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Gartenphilosophie - Druckversion

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Gartenphilosophie - Violetta - 05.01.12009

Ein Garten ist Balsam für unsere Sinne! Besonders streßgeplagten Stadtbewohnern tut der Umgang mit den Pflanzen und der Natur wohl. Denn wer mit wachen Augen das Keimen, Wachsen, Blühen und Gedeihen beobachtet, der kann eventuelle Probleme und Sorgen wenigstens stundenweise vergessen.

Gartenarbeit ist auch ein prima Ausgleich für alle, die am Arbeitsplatz nur wenig Bewegung haben und sich in geschlossenen Räumen aufhalten. Wer einen Garten bearbeitet, der hat vom frühen Frühling bis zum späten Herbst reichlich Bewegung an frischer Luft und auch im Winter ist die eine oder andere Arbeit zu verrichten (Reparaturarbeiten Gartengeräte, Schnittarbeiten bei frostfreiem Wetter). Auch unsere Muskeln werden dabei keineswegs einseitig beansprucht. Am Ende eines Gartentages spürt man nur zu gut, daß der ganze Körper gearbeitet hat. Selbstverständlich sollten wir Gärtnerinnen immer auf die richtige, den Rücken und die Gelenke schonende Arbeitshaltung achten!

Zu der positiven Wirkung der Bewegung kommen auch noch die schönen Erfolgserlebnisse hinzu, wenn wir unsere ersten Ernten einbringen oder der Blumengarten besonders gut gelungen ist. Solche Glücksgefühle sind wahre Jungbrunnen und durch nichts auf der Welt zu ersetzen.

Im Frühling ist es selbst für alte Gartenhasen immer wieder ein Erlebnis, die Natur erwachen zu sehen, zu beobachten, wie die Knospen schwellen und die ersten Blüten aufbrechen. Oft sogar noch unter Eis und Schnee treiben Winterling und Schneeglöckchen und bringen ihre zauberhaften Blüten hervor. All das möchte man nicht missen, und ich glaube, allen Gärtnern geht es so.


Re: Gartenphilosophie - Saxorior - 05.01.12009

Das spricht mir aus tiefem Herzen.

Auf diesem Wege möchte ich alle Pflanzenliebhaber wegen der eisigen Temperaturen beruhigen.
Gerade Neuanpflanzungen sollen doch den ersten Winter unbeschadet überstehen,
wollen sie unser Herz erfreuen und unsere Ernte bereichern.
Die Schneedecke ist der perfekte Schutz für Mutter Erde vor dieser Kälte,
also sind auch alle Pflanzen durch den Schnee geschützt.
Der Schnee verhindert das Austrocknen durch eisige Winde und dient als Wärmedämmung.


Re: Gartenphilosophie - Saxorior - 19.01.12009

Wo kann man noch König sein?
Wo kann entstehen, was man sich erträumt?
Wo kann man noch seine Ideen in die Tat umsetzen?

Im eigenen Garten kann man das, dort wo man die Freiheit hat, seinen Garten so zu gestalten wie man will.
Meiner Meinung nach kann man sich eine Oase mitten in dieser perversen Welt schaffen.
Wo man abschalten kann, dort kann diese Welt mir mal am Tüffel tuten,
hier bin ich Herr und Entscheider!
Eben ein Stück Freiheit. Das gehört für mich auch zur Gartenphilosophie.

Und da nach der Idee ein Plan folgt, werde ich mich an meine Gartenplanung für dieses Jahr setzen.
Was mag uns dieses Jahr wohl bringen?

-> Volle Erfolge und eine reiche Ernte!


Re: Gartenphilosophie - Saxorior - 21.01.12009

Es gibt noch einen Punkt, der zur Gartenphilosophie gehört.
Gelebte Naturreligion.
Wenn man einen Garten naturnah bewirtschaftet, also auf chemischen Dünger und Gifte aller Art verzichtet.
Dann noch den Nützlingen durch bestimmte Kleinstbiotope Unterschlupf bietet und man noch der Natur seinen freien Lauf auf einer kleinen Fläche läßt, dann kann man sagen, man lebt im Einklang mit der Natur.
Findet man dann noch Zeit, einmal die Pflanzen und Tiere zu beobachten, ihre Körpersprache zu verstehen, wird man immer Freude am Garten haben.
Vielleicht hört man auch das Singen des Windes, beobachtet das Wetter und zieht seine Schlüsse daraus.
Auch die Gestirne, die Mondin, der Lauf der Sonne gehören dazu.
Wo ist der sonnigste und wo der schattigste Platz im Garten? Gedeihen alle Pflanzen überall gleich?
Diese Fragen lassen sich durch Beobachtung beantworten.
Und nicht zuletzt ehrt man die Götter regelmäßig für ihren Beitrag am Gelingen der Pflege und Ernte.
Man steht im Zwiegespräch mit Mutter Erde.
Und bei allen diesen Tätigkeiten lernt man die Natur neu kennen,
man entdeckt jeden Tag neu ihre Schönheit und ihre Perfektion.
Gelebte Naturreligion.

Man kann über all das reden, man kann aber nur wirklich darüber reden, wenn man es lebt, jeden Tag bewußt erlebt.


Re: Gartenphilosophie - Violetta - 22.01.12009

Saxorior schrieb:Es gibt noch einen Punkt, der zur Gartenphilosophie gehört.
Gelebte Naturreligion.
Wenn man einen Garten naturnah bewirtschaftet, also auf chemischen Dünger und Gifte aller Art verzichtet.
Dann noch den Nützlingen durch bestimmte Kleinstbiotope Unterschlupf bietet und man noch der Natur seinen freien Lauf auf einer kleinen Fläche läßt, dann kann man sagen, man lebt im Einklang mit der Natur.
Findet man dann noch Zeit, einmal die Pflanzen und Tiere zu beobachten, ihre Körpersprache zu verstehen, wird man immer Freude am Garten haben.
Vielleicht hört man auch das Singen des Windes, beobachtet das Wetter und zieht seine Schlüsse daraus.

Pflanzen schreien aus Schmerz

Roger Boyes: http://www.timesonline.co.uk/article/0,,2-285331,00.html 03.05.02

Physiker um Dr. Frank Kühnemann, Universität Bonn, am Institute for Applied Physics fanden durch akustische Experimente heraus, daß Pflanzen unter Streß leiden und bei Schmerz schreien. Viele Gärtner und Bauern werden wohl ihre Verhaltensweisen bei der Feldarbeit umstellen müssen und lernen müssen, ihren Pflanzen zuzuhören.

Die Wissenschaftler testeten verschiedene Pflanzen und waren überrascht, welche Reaktionen ihnen eine Salatgurke zeigte. Während die Gurke wie normal aussah, konnte man hören, wie die Gurke laut schrie. Mit Schreien warnen die Pflanzen die Gärtner und Bauern auch vor Krankheiten. Schreie warnen auch, wenn unreife Früchte nicht gepflückt werden sollten.

Wolfgang Praetorius, Direktor bei Fruchthansa, glaubt, daß man relative Fruchtreife erkennen kann und hierdurch auch Fruchtpartnerschaften beim Versand berücksichtigen kann.

Die Bonner Wissenschaftler glauben, daß Pflanzen mehr tun, als sich nur zu unterhalten. So würden sich Pflanzen auch warnen, was bereits seit Jahren bekannt, aber nicht sonderlich akzeptiert ist.

Für ganzheitlich denkende Menschen ist diese Information absolut nicht neu. Sie weisen schon lange auf den Umstand der Kommunikation allen Lebens hin.


Also liebe Gärtner, redet mit Euren Pflanzen! Beobachtet ihre Körpersprache und kommuniziert mit der Natur und mit den Euch vertrauenden Pflanzen, Bäumen und Sträuchern. Teilt ihnen stets mit, was ihr mit ihnen zu tun gedenkt und nehmt Rücksicht auf ihre Anforderungen und Bedürfnisse. Denn auch das gehört zur Gartenphilosophie!


Re: Gartenphilosophie - Arnika - 23.01.12009

Gartenarbeit soll Freude machen und nicht zur quälenden Last werden.
Sicher, nicht immer geht man mit guter Laune und Elan an ungeliebte Arbeiten, die es in jedem Garten gibt. Doch sollte man darauf achten, die eigene grüne Oase nach eigenen Bedürfnissen und Möglichkeiten einzurichten. Wer zum Sklaven seines eigenen Gartens wird, kann sich nicht an ihm erfreuen, weil man stets Dinge sieht, die noch erledigt werden müssen.
So findet man weder Ruhe noch Entspannung. :genau:
Wer einen gepflegten, sorgfältig getrimmten Rasen, exakt abgegrenzte Beete und blühende Rabatten liebt, muß daran denken - und es akzeptieren - daß ein solcher Garten reichlich Arbeit macht. Auch Gemüsebeete beanspruchen viel Aufmerksamkeit: immer wieder muß man jäten, gießen und darauf achten, daß sich kein Schädling ausbreitet.

Der eher gemütliche Typ des Gärtners wird wahrscheinlich einen naturnahen Garten, z.B. mit einem schattenspendenden Baum und lauschigen Ecken vorziehen, wo es sich an heißen Sommertagen gut verweilen und faulenzen läßt. :kaeffchen:
Auch solche Gärten können gepflegt wirken, wenn man auf arbeitsintensive Elemente verzichtet:
eine Blümchenwiese muß z.B. nicht wöchentlich getrimmt werden. Ein Kräuterbeet macht wenig Arbeit, und etwas Beerenobst oder kleinwüchsige Obstbäume liefern gesundes Naschen. Für fröhliche Farben können statt Sommerblumen und Prachtstauden auch blühende Ziersträucher und robuste Wildstauden sorgen.


Re: Gartenphilosophie - Wolf - 30.12.12010




RE: Gartenphilosophie - Wolf - 11.05.12012

[attachment=596][attachment=597]

Du " Nie Geborene",

in des Merkurs wilden Mai,

bewundernd schau ich Deine Blüten,

doch weilt noch Skadie,

Ihr Hauch, und Deine Blüte ist vorbei.

So Göttin - sei es bei Dir.

Der Frühling beim Wolf.

....nur einfach natürlich so .... .....Wolf...







RE: Gartenphilosophie - Violetta - 11.05.12012

Hermann Löns

Alle Birken grünen in Moor und Heid';
Jeder Brambusch leuchtet wie Gold.
Alle Heidlerchen jubeln vor Fröhlichkeit;
Jeder Birkhahn kollert und tollt.


   
   

... und natürlich eine meiner Lieblingspflanzen: Waldmeister
   


RE: Gartenphilosophie - Gast aro - 11.05.12012

Hallo Violetta,

was sind das da für Röllchen in der Kiste?