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Pflanzen
#41
Ich glaube auch, daß Pflanzen in der Regel immer an eine bestimmte Klimazone und den jeweiligen biologischen Kreislauf angepaßt sind. Im Prinzip kann man sogar von einer Tatsache sprechen und nicht von "Glauben".
Allerdings verbreiten sich viele Pflanzen von der Natur beabsichtigt über Samen, Sporen etc. auch von ihrem ursprünglichen Erscheinungsort weg. Oftmals über Wirbelstürme/Winde aber auch über das Wasser. Wenn dann die neuen Bedingungen nicht mit den Bedürfnissen der Pflanze harmonieren, sterben sie eben wieder aus, oder aber das Naturbewußtsein paßt durch Veränderung der Pflanze diese an die neuen Bedingungen an, falls nötig und ohne Nebenwirkungen möglich.
Der Mensch braucht sich da aber nicht einzumischen, er ist in diesem Szenario vollkommen überflüssig.

Bei Zimmerpflanzen sehe ich es aber anders, weil die Pflanze nicht in der Natur ausgesetzt wird, sondern als Hauspflanze dient. Warum also nicht auch Exoten im Zimmer, solange sie passen? Warum also nicht eine Avocadopflanze oder Mangobaumpflanze etc. wachsen lassen?

Der Mensch ist ohnehin nicht auf eine Region auf der Erde beschränkt, das ist ein fundamentaler Unterschied zu allen anderen Arten. Es gibt Menschen neben Orangenbäumen und neben Kohlköpfen...


Grüße
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#42
Zitat:Bei Zimmerpflanzen sehe ich es aber anders, weil die Pflanze nicht in der Natur ausgesetzt wird, sondern als Hauspflanze dient. Warum also nicht auch Exoten im Zimmer, solange sie passen? Warum also nicht eine Avocadopflanze oder Mangobaumpflanze etc. wachsen lassen?Der Mensch ist ohnehin nicht auf eine Region auf der Erde beschränkt, das ist ein fundamentaler Unterschied zu allen anderen Arten. Es gibt Menschen neben Orangenbäumen und neben Kohlköpfen...

Das letzte ist eher eine Fehlentwicklung. Exotische Zimmerpflanzen besitze ich selbst, aber bin trotzdem der Meinung, daß die hier eigentlich nicht hergehören. Zimmer ist aber so ein "Zwischenfall". In der freien Natur gehören diese nichteinheimischen Pflanzen jedoch ausgemerzt, da sie den einheimischen Pflanzen den Boden wegnehmen und zumeist ohne natürliche Feinde, einfach nur wuchern. Was die Wirbelstürme betrifft, so sind diese zumeist auch eines nicht natürlichen Ursprungs. Denn ansonsten helfen die großen Meere und Gebirge und Wüsten, damit nicht etwas von dem einen zum anderen Ort weht.

Violetta
Sei!
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#43
Zitat:Was die Wirbelstürme betrifft, so sind diese zumeist auch eines nicht natürlichen Ursprungs.

Aber die Wirbelstürme sind sehr wohl natürlichen Ursprunges, genauso wie die Winde und Stürme allgemein. Heutzutage ist eben die technische Beeinflussung dazugekommen. Das heißt doch aber nicht, daß jetzt alle oder die meisten Wirbelstürme menschenverursacht sind. Jedes Element der Natur hat auch ein destruktive Seite.

Beispiel für jedes Element:
Erdbeben
Flutwellen
Vulkanausbrüche
Wirbelstürme
Blitze, Erdfeld-Umpolungen

Grüße
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#44
Gut mag sein. Ohne Menschenhand gäbe es jedoch gewisse Pflanzenarten nicht global, sondern nur regional. Der Wirbelsturm ist ein zu vernachlässigendes Kontraargument, das nur von der Regel ablenkt.

Die Paxis beweist ja eindeutig, daß sich Tiere und Pflanzen über Jahrtausende nur regional verbreitet haben und erst ab der Schiffahrt und verstärkt seit dem Flugverkehr global angesiedelt sind. Das ist doch eindeutig ein künstlicher Eingriff.

Grüße von Violetta
Sei!
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#45
Ich stimme mit Violettas Aussage, solche Exoten haben nichts in der einheimischen Natur zu suchen, überein.
Im Haus allerdings... nötig ist es sicher nicht, aber ich esse ja auch Südfrüchte. Also wo zieht man da die Grenze?
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#46
Zitat:Ich stimme mit Violettas Aussage, solche Exoten haben nichts in der einheimischen Natur zu suchen, überein.Im Haus allerdings... nötig ist es sicher nicht, aber ich esse ja auch Südfrüchte. Also wo zieht man da die Grenze?

Es ist halt nicht optimal, aber nicht wert, sich darüber Gedanken zu machen: Der Gedanke daran ist wesentlich schädlicher als eine fremdländische Banane. Es geht eben um Frequenzen und Einflüsse, und da ist der exotische Einfluß einer Banane im Speiseplan das geringste Problem.

Was Zimmerpflanzen angeht, sollte man natürlich einheimischen Sorten den Vorzug geben und im Freiland auf nichteuropäische Sorten gänzlich verzichten. Aber das beträfe ja schon die Kartoffel und die Tomate und den Kürbis und den Mais, und schon dreht man sich wieder im Kreis. Es gibt wahrlich andere Sachen - dieses Thema kann ruhigen Gewissens vertagt werden. Wer völlig optimal leben möchte, der würde eben nur einheimische Früchte anbauen und essen. Wie bereits gesagt - lohnt der Gedanke jedoch nicht, der daran verschwendet wird. Eine Minute Fernsehen und Radio hören oder einem Mobilfunkstrahl ausgesetzt sein, eine Zigarette auf einem Plakat sehen - würde alles wieder zunichte machen.
Entweder man findet einen Weg oder man schafft einen Weg!
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#47
Dieser Artikel ist mir ein absolutes Bedürfnis im Interresse der Pflanze !!! Und vorab: Wenn eine Pflanze angschafft wird, bitte vorher nach den Bedürfnissen und der Pflanze selbst erkundigen. Pflanzen nicht nach dem Gefall-Faktor und " Passt-in -diese-Wohnung auswählen", sondern gründlich informieren über die bedürfnisse der Pflanze und ob man solcherlei auch bieten kann. Pflanzen sind keine Dekorationsgegenstände, sondern LEBENDE WESEN !!! ( Ich weiß, daß ihr das wisst, aber ich muss es loswerden, da ich ständig unterwegs in Floras Namen bin und erblicke tiefste Abgründe !!! )


EUPHORBIACEAE - WOLFSMILCHGEWÄCHSE


Der Botanische Name Euphorbia leitet sich angeblich von Euphorbos, einem Leibarzt des Königs Juba II. von Mauretanien (etwa 50 v. Chr. bis 23/24 n. Chr.) ab. Er wurde dieser Gattung durch Linné 1753 (Spec. Pl. (ed. 1), 450) zugeordnet.

Der deutsche Name Wolfsmilch soll angeblich an den "beißenden" Milchsaft der Pflanzen erinnern. Manche deutsche Namensgebungen sind regional verschieden und klingen teilweise seltsam, ich werde sie der Form wegen aufführen. Ansonsten sollte man die BOTANISCHE BEZEICHNUNG grundsätzlich benutzen, damit keine Misverständnisse enstehen ( und dabei enstehen durch ständige Namens- und Zugehörigkeitsänderungen schon genug Misverständnisse )

Die Gattung EUPHORBIA gehört zu meinen persönlichen Favoriten und ich kultiviere einige davon, aber nicht alle Euphorbien sind uneingeschränkt für die Haltung in Haus und Wintergarten geeignet. Von den sogenannten Baumeuphorbien ist DRINGEND ABSTAND ZU NEHMEN !!!

Sind euch in Floristikläden, Gartenfachmgeschäften oder Baumärkten schon diese attraktiven ( meist schon recht großen ) Euphorbia-"Säulen" aufgefallen? Wunderschöne, kräftige Pflanzen, die man sich gut in einem sonnigen Wintergarten oder an einem geräumigen Südfenster vorstellen könnte? GENAU DIESE SIND GEMEINT !!!

Diese "Säulen" sind bewurzelte Äste von Baumeuphorbien wie Euphorbia abyssinica, candelabrum, ingens, der wundervollen E. Ammak uva. In ihren natürlichen Habitaten bilden diese Arten riesige ( mind.10 Meter hohe ) expansive " Bäume", die durch ihre imposante, bizarre Gestalt die Landschaft prägen. In der Topf- und Kübelkultur tun diese Euphorbien nichts anderes; die Pflanzen wollen eben jene Größe und Gestalt erreichen. Dabei sind Zuwächse von mehr als einem Meter pro Jahr durchaus üblich und der Besitzer besagter Euphorbien braucht sich nicht eines großartig grünen Daumens zu rühmen. Baumeuphorbien wachsen um so expansiver in Höhe und Breite, je größer sie sind. Das führt unweigerlich dazu, daß sie innerhalb kurzer Zeit an die Grenzen menschlichen Lebensraumes stossen, nämlich an die Zimmerdecke. Die Triebenden können unmöglich genügend Licht erhalten ( FAKTOR LICHT: Diese Pflanzen benötigen eine enorme Luxzahl, des Sommers, wie des Winters ) und die lichthungrigen Pflanzen, vergeilen, werden krank und siechen langsam und qualvoll zu Tode.

Beschneiden ??? Netter Versuch, der auch durchaus funktioniert, ABER....jeder Schnitt führt dazu, daß die Pflanze sich weiter verzweigt und diese Verzweigungen auch beschnitten werden müssen und wieder beschnitten ...und wieder... Da die Pflanzen praktisch jedes Jahr kräftig zurückgeschnitten werden müssen, wird diese auch nicht ungefährliche Prozedur ein Martyrium für die Pflanze. ( HEFTIGE DORNEN und für WOLFSMILCHGEWÄCHSE ÜBLICHER GIFTIGER MILCHSAFT ) Der arttypische Wuchs geht dabei verloren und verkorkende Schnittstellen sind das kleinste optische Übel.

Kultivierung am Zimmerfenster oder in einem Gewächshaus üblicher Größe ist für Baumeuphorbien NICHT ARTGERECHT und nur bei Jungpflanzen möglich. Die Pflanzen werden einfach viel zu flott viel zu groß.

WER SICH FÜR BAUMEUPHORBIEN INTERESSIERT UND BEGEISTERT: ....VERZICHTE BITTE IM INTERESSE DER BAUMEUPHORBIE AUF EINE KULTUR DIESER PFLANZE, DIE SOWIESO SCHEITERN UND NUR ZU EINEM QUALVOLLEN, LANGWIERIGEN ABSTERBEPROZESS DER PFLANZEN FÜHRT.

Besucht eure Euphorbienfreunde im Botanischen Garten und bewundert die herrlichen Pflanzen in einem der riesigen Gewächshäuser.


ICH HABE BEREITS EINE BAUMEUPHORBIA IN KULTUR....WAS KANN ICH TUN ???

1. GLÜCKWUNSCH !!! Du bist auf die bizarre Schönheit einer harmlos sich darstellenden Baumeuphorbie reingefallen, ohne Dich vorher ausreichend über die Pflanze zu informieren... und erhälst nun die Quittung!!!

2. Nochmals Glückwunsch !!! Dir ist nicht in den Sinn gekommen mit dem Handel und Verkauf NICHT für die Kultivierung geeigneter Pflanzen den schnellen Rubel zu machen. Die Nachfrage nach diesen Wuchsmonstern ist enorm und der Handel boomt...



LÖSUNGSVORSCHLÄGE

1. Bekämpfe das "Wuchsproblem", indem Du

1.1 die Baumeuphorbia mutig und heldenhaft in die Mülltonne haust. Für die Euphorbie die schnellste und schmerzärmste Alternative. Ein Siechtum, wie ihr in manchen Haushalten geboten wird ist um einiges grausamer.( HART, ABER LEIDER WAHR )

1.2 die Baumeuphorbie einem Botanischen Garten schenkst, die Gärtner, die diese Wuchsmonstrositäten kennen, werden sich freuen...die schnappen über vor Freude. Also lasse Dich in diesem botanischen Garten besser nie wieder blicken.

1.3 Eine Lösung gibt es leider nicht. Man kann das unaufhaltsame Ende allenfalls einige Zeit hinauszögern. Stelle die Pflanze an ein Südfenster oder wenigstens in unmittelbare Nähe ( FAKTOR LICHT ) eines solchen. Halte Sie "knochenhart", und zwinge sie zum NICHT-WACHSEN ( LANGSAM-WACHSEN ). Gieße in der Vegetationszeit seltener (nicht WENIGER, SELTENER !!! ) und gebe in der Ruhezeit von Oktober bis März/April nicht einen Tropfen Wasser. Pflanze sie in Sukkulentenerde mit viel Sand, sowie Kies und dünge nicht ( nur gaaaaaaaaaaaaaanz selten). Das könnte das Ende etwas hinauschieben, Pflanzenfreund, aber es nähert sich unaufhaltsam, also siehe Punkt 1.1 !!!

1.3 Ziehe auf die Kanarischen Inseln und pflanze dort Deine Baumeuphorbie in freier Natur aus, sie wird sich prächtig und artgerecht entwickeln. Du hast eine wundervolle, bizarre und riesige Pflanze im Garten, die Du bewundern kannst. Schicke Photos davon zu Bekannten nach Deutschland und diese werden vor Neid tot umfallen.


Alternativen zu Baumeuphorbien gibt es reichlich in der Familie der Euphorbiaceae. Es existiert eine große Auswahl kleinbleibender und reichblühender, wuchsfreudiger Euphorbien, welche für die Pflege am Fensterbrett und Sukkulentenwintergarten geeignet sind.


GALERIE EINIGEr TODESDELINQUENTEN:

EUPHORBIA "ACCURIENSIS" ( KORREKT: E. ABYSSINICA )

Hierzulande wird eine Baumeuphorbia unter dem Botanischen Namen E. accuriensis in den Handel gebracht. Diese Pflanze existiert aus botanischer Sicht überhaupt nicht. Ihr Name lautet E.abyssinica; auch E. acruensis ist botanisch nicht korrekt. Ihr Name lautet E. ABYSSINICA und sonst überhaupt nichts !!! Für die Kultur üblicher Art absolut ungeeignet, sie wird zu flott zu riesig und muss elendig dahinsiechen.
NICHT KAUFEN, PFLANZENFREUND !!!!

EUPHORBIA TRIGONA

Diese Art ist am häufigsten auf Fensterbänken und Haushalten zu finden. WESHALB IST VÖLLIG SCHLEIERHAFT !!!! E. trigona wächst eher strauchförmig , aber genauso rasch und unaufhaltsam wie ihre großen Schwestern. Sie wird viel zu flott viel zu riesig und ist ( auf Dauer) nicht in üblicher Kultur am Leben zu erhalten.

E. trigona ist extrem LEIDENSFÄHIG !!!. Sie überlebt selbst sehr ungünstige Pflegebedingungen ( zu wenig Licht; Fröhlich-Winterliches- Zu-Tode-Wässern ; ....) und dieses oft einige Jahre lang. Dabei wächst E. trigona auch noch atemberaubend und flott in die Höhe und Breite. Sie gedeiht scheinbar prächtig; doch ist sie bereits am Absterben, es zieht sich nur bei diesen harten Pflanzen seeehr lange hin. Wenn E. trigona dann nach einiger Jahren urplötzlich, ohne dass sich Aufstellungsort und/oder sonstige Pflegefaktoren ändern, kollabiert und abstirbt.....dann stehen einige Fragezeichen in den Gesichtern der Besitzer, die ich ihnen liebend gerne beantworte !!!
NICHT KAUFEN, PFLANZENFREUND !!!!


EUPHORBIA INGENS

Droht Euphorbia ingens ( OH JA, SIE WIRD DROHEN...FAST BEDROHLICH MIT IHREM ENORMEN WACHSTUM ) die Zimmerdecke zu durchstoßen, frage den Fachmann. Sie ist eine der giftigsten Arten überhaupt, und wird viel zu flott viel zu riesig um artgerecht in Zimmerkultur gehalten zu werden. Dasselbe gilt für die wundervolle EUPHORBIA AMMAK. Auch sie wird einfach viel zu flott zu riesig und ist zu einem qualvollen Siechtum aus Lichtmangel und falscher Pflege verdammt.

Beherzige in eigenen Interesse beim Umpflanzen, Beschneiden, Stecklingsvermehrung:
Nicht ohne Schutzbrille und Atemschutz arbeiten, scharfes Messer verwenden, klares warmes Wasser zum Stillen des Wolfsmilchflusses bereithalten, d.h. die Schnittstellen sofort damit begießen oder wenn möglich tauchen. Alle Arbeitsgeräte gründlichst mir heissem Wasser und Seifenlauge reinigen. Handschuhe und Mundschutz im Müll entsoregn ( AM BESTEN GLEICH MIT DER BAUMEUPHORBIE !!! ) Falls wirklich vom Milchsaft etwas in den Mund oder in die Augen gelangt, mit klarem Wasser reichlich ausspülen und sofort zum Arzt gehen! Na??? Respekt vor Euphorbia bekommen???

Und beschnitten muss sie werden, denn sie wird bekannterweise, viel zu flott viel zu riesig... NICHT KAUFEN, PFLANZENFREUND !!!


WESTERN K-A-K-T-U-S

Die Märkte einer gewissen Supermarktkette boten in der 47. Kalenderwoche verstärkt einen "Westernkaktus" an. Der Name stand groß auf dem handgeschriebenen Preisschild. Es waren sehr stattliche, auch mehrtriebige Pflanzen von 70 cm Höhe. Der Preis betrug lächerliche 17,95 EURO.

"Westernkaktus" klingt gut ist aber botanisch nicht korrekt und bei der Namensgebung "Euphorbia acruensis" stimmt nur Euphorbia.

EUPHORBIEN GEHÖREN ZU DEN EUPHORBIACEA UND NICHT ZU DEN CACTACEAE, SIND ALSO FOLGLICH KEINE KAKTEEN UND WIE DER EUROPAMEISTER/FLORISTIK DARAUF KOMMT ( Ich bin mal darauf gekommen, seine HP ins Visier zu nehmen...), EUPHORBIEN ALS HALBKAKTEEN ZU BEZEICHNEN IST MIR EIN RÄTSEL. ES GIBT KEINE HALBKAKTEEN !!!

Der botanisch korrekte Name ist Euphorbia abyssinica.

Sicher bekommt der Markt die Pflanzen mit diesen irreführend beschrifteten Etiketten. Kunden, die diese Pflanzen dann kaufen und weitere Informationen für einen Westernkaktus suchen sind die Gelackmeierten. Wie sollen sie Informationen zu einer Pflanze finden, wenn sie noch nicht mal den korrekten botanischen oder deutschen Namen kennen, da ihnen diesen niemand sagen kann? Das Supermarktpersonal dürfte mit Botanischer Nomenklatur restlos überfordert sein ( selbst die Botaniker sind das...)

Zu allem Überfluß waren die Pflegehinweise auf dem Pflanzetikett teilweise falsch ( Nichts Neues, aber immer wieder ärgerlich !). Für die Pflanzenfreunde, die solch eine Pflanze gekauft haben ( siehe: ICH HABE BEREITS EINE BAUMEUPHORBIA... ), folgende Informationen:

Die Kultur ist im Prinzip einfach ( siehe: Ich habe bereits eine Baumeuphorbie ), wenn Wärme (min. 15°C, auch im Winter), winterliche Trockenheit, volle Sonne und ausreichend Platz gewährleistet sind.

Mit dem ausreichenden Platz gibt es aber für Privatleute schnell ein Riesenproblem. E. abyssinica wird ein mind. 1O m hoher Baum, der ausserdem extrem schnellwüchsig ist. SIEHE OBEN: KAUFT KEINE BAUMEUPHORBIEN, PFLANZENFREUNDE...


GRUNDREGEL der PflegeZunge rausflege Euphorbia ähnlich wie Kakteen, aber überwintere sie temperiert bis warm !!! LIEBEVOLL VERNÄCHLÄSSIGEN !!!

WEITERE EMPFEHLENSWERTE ARTEN ZUR PFLEGE SIND:

E.GRANDICORNIS, E. MELFORMIS; E. OBESA, E. MAMMILARIS, E.MAMMILLARIS VARIEGATA E. AGGREGATA, E. ENOPLA UVA. INFORMATIONEN, PFLEGEANLEITUNGEN UND GENIALE BILDER DAZU SIND ZU FINDEN UNTER:

http://www.euphorbia.de

Ich danke für das hoffentlich bestehende Interesse.

Sprecher für die Pflanzen
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#48
Zitat: Beschneiden ??? Netter Versuch, der auch durchaus funktioniert, ABER....jeder Schnitt führt dazu, daß die Pflanze sich weiter verzweigt und diese Verzweigungen auch beschnitten werden müssen und wieder beschnitten ...und wieder... Da die Pflanzen praktisch jedes Jahr kräftig zurückgeschnitten werden müssen, wird diese auch nicht ungefährliche Prozedur ein Martyrium für die Pflanze. ( HEFTIGE DORNEN und für WOLFSMILCHGEWÄCHSE ÜBLICHER GIFTIGER MILCHSAFT ) Der arttypische Wuchs geht dabei verloren und verkorkende Schnittstellen sind das kleinste optische Übel.

Hallo ADP!

Das ist auch meine Meinung. Sehr guter Text von dir.

Alexis
EigenSinnige Frauen
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#49
@ Sprecher der Pflanzen:

Immer wieder schön, hier oder auch dort auf Freunde Floras zu treffen.
Besonders gern mag ich Nachtschattengewächse.Fettes Grinsen
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#50
Werte Abnoba...immer wieder eine Freude mit Dir zu reden...*lächel*...und zu hören, daß Du Pflanzen schätzt. Nachtschattengewächse...aus den Gärten der Baba Yaga...eine seeeeeeeeeehr interessante Familie, nicht nur wegen der Gifte, die in diesen Gewächsen schlummern. Ich habe mit einem Forstangestellten gemeinsam DIGITALIS PURPUREA aufgezogen und ausgewildert, auf einer Waldlichtung, die den Bedürfnissen der Pflanze entspricht. Die Bestände erholen sich langsam wieder. Eine einheimische Pflanze, die in ihrer Präsenz und Schönheit ein grandioses Erlebnis ist.

Mein absoluter Liebling unter den Giftpflanzen ist ACONITUM NAPPELLUS aus der Familie Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Die Blüten schimmern in einem tiefen Blauviolett, das seinesgleichen sucht. Die Giftigkeit dieser wunderschönen, einheimischen Pflanze stellt die Nachtschattengewächse locker in den Schatten.

Aus meiner liebsten Gattung ALOE gibt es leider Trauriges zu vermelden. Die traumhafte ALOE DICHOTOMA ( Drachenaloe, Drachenbaumaloe und/oder Köcherbaum auch genannt ) beginnt an ihrem natürlichen Habitat urplötzlich abzusterben. Riesige, adulte Exemplare sind am stärksten betroffen und die landschaftsprägende Pflanze ( Sie ist eine Bewohnerin arider Wüstengärten ) wird wohl in ihren Beständen rasch dezimiert sein, da das Wachstum der Jungpflanzen extrem langsam vor sich geht. Ein befreundeter Botaniker gab mir ein paar Samen aus dem Botanischen Garten und einer ist tatsächlich gekeimt und mittlerweile ca 20 cm groß ( Nach fünf Jahren, was eindeutig für das langsame Wachstum spricht )

Das nordwestliche Südafrika wird wohl bald auf sein Botanisches Wahrzeichen verzichten müssen...die Umstände, warum dieses so urplötzlich geschieht, liegen im Dunkeln, angeblich....
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