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Saatgut
#21
Hi, Saxorior
...es ehrt mich ungemein, dass sicht tatsächlich noch jemand an meine aktiefitäten erinnert...
...in sachen saatgut selbst erzeugen bewegen wir uns hier auf eschenqell mit kleinen schritten...
...doch immmmmmmerhin haben wir gerade einen feldsalatbestand von imponierenden ausmaaaaasssen. Im frühjahr ausgesamter feldsalat keimt flächenartig im herbst mit breiter zeitstreuung – schon im august wenige, die jetzt teilweise weitverzweigte „köpfe“ von durchmesser bis zu 20 cm bilden, dann ganze flächen ab september... wir haben rechtzeitig diese flächen gejätet, so dass der feldsalat sich ungehindert von vogelmiere u.a. kriechenden beikräutern entwickeln kann und die ernte einfacher ist. Der im frühling gesammelter samen haben wir auch noch auf mehreren beeten reihenweise ausgesät – der vorteil ist dass wir zwischen den reihen haackaacken können...
...des weiteren haben wir dieses jahr eine eigene bastardmischung von grünem & orangenem hokkaido angebaut – hat aber zu stark an schneckenfraaaaaaaaaaaaaaasss gelitten um eine aussage über qualität der züchtung zu machen.
...den mangold haben wir auch blühen und samen lassen (tut es erst im zwotem jahr) – kommendes jahr werden wir erste ergebnisse von selbstaussaat und geziehlten saat von gesammelten und getrocknem saatgut vergleichen können...
...ferner natürlich ein wenig samen gesammelt: ringelblumme, pastinake, schwarzwurzel, sonnenhut, flockenblumme, gartenampfer, lichtnelke, staudenmohn usw... teilweise aber auch einfach vergessen...
gruss
Ani
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#22
Hallo Ani,

danke für Deine Antwort.

Zitat: ...doch immmmmmmerhin haben wir gerade einen feldsalatbestand von imponierenden ausmaaaaasssen. Im frühjahr ausgesamter feldsalat keimt flächenartig im herbst mit breiter zeitstreuung – schon im august wenige, die jetzt teilweise weitverzweigte „köpfe“ von durchmesser bis zu 20 cm bilden, dann ganze flächen ab september...

Deine Erfahrungen mit Feldsalatsamen sind ja bestens.
So hatte ich mir einen Austausch von Informationen vorgestellt.


Zitat: ...des weiteren haben wir dieses jahr eine eigene bastardmischung von grünem & orangenem hokkaido angebaut

Das ist doch Kürbis, oder?


Zitat: – hat aber zu stark an schneckenfraaaaaaaaaaaaaaasss gelitten um eine aussage über qualität der züchtung zu machen.

Nach der dritten aufgefressenen Kürbispflanze habe ich aufgegeben. Dieses Jahr waren es einfach zu viele Schnecken.
Schade, daß es da keine Aussagen zur Ernte gibt. Die Ernte ist doch das entscheidende am selbst gesammelten und gelagerten Saatgut!


Zitat:..den mangold haben wir auch blühen und samen lassen (tut es erst im zwotem jahr) – kommendes jahr werden wir erste ergebnisse von selbstaussaat und geziehlten saat von gesammelten und getrocknem saatgut vergleichen können...

Mit Mangold habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht, sehr gute Ernte!
Das hat problemlos geklappt.


Zitat:...ferner natürlich ein wenig samen gesammelt: ringelblumme, pastinake, schwarzwurzel, sonnenhut, flockenblumme, gartenampfer, lichtnelke, staudenmohn usw... teilweise aber auch einfach vergessen...

Schön, daß wir uns hier ab und zu austauschen können.
Man kann sich schon zu den Wissenden zählen, wenn man vom Samenkorn bis zur Ernte eine Pflanze begleiten kann.

Viele Grüße Saxorior
Lebe für Deine Ideale!
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#23
Ich wollte hier dieses Thema nochmal aufgreifen, da es sehr umfangreich und wichtig ist. Saatgut selber ziehen ist nicht nur finanziell gesehen sehr hilfreich, sondern gerade, wenn es um das Wissen geht, einfach unbezahlbar. Es wäre schön, wenn die Gärtner hier ihr Wissen preisgeben würden, wie und wann man Saatgut ernet, trocknet usw. und auf was man acht geben sollte. Auch die Vermehrung durch Stecklinge und Co. ist sehr interessant für die Pflanzenvielfalt im Garten sowie die natürliche Ernährung und/oder auch für Krisenfälle.
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#24
Die Ernte bzw. das Einsammeln von Samen von Pflanzen ist recht einfach.
Die Früchte richtig reif werden lassen und daraus den Samen entnehmen.
Die Samenkörner trockne ich auf Backpapier, dort verkleben die feuchten Körner nicht so mit dem Papier. Nach einigen Tagen an einem luftigen Raum werden sie in Briefumschläge verpackt und beschriftet. Dann lege ich sie an einen dunklen und trockenen Ort (Schrank, Schubfach).

Du brauchst von Hybridpflanzen keinen Samen zu entnehmen, denn diese keimen nicht.
Von samenfesten Sorten kannst Du jedes Jahr Samen ernten.
Am einfachsten ist es, Radieschen und Salat blühen zu lassen, zu warten bis der Samen reif ist und diesen dann zu ernten.
Lebe für Deine Ideale!
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#25
Ich achte darauf, dass mir keine Hybriden in den Garten kommen! Werde die Saatgewinnung auf jeden Fall machen Daumen hoch Danke für die Tipps in Punkto Lagerung.
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#26
ich hätte eine frage und zwar, werden in baumärkten, baumschulen und gartengeschäfte hybride zum verkauf angeboten?
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#27
Ja und nein.
Der Samen ist gekennzeichnet und hat zum Namen noch einen Zusatz wie "H1" oder so ähnlich.

Ein Hybrid ist eine Kreuzung zweier verschiedener Pflanzen.
Der aus ihnen gewonnene Samen hat keine reinen Erbinformationen. Deswegen haben die Kinder dann viel weniger bis gar keinen Ertrag mehr.
Es kommt unter Umständen sogar zu Mißbildungen.

Es gehört für mich schon zum Naturschutz, solchen Samen erst gar nicht zu kaufen.
Lebe für Deine Ideale!
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#28
Hybride (aus Zucht) der ersten Generation sind mit "F1" benannt.

Eine Mutter mit den gewollten Eigenschaften wird vielfach vermehrt...
Das Kind mit denselben Eigenschaften mit der Mutter gepaart (vielfache nachkommen). Die Nachkommen selbiger wiederum nach gewünschten eigenschaften selektiert und mit der Mutter verpaart, und das ganze wird wiederholt, bis fast alle nachkommen die Eigenschaften der Mutter zeigen.

Es tritt eine sogenannte Inzuchtdepression bei den Nachkommen auf, sie sind eigentlich genetisch "am arsch"...

Kreuzt man nun diese Generation mit einer Pflanze die ebenfalls gewünschte Eigenschaften zeigt, aber einer andren Zuchtlinie abstammt, tritt der Heterosis Effekt auf, welcher schlagartig zu mehr Vitalität und Leistungsfähigkeit führt (aber in Folgegenerationen aufgrund der genetischen Armut wieder stark abnimmt). Dies ist die F1 Generation (erste Filialgeneration).

Folglicher Effekt sind Pflanzen die schnell wachsen, riesige und viele Früchte machen, aber auch auf Umwelteinflüsse und Schadbefall sehr anfällig sind, sowie inhaltlich kaum was wert sind (da ja die Menge bei der Selektion zählt)

Inzucht Linien eben... Wers essen will: Mahlzeit^^ selber schuld^^
Wenn du die Geheimnisse des Universum finden willst, dann denke in Form von Energie, Frequenz und Schwingung
Nikola Tesla
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#29
Bei mir ist es bald soweit und ich kann schon die ersten Samen sammeln.

Schnittlauch:
Die vertrockneten Blüten vom blühenden Schnittlauch sind ganz einfach zu sammeln. Abschneiden und ausklopfen, bei Bedarf noch etwas in den Sonne liegen lassen - so lösen sich die kleinen schwarzen Samen einfacher. Trocken und lichtgeschützt lagern.

Ich habe noch ein anderes Projekt zur Zeit, und zwar tropische Pflanzen ziehen. Dazu gibt es auch zahlreiche Filme im Netz zu finden. Hier sind meine ersten "Gehversuche" auf diesem Gebiet.

Avocado:

Frucht normal schälen und Fruchtfleisch entfernen - so wird der Kern freigelegt. Jetzt muss man den Kern nur ins Wasser legen und zur Hälfte mit Wasser bedecken (nachgießen). Damit der Kern stabil im Glas steht, werden seitlich Zahnstocher befestigt. Jetzt heißt es warten.

Ananas:
Der Strunk wird oben fest gehalten und einfach gedreht, so lässt er sich leicht vom unteren Rest trennen. Der Rest schmeckt sehr lecker Lol
Dann werden die untersten Blätter abgezogen damit der Teil unten etwas frei ist und sich dort die Wurzeln bilden können. Ab damit ins Wasserglas und warten!

   

Mango:

Frucht schälen und Kern freilegen. Der innere Kern steckt in der Schale vom Freigelegten. Der Mangokern hat eine Stelle die aussieht wie eine Nase, und unterhalb dieser "Nase" befindet sich eine kleine Kerbe/Delle, und dort bricht man vorsichtig mit dem Messer den Kern auf. So erhält man den Samen. Jenen packt man in ein nasses Küchenpapier oder Taschentuch, packt es in eine Folie und legt sie in die Sonne (Küchenfenster).

   

Weintrauben:
Einfach vorsichtig ein paar Kerne aus den Weintrauben pulen und am Fensterbrett trocknen. Danach in die Erde, angießen und aufziehen.

Zitrone:
Auch dort vorsichtig die Kerne herauslösen und in Küchenpapier geben, nass machen und in eine Folie stecken. Und auch dort heißt es warten - warten - warten.
   

Soweit die Theorie - mal sehen, was da alles so wächst Daumen hoch
Achte auf deine Gedanken - sie sind der Anfang deiner Taten
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#30
Aus dem Schnittlauchsamen wird etwas werden, und der Rest ist zum Erfahrungen sammeln?

Es ist sehr aufwendig, für Mango, Ananas und Avocado hier die klimatischen Bedingungen zu schaffen.
Ich dachte bei Saatgutgewinnung eher an einheimische Pflanzen. Denn für diese reicht unsere Vegetationsperoide, und man kann mit einem gewissen Erfolg rechnen. Aber wenn es Dir Spaß macht - bitteschön.

Auch bei Wein lohnt es sich, eine veredelte Pflanze zu kaufen.
Denn es gibt Reben, die sind gegen falschen und echten Mehltau resistent, und man kann nach 3-4 Jahren die ersten Weintrauben essen.
Lebe für Deine Ideale!
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