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Monarchie ist machbar, Herr Nachbar!
#91
Hallo Paganlord,

Zitat:1. der Bundeskanzler hat keine absolute Macht.
>Die Macht der "Reichen" empfinde ich als sehr absolut. Der Bundeskanzler & Kabinett sind deren Interessenvertreter, wie man an den Gesetzen und deren Auswirkungen schnell erkennen kann.

dagegen gibt es ja eine Lösung, eine kleine Änderung am Geld- und Bodensystem, und schon ist's vorbei mit der Macht der Reichen.

Zitat:>>2. der Bundeskanzler kann abgewählt werden.
>Auch ein Monarch kann sterben oder gestürzt werden und was kommt dann? Ein neuer Monarch/Bundeskanzler.

In deiner Monarchie: Sein Sohn!

B*B
... Mika

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#92
Hallo Turtle,

Zitat:>Da kann ich auch nur zustimmen. Und das ist wohl auch das Problem, weshalb es eine echte Anarchie wohl niemals geben wird. Dafür sind die Menschen einfach zu unterschiedlich. Es gibt halt immer Menschen, die anderen ihre Macht übergeben, die beherrscht werden wollen, weil sie sich das selbst nicht zutrauen.

es ist einer der großen Irrtümer über die Anarchie, dass dies im Widerspruch zur Anarchie stünde. Dabei ist Anarchie aber Selbstbestimmtheit, d.h. niemand kann sich als Herrscher über andere stellen, aber selbstverständlcih kann sich jeder eine Führungsperson suchen.

Zitat:> Der andere Punkt ist der Egoismus der Menschen. Der ist in der Regel so hinderlich, dass Menschen nicht ohne Regeln miteinander klar kommen.

Noch ein Irrtum über Anarchie. Du siehst Anarchie als "Regellosigkeit". Anarchie bedeutet aber "Herrschaftslosigkeit". Und dem Egoismus lässt sich durch Systemeigeneschaften Einhalt gewähren. Im Kapitalismus kann das aber nicht funktioniere, der verrstärkt sogar die egoistischen Tendenzen noch laufend.

B*B

... Mika

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#93
Hæ Mika,

ich sehe die Anarchie nicht im Widerspruch zur Anarchie. Ich sehe sie nur im Widerspruch zur menschlichen Natur. Mindestvoraussetzung für eine funktionierende Anarchie ist die gegensetige Rücksichtnahme. Eine Reihe von Menschen kann sich sicherlich soweit beherrschen, dass sie das tatsächlich auch können. Aber ich denke, dass die leider eine Minderheit bleiben werden.

Wenn Anarchie Regeln für ein Zusammenleben besitzt, müssten die ja eigentlich einstimmig beschlossen werden, um Gültigkeit zu erlangen. Andernfalls wäre es eine Demokratie oder die nicht gesellschaftkonformen Leute müssten sich eine andere Gemeinschaft suchen.

Wenn eine Gruppe von Menschen einzelnen durch ihre aktive Unterordnung zu ihren Anführern machen oder umgekehrt einzelne sich durch ihr Ego zu Anführern von Leuten machen, die bereit sind ihre Macht (und damit auch lästige Verantwortung für sich selbst) abzugeben, dann liegt keine Anarchie mehr vor, sondern irgendwas zwischen Monarchie oder Despotismus und Oligarchie, selbst wenn es nur ein geringes organisatorisches Niveau besitzen sollte. Und leider neigen die Menschen zu beidem - Macht anr Herrschaft anzunehmen oder gar an sich zu reißen, wie auch Macht freiwillig oder unter Druck abzugeben. Deshalb denke ich, bleibt die Anarchie eine Utopie.

Bless

Turtle

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#94
Hallo Turtle,

Zitat:>ich sehe die Anarchie nicht im Widerspruch zur Anarchie.

???

Zitat:> Ich sehe sie nur im Widerspruch zur menschlichen Natur. Mindestvoraussetzung für eine funktionierende Anarchie ist die gegensetige Rücksichtnahme. Eine Reihe von Menschen kann sich sicherlich soweit beherrschen, dass sie das tatsächlich auch können. Aber ich denke, dass die leider eine Minderheit bleiben werden.

Ich sehe als Grund für die gegenseitige Nicht-Rücksichtnahme, Systemzwänge, die u.a. zur Exitenzangst führen. Diese Systemzwänge kann man abschaffen. Sie sind genaugenommen Teil des Herrschaftssystems.

Zitat:>Wenn Anarchie Regeln für ein Zusammenleben besitzt, müssten die ja eigentlich einstimmig beschlossen werden, um Gültigkeit zu erlangen. Andernfalls wäre es eine Demokratie oder die nicht gesellschaftkonformen Leute müssten sich eine andere Gemeinschaft suchen.

Demokratie sehe ich nicht im Gegensatz zu Anarchie. Die Art von Demokratie, die wir heute haben, wo die Gewählten die Wähler beherrschen, dahingegen schon. Und ja, in der Anarchie müssten diejenigen, die sich ihrer Gruppe nicht anpassen können, diese verlassen. Viel wichtiger ist aber: Sie DÜRFTEN UND KÖNNTEN sie auch verlassen. Das ist heute nicht so einfach, weil herrschaftliche Nationalstaaten das gesamte Territorium der Erde für sich beanspruchen.

Zitat:>Wenn eine Gruppe von Menschen einzelnen durch ihre aktive Unterordnung zu ihren Anführern machen oder umgekehrt einzelne sich durch ihr Ego zu Anführern von Leuten machen, die bereit sind ihre Macht (und damit auch lästige Verantwortung für sich selbst) abzugeben, dann liegt keine Anarchie mehr vor, sondern irgendwas zwischen Monarchie oder Despotismus und Oligarchie, selbst wenn es nur ein geringes organisatorisches Niveau besitzen sollte.

Ein Koordinator muss kein Herrscher sein. Und bis zu einer gewissen Größenordnung einer Gruppe kann das auch sehr gut funktionieren. Mit mehreren hundert Millionen Menschen wie in der EU oder den USA ganz bestimmt nicht.

Zitat:> Und leider neigen die Menschen zu beidem - Macht anr Herrschaft anzunehmen oder gar an sich zu reißen, wie auch Macht freiwillig oder unter Druck abzugeben. Deshalb denke ich, bleibt die Anarchie eine Utopie.

Du extrapolierst meiner Meinung nach aus den heutigen Systembedingungen, und das halte ich für einen Fehler. Mit geänderten Systembedinungen, ist Anarchie durchaus möglich. Wenn es darin Gruppen gibt, die Herrscher haben will, dann bitte, ist deren Entscheidung. Solange jeder Mensch die Wahl hat, der Herrschaft zu entfliehen, ist es für mich anarchisch genug.

B*B

... Mika

Anarchie ist keine Utopie

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#95
Die Monarchie ist das geringste Übel - und die Möglichkeit von etwas Gutem.

Charles Maurras

Tue was immer ich will!
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#96
Hæ Mika,

die heutigen Systembedingungen sind aber der Ausgangspunkt für zukünftige Gesellschaftsformen. Die Frage ist, wie man die ändern müsste, um eine Realisierung einer Anarchie zu schaffen. Und selbst bei kleinen Gruppen sehe ich nicht, dass sich alle mit dem Anarchiegedanken wohlfühlen würden. Dafür passt die Natur des Menschen einfach nicht. Also vielleicht doch eine Utopie?!

Ist ein Herrschaftssystem eine Anarchie, wenn einige wenige Egomanen über eine freiwillige Gefolgschaft dominieren, oder über Leute für die das Beherrschtwerden ein kleineres Übel ist, als andere Zwänge, denen sie außerhalb dieser Gesellschaft ausgesetzt wären?

Bless

Turtle

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#97
Hi Turtle,

Zitat:die heutigen Systembedingungen sind aber der Ausgangspunkt für zukünftige Gesellschaftsformen. Die Frage ist, wie man die ändern müsste, um eine Realisierung einer Anarchie zu schaffen. Und selbst bei kleinen Gruppen sehe ich nicht, dass sich alle mit dem Anarchiegedanken wohlfühlen würden. Dafür passt die Natur des Menschen einfach nicht. Also vielleicht doch eine Utopie?!
nur falsch verstandene Anarchie ist eine Utopie. Reines Chaos z.B., oder dass es keinerlei Führungspersönlichkeiten mehr gäbe, das wäre beides Utopie. Darum geht es bei echter Anarchie aber auch gar nicht. Die Anarchie schafft sich außerdem gerade selbst. Die Systeme (z.B. die neue EU Verfassung macht die EU fast zu einem Nationalstaat) werden immer größer und mächtiger, dass sie schon dabei sind, unter ihrer eigenen Last zu kollabieren. Daraus könnten durchaus bald wieder Kleinstaaten entstehen, darunter meinetwegen auch eine Monarchie für Paganlord, aber auch Anarchien werden dabei sein.

Zitat:Ist ein Herrschaftssystem eine Anarchie, wenn einige wenige Egomanen über eine freiwillige Gefolgschaft dominieren, oder über Leute für die das Beherrschtwerden ein kleineres Übel ist, als andere Zwänge, denen sie außerhalb dieser Gesellschaft ausgesetzt wären?

Wenn dominiert wird, ist es keine Anarchie. Denn diese Führer hätten dann die Macht, sich ihre eigene Macht auch gegen den Willen ihrer Gefolgschaft zu erhalten. Anarchie ist es nur, wenn jeder die wirkliche Freiheit hat, aus dem System auszuscheiden, ohne dann aber gezwungen zu sein, in der Antarktis zu wohnen.

Aus deinen Worten klingt ganz deutlich etwas, was keine Anarchie ist: Der Wille, anderen Menschen ihren Lebensstil aufzudrängen. Du überträgst den auf ein Menschenbild, was Anarchie unmöglich machen würde. Vermutlich weil du selbst Angst vor Anarchie hast?

B*B
... Mika
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#98
Hæ Paganlord!

Zitat:Die Kreuzzüge waren in keinem Fall Eroberungskriege, die Ritter kamen aus aller Herren Länder und die Kirche hat das Land auch nicht für sich "erobert".

Naja, sie kanem aus aller Herren Länder, durften auf die ewige Erlösung von ihren Sünden hoffen, durften vor allem auch mitnehmen und behalten, was sie fanden (was sie in Köln, einigen Orten in Frankreich, Byzanz und den Nahost-Städten ausführlich getan haben) und haben die Grafschaften Edessa, Tripolis, das Fürstentum Antiochia und das Königreich Jerusalem gegründet. Sicher gab es auch etliche religiöse Spinner darunter, wohl gerade bei den Untergebenen der Ritterschaft, aber der Freibrief zum Plündern mit angemblicher göttlicher erlaubnis und ohne jegliche biblische Rückendeckung würde ich schon mehr als Expansionskrieg sehen, mit den Schwerpunkt der Hegemonie über die Seldschuken-Staaten.


Zitat:Schön, daß Du die Maori ansprichst. Die sind mir sehr lieb und ich mag sie viel besser leiden als die Aborigine. Jedenfalls aus meiner persönlichen Sichtweise heraus.

Warum? Die sind zumindest aggressiver und kriegerischer gewesen, als die australischen Aborigines.

Bless

Turtle

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#99
Heute wieder das beste Beispiel Pro-Monarchie. Die Abstimmung zur Abstimmung. Da ruft man die Bevölkerung auf und apelliert ans "Wir-Gefühl" und "Gemeinnutz" und an die Leute - dafür eben noch weitere Einschnitte in Kauf zu nehmen.

Und das alles in einer Gesellschaft von Egomanen, die jahrzehntelang zum Egomonismus und zur Onanie erzogen wurden. Und Recht haben die Leute damit. Sich einsetzen? Wofür? Für die? Niemals!!!

Für eine alle zwei Jahre wechselnde Regierung, die ihre Schäfchen ins Trockene bringt und sich danach aus der Verantwortung stiehlt? Für die neue Regierung dann, die es ebenso tut? Nein!

Wie kann man sicher sein, daß die es ebenso tut? Diesmal ist vielleicht alles ganz anders Lol Lol Lol Das gibt welche, die das so glauben Es ist ganz einfach das Gesetz der Regel. Das weiß selbst der dümmste Ingenieur!

Wenn man die Leute wirklich für das Gemeinwohl zu Leistung und zu Opferbereitschaft überzeugen will, dann muss man dem Volk als Primärität eine Konstante vorsetzen - an die es glaubt!

Eine Person - einen König - eine Monarchenfamilie. Ohne eine solche Kontinuität keine Opfer- und Leistungbereitschaft im Volk. Ausser eben für das eigene Wohl und den eigenen Verdienst. Das heisst, wenn man keinen König will, dann muss man die Leute vernünftig bezahlen, dann macht die Kohle die Musik und die Korruption spielt das Orchester. Das ist das Lebensgrundgesetz der Demokratie. Eine Demokratie benötigt ständig irgendwelche Mehrheiten. Also muss gelogen, bestochen und manipuliert werden.

Es nutzt also nur, den ganzen demokratischen Unfug endlich abzuschaffen und zu vernünftigen Staatsformen zurückzukehren.

Wir wollen unseren Kaiser, König, Herzog und sowieso wiederhaben! - Das hört man viele sagen. Aber hat schon jemals jemand gehört: "Wir wollen die Regierung Kohl, Schmidt, Brandt oder xyz" wiederhaben? Idee




Tue was immer ich will!
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Ein schon älteres, aber dennoch sehr interessantes Thema.
Auch ich halte die Monarchie für die beste Staatsform. Ich bedaure es, daß unser Kronprinz Georg Friedrich nicht dem Staate vorsteht, sondern irgendwelche kleingeistigen Canaillen.
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