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Vor 265 Jahren - 04.06.1745
#1
Friedrich II. schlägt die Sachsen und Österreicher

Am 4. Juni 1745 besiegt der preußische König Friedrich II. in der Schlacht bei Hohefriedberg ein zahlenmäßig überlegenes österreichisches-sächsisches Heer unter Prinz Karl von Lothringen.
Dieser war während des 2. Schlesischen Krieges im Frühjahr 1745 in das von Preußen behauptete Schlesien einmarschiert. In den Morgenstunden des 4. Juni setzen die preußischen Truppen mit einem Überraschungsangriff die sächsischen Verbände außer Gefecht und rücken danach gegen die Österreicher vor, die sich nach heftigen Kämpfen nach Böhmen zurückziehen.
Die Verbündeten verlieren rund 14.000, die Preußen 5.000 Mann. Mit diesem Sieg und den erfolgreichen Schlachten bei Soor und Kesselsdorf kann Friedrich II. den Besitz Schlesiens verteidigen.
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#2
Ein Hoch auf unseren König.
Kein besserer Freund – kein schlimmerer Feind!
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#3
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#4
Der Kessel von Kesselsdorf

Der Dresdner Friede zwischen Preußen und Sachsen 1745

Am frühen Morgen des 18. Dezembers 1745 zieht Friedrich der Große in einer offenen Kalesche sitzend an der Spitze seiner Truppen, begleitet vom "Alten Dessauer", in Dresden ein. Drei Tage zuvor hatte Fürst Leopold von Anhalt-Dessau, einer der fähigsten Feldherren des 18. Jahrhunderts, mit seinen 32 000 Preußen bei eisiger Kälte in einer zweistündigen Schlacht vor den Toren Dresdens nahe Kesselsdorf einen glänzenden Sieg über das 25 000 Mann starke sächsische Heer errungen.

Nach der für beide Seiten verlustreichen Auseinandersetzung hatten sich die Sachsen ungeordnet in die Residenzstadt zurückgezogen und waren anschließend nach Böhmen verlegt worden. Ihr Befehlshaber Friedrich August Graf von Rutowski, ein Halbbruder Augusts III., musste nun sein Palais in der Kreuzgasse dem Preußenkönig als Quartier überlassen. Der Kurfürst und polnische König war mit seinem Minister Brühl bereits am 1. Dezember nach Prag geflohen.

Der 2. Schlesische Krieg war zu Gunsten Preußens entschieden. Dabei war Friedrich ein hohes Risiko eingegangen, als er gegen seine beiden ihm kräftemäßig überlegenen Gegner Österreich und Sachsen die militärische Lösung suchte. Doch der Erfolg gab ihm auch diesmal Recht - und krönte zugleich die bei Hohenfriedberg und Soor errungenen Siege. Mit dazu beigetragen hatte die Schwerfälligkeit der alliierten Armeen. Das österreichische, bei Briesnitz lagernde Korps Grünne hatte dem Kampf tatenlos zugesehen, keinen Schuss abgegeben. Und die im Raum Pirna stehenden Hauptkräfte der Österreicher unter Prinz Karl von Lothringen hatten die Schlacht "verschlafen". Sie setzten sich erst in Marsch, als bereits alles vorbei war. Friedrich selbst war nach dem Kampf, von Meißen kommend, zu Leopold gestoßen.

Am 22. Dezember begannen die Friedensverhandlungen in der sächsischen Residenz. Die Stadt war voll von preußischen Soldaten und Verwundeten beider Seiten. Zeitweise traten Engpässe bei der Lebensmittelversorgung auf. Zur Unterzeichnung des Friedensvertrages auf der Grundlage der preußischen-britischen Vereinbarung von Hannover kam es dann am ersten Weihnachtstag, nachdem Friedrich II. am 24. Dezember in einer Unterredung mit dem österreichischen Unterhändler Friedrich Graf Harrach mit dem Abbruch der Verhandlungen gedroht hatte.

Die Unterschrift für Preußen leistete Minister Heinrich Graf von Podewils. Die sächsische Delegation stand unter Leitung des Gesandten Friedrich Gotthard von Bülow. Das wichtigste Ergebnis des Krieges war die erneute Bestätigung der Inbesitznahme Schlesiens durch Preußen. Friedrich garantierte dafür die deutschen Besitzungen Maria Theresias und erkannte die Wahl ihres Gemahls Franz Stephan von Lothringen zum römisch-deutschen Kaiser an. Sachsen musste eine Million Taler an Preußen zahlen und ging ansonsten, abgesehen von vagen Versprechen beider Seiten, wiedereinmal leer aus.

Der Ansehensverlust des Kurfürstentums war verheerend. Doch erst nach dem siebenjährigen Krieg sank das Land zu einer politisch fast bedeutungslosen Macht herab.
Am 29. Dezember 1745 verließen die Preußen Dresden.
Ihr kunstsinniger König hatte es sich zuvor nicht nehmen lassen, noch einmal persönlich mit Mitgliedern der berühmten Dresdner Hofkapelle zu musizieren.

Reinhardt Eigenwill

   


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