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Neuer Reisepaß
#1
Soeben erfuhr ich von einem Kollegen, daß man demnächst eine neue Art von Reisepässen einführen will/wird.
Diese sollen dann auf der Basis von biometrischen Daten (Fingerabdrücke etc.) funktionieren und zum allen Spott obendrein auch noch ca. 130 Euro kosten.
Die momentanen Kosten sollen sich noch auf ca. 60 Euro belaufen. Also, wessen Reisepaß demnächst abläuft, oder wer noch keinen hat, der sollte sich schnell darum kümmern. Ich kann allerdings nicht versprechen, ob es noch möglich ist sich ein altes Modell ausstellen zu lassen (habe die Info nur via Mundpropaganda). Aber einen Versuch ist es allemal wert. Man benötigt meines Wissens nach 2 aktuelle Paßbilder und einen gültigen Personalausweis.

In diesem Sinne,
Salve Bragi
Kein besserer Freund – kein schlimmerer Feind!
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#2
Bisher ist es anscheinend nur ein Plan unserer »Regierung«. Bis zur Umsetzung haben wir - wie es aussieht - noch genug Zeit, um einen alten Paß zu beantragen. Ich stelle mal den Text von der Tagesschau-Seite hier rein:

<span style='color:blue'>Plan der Bundesregierung

Reisepässe fünf mal teurer?
Die Deutschen müssen für ihre neuen Reisepässe künftig offenbar tief in die Tasche greifen. Wie laut "Handelsblatt" (Donnerstagausgabe) aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion hervorgeht, müssen die Bürger die Kosten für neue Reisepässe mit biometrischen Daten in vollem Umfang selbst tragen.

Die Grünen-Bundestagsabgeordnete Silke Stokar geht davon aus, das sich die Gebühr auf rund 130 Euro belaufen wird. "Der Pass ist dann teurer als der im Internet gebuchte Billigflug", sagte Stokar dem Blatt. Das Bundesinnenministerium hülle sich bislang in Schweigen, wenn es um die Kosten biometrischer Ausweisdokumente gehe, schreibt die Zeitung. Bislang kostet ein Reisepass in Deutschland 26 Euro, wer unter 26 Jahre alt ist, zahlt 13 Euro.

Stand: 12.01.2005 21:57 Uhr</span>

Viele Grüße

Eiche

Dem Schlechten mag der Tag gehören - dem Wahren und Guten gehört die Ewigkeit. (F. v. Schiller)
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#3
Vielen Dank Eiche.
Also stimmte die Mundpropaganda in etwa.
Aber ist es nicht eine bodenlose Frechheit? Da werden die Bundesnasen dazu genötigt, sich einen Paß ausstellen zu lassen, durch den sie dann erkennungsdienstlich erfaßt sind, den sie dann auch noch selbst bezahlen müssen. Lol

Bragi
Kein besserer Freund – kein schlimmerer Feind!
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#4
Wir sprachen schon mal über dieses Thema.
Es ist Fakt, daß diese wandelnden Datenbanken eingeführt werden.
Es ist wie mit den Nummernschildern ohne EU-Zeichen. Irgendwann wurden sie einfach nicht mehr ausgegeben.
Mein Ausweis und Paß sind neu! Pfeif Aus den angegebenen Gründen.
Und gelten weitere 10 Jahre, danach die ... !
Lebe für Deine Ideale!
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#5
Bei mir ist das fast nicht anders. Ich habe jetzt auch einen neuen bekommen, der weitere zehn Jahre gültig ist, doch 2006 werden Ausweise mit Chip eingeführt. Zum Glück bleibt mir das erspart. Na ja, wir wissen ja alle, worauf das hinauslaufen soll. Tdown
Manchmal muss man Grenzen überschreiten, um neue Wege zu schaffen!
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#6
Egal ob Ausweis mit Chip, oder Paß mit Biometriedaten ..... alles läßt sich auch zu unseren Gunsten manipulieren .... *zwinker*

Grüße,

Wizard.
Wizard, genannt Lord Schelmchen.
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#7
Gerade eben habe ich auf N24 gelesen, daß der biometrische Reisepaß schon dieses Jahr eingeführt werden soll.
Der biometrische Personalausweis soll ab 2007 ausgestellt werden.
Na dann holla die Waldfee.

Bragi
Kein besserer Freund – kein schlimmerer Feind!
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#8
Gefunden:

Biometriepass mit verschärfter Zugangskontrolle und E-Signatur ab 2007
Die Bundesregierung hat ihren Plan zur biometrischen Aufrüstung der Pässe der Bundesbürger in einer jetzt vorliegenden Antwort (Bundestagsdrucksache 15/4616) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion (Drucksache 15/4457) erläutert. Demnach soll die Einführung der Körpermerkmale in die amtlichen Dokumente in zwei Stufen erfolgen: Die Verwendung der Gesichtserkennung auf der Grundlage des Passfotos als erstem biometrischen Datum in deutschen Reisepässen ist demnach weiterhin vom Herbst dieses Jahres an vorgesehen. Digitale Fingerabdrücke sowie eine "Bürgerkartenfunktion" zur Verwendung im E-Commerce auf Basis einer elektronischen Signatur sollen "ab dem Jahr 2007" dazukommen. Mit den beiden Schritten will das federführende Bundesinnenministerium die Fälschungssicherheit des Reisepasses "auf ein völlig neues Niveau" heben.

Besonders groß war der mit deutschen Ausweisdokumenten bisher getriebene Missbrauch allerdings nicht. Konkrete Zahlen über Passfälschungen liegen dem Innenministerium zwar nicht vor, 2002 wurden von der Grenzschutzdirektion aber nur 35 Pässe und 30 sonstige Ausweise wegen Verdacht auf Verfälschung oder fälschliche Ausstellung untersucht. Diese Situation stimmt laut dem von Otto Schily geführten Ministerium "im Grundsatz mit den Erkenntnissen" des Bundeskriminalamts (BKA) und Landeskriminalämtern überein und habe sich "in den Folgejahren prinzipiell nicht verändert". Trotzdem freut sich das Innenministerium, dass mit den biometrischen Merkmalen künftig "eine eindeutige und maschinell prüfbare Bindung von Person und hochwertigem Ausweis- bzw. Reisedokument gewährleistet" werde. Notwendig mache den Einbau der Körperkennzeichen zudem die umstrittene, geänderte US-Einreisepolitik.

Ernsthafte Probleme mit der biometrischen Identifizierung und der Arbeitsfähigkeit der dafür benötigten großen IT-Systeme erwartet das Innenministerium nicht. Studien des Schily unterstellten Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) wie BioFinger oder BioFace und Analysen des Büros für Technikfolgenabschätzung (TA) des Bundestags gehen dagegen davon aus, dass die Anzahl von fehlerhaft erkannten und fehlerhaft zurückgewiesenen Personen erheblich sein dürfte. Bürgerrechtsorganisationen können keinen Sicherheitsgewinn erkennen und erwarten gar eine "Welle an Hightech-Identitätsdiebstählen".

Das Innenministerium verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass es "aus Gründen des Datenschutzes" in den für die Erarbeitung der technischen Spezifikationen zuständigen Gremien der Internationalen Zivilen Luftfahrtorganisation ICAO eine "verschärfte technische Zugangskontrolle für die Chips durchgesetzt" habe. Laut den ICAO-Planungen sollen die biometrischen Merkmale auf einem Funkchip gespeichert und per Radio Frequency Identification (RFID) kontaktlos ausgelesen werden können. Das Innenministerium betont aber, dass auf Grund seines Einsatzes "nur befugte Stellen" nur mit Mitwirkung des Passinhabers "Zugang zu den Daten auf den Chips haben" würden. Der Datenschutz soll dabei durch eine "wirksame Kombination aus kryptographischer Verschlüsselung und Verwendung eines Zugangsberechtigungskontrollsystems" in Form einer Public-Key-Infrastruktur gewährleistet werden.

Zu den Kosten der Hightech-Pässe kann die Bundesregierung nach wie vor keine genauen Angaben machen. Auf Basis der Studie des TA-Büros des Bundestags kursierten Zahlen von einer Gebühr bis zu 300 Euro pro Pass. Das Innenministerium erwartet aber eine Reduktion der finanziellen Anforderungen durch das gemeinsame EU-weite Vorgehen bei den Biometriepässen und den sich daraus ergebenden hohen Ordersummen bei den Funkchips. Die Ausstellungskosten sollen auf jeden Fall weiterhin in vollem Umfang auf die Passgebühr umgelegt werden.

Das Innenministerium schweigt sich zudem weiter aus über die Frage, wie die auf dem Umweg über Brüssel ohne jegliche parlamentarische Debatte beschlossene Aufrüstung der Pässe auch mit Fingerabdrücken mit dem Terrorismusbekämpfungsgesetz von Anfang 2002 in Einklang gebracht werden soll. Darin hat sich der Bundestag ein Mitspracherecht über die Form und die Anzahl der zu verwendenden Körperkennzeichen ausbedungen.

Die FDP-Innenpolitikerin Gisela Piltz kritisierte gegenüber heise online daher auch das Vorhaben Schilys. Angesichts der "praktisch nicht vorkommenden Fälschungen von Ausweisen in Deutschland" ist ihrer Ansicht nach der Beitrag der Entscheidung zur wirksamen Terrorismusabwehr "mehr als fraglich". Vielmehr würden im Windschatten der Angst Dinge durchgewunken, die ansonsten weit kritischer hinterfragt würden. Den Fingerabdruck als zusätzliches biometrisches Merkmal aufzunehmen, sei unnötig gewesen und erhöhe nur die Fehleranfälligkeit des Systems.

Quelle: Heise


Anmerkung: Daß die mit Funkchips ausgerüstet sind ist auch nicht uninteressant.


Grüße
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#9
Zitat:will das federführende Bundesinnenministerium die Fälschungssicherheit des Reisepasses "auf ein völlig neues Niveau" heben.

Da wird wieder die vermeintliche "Sicherheit" vorgeschoben, um den Leuten die totale Überwachung schmackhaft zu machen.

Bragi
Kein besserer Freund – kein schlimmerer Feind!
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#10
Zitat:Da wird wieder die vermeintliche "Sicherheit" vorgeschoben, um den Leuten die totale Überwachung schmackhaft zu machen.

Genau, in den Zusammenhang gehört auch der per DNS-Analyse schon nach zwei Tagen aufgeklärte Mooshammer-Mord:
Da wird den Leuten die zentrale Gen-Erfassung schmackhaft gemacht, weil sie ja der Verbrechensaufklärung dient...

Eiche

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