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Preußen, Rußland, Polen und Monarchie
#11
Hallo Schwarzer September!

Demokratie als Staatsform wurde von den Sklavenhaltern im alten Rom und Griechenland erfunden, um mit dieser Doktrin ihre Macht über die Sklaven aufrechtzuerhalten (es lohnt sich, darüber nachzudenken). Damals wie heute zählt dabei nicht die Mehrheit des Volkes, sondern die Geldmehrheit, mit der man sowohl Stimmen als auch Köpfe kauft. So ist der Demokratismus in Wirklichkeit eine Geldmehrheitsherrschaft, die eine Illussion von Mitbestimmung erzeugt, die jedoch nur soweit geht, zwischen Demokraten und Demokraten auswählen zu dürfen. Wirklich dürftig. Blinzeln
Entweder man findet einen Weg oder man schafft einen Weg!
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#12
Demokratie als Staatsform wurde von den Sklavenhaltern im alten Rom und Griechenland erfunden, um mit dieser Doktrin ihre Macht über die Sklaven aufrechtzuerhalten (es lohnt sich, darüber nachzudenken).

Der Aspekt ist vollkommen überflüssig. Die meisten antiken Gesellschaften waren Sklavenhaltergesellschaften (ob als Monarchisten, Aristokraten oder Demokraten). Die Demokratie entstand in Athen infolge sozialer Unruhen.

Damals wie heute zählt dabei nicht die Mehrheit des Volkes, sondern die Geldmehrheit, mit der man sowohl Stimmen als auch Köpfe kauft.

Dies war vor allem zu Zeiten Solons so. Im übrigen ist die Geldmehrheit auch in anderen Staatsformen vorhanden. Der moderne Kapitalismus hängt nicht der Regierungsform zusammen, sondern mit der zunehmenden Industrialisierung und der Emanzipation des Bürgertums.

So ist der Demokratismus in Wirklichkeit eine Geldmehrheitsherrschaft, die eine Illussion von Mitbestimmung erzeugt, die jedoch nur soweit geht, zwischen Demokraten und Demokraten auswählen zu dürfen. Wirklich dürftig.

Eine feudale, ständische Gesellschaft kann man auch als Bodenmehrheitsgesellschaft bezeichnen. Blinzeln

In einer Demokratie hast Du prinzipiell die Möglichkeit, zur Geldmehrheit aufzusteigen, in einer Monarchie oder Aristokratie bleibst Du in deiner jeweiligen Kaste vorhanden. Im übrigen gibt es mehrere Demokratiemodelle. Auch da sollte man differenzieren.

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#13
Zitat:Eine konkrete Quelle für den angesprochenen Zusatzvertrag des 1764 geschlossenen Verteidigungsbündnisses zwischen Brandenburg-Preussen und Russland kann vielleicht Violetta nennen?

Hallo Wishmaster!

Ich habe wirklich keine Lust einem halbgebildeten Studenten Geschichtsnachhilfestunden zu geben. Nur weil er zu dem Thema bei "google" nichts findet - fragt er nach Quellen. Also gut, hier kommt eine Quelle aus der Buchhandlung:

"Versetzt den Kerl zur Infanterie"
Anekdoten von Friedrich II.
Erschienen im Eulenspiegel Verlag 1997 - 2005
ISBN 3-359-00951-7

Seite 117:

Als Polen 1763 ohne angestammten Herrscher war, baten polnische Patrioten Friedrich, ihnen seinen Bruder Heinrich zum König zu geben. Das sollte ein Schachzug gegen Rußland sein, darum lehnte Friedrich ab. Die russische Zarin Katharina verstand den Wink mit dem Zaunpfahl und schloß mit dem Preußenkönig ein Bündnis, in dem man sich den gegenwärtigen Besitz garantierte, sich im Kriege Unterstützung versprach und in einer Geheimklausel festhielt, daß man alle Mittel, selbst Kriegsgewalt, anwenden wolle, um die polnische Grundverfassung, das unbeschränkte Wahlrecht zu erhalten. Beide Herrscher waren der Meinung, das sei der alleinige Grund der Anarchie, die Polen schwach und deshalb für seine Nachbarn ungefährlich mache.

Sei!
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#14
Ich habe wirklich keine Lust einem halbgebildeten Studenten Geschichtsnachhilfestunden zu geben. Nur weil er zu dem Thema bei "google" nichts findet - fragt er nach Quellen. Also gut, hier kommt eine Quelle aus der Buchhandlung

Dies ist eine böswillige Unterstellung, Polemik. Offensichtlich besaß diese Zusatzklausel nicht allzu bedeutenden historischen Wert, so dass sie bei den mir zur Verfügung stehenden Quellen (Kunisch, Mittenzwei) nicht allzuviel Erwähnung findet.

Im übrigen war meine Frage in der Hinsicht berechtigt, als dass der Verfasser ein geschichtsverzerrendes Bild, nämlich das Erwähnen von "Demokratie" und "freien Wahlen" in einem Kontext, um so eine Bestätigung für seine antidemokratischen Neigungen zu haben.

Tatsache ist jedoch, dass Polen bis 1795 eine Wahlmonarchie war, also die Adeligen ihren König wählten. Dies hat nichts mit Demokratie zu tun, sondern ist ein aristokratischer Akt. Zudem war auch Ziel dieser Vereinbarung nicht nur die Schwächung Polens, sondern eben auch das Interesse der beiden Mächte, auf die Politik Polens Einfluss zu nehmen.
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#15
Zitat:Tatsache ist jedoch, dass Polen bis 1795 eine Wahlmonarchie war, also die Adeligen ihren König wählten.

Eine Wahlmonarchie = eine Monarchie, deren Herrscher nicht durch Erbfolge, sondern durch eine Wahl bestimmt werden.

Was daran ist anders, als in/an einer Demokratie? Die Wähler etwa oder nur ihr gesellschaftlicher Stand?

Kein besserer Freund – kein schlimmerer Feind!
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#16
Demokratie bedeutet Volksherrschaft und nicht die Herrschaft eines Adelsstandes.

Im übrigen ist eine Demokratie nicht zwingend auf einen Repräsentanten angewiesen.
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#17
Zitat:Tatsache ist jedoch, dass Polen bis 1795 eine Wahlmonarchie war, also die Adeligen ihren König wählten. Dies hat nichts mit Demokratie zu tun, sondern ist ein aristokratischer Akt. Zudem war auch Ziel dieser Vereinbarung nicht nur die Schwächung Polens, sondern eben auch das Interesse der beiden Mächte, auf die Politik Polens Einfluss zu nehmen.

So demokratisch, wie eben auch nur bestimmte "Römer" gewählt werden durften (Klientelverhältnisse, Vermögensnachweis beim Zensus usw.). Das ist ja gerade der Witz, daß die Demokratie sich durch solcherart selbst demaskiert.


Zitat:Demokratie bedeutet Volksherrschaft und nicht die Herrschaft eines Adelsstandes.

Auch das ist unrichtig. Da hat Dir der Lehrer etwas Falsches erzählt. Du solltest im griechischen Wörterbuch nachschlagen, dann findest Du heraus, daß Demos der Abschaum (Abschäumen der Schafzüchter) ist und im Sinne von Volk mit 'Pöbel_ übersetzt wird. Also heißt Demokratie = Pöbelherrschaft.

Zitat:Im übrigen ist eine Demokratie nicht zwingend auf einen Repräsentanten angewiesen.

Richtig. Eine Hyäne mit vielen Köpfen, in der keiner für etwas verantwortlich sein will. Als Staatsform dient sie nur dem Kapital, weil die Mehrheitsverhältnisse desselben den Ausschlag über die Stimmenmehrheitsverhältnisse geben.




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#18
@ Schwarzer Siebenter

Adel = Edel. Meinst Du zu wissen, daß es 1795 in Polen noch so war?
Kein besserer Freund – kein schlimmerer Feind!
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#19
Da wurde der letzte Teil Polens ja noch aufgeteilt, so dass die Wahlmonarchie zumindest zum kleinen Teil noch des Jahres 1795 bestand.
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#20
Ja gut, im Grunde geht es nur darum, daß Du Pro-Demokratie redest und ich (und andere) Pro-Monarchie. Diese Diskussion hatten wir aber schon - also *wink* wink* für heute und noch viel Spaß mit diesem Tag!

Violetta
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