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Aeneas, der Verteidiger von Troja
#1
Aeneas, der Verteidiger von Troja
   

Im Troja-Mythos ist Aeneas ein Göttersohn. Aphrodite ist seine Mutter. Aphrodite ließ ihren Sohn Aeneas von Dryaden erziehen. Als Aeneas fünf Jahre alt war, brachte sie ihren Sohn zu Anchises.

Am Fuße des Idagebirges wohnend, nahm Aeneas zunächst keinen Anteil am trojanischen Kriege. Erst nachdem der griechische Held Achilles sein Anwesen und das seines Ziehvaters Anchises überfallen hatte, führte Aeneas die Einwohner seiner Städte nach Troja.

Aeneas, der Göttersohn, ist ein Liebling der Götter. Seine Mutter half ihm in allen seinen Kämpfen und wehrte jede drohende Gefahr ab. Besonders den Angriffen des gewaltigsten Kämpfers der Griechen: Achilles, entzog sie ihren Sohn wo sie konnte. Und sie konnte immer, und sei es um den Preis, selbst verwundet zu werden.

Aeneas war nach Hector der tapferste Held unter den Trojanern. Er versuchte schließlich auch noch bei der Eroberung der Stadt, die Feinde zurückzutreiben. Als dies unmöglich wurde, zog er sich auf die Burg zurück. Aeneas verteidigte die Burg bis er sah, daß die Bewohner der Stadt sich durch ein geheimes Tor in das Idagebirge gerettet hatten.


Die Irrfahrten des Aeneas (Kurzfassung)

Mit seinem kranken Vater auf den Schultern, flieht Aeneas aus der brennenden Stadt Troja. Seine weitere Irrfahrt ähnelt in einigen Zügen der des Odysseus. Die Irrfahrten des Aeneas werden vom römischen Dichter Vergil in 12 Büchern in allen Einzelheiten beschrieben. Insgesamt zählt Vergil 11 Stationen der Irrfahrt des Aeneas auf. Hier nur die wichtigsten.

Thrakien. Von den Göttern in Thrakien abgewiesen, segelte Aeneas im dritten Jahr nach Ende des Krieges zur Insel Delos.

Delos. Auf Delos (Delphisches Orakel von Apollon) fragt Aeneas den G*tt Apollon um Rat. Er deutet das Orakel und geht nach Kreta.

Kreta. Vergil bezeichnet den Entschluss des Aeneas, nach Kreta zu gehen, als Mißverstehen des Orakels von Delphi. Immerhin weiß er inzwischen, daß er Italien erreichen soll, um dort sein Königreich zu gründen.

Sizilien. Im sechsten Jahr seiner Reise landet er in Sizilien, wo sein Vater Anchises stirbt.

Karthago. Als Aeneas dann im achten Jahr endlich nach Italien übersetzen will, treibt ihn ein Sturm an die Küste Nordafrikas. Er landet in Karthago. Die Liebesgeschichte zwischen Aeneas und Dido ist ein Kapitel für sich. Mit den Irrungen und Wirrungen des Aeneas aber führt Vergil die Unentschlossenheit des Aeneas dem Leser vor Augen.

Unterwelt. Zurück aus Karthago nach Sizilien gekehrt, steigt Aeneas in die Unterwelt hinab. Aeneas erfährt von seinem Vater von der Größe des Königreichs Rom, das er gründen wird. Dank eines magischen Mistelzweiges kann er wieder in die Welt der Lebenden zurückkehren. Nun endlich weiß Aeneas, was er zu tun hat.

Rom. Zurückgekehrt von Toten, beginnt er endlich sein großes Werk: Aeneas gründet an der Mündung des Tiber-Flusses die Stadt, aus der später Rom werden wird.
Tue was immer ich will!
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#2
Dido and Aeneas

Dido and Aeneas ist eine Oper in drei Akten von Henry Purcell. Das Libretto wurde von Nahum Tate nach dem Epos Aeneis von Vergil verfasst. Die erste Aufführung fand 1688 oder 1689 in London statt.

Die Oper spielt in Karthago, nach dem Ende des Trojanischen Krieges.


Erster Akt
Ort: In Didos Palast

Dido ist betrübt und wird von ihrer Vertrauten Belinda aufgemuntert. Belinda errät den Grund: Dido hat sich in Aeneas verliebt, den es bei seiner Flucht aus dem zerstörten Troja an die karthagische Küste verschlagen hat und der als Didos Gast von seinen geschlagenen Schlachten erzählt. Von ihrem Gefolge wird sie ermuntert, ihrer Neigung freien Lauf zu lassen, denn auch Aeneas liebt sie. Nachdem Aeneas sie anfleht, gibt sie endlich nach.


Zweiter Akt
Ort: In einer Höhle

Die Zauberin hat sich mit den Hexen versammelt, um ihre Feindin Dido ins Unglück zu stürzen und Karthago zu vernichten. Ein Geist in der Gestalt Merkurs soll Aeneas erscheinen und ihn an seine Pflicht erinnern, die Gestade Italiens zu suchen. Noch am gleichen Tag soll er mit seiner Flotte lossegeln. Vorher wollen die Hexen aber der Jagdgesellschaft, in der sich Dido und Aeneas befinden, den Spaß verderben.

Nach der Jagd tanzen und singen Didos Frauen, um Aeneas zu unterhalten. Sie erzählen die Geschichte von Actaeon, der die Göttin Diana beim Baden beobachtete und als Strafe in einen Hirschen verwandelt und von seinen eigenen Hunden zerrissen wurde. Ein Gewitter zieht herauf und nötigt die Gesellschaft, in die Stadt zu fliehen. Aeneas wird vom Geist in Gestalt Merkurs aufgehalten, der ihm im Namen Jupiters aufträgt, nicht länger seine Zeit mit der Liebe zu verschwenden, sondern loszusegeln. Aeneas verspricht zu gehorchen, weiß aber nicht, wie er es Dido erklären soll.


Dritter Akt
Ort: An den Schiffen

Während die Matrosen die Schiffe bereitmachen, freut sich die Zauberin über die gelungene Verschwörung.

Ort: Im Palast

Aeneas kommt zu Dido, um Abschied zu nehmen. Sie beschuldigt ihn, nur Krokodilstränen zu weinen. Er ändert seinen Sinn, aber Dido schickt ihn weg. Weil er nur den Gedanken gefaßt hat, sie zu verlassen, kann auch seine Reue nichts mehr ändern. Als Aeneas gegangen ist, spürt Dido, daß sie nicht mehr weiterleben kann und begeht Selbstmord. Liebesgötter bestreuen ihr Grab mit Rosen.
Entweder man findet einen Weg oder man schafft einen Weg!
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#3
   

Dardanien lag näher an Assos als jeder andere Staat Kleinasiens, aber ich hatte es absichtlich geschont während unseres neunjährigen Feldzuges, in dem wir die Küste in Schutt und Asche gelegt hatten. Ein Grund dafür war, dass es im Landesinneren lag und eine gemeinsame Grenze mit Troja hatte, ein anderer war etwas subtiler: Die Dardanier sollten sich in Sicherheit wiegen und glauben, dass ihre Entfernung vom Meer sie unangreifbar machte. Im Übrigen traute Dardanien Troja nicht. Solange ich sie in Frieden ließ, blieben König Anchises und sein Sohn Aeneas auf Distanz zu Troja.  

Doch jetzt sollte sich alles ändern. Der Einfall in Dardanien stand kurz bevor. Statt auf die übliche lange Seereise, bereitete ich meine Truppen auf einen mühsamen Marsch vor. Wenn Aeneas überhaupt einen Angriff erwartete, dann rechnete er bestimmt damit, dass wir die Spitze der Halbinsel umsegeln und an der Küste jenseits der Insel Lesbos an Land gehen würden. Von da an war es nur noch ein Fünfzehn-Meilen-Marsch nach Lyrnessos. Ich hingegen plante, von Assos aus landeinwärts durch hundert Meilen Wildnis über die Hänge des Berges Ida hinunter in das fruchtbare Tal zu stoßen, in dem Lyrnessos lag.

Odysseus hatte mir ausgebildete Späher mitgegeben, die unsere Route auskundschafteten. Sie berichteten, dass sie dicht bewaldet war, nur wenig Gehöfte an unserem Weg lagen und die Jahreszeit für die Schäfer schon zu weit fortgeschritten war, um noch auf der Weide zu sein. Pelze und feste Schuhe kamen aus den Vorratslagern, denn der Ida war schon fast zur Hälfte an seinen Flanken mit Schnee bedeckt, und es war möglich, dass wir in einen Schneesturm gerieten. Ich schätzte, dass wir ungefähr vier Meilen am Tag zurücklegen konnten; nach zwanzig Tagen sollten wir unser Ziel erreicht haben. Am fünfzehnten dieser zwanzig Tage sollte Phoinix, so lautete der Befehl, mit seiner Flotte in den verlassenen Hafen von Andramyttios einlaufen, den nächsten Anlegeplatz an der Küste. Mit Widerstand brauchte er nicht zu rechnen, denn ich hatte Andramyttios Anfang des Jahres bis auf seine Grundmauern niedergebrannt – zum zweiten Mal.

In aller Stille brachen wir auf, und die Tage unseres Marsches verliefen ohne Zwischenfall. Am sechzehnten Tag kamen wir ziemlich nahe an die Stadt heran. Ich befahl einen Halt und verbot das Anzünden von Feuern, bis ich sicher sein konnte, dass man uns nicht entdeckt hatte.
Ich hatte mir angewöhnt, diesen letzten Punkt immer selbst zu überprüfen, und so machte ich mich, ohne auf die Proteste von Patroklos zu achten, der mich manchmal an eine alte Glucke erinnerte, allein auf den Weg.

Nach drei Meilen erklomm ich einen Hügel und sah Lyrnessos unter mir liegen. Die Stadt erstreckte sich über ein weites Stück Land, besaß feste Mauern und eine große Festung. Ich betrachtete sie einige Zeit und verband das, was ich sah, mit dem, was Odysseus' Späher mir berichtet hatten.
Ich konnte der Versuchung nicht widerstehen und stieg den Abhang ein Stück hinunter, wobei ich mich freute, dass ich mich auf der windabgewandten Seite des Hügels befand, auf der kaum Schnee lag und er Boden noch erstaunlich warm war. Ein Fehler, Achilles! Ich trat fast auf ihn. Geschmeidig rollte er sich beiseite und kam in einer fließenden Bewegung auf die Füße. Blitzschnell rannte er davon, bis er außer Reichweite meines Speeres war, dann blieb er stehen, um mich zu mustern. Er erinnerte mich lebhaft an Diomedes: Diesen Mann umgab dieselbe tödliche Aura, und sowohl aus seiner Kleidung als auch aus seiner Haltung heraus konnte ich schließen, dass er von hohem Stand war. Ich hatte die Liste aller trojanischen und der mit Ihnen verbündeten Heerführer, die Odysseus für uns aufgestellt und durch Boten hatte verteilen lassen, auswendig gelernt und kam zu dem Schluss, dass mein Gegenüber Aeneas war.

„Ich bin Aeneas und unbewaffnet!“ rief er mir zu.
„Zu schade, Dardanier! Ich bin Achilles und bewaffnet!“
Unbeeindruckt hob er die Augenbrauen. „Es gibt wirklich Zeiten im Leben eines vorsichtigen Mannes, da Klugheit der bessere Teil des Mutes ist. Auf Wiedersehen in Lyrnessos!“

Da ich wusste, dass ich schneller zu Fuß war als die meisten, setzte ich ihm in gemäßigtem Tempo nach, um ihn allmählich zu ermüden. Doch er war sehr behände und kannte sich hier aus. Ich hingegen nicht. So folgte ich ihm durch dorniges Gebüsch, und er ließ mich durch Löcher von Fuchs- und Kaninchenbauten stolpern, bis wir schließlich an eine breite Flussfurt kamen, wo er leichten Fußes über verborgene Steine sprang, während ich bei jedem Tritt nach dem nächsten Ausschau halten musste. Also verlor ich ihn, blieb stehen und verfluchte meine eigene Dummheit. Lyrnessos blieb ein ganzer Tag Zeit, um sich auf unseren Angriff vorzubereiten.

Bei Anbruch der Morgenröte brach ich missgestimmt auf. Dreißigtausend Mann strömten in das Tal von Lyrnessos, umschlossen die Stadtmauern wie Sirup. Ein Meer aus Pfeilen und Speeren regnete auf sie herab, aber die Soldaten wehrten sie, wie sie gelernt hatten, mit ihren Schilden ab, und es gab keine Verwundeten. Es drängte sich mir der Eindruck auf, dass sich hinter den Befestigungen nicht viel an Verteidigungskraft verbarg, und ich fragte mich, ob die Dardanier vielleicht ein Volk von Schwächlingen waren. Aber Aeneas hatte nicht wie der Anführer einer degenerierten Sippe ausgesehen.

Die Leitern wurden aufgestellt. An der Spitze der Myrmidonen erreichte ich den schmalen Pfad oben auf der Mauer, ohne dass mich ein Stein oder ein Krug mit kochendem Öl traf. Als eine kleine Gruppe von Verteidigern auftauchte, schlug ich sie mit meiner Axt nieder, ohne auch nur nach Unterstützung rufen zu müssen. Wir kamen mit geradezu lächerlicher Leichtigkeit voran, und bald wussten wir auch warum. Unsere Gegner waren alte Männer und Knaben.

Aeneas, so fand ich heraus, war am Tag zuvor in die Stadt zurückgekehrt und hatte unverzüglich seine Männer zu den Waffen gerufen. Aber nicht, um gegen mich zu kämpfen. Er hatte sich mit seiner Armee nach Troja abgesetzt.
„Sieht so aus, als hätten die Dardanier einen Odysseus in ihrer Mitte“, sagte ich zu Patroklos und Ajax. „Welch ein Fuchs! Jetzt hat Priamos zwanzigtausend Mann mehr, die von einem Odysseus angeführt werden. Lasst uns hoffen, dass die Vorurteile des alten Mannes (Priamos) ihn blind machen für das, was Aeneas ist und kann.“
Es geht nicht darum mit dem Kopf durch die Wand zu gehen, sondern darum mit den Augen die Tür zu finden!
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