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Mischkultur
#1
Die Mischkultur bietet allerhand Vorteile. Ganz bestimmt ist der positive Einfluss von Möhrenreihen, die zwischen Zwiebelreihen gesät werden, das häufigste Beispiel, Schädlinge zu vermeiden. Beide halten sich nämlich gegenseitig die schädigende Möhren- bzw. Zwiebelfliege vom Leib. Es gibt aber viele Paradebeispiele, die nicht nur nützlich sind, sondern auch das Auge beglücken.

So hilft die scharfwürzige Kapuzinerkresse, zwischen Kürbis und Zucchini gesät, vor dem frühen Verlust durch Schneckenfraß und lockert blühend und elegant den Boden, ohne dass gehackt werden muss. Das nämlich können die flachwurzelnden Kürbisgewächse gar nicht leiden.

Der Borretsch lockert mit seinen blauen Blüten Hummeln an, die für besonders hohe Erdbeerernten sorgen.

Sonnenblumen fördern das Wachstum ganz allgemein ebenso wie Ringelblumen, die Wurzelälchen fernhalten. Auch kann man durch die Mischkultur eine Menge Platz sparen. Salat, der zwischen Erbsen gepflanzt wird, ist längst geerntet, bevor die Erbsen reifen.Dill soll den Geschmack von Gurken verbessern und Bohnenkraut den von Bohnen. So kann man die Würze auch gleich miternten. Jede natürliche Pflanzendecke besteht aus verschiedenen Arten in einer harmonischen Gemeinschaft. Die positiven Einflüsse zu erkennen und zu fördern, bringt höhere Ernten als in der normalen Monokultur, vermeidet Schädlingsbefall und sieht meistens noch hübscher aus.
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#2
Es gibt 3 Eigenschaften von Beeinflussung der Pflanzen:

<span style='color:green'>gute Nachbarn, günstige Beeinflussung</span>
<span style='color:gray'>kein Einfluß</span>
<span style='color:red'>schlechte Nachbarn, ungünstige Beeinflussung</span>

Da natürlich die positiven und neutrale Nachbarschaft überwiegt, möchte ich nur die negative Nachbarschaft einmal aufschreiben. Wer dazu eine Frage hat, zwecks Begünstigung, kann ruhig nachfragen.

Nun die <span style='color:red'>ungünstigen Nachbarn</span> in einer kleinen Übersicht.
Aubergine - Paprika
Aubergine - Tomaten
Buschbohnen - Erbsen
Buschbohnen - Fenchel
Buschbohnen - Knoblauch
Buschbohnen - Lauch
Buschbohnen - Zwiebeln
Erbsen - Knoblauch
Erbsen - Lauch
Erbsen - Stangenbohnen
Erbsen - Tomaten
Fenchel - Stangenbohnen
Fenchel - Tomaten
Gurken - Radies/Rettich
Gurken - Tomaten
Kartoffeln - Sellerie
Kartoffel - Tomaten
Knoblauch - Kohl
Knoblauch - Stangenbohnen
Kopfsalat - Petersilie
Lauch - Rote Beete
Lauch - Stangenbohnen
Paprika - Tomaten
Rote Beete - Kartoffeln
Stangenbohnen - Zwiebeln
Tomaten - Kohlrabi



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#3
Weiß jemand, was in guter Partnerschaft und Nachbarschaft zu Eiben steht? Sonniger Standort, direkt neben oder unter Eiben, suche ich ein paar einheimische Kräuter oder Wildpflanzen, die hier gut gedeihen?
Entweder man findet einen Weg oder man schafft einen Weg!
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#4
Eine Eibe kann bis zu 2.000 Jahren alt werden. Man findet alte Eiben noch um Klostergemäuer herum. Tut zwar nichts zum Thema, aber fiel mir gerade so ein.
Tue was immer ich will!
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#5
Zur Erinnerung an alle Eiben-Interessierten hier ein Link mit allem Wissenwerten über Eiben.
http://www.pagan-forum.de/ebereschen-t24569.html#p129491

Unter Hecken bzw. Nadelbäumen wächst sehr wenig, so daß ich keinen speziellen Hinweis
für eine Untersaat geben kann. Einfach weil die Lichtverhältnisse zu schlecht sind.
Ich würde aber eine Wildblumensaatmischung probieren. Solche Saatgutmischungen gibt es im Biosaatguthandel, nach Standort (trocken, usw.) geordnet.
Als Beispiel habe ich hier eine Mischung für trockenen Standorte,
die enthält unter anderem:
Schafgarbe, Wundklee, Gänseblümchen, Glockenblume, Flockenblume, Labkraut, Malve, Habichtskraut,
Schlüsselblume, Leinkraut, Spitzwegerich, Hahnenfuß, Sauerampfer, Ehrenpreis und, und, und.
Und wie das bei Pflanzen so ist, keimen, wachsen und gedeihen dann die Blumen für die der Standort geeignet ist.
Da der Boden sowieso umgegraben werden sollte, um die Hecke zu pflanzen, kann man gleich etwas breiter umgraben und hat somit eine gute Vorausetzung für die Wildblumenmischung.
Die Pflanzen wachsen dann soweit an die Hecke, wie ihnen genehm ist.
Lebe für Deine Ideale!
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#6
Ich habe vor einigen Jahren in meine Eibe eine Clematis montana gepflanzt. So schaut sie zur Zeit nicht so triest aus, und mir gefällt es ausgesprochen gut. Dann wachsen in der Umgebung noch Physalis und eine gelb blühende, sich über Ausläufer vermehrende Blume (weiss leider den Namen nicht)
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#7
Ich halte es für sehr problematisch, eine so stark rankende und wachsende Pflanze
wie Clematis in einen Nadelbaum wachsen zu lassen.
Die Laubpflanze hat einen Wachstumsvorteil gegenüber Nadelgewächsen
und nimmt somit der Nadelpflanze Licht, Morgentau und Luft.
Mir würde es überhaupt nicht gefallen, wenn mich jemand als Klettergerüst nimmt und mir entscheidende Lebensgrundlagen streitig macht.
Deswegen rate ich prinzipiell davon ab, Nadelbäume und Laubbäume in direkter Nachbarschaft wachsen zu lassen. Am Wuchs der Eibe kann man bestimmt schon die Auswirkungen der Kletterpflanze beobachten.
Unsere Eiben haben schon viele grüne neue Triebe - das sieht nicht langweilig aus, sondern ein sicheres Zeichen von Wachstum, idealem Standort und gesundem Baum.
Jeder Gärtner sollte durch einfache Beobachtung so etwas erkennen, daraus seine Schlußfolgerungen ziehen und entsprechend handeln.
Lebe für Deine Ideale!
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#8
Danke für die Antworten. Clematis kenne ich. Das rankelt wirklich wie verrückt. Ich habe hier eine zu stehen, die wächst und wuchert, so schnell kommt man mit dem Schneiden kaum nach. Soetwas meinte ich auch nicht. Ich suche nach wie vor eine Symbiose, Kräuter oder Bienenpflanzen, die zur Eibe passen.

Die meisten Eiben sind übrigens gut angewachsen, einige zeigen jedoch Schwäche. Von insgesamt 31 Eiben sind 4 Sorgenkinder darunter. Die stehen in der prallen Sonne, aber bei genügend Wasser soll die Eibe auch pralle Sonne vertragen können. Als Heckenpflanze muß das ja drin sein, denn eine Hecke hat an irgendeiner Stelle ja immer pralle Sonne.
Entweder man findet einen Weg oder man schafft einen Weg!
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#9
Zitat:Ich suche nach wie vor eine Symbiose, Kräuter oder Bienenpflanzen, die zur Eibe passen.

So was ähnliches wie Zwiebeln und Möhren. Die im Zusammenspiel sich gegenseitig Schädlinge fernhalten.
Die haben aber ausreichend Platz und damit genügend Licht und Ressourcen.
Wenn man in Parkanlagen unter Eiben sieht, dann wächst dort gar nichts. Und bei Hecken wachsen eben die anderen Pflanzen soweit heran, wie ihnen Raum geboten wird. Ansonsten kommt es zu einem Konkurrenzkampf, wo es einen Verlierer geben wird.
Ich schlug doch mal eine Wildblumenmischung vor. Hast Du die ausprobiert?


Zitat:Die meisten Eiben sind übrigens gut angewachsen, einige zeigen jedoch Schwäche. Von insgesamt 31 Eiben sind 4 Sorgenkinder darunter.

Bei regelmäßiger und ausreichender Bewässerung werden auch die Sorgenkinder sich erholen.
Es ist ja für die Pflanzen ein neues Umfeld, an das sie sich erstmal gewöhnen müssen.
Das Einpflanzen kann man auch als Streßsituation bezeichnen, und dann braucht die Pflanze danach dementsprechende Erholung. Wichtig ist, sie jetzt über den Sommer zu bekommen, nächstes Jahr wachsen sie dann richtig. Der sonnige Standort muß durch entsprechend Wasser ausgeglichen werden.
Ich pflanzte im Frühjahr 25 Heckenfichten, von denen auch erst ein paar den Anschein machten, daß sie nicht wollen. Inzwischen haben auch die Knospen und setzen die ersten Triebe an.
Lebe für Deine Ideale!
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