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Pestizid-Neuigkeiten
#1
Bioware meist unbelastet
In Bioobst und -gemüse sind deutlich seltener Giftrückstände als in konventionell erzeugter Ware. Das belegt der Bericht 2007 des Ökomonitorings des Landes Baden-Württemberg.
Bio-Obst weniger belastet

Bei den meisten Bioproben waren keine Rückstände nachweisbar. Auffällig war das Ergebnis des Monitoring-Berichts lediglich bei Biozitrusfrüchten. Die Lebensmittelchemiker beanstandeten 17 Prozent der Proben. Ob diese von Discountern, Supermärkten oder Bioläden stammen, ist nicht bekannt. Im Gegensatz dazu stehen die Untersuchungsergebnisse des Bundesverbandes Naturkost Naturwaren, der ausschließlich Produkte aus Bioläden überprüft: 2007 lag hier die Beanstandungsquote lediglich bei 1,8 Prozent. Daraus könne man schließen, dass Ware aus Bioläden sauberer ist. Da jedoch Bio nicht unter der Glasglocke produziert wird, müsse die allgemeine Belastung der Umwelt mit Pestiziden weiter reduziert werden. Der BNN Herstellung und Handel fordert deshalb, krebserregende, erbgutverändernde oder die Fortpflanzung schädigende Wirkstoffe sowie Stoffe, die das Immun- und Nervensystem schädigen, zu verbieten. Dann könnten sie auch nicht mehr benachbarte Biofelder verschmutzen. ml

Quelle: Schrot&Korn
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#2
Bio-Kritik ohne Basis
In Bio-Produkten sind „kaum Pflanzenschutzmittelrückstände“ und „keine bedenklichen Schwermetallgehalte“. Das hat das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) gerade wieder festgestellt. Trotzdem gibt es immer wieder Kritik an Bio. // Manfred Loosen

Auch „Panorama“ nahm unlängst den Bio-Anbau ins Visier. Die Redakteure der Sendung „Geheimsache Bio“ hatten sich unter anderem mit dem Kupfereinsatz im Öko-Obstbau und der Geflügelhaltung auseinandergesetzt. Der Beitrag suggerierte, dass diese Themen von der Bio-Branche totgeschwiegen würden. Die Probleme werden jedoch laufend thematisiert: auf Tagungen der Öko-Verbände, in öffentlichen Diskussionen und natürlich auch in Schrot&Korn.

In der Sendung wurden die Vorteile von Bio zu wenig oder nicht gewürdigt: Erst vor Kurzem stellten BVL und das Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum Baden-Württemberg, das regelmäßig Bio-Produkte kontrolliert, fest: Bio-Produkte führen das Öko-Siegel zu Recht; es gibt fast keine Rückstände von Pflanzenschutzmitteln und Schwermetallen. Konventionelles Obst und Gemüse weist 300 bis 400 Mal mehr Pestizidrückstände auf als Bio-Produkte – um nur einige belegte Vorteile zu nennen. Und selbst die Deutsche Bank hat sich im Herbst für die biologische Landwirtschaft ausgesprochen (siehe hier).

Dass Bio-Bauern Kupfer spritzen, ist ein viel diskutiertes Thema (Schrot&Korn wird darüber erneut im Januar berichten). Es ist bekannt, dass die Branche hartnäckig versucht, Spritzmengen zu verringern und an Alternativen arbeitet.

...

Fazit: Die Bio-Branche tut gut daran, weiterhin die Vorteile von Bio darzustellen; ebenso ist es wichtig, auch die Probleme immer wieder offen zu kommunizieren. // ml

Quelle: Schrot&Korn 12/09
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#3
Bio stärkt Spezies
Welche Faktoren sind für den Rückgang von Pflanzen, Käfern und Vögeln auf dem Acker verantwortlich? Dieser Frage sind Wissenschaftler der Abteilung Agrarökologie der Universität Göttingen nachgegangen.

Zusammen mit Forschern aus acht europäischen Ländern haben sie 150 Weizenfelder in acht Ländern untersucht. Das Ergebnis: Die wichtigste Ursache für den Artenschwund sind Spritzmittel wie Insektizide und Fungizide.

Auch biologisch bewirtschaftete Felder wurden untersucht. Ergebnis hier: Der Öko-Anbau hat zwar einen positiven Einfluss auf die Vielfalt der Pflanzen und Laufkäfer; Brutvögel konnten davon allerdings nicht profitieren. Grund: Da sie größere Räume bewohnen, sind sie auch betroffen, wenn auf Nachbarfeldern Pestizide eingesetzt werden. Fazit: Mehr Öko-Landbau hilft mehr. // rb

Quelle: Schrot&Korn 07/10
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#4
Bio-Läden kaum betroffen

Mit Dioxinen verunreinigter Bio-Mais aus der Ukraine ist im Januar und Februar 2010 über niederländische Futtermittelhersteller an deutsche Bio-Bauern geliefert worden. Betroffen waren rund drei Dutzend Höfe, vor allem Eier-Erzeuger.

Unter ihnen befanden sich ein Dutzend meist kleinerer Naturland-Betriebe. Andere Verbände waren nach deren Auskünften nicht betroffen. Die Höfe wurden von den Behörden vorsorglich gesperrt, bis Analysen der Eier ergaben, dass diese die amtlichen Dioxingrenzwerte einhielten. Bereits ausgelieferte Eier räumte der Handel aus den Regalen. Verkauft hatten die Eier vor allem die Unternehmen Lidl und Rewe, aber auch einige Filialen von Alnatura und Bio-Läden in Nordrhein-Westfalen.

Kritik gab es an der Informationspolitik des von der Eier-Wirtschaft gegründeten Vereins für kontrollierte alternative Tierhaltungsformen e. V. (KAT). Er hatte bereits vor Ostern erste Dioxinbelastungen gemessen, die Behörden aber erst Ende April informiert. Immer noch unklar war Ende Mai, wie das Dioxin in den Mais gelangen konnte.

Innerhalb der Branche wird diskutiert, ob es in diesem Winter tatsächlich notwendig war, Futtermais zu importieren. „Bio-Mais ist in Deutschland in ausreichender Menge verfügbar – für einen Mehrpreis, der sich im aktuellen Dioxinfall mehr als bezahlt gemacht hätte“, sagte dazu Sepp Brunnbauer, Geschäftsführer des Anbauverbandes Biokreis.

Dioxine im Futter sind übrigens kein Bio-Problem. In Niedersachsen war auch an konventionelle Betriebe mit Dioxinen belasteter Mais geliefert worden. Im Laufe dieses Jahres warnte die EU schon mehrfach vor Dioxinkontaminationen in konventionellem Tierfutter. // lf

Quelle: Schrot&Korn 07/10


Anmerkung: Ich frage mich häufig, wie es möglich ist, ein Produkt in der Herstellungskette günstiger nach Deutschland zu importieren (Fracht- und Benzinkosten) als ein Produkt, das aus Deutschland kommt...? Da stimmt doch etwas mit der Preispolitik nicht?!?
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#5
Die Preispolitik ist seitdem unsinnig, seit Förderungen, Ausgleichszahlungen und ähnliches eingeführt wurde. Sonst wäre ein Nahrungsmittelherumgekarre von gleichen Früchten unbezahlbar. Und so Blödheiten wie Tomaten werden aus Spanien zu uns gekarrt und im gleichen Moment unsere Tomaten nach Spanien (mal als Beispiel genommen). Ein empfehlenswerter Film dazu ist "We feed the World". Da werden noch andere Blödheiten angesprochen, passt aber grad nicht zum Thema.

Grüße vom Ritter
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"Sie wollen die Wahrheit? Sie können die Wahrheit doch gar nicht vertragen!" Jack Nicholson in Eine Frage der Ehre
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#6
ADHS durch Gift?

... So lautet die Überschrift eines kleinen Artikels der aktuellen Schrot&Korn (August 2010).

In einer nordamerikanischen Studie wurden Kinder zwischen 8 und 15 Jahren auf Pestizidstoffe untersucht. Die Kinder mit den höchsten Nachweisen im Urin hatten eine 93 Prozent höhere Wahrscheinlichtkeit an ADHS (Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom mit Hyperaktivität) zu erkranken.


Daß chemische Stoffe Einfluß auf den menschlichen Körper haben, ist hier jedem bewußt. Es ist jedoch schön, wenn es wissenschaftlich belegt wird ... für andere natürlich ... Blinzeln

Saluti
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#7
Krasse Studie. Das erklärt wieder so einiges...*kopfschüttel*

Schön dass wir uns immer so effektiv selbst krank machen können! Wer sollte das sonst übernehmen?
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#8
Langzeitrisiken unterschätzt

Eine niederländische Studie hat sich mit zwei Pestiziden der Firma Bayer befasst. In Flüssen und Seen wurden durch die niederländische Umweltbehörde Werte bis zu 320 Mikrogramm pro Liter festgestellt. Der Grenzwert liegt bei 0,1 Mikrogramm. Die hohe Belastung wird bedenklich betrachtet, da es wie alle Dinge in der Nahrungskette weiterverbreitet wird.

Quelle: Schrot&Korn 10/2010

Saluti
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#9
Werte Erato,

ich stell im Forum Beiträge zu Niedersachsen ein, da die Niederlande nur ein "Steinwurf"
von mir entfernt sind, so ist mir die Problematik wohl bekannt.
In den Niederlanden sieht man das etwas lockerer. Den Vorwurf bekomme ich auch von Niederländern zu hören: " Was ich nur will, es hilft doch...." Giftstoffe, welche bei uns der Vergangenheit angehören, sind dort alltäglich.
Pestizide- Fungiziede.... welche in Deutschland verboten sind, sind dort der Alltag.
Hintergrund: Viel Volk auf wenig Raum muss ernährt werden....! Von der einzigen Erhöhung in meiner Region, dem Flümberg ( jeder Mittelgebirgsbewohner würde jetzt lachen) kannst Du Dir das Elend der Treibhauskulturen beschauen.

ach so... Nachsatz: Niederl. Gemüse .... für mich ein Tabu !!! Meine Meinung.


Komm gut hin.....
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#10
Vielen Dank für die Info! Wenn du noch mehr Material zu dieser Thematik hast, immer her damit : )

Saluti
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