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Stillschweigen kontra Öffentlichkeitsarbeit
#11
Hælvard schrieb:Wofür trägst Du Deiner Meinung nach die Verantwortung im Leben?
Für jeden Schritt, den ich gehe, für jedes Wort, das ich sage, für jede Tat, die ich tue, für jeden Gedanken, den ich denke, für jeden Schritt, den ich nicht gehe, für jedes Wort, das ich nicht sage, für jede Tat, die ich nicht tue, für jeden Gedanken, den ich nicht denke.
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#12
Hallo Eliada,

zunächst ein herzliches Willkommen hier und eine nette Zeit.

Eliada schrieb:Mit einer Einschränkung: Kinder sind für alles offen und sie sind unsere Zukunft. Deshalb, wenn Du Die Welt verändern willst, überzeug die Kinder (in deinem Umfeld). Das funktioniert, hab es schon probiert.

Diese Worte "Kinder seien unsere Zukunft" habe ich so vor ein paar Monaten auch noch geäußert. Vor ca einem halben Jahr führte ich ähnliche Gespräche diesbezüglich mit einem Bekannten, welcher stets sagte, er wolle keine Kinder und dieser Welt sei eh nicht zu helfen. Damals war ich auch noch der Ansicht, die Kinder von Vegetariern (Normalköstlern also) wären die Zukunft dieser Welt, weil die Eltern gemeinsam in eine bestimmte Richtung arbeiten könnten. Ich sagte auch zu ihm, ein Kind aus solcher 'bewußten Verbindung' hätte ein imenses Potential. Es würde schon von klein auf im Bewußtsein der Naturverbundenheit und Liebe zu Tieren aufwachsen. Es würde von klein auf nicht zum unnatürlichen Fleischverzehr erzogen (genötigt) und vieles mehr.

Ja, das klingt zunächst wunderbar; heroisch. Doch im Endeffekt ist es die typische Selbstverwirklichung. Man will dem Kind einen Weg bereiten, den man für sich selbst gewünscht hätte. Es ist dem 'menschlichen Körper' so einprogrammiert, sich genetisch fort zu pflanzen; neue Körper zu erzeugen. Es ist ganz besonders den Frauen so einprogrammiert, jenen Nachkömmlingen den Weg zu ebnen; sich förmlich selbst aufzuopfern, damit diese Kinder heran reifen und (nach der eigenen Vorstellung) eine glückliche Zukunft haben. Der sogenannte Mutterinstinkt des weiblichen Körpers verführt dazu, sich Kinder zu wünschen und diesen eine "bessere Zukunft" bieten zu wollen. Und genau dies bringt Frauen in Abhängigkeit. Sobald eine Frau auch nur ein einziges Kind in die Welt setzt, verliert sie für den Rest dieses Körper-Lebens ihre Freiheit. Sie hat kaum mehr Möglichkeit zur Selbstentfaltung. Eltern sind über ihre Kinder steuerbar. Ganz besonders in unserer heutigen Gesellschaft stoßen sie an jeder Ecke und zu jeder Tageszeit auf Gesetze seitens des Staates und auf Manipulation durch Werbung seitens der Industrie.
Selbst wenn man es schaffen sollte, einem Kleinkind all diese Gedanken mit auf den Weg zu geben, wie man es zur Geburt dessen beabsichtigte, selbst dann wird die Manipulation spätestens ab dem ersten Schultag zu mächtig. Denn dann kommt der Einfluß der Mitschüler und des sonstigen "öffentlichen Daseins". Der Einfluß der Gesellschaft wird mit dem Heranwachsen des Kindes immer stärker. Hätten Eltern solch starken Einfluß auf ihre Kinder, dass man so die Zukunft steuern könnte, dann dürfte es all die ungesunden Dinge nicht geben, angefangen bei Süßigkeiten über Zigaretten, Alkohol, hin zu härteren Drogen... Schließlich weiß von der Logik her jeder, dass man diese meiden sollte usw. Dennoch gibt es all dies, und es wird nicht weniger. Eltern kämpfen vehement dagegen an, dass ihre Kinder Alkohol, Zigaretten und sonstige Drogen konsumieren. Jedoch sind sie machtlos gegen die andern.

Letztlich sind Kinder lediglich Mittel, um deren Eltern zu steuern. Wenn schon im Vorfeld ein Plan aufgesetzt wird, wie man ein Kind großzieht und erzieht usw., dann richtet man bereits die Aufmerksamkeit weg von sich selbst, hin zu diesen anderen Körpern und verliert sich selbst (spirituell) aus den Augen. Man ist gezwungen, das gesamte Dasein hiernach aus zu richten. WOFÜR??? Um im Alter nicht allein zu sein??? Die meisten Personen sind trotz dass sie Nachkömmlinge haben im Alter allein.

Unsere Zukunft liegt allein in uns selbst.
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#13
Wenn man wegen der Anforderungen des Alltags resigniert, kann man sich auch gleich begraben lassen. Es ist natürlich ein Kampf, der jeden Tag aufs Neue beginnt, aber wenn man sich diesem Kampf nicht stellen will, brauch man morgens nicht mehr aufzustehen. Und ich sage als Mutter, es gibt kein schöneres Gefühl, als die bedingungslose Liebe eines Kindes. Ich hab 2 fantastische Kinder, und ich möchte sie auf keinen Fall missen, obwohl wir uns täglich mit den genannten Problemen beschäftigen müssen. Ob sie jetzt irgendwelche Drogen nehmen oder andere Laster entwickeln liegt an ihnen. Ich sehe als meine Aufgabe, ihnen zu vermitteln, daß es ihre und ganz allein ihre Entscheidung ist, welchen Weg sie gehen. Es gibt kein "Die Anderen sind schuld".Wir sind doch nunmal mit einer Intelligenz gesegnet oder verflucht, wie auch immer man es sieht. Diese Intelligenz müssen wir nutzen, um unsere Entscheidungen zu treffen. Um eine Entscheidung zu treffen, muß man aber auch alle Optionen kennen. Deshalb finde ich es völlig normal, daß Kinder alles ausprobieren. Kein Kind rutscht grundlos ins Chaos. Zum Thema "Allein alt werden trotz Kindern" könnte ich hier Romane schreiben, sehe aber davon ab. Nur soviel: wenn Kinder ihre Eltern nicht mehr ertragen, hat das Gründe. Hauptsächlich (nach meiner Erfahrung) können die Eltern ihre Kinder einfach nicht akzeptieren. Es reicht nicht, ihnen gesunden Menschenverstand und Verantwortungsbewußtsein beizubringen, sondern man will sie erziehen und formen. Das ist völlig falsch und bringt sie dazu, nicht überlegt zu entscheiden, sondern sich Verhaltensmuster zuzulegen und schon hat man sich einen Befehlsempfänger herangezogen. Kleine Kinder müssen gehorchen, wenn auch nur zu ihrem eigenen Schutz. Heranwachsende Kinder müssen lernen, für ihre Entscheidungen die Verantwortung zu übernehmen, wieder und wieder und wieder. Kein Mensch ist perfekt, jeder macht Fehler. Aber jeder Fehler, den man erkennt und meidet, bringt uns weiter. Man sollte einfach nichts tun, was man für falsch hält, auch wenn andere das von einem verlangen. Dann ist das alles gar nicht so schwierig.
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#14
Zitat:
Hælvard schrieb:Wofür trägst Du Deiner Meinung nach die Verantwortung im Leben?

Eliada schrieb:Für jeden Schritt, den ich gehe, für jedes Wort, das ich sage, für jede Tat, die ich tue, für jeden Gedanken, den ich denke, für jeden Schritt, den ich nicht gehe, für jedes Wort, das ich nicht sage, für jede Tat, die ich nicht tue, für jeden Gedanken, den ich nicht denke.
Ich denke, daß man nur für die Sachen verantwortlich ist, die man tut. Also da wo eine Aktion erfolgt; ob diese Aktion nun gedanklich, per Wort oder per Tat geschieht ist dabei gleichgültig.

Für das was man nicht tut, was man nicht denkt oder nicht sagt, dafür ist man auch nicht verantwortlich.


Anicca schrieb:Ja, das klingt zunächst wunderbar; heroisch. Doch im Endeffekt ist es die typische Selbstverwirklichung. Man will dem Kind einen Weg bereiten, den man für sich selbst gewünscht hätte
Ja, das sehe ich identisch. Das Kind soll unbedingt den Weg gehen, den man für es ausgesucht hat. Eine vorgefertigte Pappschachtel, und das Kind hat es gefälligst schön zu finden und nicht zu vergessen: dankbar zu sein. Statt sich an die eigene Nase zu fassen und sich um sich selbst zu kümmern, will man andere erziehen, dirigieren und sich vor allem „für eine bessere Welt“ einsetzen. Eine Welt ganz nach dem persönlichen Geschmack eben, und alle anderen haben das dann auch toll zu finden. Mich erstaunt diese Art der menschlichen Arroganz kaum noch, denn man trifft sie an allen Orten der Welt.


Anicca schrieb:Sobald eine Frau auch nur ein einziges Kind in die Welt setzt, verliert sie für den Rest dieses Körper-Lebens ihre Freiheit. Sie hat kaum mehr Möglichkeit zur Selbstentfaltung.
Sie verliert noch viel mehr als das. Hat sie jemals das Kind gefragt, ob es auf diesem kaputtgemachten Planeten geboren werden will? Mitten hinein in eine Ausbeutergesellschaft, die dem Kind das Sklavendasein von Geburt zum Tode garantiert? Es geht niemals um das Kind, sondern immer nur um das „Mutterglück“, die emotionale Selbstbefriedigung der Mutter!

Und ganz zum Schluß: Wurde jemals von einer heutigen werdenden Mutter der Planet und unsere Umwelt gefragt, ob sie noch mehr Mensch erdulden wollen? Die menschliche Arroganz setzt auch hier voraus, daß sie stets überall willkommen wäre.


Eliada schrieb:Wenn man wegen der Anforderungen des Alltags resigniert, kann man sich auch gleich begraben lassen.
Mir persönlich geht es nicht darum zu resignieren, sondern darum seinen eigenen Alltag so selbstbestimmt wie möglich zu gestalten. Selbstbestimmung contra Manipulation und Fremdbestimmung.

Natürlich gibt es jeden Tag Herausforderungen zu meistern. Aber das Leben ist kein ewiger Kampf, wie es ein deutsches führendes Staatsoberhaupt mal formulierte, sondern eine tagtägliche Freude.
Eine Freude, die ich Lebensfreude nenne, und die in jedem Wurm, jedem Lurch, Vogel, Kuh oder Mensch vorhanden ist. Nur haben es viele Menschen verlernt, an der Quelle dieser Freude zu sitzen, und statt dessen kämpfen, ärgern und leiden sie jeden Tag.
Entweder man findet einen Weg oder man schafft einen Weg!
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#15
Zitat:
Zitat:
Zitat:Hælvard hat geschrieben:
Wofür trägst Du Deiner Meinung nach die Verantwortung im Leben?

Eliada hat geschrieben:
Für jeden Schritt, den ich gehe, für jedes Wort, das ich sage, für jede Tat, die ich tue, für jeden Gedanken, den ich denke, für jeden Schritt, den ich nicht gehe, für jedes Wort, das ich nicht sage, für jede Tat, die ich nicht tue, für jeden Gedanken, den ich nicht denke.

Paganlord hat geschrieben:
Ich denke, daß man nur für die Sachen verantwortlich ist, die man tut. Also da wo eine Aktion erfolgt; ob diese Aktion nun gedanklich, per Wort oder per Tat geschieht ist dabei gleichgültig.

Für das was man nicht tut, was man nicht denkt oder nicht sagt, dafür ist man auch nicht verantwortlich.

Ich wollte mit meiner Frage bezwecken, daß sich Eliada darüber bewußt wird - genau wie Paganlord es ausführt - daß sie sich nur für die eigenen Gedanken und Taten ihres Lebens verantworten muß, nicht aber für andere in jeglichem Bezug.
Kein besserer Freund – kein schlimmerer Feind!
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#16
Zitat:Eine Freude, die ich Lebensfreude nenne, und die in jedem Wurm, jedem Lurch, Vogel, Kuh oder Mensch vorhanden ist.

Wenn man zum Beispiel, sich sonnende Waldeidechsen auf einem Stein entdeckt und sie beobachten kann.
Und -zack- sind sie im nächsten Moment verschwunden.
Oder eine Biene Nektar auf einer Blume sammelt, bis man an ihren Beinen den Nektar erkennt, den sie schon sammelte.
All die Schönheit der Natur ist in jedem winzigen Detail versteckt,
man muß sie nur entdecken.
Und man freut sich über Erfolge - all das ist Lebensfreude.
Lebe für Deine Ideale!
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