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natürliche Pflanzenbehandlungsmittel
#1
ACKERSCHACHTELHALM (bot. Equisetum arvense)

Es handelt sich zwar um ein lästiges und hartnäckiges Unkraut, doch hat es auch eine nützliche Seite.
Als Brühe aufbereitet,ist der Ackerschachtekhalm ein hervorragendes Mittel gegen Pilzkrankheiten. Gerade Pilzkrankheiten treten häufig kurz vor der Ernte auf,und da möchte man keine chem. Mittel verwenden.
Wie wird die Kräuterbrühe , oder " Jauche",nun hergestellt?
In ein Gefäß aus Plastik, Ton oder Holz gibt man zu Hälfte die zerkleinerten Pflanzen ohne deren Wurzeln.Dann füllt man mit Wasser- ideal Regenwasser- auf, fügt, je nach Größe des Gefäßes, eine halbe bis eine ganze Schaufel Gesteinsmehl hinzu und rührt das Ganze um. Nach wenigen Tagen setzt die Gärung ein. Durch tägl. Umrühren gelangt genügend Sauerstoff in das Gefäß.Sobald das Gesteinsmehl dann vergoren ist, kann man die Brühe verwenden.
Einmal in der Woche sollte man die gefährdeten Pflanzen damit abbrausen und angießen.
Stachelbeeren werden so vor Mehltau geschützt und Tomaten gegen Stängel-,Kraut- und Braunfäule,Braunfleckigkeit und Blattfleckenkrankheit.
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#2
Prima Unkraut, wenn man es gleich gegen Mehltau und Braunfäule verwenden kann. Gegen die Braunfäule haben wir ja dieses Jahr schon die Kupferverdrahtung. Jetzt noch die Dusche, mal sehen, wie es dann im Zusammenspiel wirkt.

Grüße an Arnika
Sei!
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#3
Hallo,
hier ein Bild zu der besagten Pflanze.

[Bild: ackerschachtelhalm.jpg]

Viele Grüße
Iduna
Das Glück Deines Lebens hängt von der Beschaffenheit Deiner Gedanken ab.
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#4
Hallo Iduna!

Danke fuer den Tip. Aber eine Frage haette ich da noch: was bitte ist Gesteinsmehl?

Dank & Gruss vom Ritter
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"Sie wollen die Wahrheit? Sie können die Wahrheit doch gar nicht vertragen!" Jack Nicholson in Eine Frage der Ehre
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#5
hallo lieber ritter!


Gesteinsmehl

450 Millionen Jahre ist es her, dass die Erde aus ihrem Inneren die Lava an die Oberfläche beförderte, die im Laufe der Zeit zu dem Urgestein namens "Diabas" reifte. Es ist besonders hart, schwer spaltbar und abriebfest. Deshalb wird der oft grünlich gefärbte Diabas hauptsächlich in Straßenasphalt und Betonmischungen verwendet oder zu Pflastersteinen gehauen. Das Urgestein hat aber auch "innere Werte": Beim mehrmaligen Brechen im Steinwerk entsteht extrem feiner Staub, den Landwirte und Gartenbauer wegen seiner wertvollen Mineralien und Spurenelemente schätzen.


Für vitalere Pflanzen

Urgesteinsmehl fördert den Humusaufbau im Garten. Es macht den Boden locker und bindet Feuchtigkeit. Den Pflanzen liefert es neben Calcium, Magnesium und Eisen auch Spurenelemente wie Zink, Mangan und Kupfer. Zudem enthält Gesteinsmehl besonders viel Kieselsäure. Die macht Pflanzen widerstandsfähig, weshalb Gesteinsmehl auch zur ungiftigen Bekämpfung von Blattläusen und Grauschimmel eingesetzt wird.

Auch die Qualität von Kompost lässt sich mit Gesteinsmehl verbessern. Gibt man hin und wieder kleine Mengen davon in den Komposthaufen, verrotten die Abfälle darin schneller. Auch kann man damit die Entstehung unangenehmer Gerüche verhindern. Vorsicht ist nur bei Azaleen und Rhododendren geboten. Sie brauchen saure Böden und vertragen das basische Urgesteinsmehl nicht.


Vom Acker in die Nahrung

Landwirte reichern ihre Gülle mit Urgesteinsmehl an. Das fördert deren Zersetzung, sie wird für Pflanzen besser verträglich und stinkt deutlich weniger. Über die Nahrung werden die lebenswichtigen Mineralstoffe des Gesteins vom Menschen aufgenommen.


1 tonne gesteinsmehl kostet hier in griechenland etwa 30 euro.


gruesse von alexis sorbas

EigenSinnige Frauen
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#6
Das Ganze funktioniert übrigens auch mit Brennesseljauche Lächeln Die Zubereitung ist so ziemlich genauso, nur nimmt man halt statt des Schachtelhalms einen ordentlichen Haufen Brennesseln. Ganz wichtig --- vor Verwendung unbedingt verdünnen im Verhältnis 1:10 mit Wasser, sonst 'verbrennt' die Jauche Pflanzen + Boden.

Gruß,
Nov
Weisheit ist nicht mitteilbar. Weisheit, welche ein Weiser mitzuteilen versucht, klingt immer wie Narrheit.
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#7
So viel Informationen aufeinmal, da wollen wir doch mal System reinbringen.

Erstmal zum Einfachem:

Violetta: Braunfäule (zB. bei Tomaten) entsteht u.a. durch Feuchtigkeit, das heißt nie Tomaten beim Gießen abduschen, sondern neben die Tomaten gießen, so daß kein Wassertropfen die Pflanzen trifft.
Deswegen bauen viele Gärtner ein Dach für ihre Lieblinge.
Sollte doch mal ein Blatt "faulen", es sofort entfernen. Ein mechanisches Hilfsmittel ist auch, alle Blätter bis zur ersten Frucht entfernen.


biologische oder natürliche Dünger:

1. Dünger der von Tieren stammt

2. Pflanzenjauche

3. Gesteinsmehle

4. Kalk

5. Torf



zu 1. Sollte besser über den Kompost verwendet werden. Also ersmal mit auf den Kompost und dann auf das Beet. So düngt er milder und harmonischer.
Ich persönlich nehme nur Pferdemist, der ist am "saubersten". Gut geeignet für Frühbeete, weil er reagiert sehr warm.

zu2. Wurden ja schon einige Hinweise gegeben.

zu3. Gesteinsmehle sind feiner Felsenstaub und entstehen als Abfallprodukt in Steinbrüchen und in der natursteinverarbeitenden Industrie. Alexis schrieb alles wichtige.

zu4. Kalk macht reiche Väter und arme Söhne. Dies bedeutet, daß eine kräftige Düngung mit diesem Bodenverbesserungsmittel zunächst sehr wachstumsanregend wirken kann. Rascher Humusverbrauch ist oft die Folge. Deshalb sollte ein kluger Gärtner Kalk nur mäßig und gezielt einsetzen. Zum Kalken würde ich bei Bedarf ausführlicher Antworten.

zu 5. Gärtner sind Naturschützer! Unterstützt den Raubbau an unseren Mooren nicht! Torf hat für den Gärtner nur mäßigen Nutzen. Die einzige gute Eigenschaft von Torf ist, das er viel Wasser aufnehmen kann und somit Feuchtigkeit bindet. Das macht man sich in leichten Sandböden zu Nutze.
Ansonsten reagiert Torf sauer. Nur sparsam verwenden!
Lebe für Deine Ideale!
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#8
Nachtrag zum Ackerschachtelhalm:

Ackerschachtelhalm

Wenn man sich einen Ackerschachtelhalm einmal genau ansieht, dann kann man sich gut vorstellen, daß seine Familie schon vor 350 Mio. Jahren auf der Erde existierte, und daß von diesen Spezies große Bäume mit dicken Stämmen hervorgebracht wurden und sich dichte Wälder aus ihnen bildeten. Von dieser einstmals so imposanten Pflanze sind nur kleine Reste übrig geblieben.
Weltweit- außer in Australien, wo man es nicht kennt- kommen nur noch 24 Arten vor.
Es lohnt sich ganz bestimmt, sich mit diesen interessanten Pflanzen einmal intensiver zu beschäftigen. Sie bilden weder Blätter noch Blüten und vermehren sich durch Sporen- ähnlichwie Moose und Farne- anderseits durch die lästigen Wurzelausläufer. Aus diesen entwickeln sich grüne Triebe, die wir kennen, sowie die schon vorher austreibenden, zapfenartigen Fruchttriebe.
Die fruchtbaren Sporenlager treiben im zeitigen Frühjahr aus. Sie sehen imGegensatz zu den frischgrünen , normalenTrieben braun aus und sterben schon bald nachdem sie Sporen ausgestreut haben wieder ab. Erst dann kommen die grünen Triebe hervor, und mit etwas Phantasie kann man kleine Tannenbäume sehen. Sie sind es, die uns im Garten so viel Ärger bereiten und kaum auszurotten sind. Aber vielleicht kann uns der Gedanke, daß aus den grünen Trieben sehr wirksame Heil- und Pflanzenschutzmittel hergestellt werden
können , versöhnlich stimmen. Blinzeln


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#9
Ist abgeerntet jetzt ein Beet,
wird es gelockert, neu besät.
Gründünger auf dem leeren Platz
ist für Stalldung der Ersatz.
Lebe für Deine Ideale!
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#10
Pflanzen helfen Pflanzen- das ist heute kein Geheimnis mehr, aber dennoch vielen Gärtnern und Naturfreunden nicht bekannt. Dass Heilpflanzen Menschen helfen. die Gesundheit zu erhalten oder im Krankheitsfalle wiederherzustellen, ist uns inzwischen ganz selbstverständlich. Dagegen ist kaum bekannt, daß viele unserere vertrauten Heil-, Gewürz-, Zier- und Wildpflanzen auch ihren "Mitpflanzen " eine Hilfe sind, indem sie, meist durch ihren Duft , aber auch mit anderen Wirkstoffen, Schädlingen vertreiben oder Pilzerkrankungen vorbeugen.
So wehrt die Kapuzinerkresse die grüne Laus von den Bäumen und Rosen ab. Auch Schnecken mögen offentsichtlich ihren Geruch nicht. Aber besonders wertvoll ist die Hilfe dieses Kräutleins beim Kampf gegen die sehr widerstandsfähige Blutlaus an Obstbäumen. Deshalb sollte man im Frühjahr vorsorgen und möglichst auf allen Baumscheiben Kapuzinerkresse aussäen. Aber nicht nur Kresse hilft anderen Pflanzen, sondern auch Beinwell, Rainfarn, Brennessel, Knoblauch, Wermut und noch viele andere.
Auch Tomatenblätter mit ihrem strengen Geruch können wirksam zur Schädlingsbekämpfung verwenden.Ideal ist es, wenn man sie dem Mulchmaterial beifügt, denn dadurch werden Schnecken, die sich ja so gerne darin verstecken, ferngehalten. In Kohlbeeten lenkt der Duft des Tomatenlaubes den Kohlweißling ab, sodass er nicht auf den Kohl fliegt.
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