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Preußen, Rußland, Polen und Monarchie
#31
Zitat:Besaßen die Römer etwa ein Parteibuch oder ein niedergeschriebenes Parteiprogramm, mit denen sie in einen Wahlkampf zogen? 

Autsch! Jetzt suchst du aber schon nach argen Ausreden. Da stehst du nun in der Ringecke, bist angeschlagen und lamentierst, daß die Römer keine Bundesdruckerei gehabt hätten und man wegen fehlender Parteibücher nicht von Parteien reden könnte. Das ist nur noch lachhaft und zeigt, daß du nur am "Rechthaben" interessiert bist und nicht am Dazulernen.


Zitat:Die Optimaten und Popularen waren keine "organisierten Parteien" (Systeme), geschlossene Institutionen, sondern nur lose Parteiungen, eben wie Du es schreibst "temporäre Bündnisse". Analog kann man die Parteien und Parteiungen sehen, gleichsetzen jedoch nicht.

Es waren Gruppierungen, die man im heutigen Sinne als Parteien bezeichnen kann. Es gab klare Grund- und Wertevorstellungen und Führunspersonen, die diese definierten. Es ging beispielsweise um grundsätzliche Positionen zu Landbesitz, Italiker oder Armee. Die Optimaten waren eher konservativ, während die Popularen soziale Elemente vertraten.


Zitat:Ja, Elementen nur, historische Ansätze. Die selbigen Ämter kann man noch nicht als in sich geschlossene Institutionen beschreiben (wie im heutigen Staat), sondern als Schritte der politischen Laufbahn.

Das sind nur noch Rückzugsgefechte, die du da führst. Völlig uninteressant, um darauf zu erwidern. Der neutrale Leser sieht, wie du dich windest.


Zitat:Eine niedergeschriebene Verfassung gab es sehr wohl, und zwar in dem Sinn, daß der Pontifex Maximus über die Einhaltung gewisser religiöser Regeln wachte, die in unzähligen Papyrusrollen und Wachstafeln niedergeschrieben waren. Diese (einer Verfassung gleichstehenden) Regeln wurden während der Zeit der Republik von der Priesterschaft des Jupiter Optimus Maximus und teilweise auch von den Vestalinnen aufbewahrt. 

Zitat:In wiefern kann man gesellschaftlich- religiöse Regeln mit einer modernen Verfassung gleichsetzen? Zudem sind die neuzeitlichen, demokratischen Verfassungen säkularisiert und besitzen keine theokratischen Einschränkungen. Auch kann ich auf die von Dir zitierte Quelle verweisen:

Erst vor wenigen Monaten hat Frau Merkel einen G*tt-Bezug in der Verfassung gefordert. Die religiösen Regeln der Römer definierten das damalige ethische und moralische Selbstverständnis. Sie sind mit einer Verfassung absolut gleichzusetzen. Ein weiteres Rückzugsgefecht deinerseits.


Zitat:Stand bedeutet, in einer jeweiligen (sozialen) Kaste hineingeboren zu sein, ohne dass man diese verlassen kann (außer beispielsweise durch Adoption). Im römischen Staat waren dies u. a. die Patrizier und die Plebejer. In der heutigen Gesellschaft spielt es im vor dem Gesetz keine Rolle, aus welcher Familie man abstammt.

Du meinst es ist egal, ob man als Quandt-Sohn oder als "Normalo" geboren wird? Dem widerspreche ich energisch. Es gibt in diesem Sinne keine Plebs und Patrizier mehr. Das ist richtig. Trotzdem gibt es gesellschaftliche Stände, die in der heutigen Zeit als Klassen definiert sind. Deswegen auch heute Klassenkampf und damals Ständekampf. Es ist prinzpiell dasselbe, einschließlich des Dünkels der Klassen untereinander.


Zitat:Bürgerrechte kann man noch längst nicht mit denen in den modernen Verfassungen niedergeschriebenen Grundrechten (die für alle Menschen Gültigkeit besitzen) gleichsetzen, lediglich analog setzen.

Analog genügt mir für meine Argumentation.


Zitat:Bürgerrechte hingegen sind nur für die jeweiligen Bürger von Bedeutung, besitzen keinen universellen Anspruch.

So wie die heutige Staatsbürgerschaft. Kannst ja mal einen Abschiebeknast besuchen, dann weißt du wie gleich hier alle Menschen sind - trotz der angeblich modernen Verfassung. Was zählt ist das Staatsbürgerrecht, denn die Rechte der Verfassung und Gesetze gelten nur für Staatsbürger analog der römischen Bürgerrechte.

Sieh ruhig mal rüber nach Guantanamo diesbezüglich. Da verweigert man den Insassen alles, einschließlich dem Recht auf einen Anwalt. Nicht mal eine Anklage gibt es. Soweit zu den modernen universellen Ansprüchen. Tdown


Zitat:1. Wenn die "Demokraten" nun ihre Duden und Fremdwörterbücher manipuliert haben sollten, warum sind dann die Altgriechischbücher, die ebenso in demokratischen Verlagen erscheinen, nicht ebenso manipuliert?

Was willst du damit ausdrücken? Ein eindeutiger Beleg, daß du nicht willens bist, Sachbeweise anzuerkennen. Das Wort Demos wird heute einfach anders übersetzt. Jedes griechische Wörterbuch tut es kund. Was willst du also noch reden?


Zitat:Die Zwänge, die entstehen, sind rein marktwirtschaftlicher Natur.

Es gibt keine wirkliche Marktwirtschaft, sondern nur eine Planwirtschaft, die plant, was die Leute zu kaufen haben. Blinzeln


@Fire-Lilly

Zitat:An anderer Stelle dieses überaus, nun, spannenden Forums konnte ich lesen, daß es hier nicht gern gesehen wird, sich Bücherwissern anzueignen.
Viel besser wäre es, die relevanten Fakten durch eigene Erfahrung zu erlangen.

Mir stellt sich bei diesem und den anderen historischen Threads die Frage, wie ihr denn so zu euren geschichtlichen Überzeugungen gekommen seid? Ihr habt doch wohl nicht etwa in Büchern gelesen, oder gar Fern gesehen?

*mal fröhlich in die Runde winkt und dem mit Sicherheit gleich gelöschten Beitrag hinterherdüst*

Fire-Lilly

Ja gelesen und dann selbst nachgedacht. Menschliche Geschichte läßt sich nun einmal nicht anders erfassen. Selbst eventuelle Rückerinnerungen helfen hier nicht viel, weil der notwendige Überblick (einschließlich der menschlich-erfundenen Jahreszahlen) fehlt.

Violetta

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#32
Zitat:Und @Violi

Geschichte wird immer von Siegern geschrieben.

Das ist wohl so. Deshalb ist Geschichtsforschung ein Thema, bei welchem die Quellen ganz besonders kritisch hinterfragt werden müssen. Vieles entspringt eben dem politischen Zeitgeist, dem persönlichen Engagement oder einer temporären Notwendigkeit.

Aber nicht immer gab es "Sieger" und "Besiegte" - oftmals ist es auch ganz gewöhnliche Historie. Geht ja nicht immer um Kriege. Vikfrau
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