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Zucker, das süße Gift
#1
Da ich mich in den letzten Wochen ein wenig mit dem Thema auseinandergesetzt habe, kommt hier eine kleine Zusammenfassung über die verschiedenen Zuckerarten, deren Herstellung und vor allem die physiologische und psychologische Wirkung auf den Menschen.


Herstellung

Der weiße Zucker wird überwiegend aus Zuckerrüben gewonnen. Sie werden gewaschen, zerschnitzelt und ausgelaugt. Zur Reinigung wird anschließend Kalk zugesetzt. Durch die starke Alkalität dieser Mischung werden bereits jetzt fast alle Vitamine vernichtet. In diese mit Ätzkalk vermischte Flüssigkeit wird Kohlensäure geleitet, um den Kalk zu fällen. Die gesättigte Flüssigkeit wird in Filterpressen gepumpt, um den Zuckersaft vom Schlamm zu trennen.

Es folgt eine weitere Behandlung mit Kalziumsulfit, wobei der Saft gleichzeitig durch die schweflige Säure entfärbt (gebleicht) wird. Danach wird der Saft eingedampft zu Dicksaft, welcher im Vakuum bis zur Kristallisation eingekocht wird. Durch eine Zentrifuge wird die Masse in Sirup und Rohzucker getrennt. Der Sirup durchläuft den gesamten Vorgang noch mehrmals, bis am Ende die sog. Melasse übrig bleibt, die jetzt hauptsächlich aus Nicht-Zuckerstoffen besteht. Sie wird zur Spiritusbereitung und Viehfütterung verwendet.

Der Rohzucker wird in den Zuckerraffinerien anschließend in Verbrauchzucker umgewandelt. Er wird nochmals mit Kalk-Kohlensäure gereinigt, mit schwefliger Säure gebleicht, durch Knochenkohle gefiltert und anschließend "auf Korn gekocht". Übrig bleibt der "schöne weiße Zucker" den es überall zu kaufen gibt.

Der "braune Zucker" ist dem weißen Zucker sehr ähnlich, er wurde nur nicht so stark gereinigt. Vom Nährwert und der physikalischen Zusammensetzung unterscheiden sich die beiden nur minimal. Beide sind vollkommen denaturierte Nahrungsmittel.

Zu den Fabrikzuckerarten gehören: Rohrzucker (der bekannte weiße und braune Zucker), Traubenzucker, Fruchtzucker, Milchzucker, Malzzucker, sog. Vollrohrzucker, Sucanat, Rübensirup, Ahornsirup, Birnen- und Apfeldicksaft, Ur-Süße, Ur-Zucker, Melasse, Maltodextrin, Frutilose, Gerstenmalz u.a.

Die Auswirkungen auf den Organismus sind bei allen diesen Zuckerarten die gleichen, theoretisch besteht da kein Unterschied. Praktisch werden aber z.B. vom Frucht- oder Milchzucker größere Mengen benötigt, um die gleiche Süße wie beim Rohrzucker zu erreichen, daher sind diese Zuckerarten mitunter noch schädlicher.

Von vielen Nahrungsmittelherstellern wird propagiert, daß brauner Zucker oder Rohrohrzucker "besser" sei. Dies suggeriert dem Verbraucher, daß er sich etwas "Gutes" tut, wenn er diese Zuckerarten benutzt. In der Praxis bestehen jedoch nur marginale Unterschiede, die die bleibende Schädlichkeit des Zuckers unter keinen Umständen rechtfertigen können.

[wird fortgesetzt]
Weisheit ist nicht mitteilbar. Weisheit, welche ein Weiser mitzuteilen versucht, klingt immer wie Narrheit.
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#2
also, ich für meinen Teil kann nur sagen seit dem ich Zucker nicht mehr benutze - fehlt mir es auch nicht..

P.S. ...wie erstellt man eigentlich ein neues Thema?? :?:
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#3
Wie sieht es denn mit Jaggery aus? Also unraffineriertem Rohrzucker aus Indien?
Oder eben dem Vollrohrzucker, der auch nicht raffineriert sein soll?

Manche Naschwerke lassen sich nicht mit Honig backen... :?
"In deiner Treu' liegt deines Glückes Pfand."
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#4
Zum süssen verwend ich Bio agavendicksaft.
Hat hohe süsskraft, und ist vom Geschmack am ehesten mit Honig zu vergleichen, aber deutlich milder.
Kann man für fast alles verwenden.
allerdings ist er auch keine Rohkost, da der Saft der Agave erst ausgekocht wird, um den Wasseranteil zu senken. Was dann aber auch der einzige Verarbeitungsschritt ist.

Alternativ wär noch Ahornsirup, ich glaub den könnt man auch selber gewinnen - hat aber eine recht ausgeprägten Eigengeschmack, was ihn für einige Speisen ungeeignet mach.

Und für Tee und ähnliches ist immer noch der gute alte Honig am besten.

Wobei ich in der Regel auch auf Zugabe von Süssungsmitteln verzichte.
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#5
Hallo Novalis,

Zitat:Von vielen Nahrungsmittelherstellern wird propagiert, daß brauner Zucker oder Rohrohrzucker "besser" sei. Dies suggeriert dem Verbraucher, daß er sich etwas "Gutes" tut, wenn er diese Zuckerarten benutzt. In der Praxis bestehen jedoch nur marginale Unterschiede, die die bleibende Schädlichkeit des Zuckers unter keinen Umständen rechtfertigen können.

Dem kann ich bis auf oberen Absatz zustimmen.
Es besteht nämlich ein deutlicher Unterschied zwischen braunem Zucker/weißem Zucker und hochwertigem Vollrohrzucker (nicht einfacher Rohzucker oder Rohrzucker), denn dieser enthält noch so ziemlich alle Bestandteile des Zuckerrohres (welches an sich gesund ist). Allerdings in gekochter Form - ob das auch in Rohkostqualität geht weiß ich nicht. Wenn ja, so ist das wohl schwer zu beziehen.
Bedeutet er ist auch denaturiert - bringt also nicht soviel Energie wie reine Rohkost - aber - und das ist der entscheidende Punkt - es wurde das natürliche Stoffgleichgewicht nicht zerstört.
Das ist wahrscheinlich der Hauptgrund für die giftige Wirkung von raffiniertem Zucker, denn dort ensteht durch das Ungleichgewicht eine Tendenz des Raffineriezuckers, sein Gleichgewicht wieder herzustellen. Und dies geschieht dann im Körper des Menschen, indem diesem dann Mineralien und andere Stoffe (bzw. Energie) entzogen werden! Das ist sowas ähnliches wie ein "osmotischer Unter-Druck" des Zuckers, der Mineralstoffe aus uns heraussaugt, sobald er mit lebendigen Zellen in Berührung kommt.

Trotzdem ist dieser Vollrohrzucker eben auch nicht ideal (weil erhitzt).
Ich persöhnlich habe gute Erfahrung mit Palmzucker als Alternative gemacht. Sehr schmackhaft und fühlt sich gut an beim Essen. Einfach mal zur Abwechslung.

Jeglicher Zucker (außer Honig und in Rohkost gebundener Fruchtzucker) ist zudem ein Streßfaktor für den spirituellen Energiehaushalt.

Gruß
Erst wissen, dann denken. Erst denken, dann reden.
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#6
Wie sieht´s aus mit Stevia?
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#7
Besonders toll finde ich den Satz:

Die reine Pflanze bleibt verboten...

SPIEGEL ONLINE
22. April 2010, 15:14 Uhr
Süßstoff Stevia
Lebensmittelriesen starten die Zucker-Revolution

Eine Marktanalyse von Dirk Müller

Eine gigantische PR-Maschinerie läuft an: Die großen Lebensmittelkonzerne verdienen immer weniger mit klassischen Süßstoffen, nun kreieren sie einen neuen Absatzmarkt. Das Wundermittel heißt Stevia, ein indianischer Zuckerersatz ohne Kalorien - die Branche hofft auf ein Milliardengeschäft.

Frankfurt am Main - Haben Sie schon einmal von Stevia gehört? Vermutlich nicht, denn das Thema hat in Medien und Finanzwelt bislang kaum Aufmerksamkeit gefunden. Doch das dürfte sich in den kommenden Monaten ändern. Schließlich geht es um nicht weniger als eine Revolution in der Lebensmittelindustrie.

Bei Stevia handelt es sich um einen Süßstoff, der es in sich hat. Seit Jahrhunderten nutzen die Indianer im Grenzland zwischen Brasilien und Paraguay eine Pflanze namens "stevia rebaudiana", auch Honigkraut genannt, als Süßungsmittel. Die Blätter werden im Vergleich zu Rohrzucker als 30-mal süßer empfunden, das extrahierte, reine Steviosid ist rund 300-mal süßer. Ein weiterer in der Pflanze entdeckter Stoff ist Rebaudiosid A, er soll sogar noch süßer sein.

Der besondere Reiz dieser Süße liegt darin, dass der Mensch sie zwar schmeckt, der Körper sie aber kaum verarbeitet. Mit anderen Worten: Stevia ist ein fast kalorienfreier Süßstoff.

Das bieten zwar auch andere Süßstoffe wie Aspartam, aber weil sie künstlich hergestellt sind, werden sie von vielen Menschen instinktiv abgelehnt. Oder sie sind, wie Cyclamat, in einigen Ländern wegen ihrer gesundheitlichen Folgen verboten. Aber ein natürlicher, nahezu kalorienfreier Süßstoff, den schon die Indianer nutzten, wäre etwas anderes. Naschen ohne schlechtes Gewissen - was für eine phantastische Zukunft!

Im Westen wurde die Pflanze verboten, in Asien ist sie allgegenwärtig

Doch mal wieder ist die Welt der Wirtschaftsinteressen schlechter, als man wahrhaben will. Wenn Sie sich wundern, warum stevia rebaudiana nicht schon längst bei uns eingesetzt wird, stellen Sie sich einfach die Frage: Wem nutzt es, wem schadet es?

Nutzen würde der Einsatz der Pflanze dem Verbraucher. Schaden würde er der mächtigen Zuckerindustrie und der chemischen Lebensmittelindustrie, den Giganten, die Milliarden mit der Produktion von Aspartam und Co. umsetzen. Einer der Marktführer, NutraSweet, gehörte bis zum Jahr 2000 dem Gentech-Konzern Monsanto.

In den frühen achtziger Jahren, als das Thema Stevia in den USA aufkam, beendete eine Studie der University of Illinois in Chicago die Diskussion schnell wieder. Experimente an Ratten ergaben, dass ein Abbauprodukt von Steviosid potentiell krebserregend wirkt. Bezeichnenderweise hat die chemische Süßstoffindustrie an dieser Studie mitgewirkt.

Stevia war somit im Westen kein Thema mehr, von den Behörden wurde die Verarbeitung der Pflanze in Lebensmitteln nicht zugelassen. Anders ist das in Asien. In Japan etwa ist die Stevia-Pflanze seit den siebziger Jahren im Alltagseinsatz und bestimmt dort 40 Prozent des Süßstoffmarkts, ohne dass die japanischen Verbraucher in Massen vom Krebs dahingerafft werden.

Mit klassischen Süßstoffen lässt sich kaum noch Geld verdienen

Doch jetzt kommt eine neue Entwicklung dazu: Denn die Patente für viele künstliche Süßstoffe sind mittlerweile ausgelaufen, für Aspartam schon 1992, für Sucralose 2005. Außerdem wird der Markt von riesigen Mengen an Billigprodukten aus China überschwemmt. Die großen Player können nun nur noch wenig verdienen, das Interesse an Aspartam und Co. schwindet. Wie durch ein Wunder wird Stevia auf einmal wieder interessant für sie.

Aber wie soll man als Lebensmittelgigant von Stevia profitieren? Auf eine seit Jahrhunderten bekannte Pflanze kann man schließlich kein Patent anmelden: Jeder darf sie anbauen und vermarkten.

Also kam man auf eine geniale Idee: Man gewinnt einen der Stevia-Süßstoffe, Rebaudiosid A, auf chemischem Weg und meldet auf diese Methode sowie auf die chemisch behandelten Substanzen eine Reihe von Patenten an. Die reine Pflanze bleibt als Lebensmittel verboten, der chemisch gewonnene Bestandteil hingegen wird zugelassen - und man kann Millionen mit den neuen patentierten Süßstoffen verdienen. Perfide, aber real.

Die USA starten eine große Kampagne gegen Zucker

Im Jahr 2007 meldete Coca-Cola 24 Patente auf Stevia-Produkte an. Coca-Colas Partner und Mitentwickler ist der Agrar- und Lebensmittelgigant Cargill, das größte Familienunternehmen der USA mit 116 Milliarden Dollar Umsatz im vergangenen Jahr.

Also alles bereit für den großen Angriff von Stevia auf Zucker, Aspartam und Co.? Fast. Es fehlten nur noch folgende Punkte:

* Der Geschmack muss möglichst nahe an Zucker herankommen. Tatsächlich hat es Cargill nach eigenen Angaben geschafft, den leichten Nachgeschmack nach Lakritz, der Stevia-Produkten eigen ist, zu minimieren.
* Man muss den Menschen einreden, dass der chemisch gewonnene Süßstoff "natürlich" ist. Sie wissen schon: "Alte Indianerpflanze" und so... Alles eine Frage des Marketings.
* Die neuen Süßstoffe müssen im Westen zugelassen werden. In den USA ist die generelle Unbedenklichkeit von Rebaudiosid-A in Süßungsmitteln als Lebensmittelergänzungsstoff durch die Food and Drug Administration im Dezember 2008 erklärt worden. Frankreich hat im September 2009 eine vorläufige Zulassung erteilt. In den kommenden Wochen soll auch in der EU über die Zulassung entschieden werden.
* Es muss genug Stevia angebaut werden. Cargill hat deshalb weltweit, vor allem in China, Vertragsbauern angeheuert und beginnt mit der massenhaften Züchtung von Samen.

Mittlerweile ist die Cargill-Marke Truvia Marktführer und beherrscht sechs Prozent des amerikanischen Süßstoffmarkts. Coca-Cola verwendet Stevia-Süßstoff in den USA bereits in "Sprite Green"-Limonaden. Auch PepsiCo ist in die Produktion von Stevia-Produkten eingestiegen.

Praktischerweise kommt nun noch die Politik den Unternehmen zu Hilfe. Wie durch Zufall startet die US-Regierung in diesen Wochen eine große Kampagne gegen Fettleibigkeit und übermäßigen Zuckerkonsum.

Washingtons Kampf richtet sich ganz besonders gegen zuckerhaltige Limonaden. So will Präsident Barack Obama eine "Soda-Steuer" einführen, eine Sondersteuer auf zuckerhaltige Limonaden. Diese Idee kam Ende 2009 auf und wird jetzt für den Kongress vorbereitet. Das Ganze wird unterstützt durch diverse wissenschaftliche Studien und eine landesweite Kampagne für gesunde und zuckerarme Ernährung.

In den kommenden zwei bis drei Jahren wird so ein neuer Multimilliarden-Markt entstehen - und kaum jemand nimmt bislang davon Notiz. Für die Konzerne kann die Party beginnen.

URL:
* http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,687925,00.html
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#8
[Fortsetzung]

THT schrieb:Es besteht nämlich ein deutlicher Unterschied zwischen braunem Zucker/weißem Zucker und hochwertigem Vollrohrzucker (nicht einfacher Rohzucker oder Rohrzucker), denn dieser enthält noch so ziemlich alle Bestandteile des Zuckerrohres (welches an sich gesund ist). Allerdings in gekochter Form - ob das auch in Rohkostqualität geht weiß ich nicht. Wenn ja, so ist das wohl schwer zu beziehen.

Daher schrieb ich ja auch "Rohrohrzucker" Blinzeln Der wird nämlich ebenso raffiniert wie der weiße Zucker, es bleibt aber ein gewisser Prozentsatz Melasse mit drin. Trotzdem enthält er so gut wie keine Vitamine und Mineralien mehr.

Der "Vollrohrzucker" hingegen enthält wirklich alle Bestandteile des Zuckerrohrs, wird allerdings auch stark erhitzt und eingekocht. Vergleiche dazu http://www.biothemen.de/Qualitaet/tropen/rohrzucker_zuckerrohr.html

Zitat:Bei der traditionellen Herstellung von Vollrohrzucker [...] wird die Melasse-Zucker-Mischung durch starkes Erhitzen fest. Vollrohrzucker wird nicht raffiniert. Das heißt, nach dem Auspressen des Zuckerrohrsaftes wird der Saft nur noch eingedickt. Deshalb hat er einen Mineralstoffgehalt von 1,5 bis 2,5%. Er ist braun und hat keine Kristalle. Zur Zerkleinerung wird er gemahlen. Weil beim starken Erhitzen Acrylamid entsteht hat der Naturkost-Hersteller RAPUNZEL zusammen mit seinem Partnern in Brasilien das Verfahren verändert und trocknet die mineralstoff- und vitaminreiche Masse nun schonend unter Vakuum ein. Nebenbei werden so eine hellere Farbe und ein milderer Geschmack erzielt.

Auf der Seite wird zwar darauf hingewiesen, daß übermäßiger Zuckerkonsum vermieden werden sollte, insgesamt wird dort aber auch die Werbetrommel für den Konsum gerührt. Besonders perfide finde ich die allgemeine Verwaschung der Begriffe, da sie ja vollkommen unterschiedliche Zuckerarten bezeichnen. Da denkt sicher so mancher, daß "Rohrohrzucker" und "Vollrohrzucker" ganz ähnlich sind, was aber wie oben beschrieben ein Trugschluss ist.

Hier geht es aber um den (Roh-)Rohrzucker, also den weißen (und braunen) raffinierten Fabrikzucker, der sich ja in sehr vielen Nahrungsmitteln befindet und von vielen täglich in großen Mengen verzehrt wird.


Zucker als "Kalkräuber"

Da den Fabrikzuckerarten jegliche Vitamine und Mineralstoffe fehlen, muß der Körper für dessen Verstoffwechselung selbst die nötigen Reserven aufbringen. Das ist neben Vitamin-B Komplexen vor allem Kalk, den der Körper aus allen Depots herauslöst um die massive Kohlenhydratzufuhr zu verarbeiten.

Daher kommt es bei entsprechendem Zuckerkonsum zu allgemeiner körperlicher Erschöpfung, gefolgt von Veränderungen am gesamten Knochensystem. Die Knochen werden porös, verbiegen und brechen leichter. Dazu kommt das Phänomen der Röhrenknochen, was mit dem heutigen Riesenwachstum der Jugendlichen bei gleichzeitigem körperlichen Siechtum und Schwäche in Verbindung gebracht werden kann. Natürlich wird auch die Zahnsubstanz hierdurch in Mitleidenschaft gezogen. Hinzu kommt eine krankhafte Vergrößerung der Nebenschilddrüse, was deutlich auf die Störung des Kalkstoffwechsels hinweist.


Zucker und Diabetes

Es gibt Studien von Naturvölkern, die noch keine raffinierten Kohlenhydrate verzehrten, die belegen, daß Diabetes dort praktisch nicht vorkommt. Sobald diese Völker auf "Zivilisationskost" umgestellt wurden, erreichte die Diabetesrate innerhalb von 20 Jahren den gleichen Stand wie bei der übrigen zivilisierten Gesellschaft. Die daraus abgeleitete "Regel der 20 Jahre" besagt, daß vor Ausbrechen der Krankheit ca. 20 Jahre mit falschen Ernährungsgewohnheiten vorausgehen. Das gilt auch für andere Zivilisationskrankheiten wie Arteriosklerose, Steinbildung, Erkrankungen des Bewegungsapparats u.a.


Zucker und Krebs

Es gab Versuche, bei denen die Tumorbildung in Zusammenhang mit einem gestörten Cholesterin-Zucker-Lipoidphosphor-Gleichgewicht festgestellt wurde. Der Zuckerkonsum beeinflußt dieses Gleichgewicht und begünstigt die Tumorbildung und das Tumorwachstum.

Besonders interessant ist in diesem Zusammenhang die Forschung des italienischen Arztes Dr. Simoncini, der die Theorie vertritt, daß Krebs nichts weiter als eine aggressive Pilzart ist. Er behandelt Tumore erfolgreich mit Natriumbikarbonat (Backpulver). Vgl. dazu http://www.cancerisafungus.com/. Zucker ist das perfekte "Futter" für jeglichen Pilz in und am Körper und begünstigt dessen Wachstum.

[wird fortgesetzt]
Weisheit ist nicht mitteilbar. Weisheit, welche ein Weiser mitzuteilen versucht, klingt immer wie Narrheit.
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#9
Interessante Beiträge zum Thema Zucker und Stevia, die Sache mit dem Rohrohrzucker war mir nie so bewusst, aber es klingt einleuchtend.

Zum Thema Gewinnung von Ahornsirup:
Am besten eignet sich der Bergahorn, er ist nah verwandt mit dem Zuckerahorn.
Der Baum sollte jedoch etwa 40 Jahre alt sein. Die Wunden sollte man nach dem Zapfen unbedingt verschließen, da der Baum sonst verblutet.
Hat man keinen Ahorn auf seinem Grundstück, sollte man sich dabei entweder nicht erwischen lassen, oder eventuell eine Genehmigung des zuständigen Forstamtes einholen.
Man stellte früher aus dem Saft Sirup, Zucker, Essig und alkoholische Getränker her, sowie eine Art Sauerkrautersatz aus vergorenen, jungen Blättern, Ahornsirup eigenet sich ebenso gut zum lösen von ätherischen Ölen, nur mal so am Rande.

Grüße von Lohe
"Die Menschen drängen sich zum Lichte, nicht um besser zu sehen, sondern um besser zu glänzen"
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