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Zerstörung der Kultur
#1
Sprache vor Gericht

Als ich gestern in der Jungen Freiheit untenstehenden Zeitungsartikel las, bin ich aus dem Kopfschütteln nicht mehr rausgekommen. Vogel Keule
Hier wird nicht nur wieder mal extrem einseitig beurteilt, es werden zudem auch noch Begrifflichkeiten der Neutralität als rechte Gesinnung eingeordnet. Mir scheint eher die Richterin, welche zu den unten dargestellten Schlüssen kommt, leidet unter starken Wahrnehmungsstörungen und Realitätsverlust:


Der Vortrag des emeritieren Germanistik-Professors der Kieler Universität, Hans-Günter Schmitz, über „Die Amerikanisierung der deutschen Sprache und Kultur“ vor dem Ring Ch**stlich-Demokratischer Studenten (RCDS) hat ein juristisches Nachspiel.
Linke Studentengruppen glaubten, in der am 21. Januar im Audimax gehaltenen Rede nicht nur antiamerikanische, sondern gar „nationalsozialistische“ Redewendungen gehört zu haben. In einem Flugblatt, unterschreiben nicht nur von sechs linken bis linksradikalen Hochschulgruppen, sondern auch von der Jungen Union und der liberalen Studentengruppe, wurde den Ch**stdemokratischen Studenten vorgeworfen, die hätten den „offenen rechten Ansichten“ des Kieler Professor zugehört, ohne sich von ihnen zu distanzieren.
Daraus schlossen die Unterzeichner, der Kieler RCDS sei in die Nähe von Rechtsextremen gerückt. Die Forderungen des RCDS, die Vorwürfe, die unberechtigt seien, zurückzunehmen, fruchteten nur zum Teil. Junge Union und Liberale unterzeichneten eine Unterlassungserklärung. Die übrigen blieben bockig. Daraufhin wurden sie vom RCDS verklagt. Und nun trafen sich die Beteiligten mit ihren Anwälten vor dem Kieler Amtsgericht.
Die Richterin hatte inzwischen das Redemanuskript von Schmitz durchgearbeitet und war zu dem Schluß gekommen, man könne daraus eine Gesinnungsnähe zu rechten Auffassungen erkennen. Ihre Belege: „Schlüsselwörter“ der Rechten seien etwa „Selbstbestimmung“ und „Fremdbestimmung“, aber auch die „Überfremdung der Deutschen“. Daß Schmitz den amerikanischen Einfluß auf die „totale Kriegsniederlage“ Deutschlands ebenso zurückführte wie auf eine angeblich lange Okkupationszeit, die aber tatsächlich nur vier Jahre angedauert habe, nämlich von 1945 bis 1949, sei eine rechtsradikale Behauptung. Was denn die amerikanische Kultur, die der Redner auch angeführt habe, mit der Amerikanisierung der Sprache zu tun habe, wollte die Richterin wissen und schob auch diese Argumentation in die rechtsradikale Ecke.

Und dass Schmitz die historischen Sprachreinigungsvereine im 18. und 19. Jahrhundert „einseitig positiv“ beurteilt habe, ohne die Nachteile, nämlich die Verhinderung internationaler Einflüsse auf die Deutschen, zu erwähnen, wertete die Richterin als rechte Einfärbung seiner Auffassungen. Da sei es durchaus legitim gewesen, dass die linken Hochschulgruppen die Distanzierung des RCDS verlangt hätten. Im übrigen bewertete sie die Angriffe der Linken als Ausdruck der Meinungsfreiheit und ließ erkennen, dass sie die Ansicht habe, die Klage abzuweisen, es sei denn, die beiden Parteien einigte sich vorher auf eine gemeinsame Erklärung.
Der Rechtsanwalt des RCDS, Trutz Graf Kerssenbrock, zeigte sich überrascht von der einseitigen Auslegung des Referats von Schmitz durch die Richterin, die eine Einigung der Parteien kaum noch möglich mache. Wenn aber die Linken dem RCDS bestätigten, dass er ins demokratische Spektrum gehöre, werde man der Einigung zustimmen. Das lehnten die Linken ab.
Graf Kerssenbrock nannte die Attacke der Linken ein „unglaubliche Diffamierung des RCDS“, die nichts anderes bewirken solle, als die Ch**stdemokratischen Studenten aus dem demokratischen Spektrum zu verdrängen und die von der Richterin aus dem Vortagsmanuskript herausgefilterten Begriffe zu denunzieren, um die linke Deutungshoheit zu verteidigen. Es gebe keine Rechtspflicht für den RCDS, sich von dem Vortrag zu distanzieren, denn die seitens der Richterin angeprangerten Formulierung seine nichts als Tatsachbehauptungen, die historisch nicht falsch sind. Die Behauptung, sie seien rechtsradikal, sei unvertretbar.

Die Richterin meinte, über Graf Kerssenbrocks Äußerungen lachen zu müssen, der sie daraufhin rügte und ankündigte, die nächste Instanz anzurufen, falls die Richterin die Klage abweisen sollte.
Das Urteil soll am 20. August verkündet werden.

Quelle: Junge Freiheit 34/07


wird fortgesetzt...

Es geht nicht darum mit dem Kopf durch die Wand zu gehen, sondern darum mit den Augen die Tür zu finden!
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#2
Zombiekino: Links gegen rechts. Oh wie spannend.

Zzz


Wenn die Ch**stdämonokraten samt Hochschulgruppen untergehen, soll mir das Recht sein, allerdings sind die Mittel der Diffamierung leider sehr schäbig gewählt, gesunder Menschenverstand und natürliches Verhalten werden als "bösartige rechte Gesinnung" abgestempelt.
Wenn es nach dieser Schauprozeßrichterin ginge, dann wären wir hier alle als rechtsradikal einzustufen, nur weil Selbstbestimmung hochgehalten wird, Fremdbestimmung aufgedeckt und abgelehnt wird und die sprachliche Verfilzung als Geistviren bloßgestellt werden, welche eine Schwächung des Denkens, ja sogar der Denkfähigkeit nach sich ziehen.
Sprache ist ein Kulturgut und wer sein eigenes Kulturgut mutwillig zerstört oder zur Zerstörung Beihilfe leistet (wie die Richterin) ist ein Volksverräter und sollte umgehend ... aus dem Amt enthoben werden.
Daß die Richterin sich solche Verhaltensweisen erlauben kann, spricht nicht unbedingt für ein seriöses und funktionierendes Rechtssystem.

Je nach weiterem Verhalten der Richterin - also Ihrer Argumentationskette - sollte eine Klage gegen die Sie persönlich erhoben werden.
Das ist sogar auf Grundlage des dem deutschen Volk GEGEBENEN Grundgesetzes möglich.
Leider sind diese Leute zu sehr auf Ihre Verteidigung und das zurückschießen an EINER Front bedacht und übersehen die sich bietenden Angriffsmöglichkeiten von mehreren Seiten.
Ich kann jetzt natürlich leicht reden, aber auffällig bei solchen Vorgängen ist, daß die Betroffenen sich immer viel zu viel gefallen lassen: Sie sind durch Anschuldigungen eingeschüchtert und schon zufriedengestellt, wenn ein Kompromiß - der vorher undenkbar gewesen wäre - geschlossen wird. Auf diese lasche Art wird man die Praxis der Diffamierung und opportunistischen Rechtsverdrehung nicht los.
Der klügere gibt zwar nach, schlägt aber dann von der Seite zu.
Evil1

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#3
Zitat:Wenn es nach dieser Schauprozeßrichterin ginge, dann wären wir hier alle als rechtsradikal einzustufen, nur weil Selbstbestimmung hochgehalten wird, Fremdbestimmung aufgedeckt und abgelehnt wird und die sprachliche Verfilzung als Geistviren bloßgestellt werden, welche eine Schwächung des Denkens, ja sogar der Denkfähigkeit nach sich ziehen.

Genau Nuculeuz, darauf läuft das ganze hinaus.

Man kann sich wirklich nur noch zurücklehnen und, wie Du es formulierst, das Zombiekino beobachten und darüber wundern. Ph34r

Grüße

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#4
Das die "Linken" Weltverbesserer Sklaven der amerikanischen Globalisierungsstrategie sind, merken die garnicht, oder?

Wie kann man eigentlich so verblendet sein,..., ich begreif es einfach nicht,......

Die einen sind degenerierte seelenlose Schattenmenschen, und die anderen kämpfen gegen das, was die Amerikaner stört, nämlich Heimatgefühl, Kulturschutz und die Wahrheit.

Das hat auch nichts mit irgendeiner Religion zu tun, dass ist einfach nur lächerlich!

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#5
Zitat:Wie kann man eigentlich so verblendet sein,..., ich begreif es einfach nicht,......

Zombies eben -> Gehirn fehlt.


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#6
Hernes_Son schrieb:es werden zudem auch noch Begrifflichkeiten der Neutralität als rechte Gesinnung eingeordnet.
...
Ihre Belege: „Schlüsselwörter“ der Rechten seien etwa „Selbstbestimmung“ und „Fremdbestimmung“, aber auch die „Überfremdung der Deutschen“. Daß Schmitz den amerikanischen Einfluß auf die „totale Kriegsniederlage“ Deutschlands ebenso zurückführte wie auf eine angeblich lange Okkupationszeit, die aber tatsächlich nur vier Jahre angedauert habe, nämlich von 1945 bis 1949, sei eine rechtsradikale Behauptung.
Ich frage mich allerdings, ob Worte, die unterdessen Reizworte sind, also mit bestimmten Assoziationen negativ belegt, wirklich "Begrifflichkeiten der Neutralität" sind. Selbst wenn sie es einmal waren, der Inhalt oder die Assoziation eines Wortes können sich ja ändern. Und wenn man ein Wort als Reizwort erkannt hat, ist es einfach nicht so klug, es weiterhin zu benutzen, und sich dann aber hinterher über die gezogene Assoziation zu beklagen.

Wo z.B. jemand fremdbestimmt, ist ja auch jemand, der sich beeinflussen läßt. Und es ist ohnehin besser, dem Manipulierten die Augen zu öffnen, was Manipulation ist, als den Manipulierer anzuprangern. Denn das Letztere ruft doch nur ggfls. Emotionen hervor, Wut, Ohnmacht, vielleicht sogar Verzweiflung einer empfundenen Macht gegenüber. Und natürlich den Ärger des Angeprangerten. Das wieder polarisiert nur, wie in diesem Beispiel auch. Den Beeinflußten stärken und allgemein auch aufklären gäbe ihm aber eine Möglichkeit, sich nicht weiter beeinflussen zu lassen, oder nur dort, wo er es auch möchte.

Einen "Schuldigen" gibt es ohnehin in keiner Lage. Es gibt immer "nur" Ursache und Wirkung. Und am einfachsten ändert man eine Ursache bei sich selbst, da der andere viel schwieriger zu beeinflussen ist, als man sich selbst ändern kann. Eigentlich ist also der Vortrag am falschen Ende angesetzt, und ein Germanistik Professor, der ja um die Assoziationen von Worten weiß, wissen sollte jedenfalls, hätte die mögliche Wirkung auch voraussehen können, meine ich.
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#7
Das ist der Weg, es sollte immer zuerst vor der eigenen Tür gekehrt werden.
Leider sind dazu nicht viele im Stande, da es ja einfacher ist etwaige Fehler und Schwächen bei anderen zu suchen.

Kein besserer Freund – kein schlimmerer Feind!
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#8
Zitat: Ich frage mich allerdings, ob Worte, die unterdessen Reizworte sind, also mit bestimmten Assoziationen negativ belegt, wirklich "Begrifflichkeiten der Neutralität" sind.

Ja, natürlich, Selbsbestimmung beispielsweise ist nicht nur eine reservierte Begrifflichkeit in Bezug auf die Neutralität.

Es geht mir hier nur darum kleine Puzzlestücke, die mir persönlich auffallen, zusammenzutragen, die aufzeigen sollen, wie in kleinen Schritten die Zerstörung der Kultur vorangetrieben wird. (In diesem Falle eben die öffentliche Denunzierung eines Germanistikprofessors, und im Verlauf dessen die Einschüchterungsversuche der Ch**stdemokratischen Studenten, die einen Vortrag über die Amerikanisierung der deutschen Sprache besucht hatten.)
Es könnte doch in ein paar Jahren recht interessant sein, das ganze mal nachzulesen, wie dies im einzelnen geschehen ist.
Natürlich beginnt dies nicht erst seit gestern, sondern spielt sich schon seit Jahrzehnten ab.


Meine Grüße

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#9
Kulturzerstoerung faengt schon bei Sprache, Esskultur und gegenseitigem Umgang an. Auch was die Betrachtungsweise der Maenner gegenueber einer Frau betrifft, also wenn die Frau nur als Koechin, Beischlafgehilfin etc. betrachtet wird, findet bereits eine Kulturzerstoerung statt, da diese Rolle eher der chr. Definition von Frau entspricht, als der urspruenglichen Kultur.

EigenSinnige Frauen
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