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Zimmerpflanzen – ja oder nein?
#1
Zimmerpflanzen? Also künstlich vom Menschen in Töpfe gesteckte ehemalige Natur? Das hat für mich keine gute Ausstrahlung. Wie der Hase im Käfig, der gleich daneben steht. Hat eine vage Ahnung von einem Leben, das anders sein sollte und kann es doch nicht erfassen da er es nicht kennt. Abhängig von den Launen der Menschen (sowohl Pflanze als eingesperrtes "Haus"tier).

Was gibt es schlimmeres?

Gruß, ?ono
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#2
?ono schrieb:Was gibt es schlimmeres?

Demnächst stellen sich wieder zig tausende abgesägte Tannenbäume in ihre Wohnzimmer...

Also was eingesperrte Tiere angeht sehe ich es ebenso wie Du, so etwas gehört
sich einfach nicht. Tiere brauchen (Bewegungs-) Freiheit. Bei den Pflanzen fehlt
ja nun mal die Beweglichkeit, und sofern sie nicht launischen sondern sorgfältigen
Menschen ausgeliefert sind und somit pfleglich behandelt werden halte ich das schon
für vertretbar.

Dank Violettas Anmerkung neulich Winken habe ich mir auch
mal ein Efeu-Pflänzchen in die doch eher kahle Wohnung
geholt. Lächeln

Schöne Grüße

Glückskind
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#3
Glückskind schrieb:Demnächst stellen sich wieder zig tausende abgesägte Tannenbäume in ihre Wohnzimmer...

Ohne zu schönen: da könnte man sagen, die haben's wenigstens hinter sich. Die Zimmerpflanze dagegen....

In unserer Kultur ist es "normal" sich Pflanzen "zu halten" - womöglich, weil wir uns schon so weit von der Natur entfernt haben? Interessanter Weise gibt es keine "Zimmer"pflanzen in Gebieten/Kulturen, die noch mit und mehr in der Natur leben.

Der Mensch neigt dazu, alles für vertretbar zu halten was ihm von Nutzen erscheint. Blinzeln

Gruß, čono
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#4
Zitat:Zimmerpflanzen? Also künstlich vom Menschen in Töpfe gesteckte ehemalige Natur? Das hat für mich keine gute Ausstrahlung. Wie der Hase im Käfig, der gleich daneben steht. Hat eine vage Ahnung von einem Leben, das anders sein sollte und kann es doch nicht erfassen da er es nicht kennt. Abhängig von den Launen der Menschen (sowohl Pflanze als eingesperrtes "Haus"tier).

Was gibt es schlimmeres?

Und neulich hat hier irgendwer/irgendwo schon geschrieben, daß er heruntergefallene Nüsse aufhackt, damit die Vögel sie besser picken können. Das ist genau die Art Rücksichtnahme, die die Natur nicht benötigt, die sogar unerwünscht ist. Ein Vogel, der die Nüsse nicht aufgepickt bekommt, verdient das Leben nicht. Hier ist Mitleid, Einmischungstendenz und Besserwisserei ursächlich. Fällt mir gerade so ein, da wollte ich neulich schon etwas zu schreiben.

Jetzt zu den Zimmerpflanzen: Was die Zimmerpflanzen betrifft: Eine Wohnung, aus der die Natur ausgeschlossen wird, verkommt zur Plastikwohnung im Stil der heutigen Zeit. Zimmerpflanzen, artgerecht gehalten, sind eine wunderschöne Sache und ein richtiger Energiespender (und Raumharmonisierer). Den Pflanzen macht es Freude von uns als Partner anerkannt zu werden. Man spricht mit ihnen, man pflegt und behandelt sie gut. Die Pflanze fühlt sich wohl und zeigt uns das deutlich an. Eine Pflanze benötigt genügend Platz (ober- und unterirdisch) um sich nicht eingesperrt zu fühlen.

Es ist zwar richtig, daß Pflanzen normalerweise nicht in Töpfen und in Wohnzimmern wachsen, jedoch leistet die Natur uns gern diesen Dienst, wenn sie artgerecht behandelt wird. Man trifft ein Arrangement mit der Natur, nicht anders, wenn wir täglich zur Arbeit gehen, um unsere Brötchen zu verdienen.

Was man in jedem Fall vermeiden sollte: Ein steriles Wohnhaus, aus dem die Natur (und damit ihre gesundheitbringende Schwiungung) ausgeschlossen wird. Der (Natur-)Mensch benötigt das, und da er heute nicht mehr im Wald wohnen kann/darf, muß er sich die Natur eben ins Haus holen, um selbst artgerecht leben zu können.
Entweder man findet einen Weg oder man schafft einen Weg!
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#5
?ono schrieb:In unserer Kultur ist es "normal" sich Pflanzen "zu halten"

(... Paganlord, danke das Du das Thema abgetrennt hast...)

Meine Meinung: Ja es ist für mich normal Pflanzen in meiner Wohnung zu halten.
Es steht doch aber die Frage: Wie halte ich sie, welche Beziehung habe ich zu ihnen?
Das ist für mich der Punkt. Ich wende Kraft und Energie auf, dass diese sich bei mir wohl fühlen ( ich rede auch mit meinen Blumen ). Ich persönlich habe eine Verbindung zu ihnen. Ich denke, dass es nicht nur für Zimmerpflanzen gilt, sondern auch für Pflanzen im Freiland, welchen ich eine neue Heimat anbiete.
Sie geben mir auch etwas zurück.
Ich lebe nun mal in der Natur, wo Efeu frei an Bäumen und auf den Waldboden rankt und sich ausbreitet und es ist gut so.
Und ich finde es persönlich gut, dass Violetta und Glückskind sich ihren Efeu ins Haus holen. Ich verehre das Efeu, eine Pflanze, welche sich durch Zeiten und Kulturen rankt.

Kommt gut hin....
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#6
Ich verehre den Efeu, denn er ist die heilige Pflanze des PAN. Auch in der freien Natur haben Pflanzen nicht immer optimale Bedingungen. Sie müssen im Unterholz ebenso zurechtkommen, wie im Schatten von großen Bäumen oder Sträuchern. Das ist in etwa mit den Zuständen in einer Wohnung vergleichbar. Ich glaube, daß sich niemand von uns in einem Haus wohl fühlt, aus dem die Natur ausgesperrt ist. Wasser, Erde, Feuer, Steine, Pflanzen und aromatische Düfte gehören in jede Wohnung. Man muß ein krankes Gemüt besitzen, wenn man sich in einer solchen Atmosphäre unbehaglich fühlt.

Was mir oft auffällt ist, daß Buddhisten sich sonstwie den Kopf zerbrechen, um ja keinen Grashalm umzuknicken. Dieses Gedankengut hat in den letzten Jahren bei naturliebenden Menschen immer mehr an Beachtung gewonnen. Man muß mal klar sagen, daß der Mensch (in einem gewissen Rahmen) das Recht besitzt, egoistisch zu sein. Also seinen Vorteil wahrzunehmen und auch anzustreben. Das ist nichts verwerfliches, das ist natürlich.
Sei!
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#7
Paganlord schrieb:Ein Vogel, der die Nüsse nicht aufgepickt bekommt, verdient das Leben nicht.

Wieso sollte man sich außerhalb seiner selbst Gedanken darüber machen, ob jemand das Leben verdient oder nicht? Man kann nur sein eigenes Leben leben, also ist es verschwendete Energie. Mitleid, Einmischungstendenz. Besserwisserei? Ja genau, eben dann wenn man sich über so etwas Gedanken macht.

Paganlord schrieb:Den Pflanzen macht es Freude von uns als Partner anerkannt zu werden. Man spricht mit ihnen, man pflegt und behandelt sie gut. Die Pflanze fühlt sich wohl und zeigt uns das deutlich an.

Ihr wird auch kaum etwas anderes übrig bleiben, um ihren "Aufenthalt" so angenehm wie möglich unter diesen Umständen zu machen.

Paganlord schrieb:Was man in jedem Fall vermeiden sollte: Ein steriles Wohnhaus, aus dem die Natur (und damit ihre gesundheitbringende Schwiungung) ausgeschlossen wird. Der (Natur-)Mensch benötigt das, und da er heute nicht mehr im Wald wohnen kann/darf, muß er sich die Natur eben ins Haus holen, um selbst artgerecht leben zu können.

Das mag für den Nicht-Natur-Menschen zutreffen. Ein Naturmensch hat selbst genügend Natur (in sich) und braucht keine versklavten, degenerierten Pflanzen um sich, die um "leben" zu können, von ihm abhängig/künstlich von ihm abhängig gemacht worden sind. Jeder ist selbst dafür verantwortlich, wenn er keine Natur um sich hat/meint, keine Natur um sich haben zu können. Aber das ist meine Meinung und es steht jedem frei, es anders zu sehen. Blinzeln

Gruß, ?ono
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#8
Meiner Meinung nach zuviele logische Gedanken. Man merkt doch wohl, daß man sich in Räumen mit vielen Pflanzen wesentlich wohler fühlt, als in sterilen Räumen! Je mehr Pflanzen, desto besser das Raumklima.
Was man will – nicht was man wünscht – empfängt man.

Cosima Wagner
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#9
Ein Raum ohne Pflanzen muß nicht steril sein, das ist ein Denkfehler.

Hier prallen gerade zwei unterschiedliche Lebensweisen aufeinander. Blinzeln Ich sehe mich als angesiedelter Nomade, habe meine Herkunft nicht ganz vergessen, arbeite für mich selbst und keinen fremden Herrn, gestalte meinen Tag selbst bzw. richte mich nach den Notwendigkeiten, die getan werden müssen und bin die meiste Zeit des Tages draußen, zu jeder Jahreszeit und zu jedem Wetter. Das Haus ist für mich etwas, das in unserem Kulturkreis menschengemacht ist, aber so ganz wohl fühle ich mich nicht damit und bin schon eine ganze Weile am Überdenken, ob ich mich von diesem Ballast nicht auch noch lösen sollte. Einstweilen behelfe ich mir damit, umherzustreifen wenn die Arbeit es zuläßt, bin viel in der Natur und trage sie in mir. Deshalb brauche ich auch keine Pflanzen in Töpfen, ich habe sie lieber im Original, draußen in ihrem angestammten, natürlichen Lebensraum.

Gruß, ?ono
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#10
Zitat:Und neulich hat hier irgendwer/irgendwo schon geschrieben, daß er heruntergefallene Nüsse aufhackt, damit die Vögel sie besser picken können.

Ich glaube, das war ich. Aber ich hacke sie nicht auf, sondern ich trete im Vorbeigehen auch mal ganz bewußt auf eine solche Nuß. Weil ich mir zum einen sage "kleine Geschenke erhalten die Freundschaft", und zum anderen damit meine kleine persönliche "Opfergabe" der Natur übergebe.
Auch wenn mal ein Vogel ans Fenster klopft, lege ich ihm ein paar Nüsse aufs Fensterbrett. Wenn er mich schon so nett bittet, sag ich nicht nein. Letztens stand dort eine Waldmaus auf ihren Hinterbeinen und starrte durch die Scheibe. Sie hat dann auch eine Nuß bekommen. :mrgreen:

Und zum eigentlichen Thema: Eine kleine Anzahl von Zimmerpflanzen habe ich auch. Ich bin zwar viel in der Natur unterwegs, aber ich brauche auch in der Wohnung ein wenig Lebendiges um mich herum. Ein paar Pflanzen und ein Tier an meiner Seite, dann fühle ich mich wohl.
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