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TS und NAC
#1
Ich habe mir die Seite von Distelfliege auch mal angesehen. Besonders beeindruckt hat mich ebenfalls der Artikel "Sexuelle Belästigung im Wicca und traditionellen Hexentum". Soweit ich weiss, ist das bisher ein Tabu-Thema und deswegen mal Respekt der Distelfliege, weil sie hier ein Tabu angesprochen hat und sozusagen vorkämpferisch tätig ist.

Da ich hier selbst einschlägige Erfahrungen besitze, weiss ich, dass der Text eher untertrieben als übertrieben ist. Es ist wirklich eine Unart, Frauen und Mädchen unter Drogen zu setzen, um sie danach der Reihe nach zu mißbrauchen. Das wird dann alles als "sexuelle Magie" getarnt und nach den "seelischen" Frauenschicksalen wird nie wieder gefragt. Das alles sind jedoch Straftaten, um es mal knallhart zu formulieren und ich will hier noch weiteres ansprechen.

Besonders berüchtigt ist hierfür die Stadt Bergen an Dumme in Niedersachsen. Hier residiert die sogenannte: "Thelema Society".

Über diese Gruppe berichtete das ZDF in einer Reportage:

"Hinter dem wohlklingenden Namen verbirgt sich eine der dubiosesten Psychogruppen in Deutschland. Der Gründer, Michael Dietmar Eschner, verkündet Großes: Seine Anhänger sollen zur Unsterblichkeit geführt werden. Die Seele verlässt den Körper: Das sind die Eso-Träumereien eines modernen Gurus. "Tue was Du willst. Das ist das ganze Gesetz. Und das läuft darauf heraus, seinen wahren Willen zu bestimmen oder auch zu erschaffen. Das ist ein Doppelprozess, und in diesem Rahmen machen wir Astralreisen, Rituale, beschäftigen uns mit Zukunftsdeutung und ähnlichem", so Michael Dietmar Eschner.

Gewalt im Kult

Über dieses "Ähnliche" schreibt Bea, eine Aussteigerin, in einem Tagebuch. Durch einen Volkshochschulkurs war sie in die Gruppe geraten. "Es tut weh wie Sau", schreibt sie, oder an einem anderen Tag: "Fühle mich bedrängt", "kriege kaum noch Luft", "Hilfe". Sie schildert brutale Gewalt der Mitglieder und des Chefs: "Ich habe auch Gewalt von Eschner erfahren. Er zwang mich zum Sex, er hat mich in die Zehen und in die Brustwarze gebissen, hat mich getreten und beschimpft."


Abbildung 1
Bild aus Eschners Wohnung

Zu sehen ist ein Ch**tenkreuz, auf welches Davidsterene und Pentagramme aufgemalt sind.

Michael Dietmar Eschner wurde bereits 1992 wegen gefährlicher Körperverletzung und Vergewaltigung eines Gruppenmitglieds zu einer mehrjährigen Haftstraße verurteilt. Völlig ungerechtfertigt, wie er sagt. Und immer noch fühlen sich viele Frauen vom Kult angezogen. Die "Thelema Society" gehört zu den aktivsten okkulten Orden Deutschlands.

Im Mittelpunkt der Eschner-Jünger steht das Buch "LAvL" des A.C. . Der Inhalt ist sozialdarwinistisch, es geht unter anderem um Blutopfer. A.C. gilt als Vordenker des modernen Satanismus, und Eschner sieht sich als dessen Wiedergeburt.

Die Organisation verspricht Nestwärme, gibt scheinbar Antworten auf den Sinn des Lebens. Menschenseelen, so die Heilslehre, können durch gezieltes Training den Körper verlassen. Erleuchtung, Wahrer Wille, Ewiges Leben sind die paradiesischen Ziele einer zweifelhaften Gemeinschaft. Sie lehen einen G*tt ab, der den Menschen sagt, was sie tun müssen, statt dessen streben sie danach, dass der Mensch selbst gestaltet, so Pandula, ein Mitglied der Thelema.

Die beschworene Selbstgestaltung haben Aussteigerinnen ganz anders erlebt. Für sie war Eschner ein Übervater. Eine Aussteigerin berichtet: "Es wurde angerufen, ihr kommt jetzt her und dann mussten die kommen, ohne Wenn und Aber. Es wurde massiv Alkohol getrunken, und dann hat die Frau dem Eschner hörig zu sein. Wenn er wollte, auch 24 Stunden lang."

Er sei kein gewalttätiger Guru, sondern pazifistischen Ratgeber und Ausbilder seiner Organisation, sagt Eschner, und: "Wenn hier irgendjemand gegen irgendjemand anderen in den Symposien Gewalt anwendet, dann hat er den Rest der Gruppe gegen sich. Auch ich könnte es mir überhaupt nicht leisten. Wir sind hier keine geschlossene Gemeinschaft mit einer geschlossenen Tür. Die Leute haben eine eigene Wohnung. Und dann kommen Leute an und sagen, sie werden hier misshandelt et cetera. Und sie kommen jede Woche wieder und alle andern misshandeln einen, das ist doch völliger Blödsinn und kann nicht funktionieren".

Gegen diese Aussage von Eschner stehen die Erfahrungen einer weiteren Aussteigerin: Gitta Rebekka Peyn spricht zum ersten Mal über die drei Jahre in Eschners Kult, wo sie sogar eine Position inne hatte, bevor der Bruch kam. Heute hilft sie sich mit Meditation bei der Erinnerung und Aufarbeitung des Erlebten. Und das war heftig: "Brennende Zigaretten an den Beinen, Bisse in die Brüste, und dann eine Situation, gleich an meinem allerersten Abend:

Eine Kerze wurde an meine äußeren Geschlechtsorgane gehalten mit einer Brandblase als Ergebnis." Wie steckt man so etwas weg? "Das ist das Interessante. Man steckt es einfach weg, irgendwohin, und dort brodelt es weiter." Wie viele andere Frauen zog auch Gitta Rebekka Peyn die Sehnsucht nach einer spirituellen Gemeinschaft in den Kult. Heute durchschaut sie die Psychomechanismen, erkennt die Unterschiede zwischen Fremdbestimmung und Erkenntnis.

Damals wollte sie dazugehören, erzählt sie, und "ich wollte zeigen, dass ich es wert bin. Ich wollte, dass man mir zeigt, wie ich mich weiter entwickeln kann. Man merkt schon dieses autoritäre Differenzdenken, dass da geprägt und geformt wurde. Ich wollte das unbedingt und habe in diesem Augenblick überhaupt keine Rücksicht genommen auf meine natürlichen Grenzen im intimen Bereich. Über meine Schamgrenzen und meine Furcht vor bestimmten Dingen bin ich einfach
drüber gebrettert."

Bea erinnert sich ebenfalls an Gewalt: "Die eine Frau lag weinend, splitternackt und völlig gekrümmt da. Er hatte sie von seinem Bett gestoßen. Das interessierte niemanden. Ich habe dann ihren Freund informiert, und er hat sie daraus geholt. Das war nicht mit anzusehen, trotz des Alkohols. Wir waren so alkoholisiert, dass wir nicht mehr laufen konnten. Und trotzdem spürst du die Schmerzen und diese Qual. Du weißt, du willst etwas nicht und musst es trotzdem. Anal-Verkehr tut weh, wenn du es nicht willst."

Virtuelle Stadt der Anhänger

Michael Dietmar Eschner sieht das natürlich ganz anders: "Muskuläre Strukturen und Verspannungsstrukturen entsprechen sich. Und in dem Moment, wo man anfängt die zu lösen, empfinden Menschen das als eine ganz starke Gewalt. Ihnen wird keine Gewalt von außen zugefügt, aber alleine durch die Art der Lockerungsübungen und diese Gewalt wird dann, wenn man öfter weg ist, nach außen projiziert." Mit diesem Zynismus und seiner Mission baut Michael Dietmar Eschner seine Macht weiter aus. Im Internet ködert seine Organisation hochprofessionell mit der Webseite "New Aeon City" neue Anhänger. Knapp 5000 Bewohner bevölkern inzwischen die virtuelle Stadt und machen die Homepage derzeit zum wichtigsten okkult-esoterischen Internet-Netzwerk. Von Gewalt und sexueller Nötigung, wie Aussteiger es berichten, ist auf diesen Seiten keine Rede. Auch Beas Erfahrungen finden sich hier nicht: "Als ich weglaufen wollte, wurde ich mit Gewalt zurück geholt, mit dem Kopf gegen die Wand geschlagen, auf die Erde gedrückt und gewürgt. Weil ich körperlich unterlegen war, musste ich mich ergeben und wieder zurück zu Eschner."

Soweit die Reportage im ZDF.

Nun weiß man ja, dass man dem Fernsehen keinen Glauben schenken darf. Desto besser ist es natürlich, dass wir hier im Forum eine haben, die es wissen muss. Die Rede ist von "Tehanu" und auch von "Fire-Lilly".

Tehanu ist recht aktiv in allen möglichen Themengebieten, inklusive AC, Dämonologie, Zahlenmagie nach AC usw. Sie veranstaltet bzw. unterhält regelmäßige Treffen im Namen der "NewAeon City" zusammen mit "Fire-Lilly". Diese finden in der "Fire Bar" (http://www.fire-club.com) oder im "Bluethenrausch" (http://www.bluethenrausch.de) statt.

Diese "NewAeon Ciy" wird - wie oben bereits angesprochen - von der "Thelema Society" (http://www.thelema-society.de/) unterhalten und ist recht gut und stramm organisiert, wie es scheint.

Ich finde das alles sehr erschreckend und würde mir wünschen, daß "Tehanu" und "Fire-Lilly" sich dazu mal äussern. Vor allem geht es mir um die Frage der sexuellen Gewalt gegen Frauen, die in diesen Gruppen stattfinden soll.

Inspiriert zu diesen Nachforschungen wurde ich durch die Postings von "Dunkle Gothicfee", denn sie schrieb von "Ausleben der Sexualität", "Drogen" und "Alkohol" - die mir typisch für einen solchen Missbrauch erschienen und die sie völlig unmotiviert von sich gab. Ein Zeichen dafür, dass sie etwas zu verarbeiten hat ...

Grüsse

Tue was immer ich will!
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#2
danke wishmaster fuer die aufklaerung. ich kann mir kaum vorstellen, dass tehanu und firelilly sich fuer sowas hergeben. so wie ich mir eben gar nicht vorstellen kann, dass ueberhaupt jemand so etwas tun koennte. aber vielleicht bin ich dafuer zu naiv. ich waere jedenfalls gespannt, was die beiden dazu zu sagen haben?

alexis
EigenSinnige Frauen
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#3
Dazu habe ich auch noch etwas Interessantes im Internet gefunden:

Thelema-Anhänger vor Gericht, 2002-04-18 10:00

Am 14.04. fand vor dem Amtsgericht Dannenberg ein Strafverfahren gegen Anhänger der sich selbst so nennenden "Ethos-Gemeinschaft Thelema" statt. Erstmalig war eine Geschädigte der Thelema-Gruppe bereit, über die an ihr begangenen Straftaten zu auszusagen. So war es möglich geworden, daß die Staatsanwaltschaft einen Strafbefehl gegen die beiden Angeklagten erwirken konnte. Zwar sind der Polizei diverse Fälle von Schädigungen durch Mitglieder der Thelema-Gruppe bekannt, bis jetzt war es allerdings nicht möglich, konkrete Ermittlungsverfahren einzuleiten, da keine der - hauptsächlich weiblichen - Geschädigten über das Erlittene berichten wollte.

Gegen die hier angeklagten Martina Y. und Michael H., die eine Lebensgefährtin des Sektenchefs Michael E., der andere damals Mitbewohner der Bergener "Wohngemeinschaft" war ein Strafbefehl erlassen worden, der sie der Anstiftung zur Nötigung bzw. im Falle des H. der Nötigung beschuldigte. So soll im Jahre 1996 eine Teilnehmerin sogenannter "Sexausbildungskurse" durch Anwendung von körperlicher Gewalt dazu genötigt worden sein, in das Schlafzimmer des Gruppenchefs Michael E. zurückzukehren, um dort mit ihm "den Geschlechtsverkehr auszuüben".

Um das durchzusetzen soll der Angeklagte H. auf Anweisung von Martina Y. das Opfer zu Boden geworfen und an den Haaren über den Teppich bis in das Schlafzimmer geschleppt haben, wobei diese diverse Verletzungen erlitt. In einem zweiten Fall soll der Angeklagte H. eine andere Frau, die das Haus der Gruppe verlassen hatte, bis auf die Strasse verfolgt, sie dort gegen eine Wand gedrückt und unter Anwendung von Gewalt wieder zurück in das Haus gebracht haben. Ausserdem sei der Geschädigten zwangsweise Alkohol eingeflößt worden, um sie gefügig zu machen. Durch den Einspruch der beiden Angeklagten gegen den Strafbefehl kam es zur Hauptverhandlung vor dem Amtsgericht Dannenberg.

Beide Angeklagten konnten sich auf Befragung durch Richter Reif nicht an derartige Vorfälle erinnern. Der Angeklagte H. räumte ein, daß an diesen Abenden viel Alkohol getrunken wurde, "ab 2,0 Promille aufwärts" und er sich vielleicht deswegen nicht erinnern könne. Martina Y. bestätigte ebenfalls, daß Alkoholtrinken zum "normalen" Ablauf eines solchen Ausbildungsabends gehörten.

Es sei allerdings nie jemand gezwungen worden, mitzutrinken. Die Frage, wie sich denn dieser erhebliche Alkoholkonsum mit den angeblichen "Ausbildungs"zielen des Abends vertrug, wurde von beiden nicht beantwortet.

Zum Schutze des Opfers wurde die anschließende Befragung der Geschädigten auf Antrag des Staatsanwalts unter Ausschluß der Öffentlichkeit durchgeführt. Wie Richter Reif nach Wiederherstellung der Öffentlichkeit mitteilte, hatte der Angeklagte H. auf Anraten von Richter und Staatsanwalt nach der Befragung der Geschädigten seinen Einspruch gegen den Strafbefehl zurückgenommen. Somit ist der erlassene Strafbefehl gegen den Angeklagten H. über eine Geldstrafe von damaligen 7500 DM rechtskräftig. Gegen die Angeklagte Martina Y. wurde weiter verhandelt.

Die folgenden Zeugenaussagen - fast ausschließlich Thelema-Gruppenmitglieder - ergaben keine tiefgreifende Aufklärung über die Geschehnisse des Tatabends. Keiner der geladenen Zeugen konnte sich an "derartige" Geschehen erinnern. Nur freiwillig hätten Kursteilnehmerinnen sich sexuell mit dem Sektenchef eingelassen. Und Alkohol sei "wie in einer Kneipe" getrunken worden, völlig freiwillig, niemand sei dazu gezwungen worden. Aber immerhin: ein Zeuge erhellte den Zusammenhang zwischen Alkohol trinken und "Ausbildungsabend" mit dem Satz: "Man kann logischer denken, wenn man ein wenig Alkohol getrunken hat." -

Von Gewalt gegen die Geschädigte wollte niemand wissen. Allein das gleichförmige Auftreten dieser Zeugen liess auf einen gemeinsamen Hintergrund schliessen: unauffällig gekleidet ohne sichtbare Attribute, die auf eine Zugehörigkeit zu einem Satansorden schliessen liessen, sprachen sie allesamt so leise und auffällig langsam, dass Staatsanwalt und Richter sich des öfteren zu der Frage veranlasst sahen, ob sie Drogen genommen hätten. Auch auf die immer wieder deutlich ausgesprochenen Warnungen über die Folgen einer Falschaussage durch Richter Reif änderte keiner der Zeugen seine Aussagen.

Auch Michael E. bestätigte in seiner Aussage, daß Alkoholkonsum während der sogenannten Ausbildungsabende durchaus normal war, stritt aber gleichzeitig ab, jemals sexuellen Verkehr mit der Geschädigten gehabt zu haben, der nicht auch von ihrer Seite freiwillig erfolgt sei. Unklar blieb, wieso Michael E., der zur Zeit der Vorfälle eine Haftstrafe wegen Vergewaltigung und Körperverletzung in der JVA Uelzen absaß, regelmässig zu Wochenendfreigängen nach Hause durfte. Den Vollstreckungsbehörden war offensichtlich nicht bekannt, daß E. seinen Sexualpraktiken und erheblichem Alkoholkonsum auch während seiner Freigänge nachging.

Inwieweit die in der Hauptverhandlung bekannt gewordenen Einzelheiten über den Ablauf dieser Abende dazu führen werden, daß die vorzeitige Entlassung von E. nachträglich widerrufen wird und er die Reststrafe absitzen muß, bleibt der Entscheidung der Staatsanwaltschaft überlassen. Es war jedoch am Rande zu hören, daß ein Widerruf geprüft werde. Erst als der ehemalige Beziehungspartner der Geschädigten seine Aussage machte, änderte sich das Bild: seine damalige Freundin hätte sich nach dem Kontakt mit der Gruppe immer mehr verändert, von Tag zu Tag sei sie mit neuen Verletzungen nach Hause gekommen, von Prellungen angefangen über Brandwunden bis hin zu einem gebrochenen Fuss. Er hatte sogar versucht, selbst in die Gruppe aufgenommen zu werden, um seine Freundin dem Einfluss zu entziehen. Dies sei ihm aber nicht gestattet worden. Insgesamt bestätigte er alle Aussagen der Geschädigten. Gegen Martina Y. wurde von Richter Reif nach Abschluß der Hauptverhandlung eine Geldstrafe in Höhe von 150 Tagessätzen á 20 EUR verhängt. Insgesamt wurde die Geschädigte als absolut glaubwürdig, die Aussagen der anderen Zeugen, die aus dem Thelema-Umfeld jedoch als wenig glaubhaft und vorher abgesprochen eingestuft. Ob nun gegen Michael Eschner wegen Vergewaltigung weiter ermittelt wird, mochte Staatsanwalt Brandt nicht bestätigen. Sein Hauptproblem: es gibt zu wenig Zeugen, die nach ihrem Ausstieg aus Thelema bereit sind, über die erlittenen Taten zu berichten.

Das mache es ihm auch so schwierig, Eschner wegen Vergewaltigung anzuklagen, da es über die Vorgänge im Schlafzimmer keine Aussagen gebe.

Hintergrund:

Eine A. C. Nachfolge eigener Prägung pflegt Michael D. Eschner, geb. 1949 in Berlin (MDE). Er versteht sich als A.C. -Inkarnation und gründete 1982 den "Thelema-Orden des Argentum Astrum", eine Art Ordensgemeinschaft, in welche die Eintretenden ihr ganzes Vermögen einbrachten. Nach Aussagen ehemaliger Mitglieder führten Ekeltraining, meditative Parforceleistungen, übermässiger Alkoholgenuss und sexualmagische Übungen beim Mitglied zu einer weitgehenden Zerstörung der eigenen Person. Eschner versteht diese "restlose Konditionierung" der Mitglieder als Durchbruch zum eigenen wahren Ich und zum eigenen wahren Willen Das Motto "Tu, was du willst" verbindet sich - diesen Schluss ziehen Kritiker - mit der permanten Verunsicherung dessen, was wirklich eigener Wille wäre und führt in den radikalen Gehorsam gegenüber Eschner und seiner Gemeinschaft.

Nach Problemen mit der Justiz verlegte Eschner seine Gemeinschaft 1985 aus Berlin nach Bergen an der Dumme. 1992 wurde er wegen Vergewaltigung und Körperverletzung vom Landgericht Lüneburg zu einer Freiheitsstrafe von 6 Jahren verurteilt. Ein Ursache für diese nicht endenden Probleme liegt vielleicht in der Überzeugung Eschners, dass das Liber AvL (das wesentlichste Werk von A.C. ) als Gesetz für Thelemiten über dem staatlichen Gesetz steht. Die Thelemiten versuchten in ganz Deutschland ein Netz von Thelemitenzirkeln aufzubauen. Sie boten Kurse in Magie und Meditation an verschiedenen Orten in Deutschland an.

Nach seinem Gefängnisaufenthalt tritt MDE mit seinen Initiativen nicht mehr unter dem Namen Netzwerk Thelema auf. Im MDE-Net wirbt er aber weiterhin für seinen Weg zum Uebermenschentum, immer noch inspiriert durch Nietzsches "Zarathustra" und angeleitet durch A.C. "LAl". (Quelle: http://www.relinfo.ch)

Seit die Gruppe Ende der 80er Jahre in Bergen aufgetaucht ist, gibt es immer wieder Berichte über Straftaten an Frauen, die an den Kursen der Gruppe teilgenommen hatten.. Bis jetzt war es allerdings nicht möglich, die Täter einer Strafverfolgung zu unterziehen, da die Geschädigten seltenst bereit sind, über ihre Erfahrungen in der Öffentlichkeit zu sprechen. Teilweise haben sie Angst, Repressionen durch die Gruppe ausgesetzt zu sein, teilweise möchten sie über diesen Teil ihrer persönlichen Geschichte nicht mehr sprechen - einfach nur vergessen. So gibt es zwar Dutzende von (privaten) Berichten über Brandverletzungen, Schnittwunden, Prellungen und andere schwere Verletzungen, mit denen TeilnehmerInnen aus den sogenannten "Ausbildungsabenden" nach Hause kommen. Von aufgezwungenen Selbstverletzungen wie z. B. Schnitte mit Rasierklingen in die Handgelenke wird berichtet, die dazu dienen sollen, sich selbst in Richtung einer gruppeninternen "Sprachhygiene" zu disziplinieren. Aber diese Taten sind nicht juristisch verfolgbar, da die Opfer diese Vorwürfe der Justiz gegenüber nicht wiederholen.

Akquiriert wurden viele Mitglieder über Kurse, die Thelema-Mitglieder in den
Kreisvolkshochschulen Salzwedel und Lüchow-Dannenberg angeboten hatten, Getarnt als Yogaoder Philosophiekurse war für Nicht-Informierte nicht erkennbar, daß das eigentlich Ziel der Kurse war, neue Mitglieder für die Thelema-Gemeinschaft zu finden.

Insbesondere Frauen, die auf Sinnfindungssuche waren oder sich ganz allgemein für Bewußtseinserweiterung interessierten, gehörten zu dem für Thelema interessanten Personenkreis. Und wenn sie denn noch Geld mitbrachten, umso besser!

Aktuell leben Im Zentrum der "Ethos-Gemeinschaft-Thelema", wie sich die Gruppe selber nennt, in Bergen-Dumme ca. 50 Personen, die zum engen Kreis um Eschner gehören. Mindestens zwei Verlage (Kersken-Kanbaz und Phänomen) sind in Händen von Thelema-Anhängern und verbreiten die Elaborate und A.C.-Übersetzungen von M. Eschner. Auch die internen Kurse werden weiterhin durchgeführt. Allerdings treten die Thelemiten nach der Verhaftung Eschners in der Öffentlichkeit noch verdeckter auf.

So wird im aktuellen Programm der Kreisvolkshochschule Lüchow-Dannenberg in Clenze ein Word-Kurs angeboten, der von einem Thelema-Mitglied geleitet wird - ohne jeglichen Hinweis auf die ideologischen Hintergründe des Referenten. Der zuständigen Leiterin der Kreisvolkshochschule Lüchow-Dannenberg Frau Matzker-Steiner war bisher nicht bekannt, daß dieser Referent zur Thelema-Gruppe gehört. Sie werde sich aber um das Problem kümmern, versprach sie wendland-net. Das Vorgehen mit allgemeinen, unverdächtigen Kursen in die Öffentlichkeit zu gehen, passt zu den eigenen aktuellen Aussagen von M. Eschner auf seiner Website: Zitat: "Da nicht alle Menschen an dem Gesamtprogramm der EGT interessiert sind, werden z.Zt. in verschiedenen Städten und Ländern allgemeine EGT-Gruppen aufgebaut. Die Inhalte dieser Gruppen beginnen mit allgemein interessierenden esoterischen und magischen Themen und enden bei der Vermittlung von Techniken zu bewußter Reinkarnation."


Entweder man findet einen Weg oder man schafft einen Weg!
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#4
Hallo distelfliege,

Zitat:ich würde sagen die Mehrheit der Registrierten auf New Aeon City hat keine Ahnung von dem was man sich über Eschner erzählt
Natürlich nicht... umso schlimmer aber, daß die dort zuhauf hinrennen.

Zitat:Den Grüppchen, die meinen, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben, skeptisch zu begegnen ist nicht grad eine Eigenschaft die ich mir abgewöhnen werde.
Vor allem wenn sie Personenkult betreiben und mit extrem dubiosen und perversen Methoden ihre magischen Erfolge erzielen wollen... Da lob' ich mir unsere Natur - ein paar Stunden unter einem schönen Baum oder an einem Fluss gesessen, und man kann mehr lernen als tausend Bücher lehren könnten.

Grüße!
Weisheit ist nicht mitteilbar. Weisheit, welche ein Weiser mitzuteilen versucht, klingt immer wie Narrheit.
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#5
zu MDE und TS:

besagte Berichterstattung über die Vergehen MDE's sind mir bekannt.
Die TS ist mir ebenfalls bekannt.
Der Zusammenhang von TS und NAC ist mir ebenfalls bekannt.

Ich bin kein Mitglied dieser Gruppe. Ich war nie Mitglied dieser Gruppe.

Sexuelle Nötigung und sexuelle Gewalt verurteile ich aufs Schärfste.

zu NAC:

Eine von mir (wie von ca. 6000 anderen Usern auch) rege genutzte Internetcommunity.

Einer meiner Workshops:

http://www.newaeon.de/index.php?skull

Fire-Lilly

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#6
Ok Schätzchen, ich habe mit der Thelema Society so viel zu tun wie die Biene Maja mit Marilyn Manson.

Zu den Drogen und zum Alkohol: ich mag Absinth. Und ich habe absolut kein Problem mit Menschen, die Drogen konsumieren. Das ist ihre Entscheidung. Ich habe ja auch nichts gegen euren Drogenkonsum, meine Lieben. Gegen eure Kleinbürgerlichkeit und die leicht dekonstruierbare Firewall, die ihr aufgebaut habt, um eure heile Welt zu schützen. Die Baudirektion habe ich bereits informiert. Die Bagger fahren demnächst ein.

Und zur Sexualität: die lebe ich tatsächlich so gut wie möglich aus, denn ein verkorkstes, verklemmtes Verhältnis zur eigenen Sexualität ist Ursache für körperliche und psychische Schäden. Nachweislich. Also geh "beischlafen" (ich schreibe absichtlich das andere Wort nicht) und halt die Fresse.

Und zur StA-Geschichte: tu dir keinen Zwang an. Wir wissen, dass es nichts bringen wird, ausser eine Verleumdungsklage. Rufschädigungsklage, Ehrenbeleidigungsklage, Schadenersatzklage, mehrere Feststellungsklagen und daraufhin Unterlassungsklage. Und so viel Geld hast du eh nicht.

So. Dann mal husch wieder Körner einsammeln gehen, Wischeimer.

Zack
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#7
Zitat: Ok Schätzchen, ich habe mit der Thelema Society so viel zu tun wie die Biene Maja mit Marilyn Manson.

Dann sei doch froh und weise einfach drauf hin aber vergiß den primitiven Unterton, oder hast Du das nötig?
Gewisse Fesseln abzulegen kann Energie freisetzen, geh damit etwas konstruktiver um.

Dann der krönende Unsinn:

Zitat:Gegen eure Kleinbürgerlichkeit und die leicht dekonstruierbare Firewall, die ihr aufgebaut habt, um eure heile Welt zu schützen. Die Baudirektion habe ich bereits informiert. Die Bagger fahren demnächst ein.

Kümmere Dich einfach um was anderes. Das wird Dir keinen Spaß machen.


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#8
Zitat:Soweit die Reportage im ZDF.

*schnick*

Ja, die üblichen Artikel. Weitere findest Du auf relinfo.ch und bei wikipedia als Links unter dem Eschner-Artikel oder halt über google usw.

Interessant find ich die Synchronizität: dem lieben MDE hab ich grad eben vors virtuelle Schienbein getreten, weil er mir mit seinen Ansichten zu der virtuellen Stadt, die ich seit Mai 05 als Co-Bürgermeisterin auf Wunsch der User administriere, auf den Senkel ging.


Zitat:Tehanu ist recht aktiv in allen möglichen Themengebieten, inklusive AC, Dämonologie, Zahlenmagie nach AC usw.

*lach*

Tehanu befaßt sich in der Hauptsache mit Wortmagie, Kräuterkunde, Traumdeutung, Metaphysik der Krankheiten, Medialität, Feen, Selbsterforschung und -formung und diversen anderen eher unkonventionellen Magieformen und benutzt die zur Verfügung stehenden Korrespondenzsysteme, wo der Herr Crow nunmal eindeutig das umfassenste zur Verfügung gestellt hat mit seinem Toth Tarot und dem Liber 777. Außerdem hat die Dame eine sehr eigenwillige Vorstellung von Magie überhaupt und Lebensphilosophie im Besonderen, die man aber erst erfassen kann, wenn man sich eingehender mit der Webseite auseinander- und wieder zusammensetzt. Außerdem ist sie ein großer Fan von Terry Pratchetts Scheibenwelt und liest derzeit mit wachsender Begeisterung das Handbuch der Natur- und Elementarmagie von Cunningham. Und sie arbeitet innerhalb eines von ihr initierten Tempels, der eine freie Arbeits- und Forschungsgemeinschaft ist, an einem wesentlich umfassenderen und ausführlicherem Korrespondenzsystem, als es das von Crow ist. Blinzeln

@Dämonologie
Wenn Du nicht nur übers Inhaltsverzeichnis drübergeguckt, sondern in den Seiten gelesen hättest, wäre Dir vielleicht die Einleitung aufgefallen:

Nachfolgenden, mir als Kopie in altdeutscher Sprache vorliegenden Text über Dämonologie von Josef Dürr aus dem Jahre 1926 stelle ich hier zur Information über okkulte Praktiken vor knapp hundert Jahren zur Verfügung, keinesfalls als Aufforderung zur Nachahmung. Um ehrlich zu sein, las ich den Text mit einer Mischung aus Belustigung und Abscheu und möchte dem interessierten Leser ans Herz legen, die dort aufgeführten Praktiken mit der gebotenen Vorsicht zu genießen - besser gar nicht. Nichts gegen all jene Leute, die Dämonen beschwören wollen, aber bitte: Laßt die schwarzen Katzen und Hühner leben! Besonders interessant und der eigentlich Grund, warum ich mich entschloß, diese Schrift hier zu veröffentlichen, ist die ehrliche Darstellung der Emotionen des Schreibers während seiner Rituale und die vielfältigen Hinweise auf die Gefahren, die mit ihnen einhergehen. Möge es eine Lehre für all jene Leichtsinnige sein, die leichtfertig mit ihrer körperlichen und geistigen Unversehrtheit spielen, wenn sie unbedarft ihre eigene Dunkelheit und Angst beschwören.
http://www.newaeon.de/index.php?bld%E4monologie

Zitat:Sie veranstaltet bzw. unterhält regelmäßige Treffen im Namen der "NewAeon City" zusammen mit "Fire-Lilly". Diese finden in der "Fire Bar" (http://www.fire-club.com) oder im "Bluethenrausch" (http://www.bluethenrausch.de) statt.

Herr Wishmaster hat nix geblickt, nech. Die regelmäßigen Treffen laufen eigentlich unter http://www.goldencopulations.org, in NAC befindet sich lediglich ein informierender und einladender Workshop, der zu dieser Seite aus dem Grunde nicht verlinkt ist, weil die meisten Leute, die zu den Treffen kommen, mit NAC nichts (mehr) zu tun haben wollen. Trotzdem gibt es in NAC viele Leute, die tatsächlich einen gesunden Menschenverstand haben und "rocken" - jenseits von Eso-Schwurbelei - und die wir gerne persönlich kennenlernen wollen.


Zitat:Diese "NewAeon Ciy" wird - wie oben bereits angesprochen - von der "Thelema Society" (http://www.thelema-society.de/) unterhalten und ist recht gut und stramm organisiert, wie es scheint.

Na, das erzähl mal den Usern da, die lachen Dich aus. *ggg* Im Ernst: die Stadt besteht aus vielen kleinen Communitys, die jede für sich betrachtet werden muß. Es gibt ein sogenanntes Künstlerviertel, ein Philosophen- und Forscherviertel, eines für die ganze Bandbreite an Esoterik, eines für Fantasy, Elfen und Licht & Liebe und eines für die Crowianer, Thelematen und verschiedene Grüppchen. In diesen Vierteln gibts wiederum Straßen, die sich thematisch unterscheiden, und darin sogenannte Workshops, die von einer oder mehreren Personen betrieben werden und wo die eigentlichen Inhalte und Foren zu finden sind. Die Viertel, Straßen und Workshops sind jeweils selbstverwaltet, soll heißen: die Admins dort bestimmen weitgehend selbst, was wie wo geht und was nicht. Auf "Stadtebene" gibt es ein paar administrative Foren, die naturgemäß tatsächlich recht straff moderiert werden, in der Hauptsache von mir und zwei, drei anderen Leuten, die NICHT in der TS sind, mal abgesehen vom Fehler- und Featureforum, daß der technische Admin betreut. Außerdem gibt es einen sogenannten "Ältestenrat", ein geschlossenes Forum, indem die Vierteladmins und etliche aktive User sich über administrative Themen beraten und austauschen und gemeinsam an der Verbesserung der Oberfläche von NewAeon City arbeiten.

NewAeon City wird zwar technisch, rechtlich und finanziell von der TS unterhalten, die Plattform also von der TS zur Verfügung gestellt, die Community selbst aber hat vor zwei Jahren schon angefangen, den finanziellen Unterhalt teilweise selbst zu erbringen. Bis auf Sven, der technische Admin, ist von den TSlern dort kaum noch jemand aktiv, allenfalls stellen sie in einer Handvoll Workshops Texte bereit. Wenn man bedenkt, daß 95% der angemeldeten User mit der TS und deren Ideologie gar nichts zu tun haben, wird vielleicht verständlich, daß das Etikett "Webseite der Thelema Society" reichlich nervt und durch den damit einhergehenden schlechten Ruf auch in der freien Entwicklung behindert, denn dem ist faktisch nicht so: ca. 90% der Inhalte in NAC stammen von Usern, die weder TS-Mitglied sind, noch etwas mit Crow, Thelema o.ä. am Hut haben, sich gar sehr kritisch und ablehnend mit diesen Themen auseinandersetzen. Das war schon von Anfang an so, in manchen Zeiten stärker, in manchen weniger stark, je nachdem, wie sendungsbewußt die aktiven User bzgl. dieser Themen waren. Eigentlich ist NAC wohl eher das Sorgenkind der TS: es kostet Geld und macht mitunter Ärger.

Ich weiß ja nicht, was Du unter "straff organisiert" verstehst. Aber wenn ich mir hier Eure Forenmoderation anschaue und die mit der gängigen in NAC vergleiche, kann ich Dir sagen, daß Ihr hier um Längen härter vorgeht mit Accountlöschungen, Threadspaltungen und -verschiebungen u.ä., als es in NAC der Fall ist. Bzw. ist es dort halt jedem Workshop-Admin selbst überlassen, wie er sein Forum moderiert und da quatscht "von oben" in der Regel auch niemand rein, zumal "oben" zu großen Teilen aus Tehanu besteht.


Zitat:Ich finde das alles sehr erschreckend und würde mir wünschen, daß "Tehanu" und "Fire-Lilly" sich dazu mal äussern. Vor allem geht es mir um die Frage der sexuellen Gewalt gegen Frauen, die in diesen Gruppen stattfinden soll.

Ich lernte vor fünf Jahren die Mitglieder der TS kennen, kam auf Einladung von Sven nach NewAeon City und trat vor etwa drei Jahren für ein Jahr dem 3. Kreis (definiert als Kreis von Freunden und Sympathisanten der TS) bei. Vor zwei Jahren trat ich wieder aus, weils für mich dort nix "zu holen" gab, was ich nicht auch ohne diese Mitgliedschaft von den Leuten hätten erfahren können und erfahren habe.

Ich war in all diesen Jahren einige Male bei der TS in Bergen Dumme zu Gast und habe folglich einige Kern-Mitglieder persönlich kennen gelernt. Es gab Zeiten, da habe ich diese Gruppe heftig kritisiert, dann gab es Zeiten, wo ich beobachten durfte, daß die Kritik, die nicht nur von mir kam, dort auf fruchtbaren Boden gefallen war und zu positiven Veränderungen in den internen Strukturen und im äußeren Auftreten geführt hatten. Einige TSler kenne ich vom gelegentlich persönlichen Sehen und Gesprächen. MDE habe ich als freundlichen, eher menschenscheuen älteren Herrn kennengelernt. Und ich war laut Bekunden der TS das erste Nicht-Mitglied, daß an einem ihrer Symposien teilgenommen hat. Zu keinem Zeitpunkt wurde ich von irgendeinem Mitglied der TS zu irgendwas gezwungen.

Ich habe verfolgen können, daß diese Gruppe einigen Menschen, die ein beschissenes Leben hatten, eine neue und lebenswertere Basis geben konnte. Und der Sven, jener technische Admin in NewAeon City, ist ein von mir sehr geschätzter Mensch, von dem ich in den vergangenen anderthalb Jahren sehr, sehr viel über konstruktives Kommunikationsverhalten und den "virtuellen Umgang" mit anderen Menschen gelernt habe. Er ist auch der Einzige aus der TS, zu dem ich über die ganze Zeit regelmäßigen und freundschaftlichen Kontakt gehalten habe, der aufgrund unserer Zusammenarbeit in NAC naturgemäß zeitweise recht intensiv ist.

In all den Jahren und bei allen Kontakten habe ich nicht erlebt, daß sexuelle Übergriffe auf Frauen oder Gewalt gegen andere Menschen stattgefunden hätten. Die TS ist in meinen Augen eine Gruppe, die genauso mit Gruppendynamiken zu kämpfen hat, wie jede banale Freundesclique oder sonstige Ansammlung von Menschen mit intensiveren Kontakten zueinander. Die Leute dort müssen mit wesentlich schlimmeren Problemen von außen umgehen, als irgendein anderer Bürger dieses Staates. Sie werden verleumdet, weil sie in dieser Gruppe sind, verlieren deswegen ihre Arbeitsplätze, kriegen die Scheiben eingeworfen, finden teilweise keine Wohnungen usw. Ein ganzer Landstrich lebt in Angst vor Menschen, die in der Hauptsache meditieren und philosophische und magische Werke analysieren, um eine menschenwürdige Ethik zu finden, die Euren Ansprüchen nicht sonderlich fern sein dürfte.

MDE wurde 1992 (!) aufgrund einer Anzeige in einem Prozeß, der, wenn man Einblick in die Gerichtsakten bekommt und die Urteilsbegründung gelesen hat, für einen kritischen Außenstehenden reichlich zweifelhaft wirkt, zu einer für einen "Ersttäter" ungewöhnlich hohen Haftstrafe von 6 Jahren verurteilt, die er vollständig abgesessen und damit die Strafe für eine Tat, von der ich nicht sagen kann, ob sie tatsächlich stattgefunden hat oder der nachträglichen Einbildung entspringt, abgebüßt hat und vor dem deutschen Gesetz rehabilitiert ist. Sein weiterer Werdegang und verschiedene Veränderungen in der Gruppe nebst dem Eingeständnis, in der Vergangenheit Fehler gemacht zu haben, ist für mich ein Zeichen, daß dort Lernprozesse stattfinden.

Zitat:Inspiriert zu diesen Nachforschungen wurde ich durch die Postings von "Dunkle Gothicfee", denn sie schrieb von "Ausleben der Sexualität", "Drogen" und "Alkohol" - die mir typisch für einen solchen Missbrauch erschienen und die sie völlig unmotiviert von sich gab. Ein Zeichen dafür, dass sie etwas zu verarbeiten hat.

Weißt Du, daß was Du hier betreibst, ist die übliche Hetze, die Dich kein Stück von irgendwelchen Sektenpfaffen oder Medien unterscheidet. Du hast nicht den Schimmer einer Ahnung, wer oder was Gothicfee ist, aber Du ergehst Dich in haltlosen Vermutungen und haarsträubenden Anschuldigungen. Der Absatz da oben ist nicht viel anders, als das mittelalterliche "Sie hat rote Haare, sie ist eine Hexe, VERBRENNT SIE!". Du täuschst Anteilnahme und Mitgefühl vor, ohne irgendwelche nachvollziehbaren Anhaltspunkte zu haben, daß dies auch angebracht und notwendig ist. Du produzierst ein Opfer, wo gar keines ist.

Zitat:Da mir die Klarnamen von allen Personen ebenfalls bekannt sind, scheue ich auch nicht davor zurück, die StA einzuschalten, falls ich meine Verdachtsmomente bestätigt finden sollte.

Ja, das mach mal. Ich beiß jetzt schon vor Lachen in die Tischkante...

Zitat:Ich möchte auch "Dunkle Goticfee" ans Herz legen, einen solchen Schritt nicht zu scheuen, wenn sie sexuell missbraucht oder sogar misshandelt wird.

Naja. Weißt Du, ich bin mit 17 Jahren von einem Freund vergewaltigt worden und ich habe damals nach reiflichem Überlegen mich gegen eine Anzeige entschieden. Ich war mir sicher, daß das Leben ihn bestrafen würde dafür. Und das hat es getan: er wurde aufgegriffen und für mehrere Jahre ins Gefängnis gesteckt, weil er Fahnenflüchtig war, einen Mietwagen gestohlen hatte und in diesem mit einem halben Kilo Heroin erwischt wurde. Das hat ein Weilchen gedauert, aber in der Zwischenzeit hatte ich die Möglichkeit und das Vergnügen, im nochmal zu begegnen und ins Gesicht sagen zu können, daß ich ihm verzeihe. Das schockierte Gesicht werd ich nicht vergessen Lächeln)


Na dann, gute Nacht, werter Wishmaster.
Grüsse
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#9
Zitat:NewAeon City wird zwar technisch, rechtlich und finanziell von der TS unterhalten, die Plattform also von der TS zur Verfügung gestellt, die Community selbst aber hat vor zwei Jahren schon angefangen, den finanziellen Unterhalt teilweise selbst zu erbringen. Bis auf Sven, der technische Admin, ist von den TSlern dort kaum noch jemand aktiv, allenfalls stellen sie in einer Handvoll Workshops Texte bereit. Wenn man bedenkt, daß 95% der angemeldeten User mit der TS und deren Ideologie gar nichts zu tun haben, wird vielleicht verständlich, daß das Etikett "Webseite der Thelema Society" reichlich nervt und durch den damit einhergehenden schlechten Ruf auch in der freien Entwicklung behindert, denn dem ist faktisch nicht so: ca. 90% der Inhalte in NAC stammen von Usern, die weder TS-Mitglied sind, noch etwas mit Crow, Thelema o.ä. am Hut haben, sich gar sehr kritisch und ablehnend mit diesen Themen auseinandersetzen.

Wer die Kapelle bezahlt, der bestimmt die Musik. Auch der Schäfer hat nicht viel mit den Schafen gemeinsam, er führt sie nur.

Ich stelle mir die Frage, wenn alle so unabhängig sind, warum man dann nicht einfach eine neue City aufmacht. Frei von der TS.

Das du so offen geschrieben hast, finde ich übrigens gut - trotzdem bereiten mir deine Querverbindungen zu dieser Gruppe Kopfschmerzen. Ich bin da nicht sehr tolerant. Ich lehne sowas generell ab und hege dementsprechend Vorurteile gegen Leute, die da Verbindungen haben und sie nicht lösen wollen. Die hängen halt an der Angel.


Anubis






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#10
Zitat:Wer die Kapelle bezahlt, der bestimmt die Musik. Auch der Schäfer hat nicht viel mit den Schafen gemeinsam, er führt sie nur.

Ich stelle mir die Frage, wenn alle so unabhängig sind, warum man dann nicht einfach eine neue City aufmacht. Frei von der TS.

Weils son tolles Script halt nicht nochmal gibt. Und weil man das, was da in fünf Jahren gewachsen ist, nicht einfach so neu aufmachen kann. Es wäre was anderes, neues eben. Aber diese Stadt... nun, ich liebe diese Stadt, so wie sie ist, und ich nehme die Nachteile und Abhängigkeiten durchaus in Kauf, weil ich diese Stadt liebe. Es ist nicht einfach bloß das Script, es ist auch der Geist, den ich spüren kann. Bloß ein paar Millionen Codes, eine bestimmte Struktur - und doch lebt NewAeon City und zwar auf eine Weise, die von der TS schon lange nicht mehr wirklich kontrolliert werden kann. Es lebt durch all die Menschen, die sich dort einbringen, ihre Spuren dort hinterlassen, mit denen man Gespräche führt, ihre Bilder betrachtet und ihre Texte liest, sich mit ihnen freut, mit ihnen streitet. Durch die Veränderungen, an denen man selbst mitwirkt, die man selbst herbeiführt.

Hmmm. Es ist wie mit einem geliebten Menschen: der ist nicht perfekt, der hat seine Macken und Tücken, manchmal gerät man aneinander und reibt sich ordentlich, aber man liebt sich eben und deshalb nimmt man diese Reibungen und Macken in Kauf, versucht lieber, zusammen etwas zu bewegen und zu verändern. Auch, wenns manchmal weh tut, auch, wenn "die Anderen" im Außen einem was vom Pferd erzählen, einen Keil dazwischentreiben wollen. Es überwiegt ja das Schöne, Positive, das Bereichernde und Befruchtende.

Und dabei ists nur son olles Script, ein paar Millionen Codes, eine Website, auf der sich ein paar hundert Leute tummeln und austauschen... *schulterzuck*

Weiß nicht, ob man das verstehen kann, wenn man nicht sein Herz in und mit NAC schlagen läßt, wenn man nicht jahrelang in dieser virtuellen Stadt unterwegs war, mit ihr und an ihr gewachsen ist, sich dort an den Mauern und Menschen gerieben hat, gelacht, geweint, gelebt hat und manchmal auch ein kleines bischen gestorben ist.

Es ist mir egal, wer da im Impressum steht, welchen Ruf der hat, es ist allenfalls manchmal lästig und gelegentlich frustrierend, wenn man sich vor anderen erklären muß, wieso man ausgerechnet dort soviel investiert, obwohl doch dieses und jenes usw. Aber die Freude überwiegt. Und auch das Gefühl, NewAeon City ist jenseits von den Äußerlichkeiten etwas ganz Besonderes, etwas Einmaliges im deutschen Netz. Etwas, daß man nicht einfach neu machen kann, nicht wiederholen kann.

Wird schon nen Grund geben, warum ich da "Bürgermeisterin" bin Blinzeln
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