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Partnerschaft und Kommunikation
#21
Huhu,

sind sie ja nicht, das ist ja eben die Ungleichheit. Ich weiß das, da ich einen Einblick ins Personalbüro habe und dort ab und an als Vertretung aushelfe.
Die Mädels bei uns bekommen weniger, in gleicher Position und mit gleicher Stundenanzahl, zumindest bei den Kaufleuten ohne Führungsposition.
Du kannst Dir das gerne mal selber ausrechnen, teste als Beispiel mal den Mindestlohn in den Rechnern, die es haufenweise im Netz gibt.
Wenn man für etwas mehr als 100 € dann 40 Stunden im Monat mehr arbeitet (man gehe von einer 30 Stunden Woche aus) + Überstunden (da Gehalt), bleibt man besser in Teilzeit. Das, was da nicht stimmt, sind die höheren Abzüge an Steuern und Sozialabgaben und die entsprechende steuerliche Staffelung. Auch kein Geheimnis, aber Paganlord hat recht, das ist nicht das eigentliche Thema.

Zitat:Die Frage ist falsch formuliert! Es geht nicht um Teilzeit oder Vollzeit, denn es ist rein logisch, daß man in Teilzeit weniger als in Vollzeit arbeitet (außer bei Deiner Arbeit Fettes Grinsen). Außerdem halte ich es für erstrebenswert, als Arbeitnehmer von der Vollzeit wegzukommen, sofern man sich das dann leisten kann.
Daß in einem solchen Fall der Partner mit Teilzeit etwas mehr im Haushalt anpackt, finde ich nicht erwähnenswert, das sollte normal sein!

Du verstehst nicht, was ich meine. Siehe hier:

Zitat von Verdandi:
Natürlich kann der eine Partner dies, der andere Partner das besser, was dem Paar im Zuge der Arbeitsteilung zugute kommt. Wenn ich jedoch weniger verdiene, bin ich dennoch auf Augenhöhe mit meinem Partner, weil ich dafür andere Dinge in das gemeinsame Leben einbringe.

Deine Antwort:
Was sollte das Deiner Meinung nach sein?

Für mich ist das die typische Selbstüberschätzung, die heute allgegenwärtig ist.
Manche benutzen diese Art der Argumentation sogar, um die eigenen Unzulänglichkeiten zu kaschieren.
Mag sein, daß es Partner gibt, denen das egal ist oder die das nicht mitbekommen, wahrhaben wollen usw. usf., aber von gleicher Augenhöhe kann man so oder so nicht sprechen!

Meine Frage darauf:
... ich den Haushalt alleine erledige, da mehr Zeit und gleichzeitig Entlastung für den Partner, werde ich mich nicht auf Augenhöhe mit meinem Gefährten befinden?
Lt. Deiner Aussage ist es ein Trugschluß und Selbstüberschätzung, wenn einer weniger verdient und sich dafür in andere Dinge einbringt, sich als Paar auf Augenhöhe zu befinden. Darum ging es mir.

Bei Deiner weiteren Ausführung gehe ich mit Dir konform.

Einen lieben Gruß Winken

Lohe
"Die Menschen drängen sich zum Lichte, nicht um besser zu sehen, sondern um besser zu glänzen"
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#22
Zitat:Es geht bei uns (wie immer) um das Praktische. In diesem Fall konkret: Tun beide ihr Mögliches, um ihren Anteil an Haushaltsführung, Haushaltskasse und so weiter beizusteuern? Oder legt sich einer auf die Hängematte und läßt den anderen dafür machen?

Es ist egal, ob sich Frau oder Mann als Pascha aufführt. Es geht um das dahinter steckende alltägliche Ausbeutersystem, unabhängig vom Geschlecht.

Hallo,
ich führte eine Beziehung an deren Anfang wir beide ohne Arbeit waren.
Nach kurzer Zeit hatte ich wieder eine Festanstellung und konnte mehr Geld nach Hause tragen.
Ehrlich gesagt gefiel mir die Rolle des "Ernährers", ich habe es gerne getan und meine Partnerin sorgte für die Kultur zu Hause.
Veranstaltungen, Urlaube, kleine Aufmerksamkeiten, Einkäufe und Wochenenden wurden finanziell von mir getragen.
Interessanterweise habe ich mit der Zeit immer mehr Aufgaben übernommen, ob nun aus eigenem Antrieb oder aus der Situation heraus, kann ich nicht mehr genau sagen. Es vermischte sich.
Richtig deutlich zeigte es sich erst, als meine Partnerin wieder arbeiten ging.
Es fühlte sich gut an den Einkauf nicht mehr alleine zu zahlen, jedoch blieb die weitere finanzielle Zusammenarbeit aus! Sie erfüllte ihren "Nachholbedarf" Geld auszugeben und ich blieb links liegen.
Gut dachte ich, Sie hat es sich ja auch verdient und eventuell ist meine Erwartung zu hoch gesteckt...

Ich glaube nicht mal das es bewusst geschehen ist, viel mehr hat sie sich an dem verführerischen Nektar unserer Gesellschaft gelabt und den Blickwinkel verschoben bekommen Vogel

Augenhöhe ist von mehr als dem Faktor Geld abhängig, dennoch spielt er eine große Rolle.
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#23
Es gibt tatsächlich Beziehungen, in denen der eine (oder die eine) den Partner ausnutzt. Selbst schuld, wer sich das gefallen lässt!
Augenhöhe hat nichts mit Geld zu tun, sondern mit der Art, wie man den Partner sieht. Ob man das wertschätzt, was er tut. Wer auf seinen Partner hinabschaut, muss sich nicht wundern, wenn er irgendwann wieder allein ist.
Morgen kann alles ganz anders sein.
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#24
(31.08.12017, 21:14)verdandi schrieb: http://www.pagan-forum.de/Thema-Partnerschaft-und-Kommunikation?pid=52616#pid52616Augenhöhe hat nichts mit Geld zu tun, sondern mit der Art, wie man den Partner sieht.

Dadurch, daß Du es wiederholst, wird es nicht richtiger. Die gesamte Gesellschaft definiert sich heute über das Geld. Leider kann sich dem niemand entziehen. Und wir können es auch nicht ändern. Deshalb finden Beziehungen stets in einer gleichen Gehaltsklasse statt. Außer bei Pretty Woman; aber das ist eben Fernsehen. Wer einen Normal-Verdiener an seiner Seite hat, der muß eben auch normal verdienen. Sonst funktioniert es nicht auf Dauer. Tägliche acht Stunden Lohnzwang in der Firma, kann kein Zuhause-Sitzer durch (wie auch immer geartete) Gegenleistungen kompensieren. Das ist ein reines Ausbeutungsverhältnis.


Zitat:Ob man das wertschätzt, was er tut. Wer auf seinen Partner hinabschaut, muss sich nicht wundern, wenn er irgendwann wieder allein ist.

Niemand schaut auf seinen Partner herab. Eine solche Beziehung gibt es nicht. Eine solche Beziehung wäre bereits mental beendet. Die Wahrheit sieht anders aus: Der Partner erniedrigt sich selbst > durch sein asoziales Verhalten.
Entweder man findet einen Weg oder man schafft einen Weg!
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#25
(31.08.12017, 20:12)Sven schrieb: http://www.pagan-forum.de/Thema-Partnerschaft-und-Kommunikation?pid=52615#pid52615Interessanterweise habe ich mit der Zeit immer mehr Aufgaben übernommen, ob nun aus eigenem Antrieb oder aus der Situation heraus, kann ich nicht mehr genau sagen. Es vermischte sich.

Du beschreibst ein typisches Ausbeutungsverhältnis. Der Schmarotzer wälzt automatisch immer mehr notwendige Arbeiten, anfallende Ausgaben usw. auf den Wirts-Körper ab.  


Zitat:Ich glaube nicht mal das es bewusst geschehen ist, viel mehr hat sie sich an dem verführerischen Nektar unserer Gesellschaft gelabt und den Blickwinkel verschoben bekommen

So wie Du es schreibst, hast Du eine andere Sichtweise, was Werte betrifft. Für Dich stand Eure Gefährtenschaft im Mittelpunkt und bildete Deinen zentralen Wert. Darin hast Du investiert. Eine sympathische Einstellung. Nur sah sie es nicht identisch.  Sarcastic

Für sie bilden materielle Güter, Amüsements oder dergleichen die zentralen Werte. Du warst eine Weile der Mittel zum Zweck. Dafür hat sie sich an Dich verkauft. Mit einer besseren Menschenkenntnis wäre das nicht passiert. Denn letztlich ist es schade > vergeudete Energien > vergeudeter Enthusiasmus/Gutgläubigkeit.


Zitat:Augenhöhe ist von mehr als dem Faktor Geld abhängig, dennoch spielt er eine große Rolle.

"Augenhöhe" in der Partnerschaft ist natürlich von viel mehr abhängig, als nur vom Geldfaktor. Das sehe ich identisch. Da spielt die Bildung mit herein, die gleichen Ideale und alle diese Dinge. Irgendwer hat es hier in diesem Thema schon aufgezählt. Für mich persönlich ist das zentrale Kriterium, daß man die identischen Ideale besitzt. Eine andere Gefährtin würde ich nicht wollen. Alles andere (auch der Faktor Geld) ergibt sich dann daraus > da beide über die gleichen Einsichten verfügen.
Entweder man findet einen Weg oder man schafft einen Weg!
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