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Runatal
#1
Terve
Ich hätt da mal ne Disskusionsanregung für alle Edda-bzw Runenkundigen.

Wär doch mal nett und unterhaltsam, ausserdem noch dienlich die 18 besungenen Runen aus dem Runatal zu analysieren!

Die erste wäre dann
Hilfe verheißt mir eins, denn helfen mag es
In Streiten und Zwisten und in allen Sorgen.

Auf rege Disskusionen
Llynya
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#2
Die Fee Rune. Die Rune der Feen und Elfen. Aber warum eigentlich? Hat das mit dem Runenspruch zu tun?

Zitat:Die erste wäre dann
Hilfe verheißt mir eins, denn helfen mag es
In Streiten und Zwisten und in allen Sorgen.

Elfen und Feen sind sehr hilfsbereite Wesen. Kann man den Runenspruch also so verstehen? Oder hat es damit zu tun, das die Fee Rune für Geld und materielle Werte steht? Geld hilft oft, aber hilft es bei Streiten und Zwisten ebenfalls? Und warum malte man einer Gebärenden diese Fee Rune auf die Handgelenke?

Und was hat das alles mit dem Tatenruhm der Toten zu tun? Die Vergänglichkeit des besitzes, die Vergänglichkeit der materiellen Werte?

Vieh stirb und Verwandte sterben,
Jeder Mensch ist todgeweiht:
Doch ich kenne eins, das niemals stirbt,
Der Ruhm der großen Toten.
"Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd."
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#3
Anscheinend hast du nicht verstanden worum es mir ging! Ich meinte in keinster Weise die feh-Rune.
Ich wollte rein nach dem Runatal vorgehen. Jemand der sich zu mindest ein bisschen hiermit auskennt, weiß, daß das Runatal und das Futhark nicht deckungsgleich sind in der Reihenfolge wenn überhaupt!

Darum geht es mir: Weg von dem esotherischen Futhark-Gedeute und einfach nur mal mit anderen Menschen zusammen herausfinden was genau im Runatal steht. Ist aber auch egal.
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#4
Zitat:Ist aber auch egal.

nein.
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#5
Zitat:nein


doch!

Wenn Du mir dazu aber was erzählen möchtest, dann schreib mir ne KM!
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#6
Hallo Llynya!

Aber auch das Runatal wurde erst im 13. Jh. niedergeschrieben. Zu einem Zeitpunkt, als Island bereits seit 200 Jahren chr**lich besetzt gewesen ist. Das ist die Schwiergigkeit bei der Bücherdeutung und Büchereligion. Deswegen bevorzuge ich die natürliche Zeichenerklärung, also anhand der Natur. Nur hier ist eine Verfälschung unmöglich, da eben die Natur weitesgehend im Original erhalten geblieben ist. Seit Ewigkeiten – bis heute. Bei den Büchern (auch die Edden) handelt es sich um Schriften, die teilweise sogar in Kirchen und von chr**tlichen Mönchen niedergeschrieben, weitergeschrieben und überliefert worden sind. Auch wenn also Kernwahrheiten vorhanden sind, sind Fallen, Weglassungen u. ä. Dinge absichtlich und fahrlässig eingebaut. Also lieber in die Natur schauen, denn dort finden sich ausnahmslos alle Runen wieder. Ob sie die 18 Zeichen des Runatal betreffen oder die 24 des sogenannten älteren Futhark.

Unsere Grüße!
Entweder man findet einen Weg oder man schafft einen Weg!
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#7
Zitat:Wenn Du mir dazu aber was erzählen möchtest, dann schreib mir ne KM!

nein.

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#8
Zitat:Aber auch das Runatal wurde erst im 13. Jh. niedergeschrieben. Zu einem Zeitpunkt, als Island bereits seit 200 Jahren chr**lich besetzt gewesen ist. Das ist die Schwiergigkeit bei der Bücherdeutung und Büchereligion. Deswegen bevorzuge ich die natürliche Zeichenerklärung, also anhand der Natur. Nur hier ist eine Verfälschung unmöglich, da eben die Natur weitesgehend im Original erhalten geblieben ist. Seit Ewigkeiten – bis heute.

Genau das ist der Punkt, dass eben auch die Bücher und Aufzeichnungen verfälscht wurden. Wer also keine mündliche Überlieferung seit mindestens 3.000 Jahren besitzt, der kann mit dieserart überliefertem Wissen nicht mehr viel anfangen.

Der schwedische Hávamál-Forscher lvar Lindquist wird wohl Recht behalten müssen, wenn er von der „verwüsteten“ Form des Gedichtes spricht und folgert, dass es während des 13. Jh. in die Hände eines altertumsfreundlichen, aber frommen Ch**sten fiel, der es der Nachwelt zwar zu bewahren wünschte, es aber zugleich seines heidnisch-religiösen Charakters zu berauben trachtete. Er „entstellte“ es deshalb „mit Wissen und Willen“, strich oder tarnte das Anstößige, indem er es in unverständliche Zusammenhänge setzte, warf alles durcheinander, „um ein Labyrinth ohne Ein- und Ausgang zu schaffen“. Das Ergebnis dieser Mißhandlung sind die überlieferten Hávamál.

Das einzige was übrigbleibt ist in die Natur zu schauen, um dort die Entsprechungen zu finden. Vielleicht willst du werte Llynya das ja mal versuchen? Nehmen wir doch als Beispiel mal den ersten Vers des Runatal.


[139 (1)] Ich weiß, daß ich hing am windigen Baum
Neun lange Nächte,
Vom Speer verwundet, dem Odin geweiht,
Mir selber ich selbst,
Am Ast des Baums, dem man nicht ansehn kann
Aus welcher Wurzel er sproß.

[140 (2)] Sie boten mir nicht Brot noch Met;
Da neigt ich mich nieder
Auf Runen sinnend, lernte sie seufzend:
Endlich fiel ich zur Erde.

[141 (3)] Hauptlieder neun lernt ich von dem weisen Sohn
Bölthorns, des Vaters Bestlas,
Und trank einen Trunk des teuern Mets
Aus Odhrörir geschöpft.

[142 (4)] Zu gedeihen begann ich und begann zu denken,
Wuchs und fühlte mich wohl.
Wort aus dem Wort verlieh mir das Wort,
Werk aus dem Werk verlieh mir das Werk.

[143 (5)] Runen wirst du finden und Ratstäbe,
Sehr starke Stäbe,
Sehr mächtige Stäbe.
Erzredner ersann sie, Götter schufen sie,
Sie ritzte der hehrste der Herrscher.

[144 (6)] Odin den Riesen, den Alfen Dain,
Dwalin den Zwergen,
Alswid aber den Riesen; einige schnitt ich selbst.

[145 (7)] Weißt du zu ritzen? Weißt du zu erraten?
Weißt du zu finden? Weißt zu erforschen?
Weißt du zu bitten? Weißt Opfer zu bieten?
Weißt du wie man senden, weißt wie man tilgen soll?

[146 (8)] Besser nicht gebeten, als zu viel geboten:
Die Gabe will stets Vergeltung.
Besser nichts gesendet, als zu viel getilgt;
So ritzt es Thundr zur Richtschnur den Völkern.
Dahin entwich er, von wannen er ausging.

[147 (9)] Lieder kenn ich, die kann die Königin nicht
Und keines Menschen Kind.
Hilfe verheißt mir eins, denn helfen mag es
In Streiten und Zwisten und in allen Sorgen.





Tue was immer ich will!
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