geht mir also um mein Denken und verschiedenen Denkqualitäten, die zu meistern wären.

Der grobe Ansatz ist zunächst:

A: Denken und Lösen durch Kombination von Regeln (Logik)
vs.
B: Denken und Lösen durch Erinnern von Vergangenem (Reaktivieren von etablierten Rhythmen).

"A" nenne ich mal "modernes Denken im Zeitstrahl" und "B" "magisches, zeitloses Denken".

B-Strategie drückt sich im Satz aus:
Das Erinnern ruft Dinge, die waren und sein werden ins Gedächtnis. Denn beides ist gleich.

Dem gegenüber verleitet die A-Strategie zum Irrtum, etwas "neu" erfinden zu können bzw. zu müssen. Die heutzutage dominante A-Strategie ist womöglich der Grund für alles Übel und Chaos (bei anderen und bei mir).

Fortsetzung folgt, Meinungen erwünscht.

Grüße

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#2
Logik und Erinnerung sind identisch. Logik besteht daraus, daß sie alle greifbaren Erinnerungen miteinander vergleicht, um daraus den logischen Schluß (die vermeintlich richtige Entscheidung) zu treffen.

Das sieht man vor allem bei Tieren sehr gut. Je geringer die Gehirnspeicherkapazität, desto geringer die Logik, desto lauter der Instinkt. Also eine Fliege hat nach einem Bruchteil einer Sekunde vergessen, daß ihr der Schädel deshalb brummt, weil sie gegen die Scheibe geflogen ist. Bei einer Katze hält die Erinnerung etwas länger vor, und den Elefanten sagt man ein phänomenales Gedächtnis nach.

Logik setzt sich also grundsätzlich nur aus Erinnerungen zusammen, und je besser man sich erinnert, desto größer ist die Logik.

Instinkt setzt sich im Grunde ebenfalls nur aus Erinnerungen zusammen, besitzt durch seine Komplexität (Erinnerungen an alle Lebenslinien) jedoch den größtmöglichen Überblick. Außerdem vergleicht Instinkt nicht, ist also weniger detailliert (detailverliebt) als die Logik und kennt deshalb nur ja/nein - komm/geh usw.

Grüße

Entweder man findet einen Weg oder man schafft einen Weg!
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#3
Zitat:Logik besteht daraus, daß sie alle greifbaren Erinnerungen miteinander vergleicht, um daraus den logischen Schluß (die vermeintlich richtige Entscheidung) zu treffen.

Genau. Danke für diese schöne Definition.

Folglich kann aber Logik nicht mit Erinnerung gleichgesetzt werden. Es wäre genau, als würde man Prozessorkern (bzw. das Rechenwerk) mit Speicher gleichsetzen.
Eine Erinnerung wertet nicht. Es ist einfach eine Aufzeichnung.
Erst die Logik arbeitet mit diesen Speicherinhalten.

Der IQ-Test z.B. sagt nichts über die Merkfähigkeit aus, sondern nur was über die Denkfähigkeit an sich, also Muster und Zusammenhänge zu sehen, zu verknüpfen, weiterzuentwickeln etc.

Bei diesem Thema macht sich jetzt leider unser abstrakter "Logikbegriff" bemerkbar.

Es mag zunächst seltsam anmuten, zwischen Erinnerungen und logischem Denken zu unterscheiden, aber ich glaube es wird sich als fundamental herausstellen. Die Logik ist von der Erinnerung unbedingt abhängig, denn ohne diese gibt es nichts zu verarbeiten. Aber die Erinnerung braucht keine Logik, WENN SIE ERSTMAL ABGELEGT IST. Der Witz ist, daß in unserem Universum bereits alles gespeichert ist. Weiter diese Inhalte mittels Logik zu verknüpfen heißt, das Universum ständig zu reaktivieren und "weiterzuspinnen". Zudem ist das eine Vergeudung von "Denkkapazität", weil man sich im Kreis dreht.

Relevant wird wohl auch die Qualität der Erinnerung sein, denn nicht jede Erinnerung ist von dem Wesen her gleich. Neben persönlichen und kollektiven Erinnerungen gibt es die Erinnerung der Natur und des ganzen Kosmos, letztere könnten sich als "intuitive Erinnerungen" manifestieren. Das alles aber mit viellen """""", sonst verwirrt das nur wieder und sieht aus, als würde ich eine Verbindung zwischen Instinkt und Logik herstellen wollen, was natürlich Unsinn ist! ;-)

Obige B-Strategie ist für mich deswegen von der Logik weiter entfernt und der Neutralität näher. Man reaktiviert mittels der Erinnerung alte Vorgänge (z.B. Sonnenwendfest) ohne sie genau verstehen zu müssen. Die Erinnerung ist wohl der (Werkzeug-)Schlüssel zu magischen Handlungen aller Art.
Viellecht kann die Logik ja nur eine bestimmte Form von Erinnerungen anzapfen, während die Intuition...

Ich bin noch nicht ganz so weit, habe erst "gesäht". Deswegen sage ich mal vorläufig nichts weiter, mal sehen was auftaucht.

Meine Motivation für das ganze ist meine Feststellung, daß meine gegenwärtige Nuculeuz-Denktechnik ausgereizt ist und mir nicht mehr in diesem Zustand ausreichend weiterdienen kann.
Ich will da praktisch verwertbare Fortschritte erzielen. Thema "Sackgasse".
:-)


Grüße

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#4
Zitat:Eine Erinnerung wertet nicht. Es ist einfach eine Aufzeichnung.

also das bestreite ich. bei logik handelt es sich ja keineswegs um einen allgemeingueltigen begriff, sondern um etwas sehr individuelles. jedes individuum verfuegt aufgrund der unterschiedlichen erfahrungen (erinnerungen) ueber eine eigene logik. die erinnerung wird also sehr wohl bewertet. und zwar in gute erinnerungen/erlebnisse und schlechte. demenstprechend faellt die logik entscheidungen. und auch die erinnerung ist bereits inklusive der wertung im gedaechtnisspeicher abgelegt.

und wir reden hier bisher nur von der unmanipulierten logik.

alexis
EigenSinnige Frauen
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#5
alexis schrieb:die erinnerung wird also sehr wohl bewertet. und zwar in gute erinnerungen/erlebnisse und schlechte. demenstprechend faellt die logik entscheidungen. und auch die erinnerung ist bereits inklusive der wertung im gedaechtnisspeicher abgelegt.

Dem schließe ich mich absolut an.
Wie Du es schreibst, Nucu, liest es sich, als sei Erinnerung an sich eine neutrale, wahre Angelegenheit, die erst durch Logik im nachhinein verzerrt werden kann. Dem ist aber eindeutig nicht so. Es ist, wie alexis sagt - eine Erinnerung wird abgelegt, nachdem die - wohlgemerkt persönliche - Logik sie bewertet und u.U. dementsprechen verändert hat.
Genau so kommen Deckerinnerungen zustande.
Worüber Du schreibst, das ist der Teil, der bewußt abläuft.
Worüber alexis schreibt, das ist der Teil, der sich dem bewußten Denken entzieht.

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#6
Zitat:bei logik handelt es sich ja keineswegs um einen allgemeingueltigen begriff, sondern um etwas sehr individuelles.

Begriffsproblem. Logik als Codewort ja. Im eigentlichen Sinn des Wortes natürlich nein.
Denn obige Definition ist allgemeingültig und nur auf die Fähigkeit, aus verschiedenen Erinnerungen durch Kombination Schlüsse (richtig, falsch, passend, unpassend etc.) zu ziehen beschränkt. Da die Logik von einer Basisinformation abhängig ist, um etwas weiterentwickeln zu können, diese Information aber nicht prüfen kann, kann es zu Fehlschlüssen kommen, also zu falschen Bewertungen. Dieses Bewertungsmuster (logisches Bewußtseinsmuster) ist dann erst individuell.
Wenn bei einem Individuum gewisse Memviren beseitigt und durch passendere Muster ersetzt werden, kann auch die Logik wieder produktiver arbeiten. Das läßt sich sowohl im Alltag als auch in der Wissenschaft beobachten.

Letzten Endes will ich Paganlords Vorgriff genauer auswerten, darauf läuft es hinaus:

Zitat:Instinkt setzt sich im Grunde ebenfalls nur aus Erinnerungen zusammen, besitzt durch seine Komplexität (Erinnerungen an alle Lebenslinien) jedoch den größtmöglichen Überblick.


Grüße
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#7
@Abnoba, Alexis:

da kommt es eben auf die Erinnerung an, wie ich schon angedeutet habe.
Eine Erinnerung ist ja ein eingefrorener Zustand, eine Kopie z.B. eines Vorganges oder sogar der Vorgang selbst - je nach Weltbild.
Diese Erinnerung ist so wie unsere Realität auf mehreren Frequenzebenen gleichzeitig gespeichert. Je nach Individuum ist dann eine solche Erinnerung anders gefärbt, mit mehr oder weniger Informationen versehen, je nach Kapazität eben.

Was ich damit sagen will:
Eine Erinnerung KANN neutral sein, muß es aber nicht. Die Möglichkeit, daß eine Erinnerung aber u.U. nicht essenziell bewertend sein kann, macht bestimmte Qualitäten der Erinnerung wertvoller als eigenes logisches Entwicklungsdenken.

Ich stehe immer vor der Wahl:

Denke ich mir jetzt etwas "neu" mit Hilfe der Logik aus (A)
oder
versuche ich auf gespeicherte Komplettlösungen zuzugreifen. ( B )

Diese gespeicherten Lösungen können aber auch wieder unvollkommen sein, wenn es sich um pers. Rückerinnerungen handelt. Es ist halt der letzte individuelle "Arbeitsstand".
Irgendwo in der Natur ist aber auch immer ein "Optimum" gespeichert. Das weiß ich sicher. Es ist dann wohl eine bestimmte Form der Intuition, die diesen Zugriff auf diese Ebene ermöglicht.

Grüße
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#8
Anmerkung zur Verdeutlichung:
In der Natur wird auch mit "Erinnerungen" gearbeitet. Weil der heutige Mensch aber nach (A) denkt, projiziert er diese Denkweise auf die Natur und grübelt sich die Evolutionstheorie aus, die ein logischer Fehlschluß ist. Die Evolutionstheorie ist zwar falsch, aber ein schönes Beispiel dafür, wie die kollektiv vorherrschende Denkweise Wissenschaft und Weltbild prägt. Wieder der Spiegel.

Die Natur arbeitet mit raum-zeitlosen Lösungsstrategien, alle Baupläne für alles Leben und Sein, die waren und noch kommen mögen, sind aus unserer Sicht bereits abgelegt.
So wie der Mensch "sofort" da war, so waren es die anderen Dinge auch - als feinstofflicher Bauplan.

Grüße
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#9
Zu der Sache mit der Basisinformation:
Meiner Meinung nach hat der logische Verstand zwei primäre Funktionen und zwar das Überleben und das Rechthaben - und das gilt nicht individuell, sondern ganz allgemein. In seltenen Fällen zieht er letzteres dem Ersteren vor, aber in der Regel ist das nicht der Fall.
Ich gehe zur Verdeutlichung vom Extrem aus:
Z.B. im Fall bestimmter Deckerinnerungen also, liegt die Veränderung der Erinnerung nicht darin zu suchen, daß eine Basisinformation nicht korrekt erfasst werden konnte, sondern eher darin, daß der logische Verstand sie sehr wohl richtig erfasst und entschieden hat, daß er bei Auseinandersetzung mit der korrekten Information u.U. nicht überlebensfähig wäre (was für den logischen Verstand im Detail bedeuten würde, das Lebewesen, dem er angehört, würde ihn evtl. verlieren).
In Fall einer solchen Bedrohung wird das Überleben dem Rechthaben vorgezogen.
Das ist jetzt, wie gesagt, ein recht überzogenes Beispiel, wichtig daran ist jedoch, daß der Verstand eine Erinnerung u.U. nicht deswegen verändert, weil er die Basisinformation nicht richtig erfasst hat, sondern aus dem genauen Gegenteil - er kann und/oder will sich lediglich aus bestimmten Gründen - vollkommen gleich, ob dieser Grund nun das Überleben oder das Rechtbehalten ist - nicht mit der korrekten Information befassen, also wird sie in seinem Sinn verändert - Loki halt.
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#10
Hallo Nucueluz!

Kannst du nicht mal mit kurzen Worten eine Sache auf den Punkt bringen? Das geht vielleicht nicht immer, aber man sollte es zumindest versuchen. Denn ich wollte gern etwas zu dem Thema schreiben und verstehe nun gar nicht mehr. Ich weiß nicht mehr, was du überhaupt noch meinst. Irgendwie alles und gar nichts.

Inka
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