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Nützliche Tiere im Garten
#1
Der Garten wird von einer ganzen Reihe nützlicher Tiere bewohnt, die man meist gar nicht sieht.
Igel gehören zu den beliebtsten. Fast jeder mag die putzigen Stacheltiere und bietet ihnen Unterschlupf in Form eines Laub- oder Reisighaufens. Das ist auch notwendig, denn Füttern alleine reicht nicht aus, der Igel braucht eine behagliche Bleibe.
Kröten erfreuen sich deutlich geringerer Beliebtheit. Manche scheuen sich nämlich vor allem, was da so kriecht und krabbelt und auch gar nicht so possierlich aussieht wie etwa ein Igel. Dabei sind Kröten im Garten genauso nützlich, weshalb man auch sie schützen sollte.
Es stimmt im übrigen nicht, daß Kröten giftig sind. Zwar scheidet die warzige Haut ein übelriechendes Sekret aus, das schwach giftig, aber für den Menschen keineswegs schädlich ist. Kröten sind vor allen Dingen nachts aktiv. Sie leben unter Laub und Wurzeln, überall dort also, wo es schön feucht ist. Sie fressen große Mengen Nacktschnecken, Raupen, Würmer und auch Insekten.
Blindschleichen werden leider immer wieder mit Schlangen verwechselt, was manchmal zu Überreaktionen führt. Dabei sind unsere Blindschleichen, die zur Familie der Eidechsen gehören, völlig ungefährlich und stehen unter Naturschutz. Wer sie im Garten entdeckt, darf sich über einen fleißigen Helfer freuen: sie vertilgen gern und zahlreich Nacktschnecken, Insektenlarven und natürlich auch Würmer.

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#2
Ich staune, daß Du die Königen unserer Ländereien vergessen hast, so ist sie doch gerade auch in eurem Garten zugegen. Die Rede ist von der Ringelnatter. Sie schließt den Kreis wieder und vertilgt unter anderem Kröten, aber sie bevorzugen eigentlich die Nähe zum Wasser, ernähren sich dort von Fischen und Amphibien, da sie ausgezeichnete Schwimmer sind. Mit 1,50 m - 2 m unsere größte einheimische Schlange, welche völlig ungiftig ist. Die zwei gelblichen Halbmonde im Nacken sind ihr Erkennungsmerkmal.
Kein besserer Freund – kein schlimmerer Feind!
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#3
Eine Ringelnatter im Garten ist leider höchst selten geworden, vor allem, wenn man lärmende Nachbarn besitzt. Schlangen sind sehr sensible Tiere und auch ein Gradmesser und Zeichen für die Reinheit und Harmonie des Gartens. Katzen jagen leider auch den Lurchen nach, da hätte ich gern noch eine Methode, um denen das abzugewöhnen. Das wäre ein Grund keine Katzen zu haben, und ich bin wirklich ein Freund der geschmeidigen Vierbeiner.

Meine Grüße
Entweder man findet einen Weg oder man schafft einen Weg!
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#4
Marienkäfer

Marienkäfer sind die schlimmsten Feinde der Blattläuse. Das weiß inzwischen jedes Kind, und gerade diese Eigenschaften der niedlichen Käfer, Läuse zu vertilgen, läßt sie auf der Beliebtheitsskala noch weiter nach oben "fliegen".
Weltweit gibt es mehr als 4.000 verschiedene Arten, von denen hier in Europa etwa 70 beheimatet sind. Am bekanntesten sind hier bei uns die großen Siebenpunktkäfer, die so volkstümliche Namen wie Glückskäfer, Sonnenkäfer oder Sonnenkälbchen tragen. Um diese Zeit halten sie Winterruhe.
Ihre Flugzeit ist wieder von März bis November. Dann vertilgen sie draußen im Garten wieder unzählige Blattläuse. Es sind nicht nur die ausgewachsenen Käfer, die sich an ihnen gütlich tun, sondern vor allem die Larven, die aus den - meist unmittelbarer Umgebung von Blattlauskolonien - abgelegten Eiern geschlüpft sind. Sie entwickeln einen erstaunlichen Appetit.
Bei Gefahr stellen sich die Mareinkäfer tot und lassen gleichzeitig aus einer kleinen Öffnung an einem Beingelenk eine giftige gelbe Flüssigkeit austreten.
Ihr Lebensraum ist überall.

Sie sind für die Gärtner äußerst nützlich. Lächeln

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#5
Hallo Arnika.

Egal ob Kräutlein, oder nette Kräuch-Fleuchtiere - Du suchst Dir immer wirklich schöne Themen, und ich lese Deine Beiträge sehr gerne.
Muß ja mal gesagt werden. Fettes Grinsen
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#6
Inspiriert durch die Beobachtung von Glühwürmchen in unserem Garten, fand ich diesen interessanten Artikel.

Wenn Glühwürmchen in warmen Juninächten Hochzeit Wub halten, ist es wunderschön, diesem Tanz der feurigen, kleinen Irrlichter zuzuschauen. Leider ist dieses spannende Schauspiel, das die nützlichen Leuchtkäfer uns bieten, heute lange nicht mehr so oft zu beobachten wie früher. Die Tierchen, die sich als Larven ausschließlich von Schnecken ernähren, sind nämlich auf intakte, naturnahe Landschaftsräume mit Hecken, Waldsäumen, feuchten Wiesen und kalkhatligen Böden angewiesen, und sie verlöschen bei der kleinsten Störung oder Erschütterung.
Die Geschlechter finden ausschließlich über ihre Lichtsignale zueinander. Beim Großen Johannisglühwürmchen, auch Großer Leuchtkäfer genannt, leuchten nur die Weibchen. Die Blinklichter strahlen dabei von einer festen Position aus. Glitzern und blinken bewegliche Lichter, können das beide Geschlechter des selteneren Gemeinen Glühwürmchen sein. Die flügellosen Weibchen ähneln einem Wurm, daher kommt auch der Name "Glühwürmchen".
Die Leuchtorgane sind nach einem besonders raffinierten Bauplan konstruiert. Auf dem hintern Körperabschnitt fehlen die dunklen Pigmente, hier leiden die durchsichtigen, zweischichtigen Leuchtplatten. Die untere Kristallschicht schirmt das Körperinnere ab, die obere Schicht reflektiert das Licht. Diese "Biolumiszens" wandelt 80% bis 92% der Energie in Licht um, Glühlampen im Vergleich dazu nur max. 4%, Energiesparlampen 20%.
Die Natur geht also viel sparsamer mit den Ressourcen um.


Noch ein kleiner Reim:

Wenn Glühwürmchen hell erleuchten den Garten,
darf man schönes Wetter erwarten. (Volksmund)

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