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Wie man die Menge gefügig macht - Druckversion

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Wie man die Menge gefügig macht - Benu - 24.10.12008

Vor einiger Zeit begab es sich, dass es einem fremden König gelang das lang ersehnte feindliche Königreich zu erobern. Jahrhunderte lang herrschte diese Feindschaft, was zur Folge hatte dass nicht ein Bürger mit dem neuen Herrscher zufrieden war. Niemand wollte seine Waffen hergeben, niemand wollte irgendwie klein bei geben. Und ein Bürgerkrieg folgte dem anderen.
Da kam ein kluger Bote zum neuen König, in der Hoffnung auf Ruhm und Reichtum unter neuer Flagge. Er teilte dem König mit das die Bürger ihn so sehr hassen, dass sie sogar die Farben der Uniformen seiner Soldaten generell vermieden, egal in welchem Bereich.
Und so sandte der König einen seiner Spione aus, um die wilde Meute zu verwirren. Er ahnte ja nicht wie gut dieser seine Arbeit machen würde.

Am nächsten Tag stand ein wilder Mob vor seinen Toren, überrannte die karge Anzahl an Soldaten und schrie dass sie den König sehen wollen.
Dieser kam, schweißüberzogen mit ängstigem Blick aus seinem Schloß und erwartete schon seinen Tod, als ein Bürger nach dem anderen seine beste Waffe vor seine Füße schmiss. Sie wollten sie nicht mehr und kehrten dann mürrisch und knurrend Heim, bis sie anfingen den König in ihrer wehrlosigkeit zu akzeptieren. Die Folgegenererationen taten es ihnen gleich, man verlachte Waffenträger, verlachte all jene die gegen den neuen König rebellierten, denn seine Untergeben unterstützten schließlich die Waffenlosigkeit.

Klingt bizarr nicht wahr? Doch wenn man bedenkt das Kultur zu den mächtigsten Waffen gezählt werden kann, dann erkennt man wie man Trotz gegen den Feind lenken kann.


Grüße

Benu