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Alle blind oder keiner
#1
Mir kam neulich eine kleine Überlegung:

Wer sagt uns eigentlich, dass die Welt auch so ist, wie wir sie sehen? Ist die Wahrnehmung, die wir haben, überhaupt zutreffend? Auf diesen Gedanken bin ich gekommen, als ich mir überlegte, wie definiert man eigentlich Farben? Farben sind ein Mittel zur Definition, sie können mit Worten nicht beschrieben werden - außer wir ziehen Vergleiche und spielen auf Bilder an, z.B. grün wie das Gras oder rot wie Blut, oder blau wie der Himmel. doch definieren wir eigentlich alle Farben gleich? <span style='color:blue'>Jeder von euch müsste nun erkennen können, dass dieser Satz blau ist.</span> Doch woher wissen wir, dass das Blau unseres gegenüber auch unserem Blau entspricht? Vielleicht definiert er ja das, was wir blau nennen, als das, was bei uns grün ist. Unsere FArbdefinition haben wir von anderen Menschen gelernt, die uns einmal gesagt haben: "Gras ist grün" - wir sehen Gras und für uns ist die Farbe grün, doch vielleicht nimmt ein anderer sie als gelb war (und ich spreche dabei nicht von Menschen, die einfach unsere Welt in unendlich viele FArbnuancen unterteilen , wie "GRas ist im Sommer ohne Regen ein Mittelding aus MAigrün, Ocker und Hellbraun"). Jeder MEnsch ist ein Individuum, d.h. kein Gehirn denkt gleich. Gibt es dann wirklich nur eine "wahre Welt", die allgemeingültig ist (Das eigentlich ohnehin nicht, da jeder Mensch sich seine eigene Welt durch seine Gedanken spinnt. Ich beziehe mich hier nur auf die äußere WAhrnehmung)? Oder nicht doch tausende? Wir können nciht sehen, was ein anderer Mensch durch seine AUgen sieht. er kann es uns nur erzählen - und dafür wählt er die Definitionen, die er gelernt oder irgendwie bildlich übernommen hat. Die Definitionen sind gleich, doch was die eigentlichen AUgen sehen, das Gehirn wahrnimmt, ist etwas anderes. Was ist, wenn ein Mensch die Welt überhaupt nicht wahrnehmen kann, wie sie ist, ganz egal mit welcher Art Sinn (dabei versteife ich mich nicht auf die fünf, die man in der SChule lernt)?

Diesen Gedanken wollte ich nur mal aussprechen ...

Meine Grüße
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#2
Du hast die Wahl - die rote oder die blaue Pille!
Kein besserer Freund – kein schlimmerer Feind!
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#3
Zitat:Mir kam neulich eine kleine Überlegung:

Wer sagt uns eigentlich, dass die Welt auch so ist, wie wir sie sehen? Ist die Wahrnehmung, die wir haben, überhaupt zutreffend?

Genau! Und was meinst Du selbst?
Sei!
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#4
Hallo Boudicca!

Was ist wenn Deine Augen gar nicht sehen können, sondern nur Dein Gehirn respektive Dein Bewusstsein?

Ein Beispiel: Wenn Du Dir einen Gegenstand nur gedanklich vorstellst und manifestierst, erzeugst Du damit die identischen Gedankenmuster in Deinem Kopf, so als ob Du den Gegenstand direkt mit Deinen Augen vor Dir sehen würdest.
Dein Bewusstsein und deine Gedanken machen da keinen Unterschied, ob der Gegenstand nun direkt vor Dir steht und du glaubst ihn zu sehen, oder du ihn Dir nur vorstellst.
Was also ist die Realität oder Wirklichkeit Zweifelnd ?
Deine Augen sind letztendlich nur eine Verlängerung Deines Gehirnes in einer anderen Ausprägung, im weitesten Sinne.
Deine Welt, Deine Wirklichkeit findet nur in Deinem Kopf statt.

Grüße

Hernes Son
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#5
Boudicca schrieb:Mir kam neulich eine kleine Überlegung:

Wer sagt uns eigentlich, dass die Welt auch so ist, wie wir sie sehen? Ist die Wahrnehmung, die wir haben, überhaupt zutreffend? Auf diesen Gedanken bin ich gekommen, als ich mir überlegte, wie definiert man eigentlich Farben? Farben sind ein Mittel zur Definition, sie können mit Worten nicht beschrieben werden - außer wir ziehen Vergleiche und spielen auf Bilder an, z.B. grün wie das Gras oder rot wie Blut, oder blau wie der Himmel. doch definieren wir eigentlich alle Farben gleich? <span style='color:blue'>Jeder von euch müsste nun erkennen können, dass dieser Satz blau ist.</span> Doch woher wissen wir, dass das Blau unseres gegenüber auch unserem Blau entspricht? Vielleicht definiert er ja das, was wir blau nennen, als das, was bei uns grün ist. Unsere Farbdefinition haben wir von anderen Menschen gelernt, die uns einmal gesagt haben: "Gras ist grün" - wir sehen Gras und für uns ist die Farbe grün, doch vielleicht nimmt ein anderer sie als gelb war (und ich spreche dabei nicht von Menschen, die einfach unsere Welt in unendlich viele Farbnuancen unterteilen , wie "Gras ist im Sommer ohne Regen ein Mittelding aus MAigrün, Ocker und Hellbraun"). Jeder Mensch ist ein Individuum, d.h. kein Gehirn denkt gleich. Gibt es dann wirklich nur eine "wahre Welt", die allgemeingültig ist (Das eigentlich ohnehin nicht, da jeder Mensch sich seine eigene Welt durch seine Gedanken spinnt. Ich beziehe mich hier nur auf die äußere WAhrnehmung)? Oder nicht doch tausende? Wir können nciht sehen, was ein anderer Mensch durch seine Augen sieht. er kann es uns nur erzählen - und dafür wählt er die Definitionen, die er gelernt oder irgendwie bildlich übernommen hat. Die Definitionen sind gleich, doch was die eigentlichen AUgen sehen, das Gehirn wahrnimmt, ist etwas anderes. Was ist, wenn ein Mensch die Welt überhaupt nicht wahrnehmen kann, wie sie ist, ganz egal mit welcher Art Sinn (dabei versteife ich mich nicht auf die fünf, die man in der Schule lernt)?

Diesen Gedanken wollte ich nur mal aussprechen ...

Meine Grüße
Meine Grüße an Boudicca!

Es gibt subjektive und objektive Realität. Subjektiv ist das, was Du persönlich wahrnimmst. Für den einen stinkt gebratenes Fleisch eklig, und der andere meint, daß es duftet. Das ist eben subjektiv.

Objektiv ist hingegen das, wie die Dinge wirklich sind. Blau hat eine ganz spezifische Schwingungsfrequenz. Blau schwingt wesentlich schneller als zum Beispiel rot. Daraus ergibt sich das ganz spezifische Licht, die Färbung. Man mißt es in verschiedenen Frequenzbereichen. Infrarot ist der niedrigstschwingende Frequenzbereich, und Ultraviolett ist der entsprechend mit der höchsten Frequenz. Daran kann man die Farben objektiv festmachen. Man kann das Licht auch spektral teilen, dann ergeben sich die sieben Regenbogenfarben, deren Summe das Dir bekannte weiße Licht bilden. Das ist wie gesagt "objektive Realität".

Was jeder subjektiv sieht (oder sehen will), das ist eben eine persönliche Angelegenheit. Wer klar denken möchte, der paßt seine subjektive Realität jedoch (weitesgehend) an die objektive Realität an bzw. wo die Sinnesorgane dafür nicht ausreichen, integriert man eben das persönliche Wissen, um die tatsächliche Realität in der Logik/Denkmatrize nachzuvollziehen. So funktioniert das dann auch bei mir, bei Dir, bei jedem, der wissen will, was wirklich los ist und ob blau nun blau ist und ob gebratenes Fleisch nun widerlich stinkt oder in Wirklichkeit vorzüglich duftet. Alles klar, oder war das zu verwirrend?

Entweder man findet einen Weg oder man schafft einen Weg!
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#6
Zitat:Alles klar, oder war das zu verwirrend?

Klingt schlüssig. Ich habe diese Aspekte nicht bedacht. Ich danke für das Aufmerksammachen!

Meine Grüße!
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