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Alesia
#21
Alles sehr interessant und lehrreich...


Wow
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#22
Seht nur, dort am Horizont - weiß-rote Segel ... [Bild: vikingsm.gif]

Bragi
Kein besserer Freund – kein schlimmerer Feind!
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#23
Bragi schrieb:Seht nur, dort am Horizont - weiß-rote Segel ... [Bild: vikingsm.gif]

Bragi
Hallo Bragi!

Da mußt Du 800 Jahre später nochmal wiederkommen. Zu dieser Zeit dienten die Nordmänner als Rudersklaven auf den römischen Galeeren oder waren noch gar nicht im Weltgeschehen präsent - weil sehr zurückgezogener und schüchterner Menschenschlag. Fettes Grinsen Lol Fettes Grinsen

@Kelten So war Alesia wirklich kein Ruhmesblatt, aber genau so kenne auch ich die Franzosen. Ihre Frauen (siehe Boudicca) sind das eigentlich interessante an Frankreich. Wenn ich mich nicht irre, gibt es da die amüsante Geschichte von Kaiser Neros Legionären, die sich weigerten nach Irland überzusetzen, weil sie Angst vor den dortigen Frauen hatten. Ja Frauen, ihr habt richtig gelesen. Die Männer spielten keine Rolle. Zunge raus

Kann irgendjemand von unseren Historikern hier diese Geschichte bestätigen oder herauskramen? Ich erinnere mich nur, davon mal gehört zu haben.

Tue was immer ich will!
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#24
Wishmaster schrieb:Ja Frauen, ihr habt richtig gelesen. Die Männer spielten keine Rolle. Zunge raus
Na, was Wunder, wie?! Fettes Grinsen
Mir scheint, dieser Fakt ist für Dich erstaunlicher, als für die anwesenden Damen.
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#25
Zitat: Hallo Bragi!

Da mußt Du 800 Jahre später nochmal wiederkommen. Zu dieser Zeit dienten die Nordmänner als Rudersklaven auf den römischen Galeeren oder waren noch gar nicht im Weltgeschehen präsent - weil sehr zurückgezogener und schüchterner Menschenschlag.

Mich interessiert dabei nur, ob die Nordmänner in ihrer Geschichte auch so eine niederträchtige Tat, wie die Kelten in Alesia, begingen. Deswegen lenkte ich das Thema auf sie Blinzeln Vielleicht weißt Du ja mehr darüber, Wishmaster.

Bragi
Kein besserer Freund – kein schlimmerer Feind!
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#26
Mein Spezialgebiet sind die Germanen ja nun nicht, aber ich denke, da kannst Du relativ beruhigt sein, Barde.

Publius C. Tacitus beschreibt sie in seinem 98 d. Z. erschienenen Werk De origine et situ Germanorum zwar als eher faul und naiv *g*, aber er spricht ihnen moralische Integrität zu.
Und nicht zu Unrecht, wie mir scheint.

Nach der Niederlage bei Straßburg 357 d. Z. - Chnodomar ergiebt sich in auswegloser Situation, zweihundert seiner Begleiter (comites) und drei seiner engsten Freunde folgen ihm in die Gefangenschaft - legen die anderen reges keineswegs die Waffen nieder. Kaiser Julian muß vielmehr jeden von ihnen einzeln verfolgen, den rex Hortarius z. B. bis in seinen Gau in der Maingegend, dessen Dörfer und Felder die Römer erst verwüsten und niederbrennen müssen, ehe sie von ihm einen Friedensvertrag und die Freilassung der Kriegsgefangenen erzwingen können.

Als die Alamannen und Sueben in das damals bereits seit 200 Jahren römisch beherrschte Helvetien einfielen, erschlugen sie fast alle römischen und helvetischen Männer. Die Frauen und Kinder jedoch ließen sie leben.

Bis auf die üblichen Intrigenspinnereien - es gab u. a. den begründeten Verdacht, daß einige Senatoren Theoderichs hochverräterische Verbindungen mit Konstantinopel aufgenommen hatten - scheinen sich zumindest auf den ersten Blick die Germanen keines mit Alesia oder Manching vergleichbaren moralischen Fehltrittes schuldig gemacht zu haben.

Das Verwerflichste scheint mir der Bund zwischen den Franken und dem P*psttum. Dieser bezeichnete einen epochalen Wendepunkt in der abendländischen Geschichte.
Damals entstand der K*rchenstaat. Zornig

Ich persönlich habe ohnehin den Eindruck, die Franken waren irgendwie der faule Zahn der Geschichte. Häh?

Menschenopfer sind zwar schriftlich überliefert, können jedoch im archäologischen Befund nur schwierig nachgewiesen werden.
Zwei Brunnen einer römischen Villa z. B. enthielten menschliche Knochen, vor allem Schädel. Die Opfer waren fast alle durch einen Querhieb auf die Stirn getötet, teilweise skalpiert und dann zerstückelt worden. Unter den Skeletten lagen verschiedene Eisengeräte, die als Opfergaben, aber auch als von den Villabewohnern versteckt gedeutet werden können.

Strabo schildert eine Szene bei den Kimbern:
Es traten Frauen auf, eine Art Priesterinnen mit grauen Haaren, in Gewändern aus weißer Leinwand, die mit Spangen auf der Schulter gehalten wurden und von Gürteln aus Erz umschlossen waren. Diese Frauen gingen barfuß zu den römischen Gefangenen und bekränzten sie. Dann führten sie sie zu einem ehernen Mischkessel, an dem eine Leiter lehnte. Die Frauen erstiegen die Leiter und die Gefangenen wurden zu ihnen empor gehoben. Sie schnitten ihnen, über den Kessel gebeugt, die Kehlen durch. Wenn das Blut in den Mischkessel rann, weissagten sie.
Das sieht mehr nach einem keltischen Brauch aus als nach einem germanischen. Man weiß bei den Germanen nichts von solchen Kesseln, wohl aber bei den Kelten. Es werden vermutlich Kelten gewesen sein, denn mit den Kimbern waren auch Kelten gezogen.

Und ich finde, mit diesem Bericht kommt man auch wieder ganz wunderbar auf die Angst der Römer vor den Keltenfrauen.
Die Mädels waren zum Teil eben ganz schön düster unterwegs. Fettes Grinsen
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#27
Zitat:@Kelten So war Alesia wirklich kein Ruhmesblatt, aber genau so kenne auch ich die
Tacitus beschreibt das Empfangskomitee, dem sich der römische General Suetonius Paulinus gegenübersah, als er 60 d. Z. die Insel Anglesey erobern wollte, folgendermaßen:

Am Gestade stand schon die feindliche Schlachtreihe, eine Folge bewaffneter Männer. Zwischendurch liefen Weiber umher, die nach Art der Furien in schwarzen Gewändern Zunge raus und mit aufgelösten Haaren Fackeln in den Händen trugen.
Ringsherum stießen Druiden die Hände zum Himmel erhoben, grausige Verwünschungen aus.


Annalen, 14, 30

Die keltischen Frauen begleiteten die Männer auch in den Schlachten.
So weiß man z. B. von der gallischen Stammesfürstin Onomaris, daß sie die keltischen Stämme in die Schlacht gegen Iberien führte.
Mebd von Connacht befehligte ihr Heer selbst und brachte eigenhändig den Heldenkrieger Cethren im Kampf um.

In manchen Gegenden bekamen die Jugendlichen ihre Waffen- und Sexualausbildung durch eine Kaste kriegerischer Frauen, einer Mischung aus Zauberinnen und Amazonen.
Die Eltern der Mädchen zahlten für diese Ausbildung meist mehr, als die der Jungen, da Mädchen in der Regel als schwerer zu erziehen galten. Lol

Ein Schandfleck der Keltenfrauen scheint mir die Brigantenkönigin und Kollaborateurin Cartimandua.

@Wishmaster:

Wie Du in Verbindung mit den französischen Keltinnen auf die britannische Heerführerin Boudicca kommst, ist mir etwas unverständlich. Entweder verwechselst Du da was, oder ich kann gerade nicht folgen. Blink

@Bragi:

Harrharr, Wikinger - soviel dann auch zum Thema, Männer sind zwingend die besseren Krieger. Das erzähl mal dem ollen Cethren. Zunge raus
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#28
Also manchmal nerven mich die Verwirrungen des Systems gewaltig. Zornig
Da tauchen Beiträge verspätet auf, oder gar nicht.
He Admin, das ist Dein Job, eh?!
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#29
Zitat:Harrharr, Wikinger - so viel dann auch zum Thema, Männer sind zwingend die besseren Krieger. Das erzähl mal dem ollen Cethren.

Will das kleine Mädchen etwa zum Kampfe herausfordern ...
Bedenke wohl dabei, der Wikingerbarde ist immer klaren Verstandes ...
Seine Sinne sind nicht getrübt, wie die der saufenden Kelten Blinzeln

Salve Bragi
Kein besserer Freund – kein schlimmerer Feind!
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#30
Kann das mal einer wegmachen, bitte *total entnervt ist*?!"
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