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Wildkräuter in der Küche
#1
Beifuß

   
de.wikipedia.org

Pflücken
Im Juni vor der Blüte die Blätter mit den Blütenknospen.

Heilwirkungen
Appetitanregend, verdauungsfördernd. Beifuß-Tee fördert die Ausscheidung von Stoffwechselschlacken. Das Kraut wirkt stimmungsaufhellend, blutungsfördernd und krampflösend. Nicht in der Schwangerschaft geeignet. Als Frauenheilmittel entspannt er den Unterleib. Wirkt wärmend.

Beifuß-Getränk

Zutaten
1 l Wasser
1 EL getrockneter Beifuß
100 g Brombeeren
1 EL Honig

Beifuß und Brombeeren in 1/4 Liter Wasser ca. 10 Minuten kochen. Abkühlen lassen, den Sud abseihen und den Honig darin auflösen. Restliches Wasser dazugeben, umrühren und kalt stellen. Im Sommer mit Eiswürfeln und einer Zitronenscheibe servieren.
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#2
Berberitze (Berberis vulgaris), Sauerdorn

   
http://www.botanikus.de

Wo findet man sie?
Die Berberitze ist ein hoher Strauch mit roten kleinen Beeren, die an Rispen sitzen. Auf trockenen, kalkhaltigen, stickstoffarmen Böden, an Waldrändern, in Lichtungen. Auch als Gartengebüsch.

Geschmack
Säuerlich, herb

Pflücken

Ausschließlich die roten, reifen Beerenfrüchte im Herbst.

Inhaltsstoffe
Vitamin C, Berberin, Fruchtsäuren

Tradition
Die roten Früchte sind weitgehend frei von Berberin, das überdosiert giftig wirkt. Sie sind vitaminreich und säuerlich und eignen sich deshalb gut für Konfitüren. Getrocknet werden sie wie Rosinen zum Müsli gegessen.


Berberitzen-Gelee

Zutaten:
- 500 g Berberitzen
- 500 g Gelierzucker 2 zu 1
- Schokolade

Die gewaschenen Beeren mit Wasser weich kochen und durch ein Tuch auspressen. Saft abkühlen lassen. 3/4 Liter Saft mit dem Gelierzucker 5 Minuten kochen und zum Schluß Schokolade nach Geschmak darin auflösen. Heiß in Gläser abfüllen.
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#3
Brennessel (Urtica dioica)

   
http://www.wissenswertes.at

Wo finde ich sie?
Auf der ganzen Welt auf nährstoffreichen Böden, an Böschungen, auf Schuttplätzen, auf Feldern, am Waldrand und in Gärten.

Geschmack
Herber Geschmack, ähnlich wie Spinat, nur viel kräftiger.

Pflücken
Vom Frühjahr bis in den Herbst pflückt man die jungen Blätter, die immer wieder nachwachsen. Im Frühjahr verwendt man auch die jungen Wurzeln, im Herbst die Samen.

Inhaltsstoffe
Natrium Gerbstoffe, Histamin, Eisen, Magnesium, Vitamin B, Kieselsärue, Silizium, Kalium, Ameisensäure.

Heilwirkung
Blutreinigend, wassertreibende, blutdrucksenkend, blutbildend, cholesterinsenkend, stoffwechselanregend, stärkend.


Brennessel-Suppe

Zutaten
- 100 g altes Brot
- 20 g Butter
- 100 g Brennesselspitzen
- 1 l Gemüsebrühe
- etwas Sahne
- Brennesselsamen

Das Brot in Würfel schneiden und in der Butter anrösten. Gewaschene und geschnittene Brennessel dazugeben, mit Brühe aufgießen und nur kurz kochen. Pürieren, mit Sahne abschmecken und mit Brennesselsamen bestreuen.


Brennessel-Salat

Zutaten
- 200 g junge Brennesseln
- 1 Hand voll Wildkräuter (Knoblauchrauke, Gundermann, Giersch, Vogelmiere)
- Blüten von der Kapuzinerkresse
- Marinade aus Salz, Essig, Öl und etwas Zucker

Die gewaschenen Brennesseln in ein Sieb geben und mit heißem Wasser kurz blanchieren. Klein schneiden und in eine Salatschüssel geben. Aus Salz, Essig, Öl und etwas Zucker eine Marinade rühren, die blanchierten Brennessel damit übergießen und mit den geschnittenen Wildkräutern und Blüten anrichten.
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#4
Giersch (Aegopodium podagraria), Doldenblütler

   
https://de.wikipedia.org/wiki/Giersch

Wo finde ich ihn?
Er wächst in Gärten, unter dem Gebüsch, im Wald, in Parkanlagen auf nährstoffreichen Bädern im Schatten und im Halbschatten. Seine meterlangen Wurzeln, deren kleinste Teile sich wieder zur vollen Pflanze entwickeln, zeugen von einer geradezu unbändigen Lebenskraft.

Verwechseln
Man kann ihn mit den jungen Blättern der Waldangelika verwechseln.

Geschmack
Die jungen Blätter haben einen angenehmen, an Petersilie erinnernden Geschmack.

Pflücken
Man pflückt die jungen Blätter von März bis September, aber auch die Blüten können gut verwendet werden.

Inhaltsstoffe
Kalium, Magnesium, Phosphor, Silizium, Vitamin C, Provitamin A, ätherisches Öl

Heilwirkung
Giersch wirkt entgiftend, blutreinigend, harnsäuretreibend. Die Pflanze ist besonders wirksam gegen Gicht. Man legt das zerquetschte Kraut auf die entzündeten Stellen und erreicht dadurch eine sofortige Linderung. Ein Tee aus den frischen Blättern eignet sich für eine Frühjahrskur. Ein Tee aus getrockneten Blättern lindert Rheuma und Ischiasschmerzen.


Giersch-Pesto

Zutaten
- 500 g Giersch
- Olivenöl
- Steinsalz

Gierschblätter sehr gut waschen und mit Küchentüchern trockentupfen. Kleinschneiden und mit dem Pürierstab zu einer geschmeidigen Masse verarbeiten. Mit Olivenöl und Steinsalz in Gläser schichten, dabei müssen die Kräuter oben mit Olivenöl bedeckt sein. Kühlstellen. Zu Reis oder Nudeln mit gerösteten Pinienkernen anrichten.


Limonade

Zutaten
- 12 Blätter Giersch
- 2 Ranken Gundelrebe
- 2 Stängel Minze
- 1 l Apfelsaft
- 1 l Mineralwasser
- Zitrone oder Orange

Die Kräuter zerkleinern, in 1 l Apfelsaft über Nacht ziehen lassen, aufgießen mit 1 l Mineralwasser, denn Saft einer Zitrone oder Orange hinzufügen.
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#5
Jetzt ist gerade ein sehr guter Zeitpunkt, um die Samen der Brennnessel zu ernten. Ich habe sie getrocknet und dann gemahlen und verwende sie im grünen Smoothie als Vitaminkick. Einfach einen kleinen Löffel voll hinzugeben.
Morgen kann alles ganz anders sein.
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#6
Zwiebeln sind zwar keine Wildkräuter, doch sind sie eingelegt sehr sehr lecker, und das Rezept ist wirklich einfach.

Selbst eingelegte Zwiebeln als Antipasti

Selbst gemacht schmeckt am besten und stellt sicher,
daß Sie genießen können,
ohne unerwünschte Zutaten, also so,
wie es von unseren Ahnen gedacht war.

Rezept:
600 g kleine Zwiebeln
200 ml Weißweinessing
etwa 400 ml Wasser
175 g Zucker
1/4 TL Salz
1 TL Senfkörner
1/2 TL gem. Kurkuma

Zwiebeln pellen und große zerkleinern, dann die übrigen Zutaten
im Topf zum Kochen bringen und die Zwiebeln ca. 10 Minuten
kochen.

Dann die Zwiebeln herausnehmen und in die vorgesehen Gläser
schichten.
Sud nochmals aufkochen und über die Ziebeln gießen.
Die Gläser sofort verschließen und auskühlen lassen.

Dies ist sicher auch mal ein willkommenes Geschenk.


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aromarin - Haut wie Samt und Seide
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Es bedanken sich: verdandi , Violetta
#7
Jetzt ist eine sehr gute Gelegenheit, um für leckeren Brombeertee vorzusorgen. Dafür werden die jungen, grünen Blätter geerntet, die noch bis in den September hinein immer nachwachsen. Ausbreiten, einen Tag im Schatten trocknen lassen, und dann mit der Schere kleinschneiden. Anfeuchten und mit etwas Zitrone in ein Baumwolltuch einrollen und in einen gut verschließbaren Plastikbeutel geben. In den folgenden 2-3 Tagen fermentieren die Blätter, die danach im Dörrgerät (4-5 Stunden bei 40 Grad) oder an der Luft getrocknet werden.

Die Blätter wirken stopfend, zusammenziehend, blutreinigend, entzündungswidrig. Und der Tee schmeckt lecker.
Morgen kann alles ganz anders sein.
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