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Runen
#31
Ach, Mareike, Du darfst das nicht so verbissen sehen; nimm´s doch einfach mit Humor und nicht so tierisch ernst! Ein paar harmlose Flachsereien hin und wieder haben noch keinem geschadet. Fettes Grinsen

@Nuculeuz

Zitat: Wat, wer bist Du denn!?

Dein karmischer Vollstrecker, hi, hi! Wink

Gruß,
Bjarka
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#32
Mareike schrieb:
Zitat:Im Gegensatz zu hier achtet man im paganforum auf gepflegtere Umgangsformen und Kinderstube, die hier wohl Fremdworte sind.

Tschüss und ...

Mary
Kinderstube trifft es dann wohl, also geh wieder spielen und dich mit Schlamm besuhlen.

Dein Abschiedswort spricht für dich und für sich. Blinzeln

Bragi
Kein besserer Freund – kein schlimmerer Feind!
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#33
Seid gegrüßt,

nun habe ich mich auch mal hier eingeloggt, weil ich es nicht länger aushalte, was da so über die Rune Þorn behauptet wird.

Zuerst: Spekulieren kann jeder, das hat aber dann nichts mit der Rune oder dem, was unsere Vorfahren mit ihr verbanden, zu tun. Deswegen interessieren mich diese Spekulationen nicht. Es geht hier vielmehr um Quellen. Wenn z. B. in einem der erhaltenen neun Runenlieder stehen würde, daß diese Rune den G*tt Þórr bezeichnet, dann wäre ich hier einer der ersten Verfechter auch dieser Theorie. Wenn das aber nirgends steht, handelt es sich um eine Spekulation, und diese ist Unsinn. Wenn dann aber in den Liedern sogar noch das Gegenteil steht (nämlich daß es eine Þursen-Rune ist), dann werde ich diesem Unsinn auch laut widersprechen.

Deswegen finde ich die Äußerung:
Zitat: laß das Bücherwissen beiseite. Das verwirrt uns nur.
völlig daneben. Wissen unserer Ahnen wird nun einmal nicht mehr mündlich weitergegeben, sondern ist in Büchern erhalten. Das verwirrt gar nicht, sondern trägt sehr gut zur Klarstellung bei. "Verwirrt" sind nur die Spekulationen von Leuten, die entweder zu faul zum Lesen von Büchern sind, oder bei der Auswahl ihrer Lektüre Schwierigkeiten haben.

Natürlich will ich keinem sein geliebtes Spielzeug wegnehmen oder seine heilige Kuh schlachten. Wer meint, diese Rune habe für ihn etwas mit Þórr zu tun, soll es gerne für sich allein und auf eigene Gefahr tun, aber er soll nicht behaupten, daß dies für unsere Vorfahren auch galt. Er soll offen zugeben, daß er sich eine moderne - nein, "Deutung" kann man das nicht nennen - "Spekulation" aus den Fingern gesogen hat. Das akzeptiere ich, möchte mit ihm zusammen aber diese Runen weder stellen, noch losen. Denn Þórr kann recht zornig werden, wenn man Ihm den Þursennamen zulegt...

@ Paganlord:

Zitat: Zeigt der Dornen mit der Spitze nach unten, heißt die Rune Lebensborn.
Wenn Du so etwas behauptest, dann mußt Du es belegen. Wo auf den etwa 10000 erhaltenen Runeninschriften steht das, in welchem Runenlied? Den Namen "Lebensborn" kennt man übrigens aus einem ganz anderen Kontext, das liegt jetzt etwa 60 Jahre zurück.
Der Name "Lebensborn" ist weder für diese, noch für irgendeine andere Rune irgendwo überliefert!
Außerdem: Runen wurden und werden quer auf Stäbchen geritzt. Wenn man lost, zieht man ein Stäbchen und legt es vor sich hin. Je nachdem, kann es so liegen, daß die Rune linksgewendet oder rechtsgewendet erscheint, nie aber würde man sie nach oben oder unten gewendet hinlegen, da man ja dann das ganze Stäbchen senkrecht hingelegt hätte. Auch ein Kartenleger wird seine Karten nicht quer vor sich hinlegen. Abgesehen davon ist die Vorstellung, eine Rune bedeute, wenn sie kopfsteht, genau das Gegenteil, jedenfalls etwas anderes, als wenn sie richtigherum steht, ganz abwegig. Denn einige Runen sind symetrisch (z. B. Gebo, Haglaz, Naudiz, Isaz, Jeran, Eiwaz, Algiz, Sowelo, Ingwaz, Dagaz), andere würden dann mit anderen Runen verwechselt werden (Ansuz mit Fehu, Maðr mit Yr und umgekehrt). Vom Magischen ist es noch unsinniger, da magische Zeichen auch mit Gedankenkraft geladen sind, und auf das gleiche Bild nicht sich widersprechende Gedanken gelegt werden können (ein Elektriker verbindet ja auch nicht Pluspol und Minuspol an einem einzigen Leiter).
Darum muß ich auch dieser Aussage widersprechen:
Zitat: Ob die Fruchtbarkeit gerade ein- oder ausgestellt ist, liegt an der jeweiligen Darstellungsart (Drehrichtung) des Runenschalters.
Reine Spekulation!

Zitat: Bei den Runenliedern wäre ich sehr vorsichtig, wie bei der ganzen Edda. Wie Du sicherlicht weißt, sind die Niederschriften von Chr*stlichen Mönchen angefertigt und übertragen worden. Das Fälschen, Weglassen und Verändern ist deren Spezialität. Bis heute.
Der Satz offenbart, daß Du davon ausgehst, daß die Runenlieder ein Teil der Edda bilden. Das trifft nur auf eines der neun Runenlieder zu, die anderen haben mit der Edda gar nichts zu tun. Die Eddas sind auch nicht von irgendwelchen "Chr*stlichen Mönchen" aufgeschrieben worden. Ich empfehle hier meinen Text über die Edda und ihre Überlieferung, der seit 2 Tagen im Netz ist:

http://www.semnonenbund.de/Hauptseite/index.php?module=glaube&module_id=10

Tatsache ist, daß der Runenname Þorn bei uns überliefert ist, wo der G*tt aber Donar oder Þunaer heißt, während in Skandinavien, wo der Name des Gottes zu Þórr verkürzt wurde, extra auch der Name der Rune in "Þurs" geändert wurde, um beide nicht zu verwechseln (Þórr-Þorn). Der Dorn ist die Waffe des Þursen (Hrafnagaldr 22), ist Schlaf- und Todessymbol, entspricht dem bekannten Schlafdorn und dem "Todeslos", das antike Autoren bei den Germanen erwähnen. Das Zeichen von Þórs Hammer ist als Svastika überliefert, nicht nur bei uns, sondern auch für den Donnergott Perkunas der Balten und Indra-Taranis der Inder. Hier ein Link dazu:

http://www.sungaya.de/schwarz/allmende/gewerke/hammer.htm

Auch zu dem Rest, was hier so über Runen behauptet wurde, könnte man einiges sagen, doch das vielleicht später.

Lichtgruß, Geza





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#34
Hallo,

wenn ich mir die Startseite von semnonenbund.de anschaue weiss Ich schon was Ich davon halten darf... nämlich nichts.

Aufgeschlitzte Tierkadaver, die als 'gutes Essen' bezeichnet werden, Alkohol und Tabakkonsum --- und da war das Browserfenster wieder zu.

Ihr spielt das Spiel welches die Herrschenden für euch erdacht haben, und meint in diesem Wirrwarr welches Ihr da betreibt noch einen Durchblick zu haben Blink

Warum Bücherwissen nicht das Wahre ist? Schonmal davon gehört, daß die Germanen eines der stärksten Völker mit herausragendem Mut waren, weil sie wussten, daß sie nach ihrem Tod reinkarnieren?

Und daß manche von Ihnen sich zurückerinnern können....?

Aber sicher nicht bei wilden Feiern im Alkoholrausch mit Kadaver im Magen und Tabakrauch in der Lunge...

Gruß,
Nov
Weisheit ist nicht mitteilbar. Weisheit, welche ein Weiser mitzuteilen versucht, klingt immer wie Narrheit.
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#35
Mahlzeit (wenn's auch schon etwas spaeter ist) Blinzeln

Jetzt wird's ja so richtig lustig hier, was die Runen betrifft, vor allem ihre Ueberlieferung. Fettes Grinsen

Gewisse Sachen sind nun mal AUSSCHLIESSLICH muendlich weitergegeben worden, so auch die richtige Bedeutung der Runen. Alles was niedergeschrieben wurde und wird, wird mit jedem Mal verfaelscht. Das ist ganz einfach mit der Umschreibung von Buechern von alter zu neuer Rechtschreibung zu belegen. Gerade auch beim Uebersetzen werden Fehler gemacht, die das wirkliche Wissen um die Bedeutung gewisser Sachen verschleiern (zum Teil auch absichtlich).

Was die Niederschrift der Edda betrifft: Die wurde sehr wohl von einm Chr*stlichen Moench in Island niedergeschrieben, ob Du's wahr haben willst oder nicht ist dabei volkommen gleichgueltig. Uebrigens: haettest Du genau gelesen, bei dem ersten Link den Du hier reingestellt hast, dann haettest Du selbst mitbekommen, dass sie nur von einem chistlichen Kleriker nieder- / abgeschrieben wurde (kleiner Tip: Zeit und Name).

Was die Runenlieder betrifft, das weiss ich nicht, ist aber wie im 2. Absatz zu lesen ist bedeutungslos, sofern keine exakte muendliche ueberlieferung bekannt ist. Und jeder, dem sie ueberliefert wurde, wird sie mit nichten irgendwo veroeffentlichen.

Aber mit ein bisschen Instinkt kommt man auch ohne viel lesen daraf was die Runen bedeuten. Und wie Unser werter Lord bereits geschrieben hat: Die Runen waren immer noch vor den Worten die sie beschreiben da. Wer's nicht glaubt, kann uns ja gerne das Gegenteil beweisen. Denn auf so eine Beweisfuehrung bin ich gespannt. Lächeln

Zu den Seiten die du empfiehlst ist eigentlich nur zu sagen: *Grusel* Lächeln

Der Ritter aus dem Morgenland.

Vikfrau
-----------------------------------------
"Sie wollen die Wahrheit? Sie können die Wahrheit doch gar nicht vertragen!" Jack Nicholson in Eine Frage der Ehre
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#36
Na mein "Freund", Du scheinst ja die Runenbücher reihenweise gefressen zu haben. Kein Wunder also, daß am Ende nur noch Suaheli herauskommt.

Geza schrieb:Seid gegrüßt,


Deswegen finde ich die Äußerung:
Zitat: laß das Bücherwissen beiseite. Das verwirrt uns nur.
völlig daneben. Wissen unserer Ahnen wird nun einmal nicht mehr mündlich weitergegeben, sondern ist in Büchern erhalten. Das verwirrt gar nicht, sondern trägt sehr gut zur Klarstellung bei. "Verwirrt" sind nur die Spekulationen von Leuten, die entweder zu faul zum Lesen von Büchern sind, oder bei der Auswahl ihrer Lektüre Schwierigkeiten haben.

Wissen nennst Du das, was sie Dir vorwerfen? Tonnen von Büchern in denen überall der gleiche verdrehte Unsinn steht. Wissen unserer Ahnen? Dann haben wir wohl nicht die gleichen, denn die, die Du hier zitierst, gehören nicht zu den meinigen.

Zitat:Natürlich will ich keinem sein geliebtes Spielzeug wegnehmen oder seine heilige Kuh schlachten.

Und jetzt auch noch frech werden, was?

Zitat:
Zitat: Zeigt der Dornen mit der Spitze nach unten, heißt die Rune Lebensborn.
Wenn Du so etwas behauptest, dann mußt Du es belegen. Wo auf den etwa 10000 erhaltenen Runeninschriften steht das, in welchem Runenlied?

Wie muß man denn heißen, aussehen etc., um Deiner Meinung nach Ahnung von dem Wissen unserer Ahnen zu haben?

Zitat:Außerdem: Runen wurden und werden quer auf Stäbchen geritzt.

Die Stäbchen waren aus Buchenholz, daher auch die Bezeichnugn Buchstabe. Blinzeln


Zitat:Wenn man lost, zieht man ein Stäbchen und legt es vor sich hin. Je nachdem, kann es so liegen, daß die Rune linksgewendet oder rechtsgewendet erscheint, nie aber würde man sie nach oben oder unten gewendet hinlegen, da man ja dann das ganze Stäbchen senkrecht hingelegt hätte.

Schon mal was vom Polaritätenbild gehört?
Runen können in vier Richtungen gespiegelt werden, nicht nur in zwei! Es gibt ja auch 4 Himmelsrichtungen!

Zitat:Auch ein Kartenleger wird seine Karten nicht quer vor sich hinlegen.

Vom Menschen erfundene Karten mit Runen zu vergeichen ist ja wohl mehr als lächerlich. Allein diese Aussage spricht für sich. Blinzeln

Zitat:Vom Magischen ist es noch unsinniger, da magische Zeichen auch mit Gedankenkraft geladen sind, und auf das gleiche Bild nicht sich widersprechende Gedanken gelegt werden können (ein Elektriker verbindet ja auch nicht Pluspol und Minuspol an einem einzigen Leiter).

Unsinniges Beispiel!
Und das mit der Gedankenkraft ist genauso ein Unsinn. Die Rune wirkt, ob Du daran glaubst oder nicht. Was Du meinst in sie hineinzudenken interessiert die Rune herzlich wenig. Sie bedient sich der immer zur verfügungstehenden neutralen Energie (siehe Beispiel Kühlschrank/Herd) und wirkt je nach ihrer Drehrichtung!

Zitat:Auch zu dem Rest, was hier so über Runen behauptet wurde, könnte man einiges sagen, doch das vielleicht später.

Das behalte ich mir ebenso vor.

Bragi
Kein besserer Freund – kein schlimmerer Feind!
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#37
Geza schrieb:Wissen unserer Ahnen wird nun einmal nicht mehr mündlich weitergegeben,
Sagt wer?! Reine Spekulation Fettes Grinsen .


Und das mit den Karten ist eine vollkommene Fehlinformation - es gibt sogar recht viele Legemethoden, bei denen Karten z. T. quer gelegt werden, oder gar schräg.

Gruß,
Abnoba
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#38
Hallo Novalis,

zuerst: Die Website des Semnonenbundes ist hier nicht Thema. Ich bin für diese Seite nicht verantwortlich und kenne sie auch zum kleinsten Teil. Den Text über die Edda habe ich für http://www.fornsedr.de geschrieben, doch die kommen nicht weiter, und der Text ist - wie das Beispiel hier zeigt - notwendig. Darum habe ich ihn den Leuten vom Semnonenbund gegeben, damit sie ihn erstmal ins Netz stellen.

Zitat: Ihr spielt das Spiel welches die Herrschenden für euch erdacht haben
Wie gesagt, ich habe nichts mit dem Semnonenbund zu tun. Und ich selbst nehme das Heidentum sehr ernst, ein Spiel ist es für mich nicht. Das kannst Du auch auf der von mir geprägten Seite (http://www.Allsherjargode.de) sehen, auch unsere Einstellung zum Cigarettenkonsum.

Zitat: Schon mal davon gehört, daß die Germanen eines der stärksten Völker mit herausragendem Mut waren, weil sie wussten, daß sie nach ihrem Tod reinkarnieren?
Schon vor 21 Jahren habe ich darüber eine Schrift verfaßt ("Wiedergeburt im heidnischen Glauben").

Zitat: Und daß manche von Ihnen sich zurückerinnern können....?
Das kommt immer, wenn die Argumente ausgehen oder man davon grob abweicht. So kann man dann den Unsinn doch noch als Weisheit verkaufen.
Selbstverständlich gibt es eine Erinnerung an frühere Inkarnationen, doch mischen sich leider dabei oft Dinge verschiedener Inkarnationen zusammen, u. a. auch Gründerzeitzeug von Guido List. Der sprach übrigens auch immer von "Erberinnern", und was seine "Erinnerungen" mit dem tatsächlichen Heidentum zu tun haben, kann ich Dir auch sagen: Nichts! Und außerdem: Die Menschen, die die Eddalieder oder die Runenlieder überliefert haben, müßten ja dann erst recht so eine Erinnerung an frühere Inkarnationen haben. Also was sollte dann die Kritik an diesen Texten? Offenbar ist es doch nicht so einfach mit der "Erinnerung".

@Knight:

Zitat: Uebrigens: haettest Du genau gelesen, bei dem ersten Link den Du hier reingestellt hast, dann haettest Du selbst mitbekommen, dass sie nur von einem chistlichen Kleriker nieder- / abgeschrieben wurde
Ich habe nicht nur genau gelesen, ich habe diesen Text sogar selbst verfaßt. Also erzähl mir jetzt nicht, was ich geschrieben habe. Alle Isländer nach 1000 waren Chrsten, und die alten Godensippen mußten aus ihren Tempeln Godenkirchen machen, oder hätten ihre Einnahmen verloren. Also tat es auch Saemundur. Ein Priester ist aber auch kein Mönch.

Zitat: Und jeder, dem sie ueberliefert wurde, wird sie mit nichten irgendwo veroeffentlichen.
Schon wieder der gleiche Rückzug, wie bei Novalis: Die alte geheime Überlieferung, die keiner nachprüfen kann. Nimm zur Kenntnis: Eine mündliche Tradition über die Runen, die von der heidnischen Zeit bis heute reicht, gibt es nicht.

Zitat: Gewisse Sachen sind nun mal AUSSCHLIESSLICH muendlich weitergegeben worden, so auch die richtige Bedeutung der Runen.

Ja, wenn Du die aufgeschriebene mündliche Überlieferung der Runenlieder meinst, Nein, wenn Du irgendwelche mündlichen Überlieferungen in heutiger Zeit meinst.

Zitat: Die Runen waren immer noch vor den Worten die sie beschreiben da.
Falsch. "Rune" bedeutet nämlich erst seit der Chr*stlichen Zeit "Zauberzeichen", vorher bedeutete "Rune" nur "gerauntes Wort, geraunter Zauber". Daum heißen die Verse des Kalevala noch heute "Runen". Das heutige Wort "Raunen" gibt die Bedeutung des Wortes "Rune" noch gut wieder. Und "Raunen" ist Flüstern, Reden, ein Wort/Zauber sprechen. Erst später übertrug man die Bezeichnung auf das Zeichen, das der Träger dieses Wortzaubers wurde. Darum findest Du auch im Runenlied der Edda oft die Formulierung: "Wie ich es singe..." - es geht nur sekundär um ein magisches Zeichen!

@Bragi:

Du schriebst zu Büchern:
Zitat: Dann haben wir wohl nicht die gleichen, denn die, die Du hier zitierst, gehören nicht zu den meinigen.
Ich habe gar keine Bücher zitiert, sondern Runenlieder. Das ist etwas ganz anderes. Daß man 99% der esoterischen Runenbücher wegwerfen kann, ist auch meine Meinung.

Zitat: Wie muß man denn heißen, aussehen etc., um Deiner Meinung nach Ahnung von dem Wissen unserer Ahnen zu haben?
Glaubst Du im ernst, daß man schlauer wird, wenn man sich eine Brille aufsetzt oder seine Haare färbt? Weder geht es um Aussehen, noch um Namen (man sollte sich allerdings in Bescheidenheit üben und sich nicht einen Götternamen zulegen - dadurch wird man noch lange nicht zur Gottheit, der Versuch muß scheitern. Und Götter mögen das nicht, glaub mir).

Zitat: Die Stäbchen waren aus Buchenholz, daher auch die Bezeichnug Buchstabe.
Richtig, sehr gut (weiß allerdings heute auch schon jede 14jährige Teenie-Wicca).

Nun kommst Du wieder mit Deinem Runenge- und Verdrehen. Vielleicht habe ich mich nicht klar ausgedrückt: Wenn Du einen 5 cm langen und 1 cm breiten Stab hast, auf dem die Rune quer geritzt ist (damit keine waagerechte Linie vorhanden ist, die mit der Holzfaser verläuft und das Stäbchen spalten könnte), und Du legst die gelosten Stäbchen vor Dich hin, dann hast Du zwei Möglichkeiten: Entweder, Du legst Deine gelosten Stäbchen immer quer (dann können die Runen richtigherum oder kopfrum stehen), oder Du legst Deine Stäbchen immer senkrecht (dann kann die th-Rune entweder mit der Spitze nach oben oder unten zeigen). Alle vier Möglichkeiten gibt es nicht, es sei denn, Du legst die Runen nach Lust und Laune irgendwie hin.
Seh Dir nur einmal die erhaltenen Runeninschriften an: Viele Runen werden ohne irgendeinen Grund rechts- oder linksseitig geritzt (auch die Buchstaben des lateinischen Alphabets gab es früher in verschiedenen Richtungen). Das ist bei Runen normal und hat mit der Bedeutung erkennbar nichts zu tun. Bei vielen Inschriften wechselt im Text mehrfach die Richtung ("Pflugwende"). Die Rune hat ihre festgelegte Bedeutung, diese ändert sich nicht durch die Drehrichtung der Rune. Wenn Du so etwas behauptest, mußt Du es belegen (dazu bitte nicht die Eso-Unsinnsbücher angeben, sondern Primärquellen).

@Abnoba:

Zitat: es gibt sogar recht viele Legemethoden, bei denen Karten z. T. quer gelegt werden, oder gar schräg.
Es gibt heute zahlreiche Legemethoden, die sich irgendwelche Leute in den letzten Jahren ausgedacht haben. Es gibt nur ganz wenige alte Kartenauslegemethoden, nur bei einer einzigen alten Legemethode wird die letzte Karte quer über die Personenkarte als Schlüsselkarte gelegt. In der Deutung aber wird sie nicht anders gedeutet, als die normalliegenden Karten. Und komme mir bitte nicht damit, daß es in China auch runde Spielkarten gibt.

Es gibt auch Kartendeutungsmethoden, da bedeuten kopfstehende Karten etwas Schlechtes, richtigherum aber etwas Gutes. Ich halte diese Deutungen für falsch. Aber wie auch immer, wir reden hier ja nicht von Karten, sondern von Runen. Kreuz-Dame ist z. B. eine ältere, vornehme Frau gehobenen Standes, kopfstehend aber eine Dirne. Solche Vorstellungen konnten sich herausbilden, als die Spielkarten noch Einfachbilder waren, und es dann eben auffällig ist, wenn eine Person im wahrsten Sinne des Wortes kopfsteht. Bei Runen würde sich diese Vorstellung (schon wegen der zahlreichen symmetrischen Runen) nie bilden können, auch deswegwen, weil "Runen" eben "geraunte Zauberworte" sind, die nicht "kopfstehen" können.

Lichtgruß, Geza
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#39
Hallo Geza,

nachdem ich mir mal deinen Lebenslauf zu Gemüte geführt habe ist mir einiges klarer geworden Blinzeln

Da wird ja mit Titeln und Namen um sich geworfen auf der Seite, das hab' ich lange nicht mehr gesehen Lol

Du hast schon so viele Fremdgedanken als Wahrheiten akzeptiert, daß jeder Versuch dich dort heraus zu locken fruchtlos sein wird. Du machst ja sogar bei dieser Sklavenhalter- Politik namens Demokratie mit wie ich sehe. Das meinte ich weiter oben mit 'Spiel welches die Herrschenden für euch erdacht haben', u.A. natürlich.

Na geh mal zurück zu den Deinigen, denn hier wirst du Niemanden von deinem Bücherwissen überzeugen können, und daß Du selbst revidierst halte ich für unwahrscheinlich. Beweisen kann man weder deine Runenlieder, noch die hier vertretene Auffassung. Für mich erklären sich die Runen direkt in und durch die Natur, denn von dort stammen sie. Das hat etwas mit intuitivem Erfassen zu tun, nicht mit irgendwelchen Schriften. Diese Spezialisierung und dieses Hinein-Fressen in Kleinigkeiten finde ich eh müßig... denn nachher weiss man Alles - über Nichts.

Gruß,
Novalis
Weisheit ist nicht mitteilbar. Weisheit, welche ein Weiser mitzuteilen versucht, klingt immer wie Narrheit.
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#40
@ Geza:

Bist Du der Meinung, auf dem Kopf stehende Karten repräsentieren prinzipiell ihr eigenes Gegenteil/ihre Perversion, muß ich Dich enttäuschen.

Selbst bei relativ alten Legemethoden wird quer gelegt.

Und ansonsten muß ich sagen, jede weitere Ausführung zu diesem Thema ist mir (jedenfalls an Ort und Stelle) zuviel Aufwand.
Wir können darüber gerne privat weiterdiskutieren, auch wenn es, wie Du bereits ansprachst, nicht das Thema ist.

Gruß,
Abnoba

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