Herkunft der Germanen und Indoiranier

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Beitrag von Parther am 17. Mär 12008 16:29

Ja Robert du zitierst meinen ersten Beitrag. Ich hoffe nur du hast den rest des Threads ebenfalls gelesen denn seit meiner ersten Post sind 4 volle Seiten vergangen smile.gif

Wie dem auch sei, was ich gesagt habe, was ich erklärt habe, die Bücher die ich hier orginal gescannt und online gestellt habe... schwamm drüber. Das musst du alles nicht glauben. Alles steht dir frei.

Beitrag von Robert am 16. Mär 12008 15:30

Hallo,

Ich möchte etwas weiter zurück und die Herkunft der Germanen klären. Die Germanen sind nämlich nicht schon immer dort gewesen wo sie heute sind. In der Tat sind die Germanen wie fast all anderen europäischen Stämme, direkte Nachfahren der Iranischen Stämme. Arische Stämme der Hoch-Iranier (Perser) und ins besondere Nieder-Iranier (Skythen (Sakas, Parther), Medier, Sarmaten...) sind es gewesen die sich gen Westen machten und Europa zu dem gemacht haben was es heute ist.

Die Germanen (vor allem die Teutonen, Sachsen und Skandinavier) aber haben aufgrund der Tatsache dass die Lebensbedingungen im Norden hart waren, sehr wenig zuwanderung erhalten und somit die puresten Iranier geblieben. Die heutige deutsche Sprache und all die anderen skandinavischen Sprachen sind dem hoch-iranischen und der Sanskrit extrem ähnlich.

Der Name German leitet sich laut dem griechischen Historiker direkt von dem Namen eines kleinen Persischen Volkes "Germani" die heute noch in Zentraliran leben und den Provinz "Kerman" besiedeln ab. Die Religion, die Mythologie und Verhalten der alten Germanen sind der altpersischen Mythologie und Gebräuche verblüfend ähnlich.



Deine Aufstellung mag informativ sein, aber bitte stelle es nicht als absolut dar! Fakt ist nur eins, genau wissen tut man gar nichts über die germansiche Herkunft. es gibt einige Theorien doch keine ist so gut beweisbar, dass sie allgemein gelten könnte.

Wo das Wort germanen herkommt ist auch nicht wirklich klar, man meint, dass sich nur ein kleiner Stamm so genannt hat, der dann in den Westen gewandert ist udn dort wurde dieser Begriff dann auf alle Völkerschaften, vor allem von Ceasar übernommen.

Zumal mir nicht einleuchten will, warum Sachsen und Skandinavier die puresten iraner sein sollen!? Nur weil ihr Leben hart war!? huh.gif Das Leben in Skandinavien und Norddeutschland mag hart gewesen sein, aber das war es in ganz Europa.

Und woher ist der Test denn?

Beitrag von Parther am 6. Mär 12008 19:45

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Beitrag von Parther am 6. Mär 12008 19:44

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Beitrag von Parther am 6. Mär 12008 19:42

Etwas zu Herkunft der Germanen und der germanischen Sprache...

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Beitrag von Sonnenfinsternis am 6. Mär 12008 14:47

Hallo Parther.


Sowohl die Germanen als auch die Inder (arier aus dem norden Indiens), sind iranische Völker die nur in entgegengesetzen Richtungen auswanderten. Aber lassen wirs dabei. Soll sie jeder so nennen wie er will.

Der Punkt ist (und deswegen hatte ich auch so reagiert, wegen den "sehr alten Büchern"), dass die Indogermanen ethnisch zwar temporär als "Arier" identifiziert wurden, dass durch das Klassifizieren des Hethitischen als älteste bekannte indogermanische Sprache diese These jedoch hinfällig wurde. Die Proto-Indoiraner wurden anscheinend selbst nur von einem "indogermanischen Urvolk" befruchtet bzw. sind eine spätere Ausdifferenzierung - so eine Momentaufnahme der aktuellen vorherrschenden wissenschaftlichen "Hauptströmung".

Ein anderer Punkt ist, dass anscheinend tatsächlich Indogermanen - ausgehend von der Kurgankultur - aus dem Osten in mehreren Zügen nach Europa vorgestoßen sind, wo es ihnen als eine patriarchalische Kultur mit Schwertern und Speeren ein Leichtes war, die hier ansässige matriarchalische Bevölkerung zu überrennen. Offenbar kam es aber auch zu Vermischungen, da 30% des west-indogermanischen Wortschatzes vorindogermanisch ist und auch matriarchalische Relikte in den sich infolgedessen herauskristallisierenden patriarchalischen Religionen vorhanden sind. Das bedeutet aber nicht, dass die Träger der Kurgankultur sich nicht aus der zentralasiatischen Steppe aufgemacht haben. Es kann auch sein, dass indogermanische Einwanderer aus mehreren Richtungen kamen. Der Hauptstrom kommt scheinbar aber aus dem Osten.

Wo ich persönlich nicht ohne Weiteres zustimmen kann, das ist diese 1-zu-1-Einwanderung iranischer Stämme nach Europa, weil es da eben an "handfesten" Beweisen mangelt und sich nicht archäologisch nachvollziehen lässt. Natürlich ist Archäologie aber auch immer nur das, was man ausbuddelt. Spracharchäologisch gibt es natürlich interessante Indizien, aber das kann auch anders zustande kommen. Ich vermute, dass das "Ar" (=Sonne) schon für das indogermanische Urvolk typisch war. Insofern handelt es sich hier wirklich um "Arier", um "Sohne und Töchter der Sonne". Nur hat sich eben nur ein prähistorisches Volk, vermittelt über die Veden, diesen Namen schriftlich bewahren können und deswegen kennt man heute nur die Vorläufer der Proto-Indoiraner als "Arier" und nicht alle Indogermanen. Das wäre jetzt mal meine Arbeitshypothese.

Lieber Sonnenfinsternis, die Sache mit Hethitern als die ethnischen Vorfahren von den Germanen hinkt. Die Germanii waren ein substamm der hochiranischen Perser worauf ich noch kommen werde.

Aber bleiben wir bei den Hethitern. Selbst die Hethiter waren ein altindoiranisches Volk die eine indoiranische (für dich indogermanische smile.gif) sprache sprachen und in Kleinasien lebten. Egal wie du es nimmst, die Germanen bleiben ein unumstritten indoiranisches Volk.

Ich möchte etwas Interessantes in den Raum stellen, was ich vor ein paar Wochen gefunden habe: Die hethitische Sonneng*ttheit wurde "Ar-inna" genannt. Das kann man ja mal so sacken lassen und sich seinen Teil denken. Vielleicht liege ich weiter oben ja gar nicht so verkehrt.

Auch das Etruskische ist wohl auch eine Indogermanische Sprache gewesen. Ein Gustav Stickel hat versucht mitte des 19 Jahrhunderts eine expedition zu wagen um zu beweisen dass das Etruskische eine semitische Sprache wäre aber die ist soweit ich weiss fehlgeschlagen. Er wollte beweisen dass das Etruskische eine Mischung aus Häbräisch und Chaldäisch wäre. Von anderen wurde aber das Gegenteil bewiesen und was Herr Stickel in seiner Kalkulation vergass war die Tatsache dass das Zahlensystem der Etrusker komplett indogermanisch war.

Ich war vor kurzem in Norditalien. Auch in Städten, die ursprünglich etruskisch waren. Selbstverständlich habe ich die Chance beim Schopfe ergriffen und mich ein wenig auf Spurensuche begegeben. Da muss ich noch mal schauen, denn ich habe auch in diesem Kontext ein paar interessante Sachen entdeckt.

Das Etruskische wird mit dem Lemnischen und Rätischen als sicher verwandt angesehen, bei diesen beiden Sprachen hat man jedoch kaum Funde gemacht, nur diverse Stelen. Interessant ist aber auch hier die Eigenbezeichnung der Etrusker, Ra-Senna. Das mit dem Zahlensystem schaue ich mir mal an. Du musst natürlich auch den Einfluss sehen, den die Indogermanen später sowieso auf die Etrusker ausgeübt haben. Rom war z.B. auch anfangs eine etruskische Siedlung, bis zur Einwanderung indogermanischer Stämme aus dem Norden im Zuge des Untergangs des Alandes (jedenfalls aus meiner Sicht).

Deshalb ist das althochgermanische Sprache der althochiranischen Sprache, eine Sprache die auch die Perser sprachen sehr sehr ähnlich. Bis heute gibt es im Zentraliran ein Provinz namens "Kerman" was früher "German" hiess. Durch den Einfluss der arabischen Sprache musste das "G" dem "K" weichen weill es im arabischen keinen "G" gibt.

Ich werde dem mal nachgehen. Kannst Du in der Zwischenzeit vielleicht handfeste archäologische Indizien heranschaffen, die Deine These erhärten?

Meine Grüße

Beitrag von Parther am 5. Mär 12008 00:50

Sonnenfinsternis hat geschrieben:

Hallo Parther!

Es freut mich, dass wir anscheinend doch noch vernünftig ins Gespräch kommen. So in etwa hatte ich mir das vorgestellt. wink.gif


Freut mich auch smile.gif

Ich bevorzuge tatsächlich die Bezeichnung Indo-Germanen, weil sie - ausgehend von den beiden äußersten Gliedern - das gesamte Spektrum bzw. die geographische Spannweite des "Indogermanischen" zum Ausdruck bringt.


Geographisch gesehen ist deine Erklärung sicherlich sehr gut vertretbar. Ethnisch gesehen eher weniger. Indogermanisch widerspiegelt nämlich nicht den Hauptstamm. Sowohl die Germanen als auch die Inder (arier aus dem norden Indiens), sind iranische Völker die nur in entgegengesetzen Richtungen auswanderten. Aber lassen wirs dabei. Soll sie jeder so nennen wie er will.


Nun... mir schien es, als würdest Du die Ethnizität der Ur-Indogermanen als eine iranische identifizieren und das Proto-Indoiranische als das Ur-Indogermanische. Im Widerspruch dazu steht aber, dass das Hethitische / das Hittische die älteste (bekannte) indogermanische Sprache ist. Die Proto-Indoiraner sind scheinbar lediglich eine spätere Abspaltung der Ur-Indogermanen, deren Ethnizität - die ich durchaus annehme - weiterhin im Dunkeln liegt. Die Hethither benutzten eine akkadische Keilschrift bzw. Hieroglyphen bei offiziellen Inschriften, die man für einen luwischen Dialekt hält.


Lieber Sonnenfinsternis, die Sache mit Hethitern als die ethnischen Vorfahren von den Germanen hinkt. Die Germanii waren ein substamm der hochiranischen Perser worauf ich noch kommen werde.

Aber bleiben wir bei den Hethitern. Selbst die Hethiter waren ein altindoiranisches Volk die eine indoiranische (für dich indogermanische smile.gif) sprache sprachen und in Kleinasien lebten. Egal wie du es nimmst, die Germanen bleiben ein unumstritten indoiranisches Volk.

Ich persönlich arbeite momentan mit der Hypothese grobe Richtung "zentralasiatische Steppe" bzw. um das Schwarze Meer herum. Muss in der Hinsicht mal weiter forschen. Klar, dass sie auch dort nicht aus dem Nichts aufgetaucht sind und dass es eine Vorlaufzeit gab.


Das ist an sich nicht falsch weil von norden Indiens bishin zu den nördlischen Küsten des schwarzen Meer war das riesige Gebiet der iranischen Völker. Nur wenn man etwas weiter zurück geht, dann ist halt ein kleineres Gebiet nördlich und östlich des kapsischen Meers als das Hauptgebiet der Uriraner anerkannt. Aber die nördliches Küsten des schwarzen Meers waren ohne Zweifel das riesige Land der Skythen eines der grössten Nieder-iranischen Völker die vorfahren der Russen und Ukrainer.

Was das Etruskische angeht, so handelt es sich bei dieser Sprache offenbar nicht um eine indogermanische.


Auch das Etruskische ist wohl auch eine Indogermanische Sprache gewesen. Ein Gustav Stickel hat versucht mitte des 19 Jahrhunderts eine expedition zu wagen um zu beweisen dass das Etruskische eine semitische Sprache wäre aber die ist soweit ich weiss fehlgeschlagen. Er wollte beweisen dass das Etruskische eine Mischung aus Häbräisch und Chaldäisch wäre. Von anderen wurde aber das Gegenteil bewiesen und was Herr Stickel in seiner Kalkulation vergass war die Tatsache dass das Zahlensystem der Etrusker komplett indogermanisch war.

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Es gab ein Volk Namens Germanii im Einzugsbereich des heutigen Irans?  


Ja. Der berühmte griechische Histograph und Völkerkundler Herodot ist in Persien auf das Volk der Germanii gestossen. Nach seinen Schilderungen haben die Menschen fast die selben Eigenschaften, Sprache und Aussehen gehabt wie die nach Europa emmigrierten Germanen. Deshalb ist das althochgermanische Sprache der althochiranischen Sprache, eine Sprache die auch die Perser sprachen sehr sehr ähnlich. Bis heute gibt es im Zentraliran ein Provinz namens "Kerman" was früher "German" hiess. Durch den Einfluss der arabischen Sprache musste das "G" dem "K" weichen weill es im arabischen keinen "G" gibt. Die Leute aus der Provinz Kerman heissen "Kermani" und sie hiessen von der arabischen Invasion "Germani".

Es gibt noch andere interessante Aspekte in Deinem Posting, aber mir fehlt leider die Zeit, um weiter darauf einzugehen. Morgen ist auch noch ein Tag.

Meine Grüße an Dich


Absolut kein Problem. Wir können es fortsetzen wann immer du Zeit und Lust hast

Gute Nacht

Beitrag von Sonnenfinsternis am 4. Mär 12008 23:13

Hallo Parther!

Es freut mich, dass wir anscheinend doch noch vernünftig ins Gespräch kommen. So in etwa hatte ich mir das vorgestellt. wink.gif

Es ist mir egal wie du sie nennen möchtest, indo-germanen, indo-europäer...

Ich bevorzuge tatsächlich die Bezeichnung Indo-Germanen, weil sie - ausgehend von den beiden äußersten Gliedern - das gesamte Spektrum bzw. die geographische Spannweite des "Indogermanischen" zum Ausdruck bringt.

Nicht weil ich ein Iraner bin sag ich das sondern weil es übereinstimmung darüber gibt dass nicht nur die Auswanderer nach Europa sondern auch die nach Norden Indiens nunmal zu dem Hauptstamm der Iraner gehörten.

Um nochmal konsequent zu sein: Es gibt kein Urindogermanische. Die Ursprache der Germanen war eine iranische Sprache. Die Ursprache fast aller europäischen Völker ist entweder eine Nieder-iranische oder Hoch-iranische Sprache.

Nun... mir schien es, als würdest Du die Ethnizität der Ur-Indogermanen als eine iranische identifizieren und das Proto-Indoiranische als das Ur-Indogermanische. Im Widerspruch dazu steht aber, dass das Hethitische / das Hittische die älteste (bekannte) indogermanische Sprache ist. Die Proto-Indoiraner sind scheinbar lediglich eine spätere Abspaltung der Ur-Indogermanen, deren Ethnizität - die ich durchaus annehme - weiterhin im Dunkeln liegt. Die Hethither benutzten eine akkadische Keilschrift bzw. Hieroglyphen bei offiziellen Inschriften, die man für einen luwischen Dialekt hält.

Es ist mir egal wie du sie nennen möchtest, indo-germanen, indo-europäer... fakt ist dass auch der Nordinder sein Ursprung in den Steppen nördlich und östlich des kaspischen Meeres hat und genauso sieht es mit den Germanen, Persern, Slaven, Etruskern, Griechen, Italikern, Kelten, ... aus.

Ich persönlich arbeite momentan mit der Hypothese grobe Richtung "zentralasiatische Steppe" bzw. um das Schwarze Meer herum. Muss in der Hinsicht mal weiter forschen. Klar, dass sie auch dort nicht aus dem Nichts aufgetaucht sind und dass es eine Vorlaufzeit gab.

Was das Etruskische angeht, so handelt es sich bei dieser Sprache offenbar nicht um eine indogermanische.

Das bedeutet zunächst aber nicht, dass die Wanderungswelle - vielleicht auch in mehreren Schüben - von Europa nicht dennoch aus dem Gebiet des heutigen Irans ausgegangen sein kann. Ich möchte Dich aber fragen, ob Du - abgesehen von Deiner Argumentation über die Stammesnamen - noch andere Indizien dafür hast, dass der Iran Ausgangspunkt bzw. die iranischen Stämme Träger der indogermanischen Sprache ins alte Europa waren.

Das "Arisch" finde ich übrigens seit längerem interessant. In der friesischen Sage ist von der versunkenen Insel Aland in der Nordsee die Rede. Das dürfte spannend für Dich sein, ich suche Dir gerne die Quellen raus, wenn Du möchtest. Wie Du sicherlich weißt, bilden die r-Laute, die auch Vibranten oder Intermittierende heißen, zusammen mit dem Lateral (dem Seitenlaut) l die Klasse der Liquide. Beide, das (im Gaumen gerollte) r und das l sind lautgeschichtlich miteinander identisch. Aland kann also durchaus auch als Ar-land ausgesprochen werden. Ich sehe einen Zusammenhang zwischen der Bezeichnung Ar-land und den "Arieren". Anders als die meisten Forscher glaube ich nicht, dass die primäre Bedeutung des Wortes "Arier" "der Edle" ist, sondern in erster Linie auf Ar = Sonne zurückgeht und sich die Bezeichnung des "Hellen" und des "Edlen" davon ableitet. Es gibt noch eine andere Konnotation, die taugt jedoch nicht für ein öffentliches Forum. Ar-land wäre also - wie der Iran - übersetzt "das Land der Arier" bzw. das "Land der Sonne", das - hier bei uns - den Kulturkreis der nordischen Bronzezeit umfasste. Aus diesem Gebiet sind die Germanen später im Zuge des Untergangs der Hauptinsel, die wie die Gestade ein Raub der Fluten wurde, abgewandert. Die Frage ist, woher die Bewohner dieses Landes stammten. Und hier denke ich an den "Iran", das "Land der Arier", und den Himalaya, das "Heim der Arier". Nur braucht es dafür ordentliche Beweise bzw. erstmal Indizien. Ich bin da nämlich noch nicht festgelegt. Vielleicht können wir sie gemeinsam finden? Du schickst ja die Iraner ins Rennen. Was weißt Du in diesem Kontext? Es gab ein Volk Namens Germanii im Einzugsbereich des heutigen Irans?

Es gibt noch andere interessante Aspekte in Deinem Posting, aber mir fehlt leider die Zeit, um weiter darauf einzugehen. Morgen ist auch noch ein Tag.

Meine Grüße an Dich

Beitrag von Parther am 4. Mär 12008 18:14

Der Begriff Indogermanisch bzw. Indoeuropäisch entwickelte sich, als im 19. Jahrhundert durch sprachwissenschaftliche Vergleiche nachgewiesen werden konnte, dass zwischen den meisten europäischen Sprachen und dem Altindischen eine enge verwandtschaftliche Beziehung besteht. Aus der Übereinstimmung der Form und der Wörter dieser Sprachen schlussfolgerte man, dass einst eine gemeinsame Ursprache existiert haben müsse. Diese Ursprache wurde nach den jeweils äußeren Gliedern, in denen die Träger der Nachfolgesprachen siedelten, benannt: Indo-Germanisch (Ost-West) bzw. Indo-Europäisch (ursprünglich eher im Ausland, durch die Internationalisierung aber auch zunehmend im deutschen Wissenschaftsbetrieb).


So, darauf lässt sich jetzt aufbauen. In der Diskussion ging es mir zwar um die Klärung der Abstammung der Germanen und um den Hauptstamm überhaupt aber es macht nichts. So können wir auch langsam dahin kommen.

In dem Zusammenhang steht in meinen Büchern genug. Es besteht kein Zweifel über die gemeinsame Herkunft und Sprache. Die Unterschiede entwickelten sich erst mit der Zeit als die Menschen über Generationen sich an das Klima, Essen und Gegebenheiten des Bodens (als Folge das Essen) des jeweilig neuen Heimat neu anpassten.

Ich merke du meidest -vielleicht aus Trotz- das wort iranisch in deinem Beitrag. Ich hätte kein Problem damit wenn du dabei keinen entscheidenden Fehler begehen würdest. Nicht weil ich ein Iraner bin sag ich das sondern weil es übereinstimmung darüber gibt dass nicht nur die Auswanderer nach Europa sondern auch die nach Norden Indiens nunmal zu dem Hauptstamm der Iraner gehörten. Es ist mir egal wie du sie nennen möchtest, indo-germanen, indo-europäer... fakt ist dass auch der Nordinder sein Ursprung in den Steppen nördlich und östlich des kaspischen Meeres hat und genauso sieht es mit den Germanen, Persern, Slaven, Etruskern, Griechen, Italikern, Kelten, ... aus. Sie unterscheiden sich nur in den Zeiten an denen sie auswanderten. Die Kelten halt zuerst und die Slaven zuletzt aber daran dass sie alle einen iranischen Ursprung hatten besteht seit langem keinen Zweifel. Reib dich an das Wort Iran nicht zu sehr auf. Es bedeutet garnichts. Der Iran als Land ist zwar von iranischen Völkern wie die Perser, Parther, Kaspier, Meder, Saken,.. bevölkert wurden, das Land hiess jedoch bis in den 30er Jahren Persien weil die Perser dort seit über 2500 Jahren die dominierende iranische Stamm waren. In den 30er Jahren wurde der Name halt in Iran umgeändert weil sich mit Persien die anderen iranischen Völker nicht identifizieren konnten. Mit recht. Auch wir heutigen Iraner gehören wie die Germanen zu dem Haupstamm der Iranier die sich halt nach Süden machten während die Germanen sich nach norden und Westen begaben. Theoretisch könnten all diese Völker ihre Länder auch Iran nennen. Iran heisst nur Land der Arier. Z.B sagt man dass der Name Ireland auch Insel der Arier heissen könnte. Iran nämlich hiess in Sanskrit Eran und es hiess das gelobte Land der Arier und Erin hiess die gelobte Insel der Arier. Ire jedoch ist soweit ich weiss eine direkte ableitung des Wortes Erin. Über die Herkunft der Iren zum Beispiel werde ich dir einen Link online stellen. Eine Geschichte die von Oscar Wilds Mutter über Irland geschrieben wurde. "ANCIENT LEGENDS, MYSTIC CHARMS,
AND SUPERSTITIONS OF IRELAND". Viele Iren die sich mit der Geschichte ihres Landes auseinander gesetzt haben sind wohl auf ihrer Iranischen Abstammung stolz.

http://www.libraryireland.com/AncientLegendsSuperstitions/Introduction2.php



Die indische, iranische und armenische Sprache zählt zum asiatischen Zweig des Indogermanischen, während das Germanische, das Romanische, das Slawische, das Baltische, das Griechische, das Keltische und das Albanische dem europäischen Ableger zugeordnet wird.


Das ist ein Fehler. Dadurch dass diese Sprache und die meisten Menschen die in Europa leben ihren Ursprung in Asien (wie schon gesagt in weiten Steppen nördlich und östlich des kaspischen Meeres) hatten ist die indoiranische (auch indo-germanisch oder indo-europäisch genannt) Sprache eine Asiatische Sprache die im Zuge der Völkerwanderung auch nach Europa gekommen ist. Nochmal: Diese Europäer die du da genannt hast, sind die Nachkommen eines grossen iranischen Stammes. Es sind Asiaten die in Europa leben. Bekanntlich gab es damals diese Begrenzungen vonwegen Asien und Europa nicht. Es war einfach nur eine weite Welt und Menschen sind darin gewandert. Die armenische Sprache sagt man ist eine Mischsprache. Eine altsemitisch (babylonisch)-iranische Sprache.

Und jetzt mal etwas zum Indo-Iranischen: Das Indo-Iranische weist zuviele Neuerungen gegenüber dem Urindogermanischen auf, als dass man das Indo-Iranische - nach angestaubter Terminologie Angehörige der "arischen Sprachfamilie" - als die "Ursprache" deklarieren könnte.


Um nochmal konsequent zu sein: Es gibt kein Urindogermanische. Die Ursprache der Germanen war eine iranische Sprache. Die Ursprache fast aller europäischen Völker ist entweder eine Nieder-iranische oder Hoch-iranische Sprache. Ich deklariere die altnieder- und althochiranische Sprache als die Ursprache all dieser Völker. Wer redet denn hier von der heutigen iranischen Sprache oder von der heute gesprochenes Deutsch? Das sind zwar noch immer indoiranische oder meinetwegen auch indogermanische Sprachen die miteinander Verwandt sind jedoch haben beide über Jahrtausende einige fremde Komponenten hinzugewonnen sowie sie einige der eigenen verloren haben.

Die iranische Ursprache ist überall sowohl in Europa als auch im Iran, Afghanistan und Indien mit anderen Sprachen teils vermischt wurden. Das Indo-Iranische ist auch das was in weiten Teilen Europas gesprochen wird. Mit der Zeit und durch die Zuwanderung anderer Völker in den Iran wie auch nach Europa, hat die Ursprache unserer aller nämlich die Nieder- oder Hochiranische natürlich und zwangsläufig Komponente der Sprachen der anrückenden Völker angenommen. Richtig, die iranische Sprache die wir heute sprechen hat einige semitische (arabische) komponenten. So what? Die Veränderung ist Vokabular geblieben. Die Lehnwörter, die Gramatik und die alten Wurzel und Fundamente dieser Sprache jedoch sind noch immer nicht verändert und genau deshalb können die Sprachwissenschaftler heute noch sehr verblüffende Ähnlichkeiten und Gemeinsamkeiten in all diesen Sprachen feststellen. Die Araber konnten nicht mal all unserer Gebräuche vernichten und schon garnicht unsere Sprache. Sie haben die Religion mit dem Schwert durchgesetzt aber bis heute gibt es das iranische "Noruz" unser alsiranische Neujahrsfeier womit wir immer den Frühlingsbeginn feierten. Noch immer gibt es bei den Iranern genau im Ostern riesige Osterfeuer wo sich die Menschen treffen, über Feuer springen und sich dadurch eine Reinung der Seele versprechen. Das sind alles Gebräuche des vorislamischen Zeit. Alles Gebräuche die von der heutigen islamischen Regierung seit 30 Jahren vergebens bekämpft werden. Die Menschen feiern es instinktiv und trotz allem.

Beitrag von Sonnenfinsternis am 3. Mär 12008 23:39

Post scriptum:

All diese Völker gehörten einer einzigen grossen Hauptstamm an und das war der Iranische Stamm. Das sind alles Iranische Völker die sich im Zuge der Völkerwanderung voneinander getrennt haben. Nach der grossen Wanderung der iranischen Völker in alle möglichen Richtungen, entwickelte sich bei den Wissenschaftlern der Begriff Indo-Iranisch oder Indo-Germanisch (Hier und da auch mal Indo-Euroäisch).


Der Begriff Indogermanisch bzw. Indoeuropäisch entwickelte sich, als im 19. Jahrhundert durch sprachwissenschaftliche Vergleiche nachgewiesen werden konnte, dass zwischen den meisten europäischen Sprachen und dem Altindischen eine enge verwandtschaftliche Beziehung besteht. Aus der Übereinstimmung der Form und der Wörter dieser Sprachen schlussfolgerte man, dass einst eine gemeinsame Ursprache existiert haben müsse. Diese Ursprache wurde nach den jeweils äußeren Gliedern, in denen die Träger der Nachfolgesprachen siedelten, benannt: Indo-Germanisch (Ost-West) bzw. Indo-Europäisch (ursprünglich eher im Ausland, durch die Internationalisierung aber auch zunehmend im deutschen Wissenschaftsbetrieb).

Die indische, iranische und armenische Sprache zählt zum asiatischen Zweig des Indogermanischen, während das Germanische, das Romanische, das Slawische, das Baltische, das Griechische, das Keltische und das Albanische dem europäischen Ableger zugeordnet wird.

Und jetzt mal etwas zum Indo-Iranischen: Das Indo-Iranische weist zuviele Neuerungen gegenüber dem Urindogermanischen auf, als dass man das Indo-Iranische - nach angestaubter Terminologie Angehörige der "arischen Sprachfamilie" - als die "Ursprache" deklarieren könnte.

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