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Das geheime Leben der Bäume
#1
Peter Wohlleben wollte schon als Kind Naturschützer werden und wurde dann Förster. Dann kam das böse Erwachen und eine Kehrtwende:

Schon bald musste ich feststellen, dass die klassische Forstwirtschaft unsere Wälder nicht schützt, sondern ausbeutet. Das hatte ich mir ganz anders vorgestellt. Gemeinsam mit den Waldbesitzern begann die Suche nach neuen, sanften Wegen. Auf Exkursionen im In- und Ausland lernte ich, dass es durchaus einige wenige Forstbetriebe gibt, die Ökologie und Ökonomie in Einklang bringen. Die Gemeinde Hümmel beschloss, mit meiner Hilfe diesen Weg einzuschlagen.

Urwaldähnliche Laubwälder

15 Jahre eines steinigen Weges, gepflastert mit Widerständen der Jagdlobby und Forstverwaltung, führten zum Erfolg: Mein Revier ist heute eines der wenigen, die konsequent den Weg zurück zu urwaldähnlichen Laubwäldern beschreiten. Pferde statt Holzerntemaschinen, Buchen statt Fichten, völliger Verzicht auf Chemieeinsatz, keine Kahlschläge mehr: Die Natur rund um Hümmel atmet auf.


Jetzt hat Wohlleben ein viel beachtetes Buch geschrieben, in dem er die Zusammenhänge im Wald schildert. Bäume beschreibt er als "soziale Wesen", die u.a. ihre Nahrung teilen und sich unterstützen. Sie verfügen über verschiedene Wege der Kommunikation und besitzen ein kollektives Gedächtnis.
Auch wenn Wohlleben wahrscheinlich nicht weiß, wer "dahintersteckt", schätze ich sein Plädoyer für einen respektvollen Umgang mit der Natur. Hoffentlich lässt sich der eine oder andere anstecken und öffnet seine Augen für das Wunder, das sich entdecken lässt, wenn man den asphaltierten Weg verlässt.

In der "Welt" hieß es über das Buch:
„[...] ein faszinierendes Buch über eine gewaltige Kreatur, der es offenbar gelungen ist, sich vor unser aller Augen zu verstecken.“ (Wieland Freund in Die Welt)

Das gilt wohl nur für die, welche die Augen fest zukneifen.  O_O

Hier ist eines der vielen Interviews mit dem Autoren.

https://www.youtube.com/watch?v=NrdvSiAGBwU

Immerhin: Das Buch ist ein Bestseller:

http://www.amazon.de/Das-geheime-Leben-Bäume-kommunizieren/dp/3453280679

Daumen hoch


NS: Da fällt mir gerade auf, was der Mann für einen netten Namen trägt. Daumen hoch
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#2
Baumstark: So heilt uns der Wald

Sie spenden uns nicht nur das Allerwichtigste, die Luft zum Atmen - nein, viele Bäume sind für sich betrachtet eine eigene kleine Natur-Apotheke.
Ihre Rinden, Triebe und Blüten enthalten zahlreiche heilende Wirkstoffe, die bei Erkrankungen und Beschwerden helfen.

Hier ein paar heimische Arten im Überblick.


Linde (Tilia)

Die Linde ist in Europa heimisch.
Sie wächst bevorzugt dort, wo sie von Menschen angepflanzt wird, auf Dorfplätzen, an Straßen, Alleen und Parks oder auf Wiesen.
Wild kommt die Linde eher selten vor.
Es gibt viele Lindenarten. In Mitteleuropa sind Sommerlinde und Winterlinde die häufigsten Arten. Die Sommerlinde ist die Lindenart, die bevorzugt als Heilpflanze angewendet wird. Die Winterlinde und andere Lindenarten kann man jedoch auch zu Heilzwecken einsetzen.
Der Baum wird bis zu vierzig Meter hoch.
Die Blätter der Sommerlinde sind groß, bis zu 15 cm breit und lang. Die Blätter der Winterlinde sind deutlich kleiner, etwa 6 cm breit und 5 cm lang.
Die in Trugdolden hängenden Blüten erscheinen zwischen Juni und Juli.
Sie sind sehr beliebt bei Bienen und werden eifrig umschwirrt.
Aus der Lindenblüte entwickeln sich kugelige Früchte mit Rippen.
Lindenbäume können sehr alt werden, oft viele hundert Jahre.

So wirkt der Baum:
Gerade bei Erkältung mit Fieber und trockenem Reizhusten hat sich ein Lindenblütentee bewährt. Die enthaltenen Schleimstoffe und ätherischen Öle können dabei helfen, das Immunsystem zu stärken und Bakterien abzutöten. Bei einem Infekt kann die Linde auch als Schwitzkur angewandt werden, zudem hat sie eine beruhigende Wirkung auf den Magen.

Rezeptur für einen Erkältungstee:
Eine Handvoll getrocknete Lindenblüten in eine Kanne geben und einen Liter heißes Wasser darübergießen. Fünf Minuten ziehen lassen - am besten abgedeckt. Dann gut abseihen, etwas abkühlen lassen und in kleinen Schlucken trinken. Dieser Tee wirkt auch bei beginnenden Infekten und kann diese abschwächen oder sogar verhindern.

                               
Quelle: http://www.diewildkraeuterfee.de

Auch heute noch spielen Bäume in unserem Leben eine große Rolle, vielmehr als vielen bewusst ist.
Das belegt schon unsere Sprache. So sind wir fest verwurzelt, blühen auf oder haben einen Stammbaum.
Geduld in allen Dingen führt sicher zum Gelingen.
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#3
Birke (Betula)

Die Birke ist der Baum des Nordens, denn sie wächst bis in den Norden Skandinaviens. Aber auch in gemäßigten Breiten ist sie heimisch.
Sie unterscheidet sich durch ihre weiße Rinde von allen anderen Bäumen.
Die Rinde ist weich und glatt, hat aber, vor allem bei älteren Birken, meist dunkle, raue Stellen.
Im Frühjahr wachsen die eiförmigen Blätter, und die ährenähnlichen Blüten blühen. Die männlichen Blüten sind wie Kätzchen, lang und gelblich.
Sie hängen an der Spitze der langen Triebe. Weibliche Blüten, die am selben Baum hängen, sind grüne Zapfen und wachsen am Ende der kurzen Seitenzweige.
Zuerst stehen sie aufrecht, und später hängen sie.

So wirkt der Baum:
Vor allem bei Harnwegserkrankungen und Blasen- und Nierenbeschwerden haben sich die Blätter der Birke bewährt.
Dank der Gerb- und Bitterstoffe und den enthaltenen Mineralstoffen werden Niere und Blase angeregt - Wasseransammlungen und Ödeme können ausgeschwemmt werden.
Auch bei Gelenkerkrankungen, Gicht und Rheuma kann Birkenblättertee lindernd wirken.

Rezeptur bei Blasenproblemen:
Zwei Esslöffel getrocknete Birkenblätter mit 250 Milliliter kochendem Wasser aufgießen, zehn Minuten ziehen lassen.
Abseihen, und dreimal täglich den Tee langsam trinken. Das aktiviert den Harndrang und trägt dazu bei, Erreger herauszuspülen.

       
Quelle: http://www.focus.de
Geduld in allen Dingen führt sicher zum Gelingen.
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#4
Ahorn (Acernis)

In Deutschland Zuhause sind vor allem der Berg- und der Spitzahorn, in sehr kleinen Beständen auch der Feldahorn,
der mehr im Mittelmeerraum zu finden ist.
Der Ahorn ist ein sommergrüner Laubbaum. Er kann bis zu 30 Meter hoch werden.
Mit kräftigem Stamm und relativ großem Kronendurchmesser ist er im Freistand ein durchaus imposanter Baum. Ahorn kann über 500 Jahre alt werden. Die Rinde ist eher glatt und hat eine blaugraue Rinde, die im Alter abblättert.
Die Blätter sind charakteristisch handförmig gelappt. Von den 5 Lappen sind nur die mittleren 3 voll ausgeprägt. Die Wurzeln gehen sehr tief in den Boden hinein.

So wirkt der Baum:
Die Ahornblätter haben mit ihnen Flavonoiden und Gerbstoffen eine abschwellende und kühlende Wirkung.
Sie lindern gereizte und juckende Haut, lassen Augenlider abschwellen und erfrischen müde Füße.

Anwendung der Blätter:
Bei juckenden Insektenstichen hilft es, einige Ahornblätter zwischen den Händen zu zerreiben und damit über die Stelle zu streichen.
Sind die Augen einmal geschwollen, kann der Ahorn Abhilfe verschaffen: für wenige Minuten die Augen schließen und die Blätter auflegen.
Und wer nach einer ausgedehnten Wanderung müde oder brennende Füße hat, kann sich ein paar der Blätter in die Socken unter die Fußsohlen legen.
Das wirkt übrigens auch vorbeugend und hält die Füße angenehm kühl.

       
Quelle: http://www.baumschule-horstmann.de
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#5
Eiche (Quercus)

Die Eiche ist in den gemäßigten Klimazonen der Nordhalbkugel heimisch. Man findet sie sowohl in Nordamerika, wo es besonders viele Eichen-Arten gibt,
als auch in Europa und Asien. In Deutschland spielt die Eiche eine besonders wichtige Rolle als Symbol der Stabilität.
In Mitteleuropa wachsen vor allem die Stiel-Eiche und die Trauben-Eiche. Die Eiche wächst bevorzugt in Mischwäldern.
Der stattliche Baum wird bis zu 40 Meter hoch und bis zu 800 Jahre alt, selten sogar noch älter.
Der Stamm der Eiche kann einen Durchmesser von bis zu drei Metern haben.
Die Rinde von Stamm und Ästen ist in jungen Jahren glatt und später rissig und rau.
Die Blätter der meisten Eichen-Arten fallen im Winter ab und treiben im Frühjahr neu aus.
Die ledrigen Blätter sind buchtig gelappt und haben dadurch ein sehr typisches Aussehen.
Von April bis Mai blühen die Eichen mit unauffälligen gelbgrünen Blüten, die in Rispen herabhängen.
Aus den Eichen-Blüten entwickeln sich bis zum Herbst die nussartigen Eicheln, die in einem halbrunden "Hütchen" sitzen.

So wirkt der Baum:
Die Gerbstoffe, die gerade die Rinde enthält, können geschwollene Mandeln und allgemeine Entzündungen im Mund bekämpfen. Die Gefäße ziehen sich zusammen, die Schleimhaut verdichtet sich quasi. Deshalb wird die Eiche oft bei Angina eingesetzt. Ihre aseptische Wirkung entfaltet die Eichenrinde auch bei entzündlichen Hauterkrankungen - idealerweise dann als Bad oder auch mittels eines Umschlages.

Rezeptur bei Halsschmerzen:
Zwei Esslöffel getrocknete Eichenrinde in 500 Milliliter Wasser etwa 20 Minuten kochen lassen. Anschließend den Sud abseihen, leicht abkühlen lassen und damit über den Tag verteilt immer wieder gurgeln.

       
Quelle: http://www.botanikus.de

Gut zu wissen:
Ein Baum allein deckt den Tagesbedarf an Sauerstoff von zehn Menschen.
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#6
Weide (Salix)

Es gibt sehr viele Weidenarten, von denen auch viele in Mitteleuropa heimisch sind.
Weiden haben eine enge Verbindung zum Wasser, sie wachsen vor allem an Wasserläufen, feuchten Gräben und Feuchtwiesen.
Je nach Art werden die Weidenbäume unterschiedlich hoch. Sie können zwischen drei und dreißig Meter groß werden.
Junge Zweige von Weiden mit schmalen Blättern sind biegsam, so sehr, dass Körbe daraus geflochten werden.
Der Stamm von älteren Weiden kann sehr rau und gefurcht sein.
Die Blätter sind an der Oberseite dunkelgrün und glänzend und an der Unterseite eher silbrig.
Da Weiden zweihäusig sind, wachsen die männlichen und weiblichen Blüten immer auf unterschiedlichen Bäumen.
Die Vermehrung der Weiden erfolgt durch Samen oder durch Weidenstöcke, die in die Erde gesteckt werden, denn die Weiden schlagen sehr leicht aus.

So wirkt der Baum:
Die Rinde der Weide kann Fieber senken (aufgrund des vorhandenen Salicins, daraus ist die heutige Acetylsalicylsäure entstanden),
Entzündungen stoppen und Schmerzen lindern.
Damit ist sie sowohl bei rheumatischen Beschwerden, als auch bei Kopfschmerzen und fiebrigen Infekten angebracht.

Rezeptur für einen Tee:
Für einen Weidentee übergießt man ein bis zwei Teelöffel Weidenrinde mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt ihn zehn Minuten ziehen.
Anschließend abseihen und in kleinen Schlucken trinken. Von diesem Tee trinkt man ein bis drei Tassen täglich.

   
   
Quelle: https://www.vitaes.de
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#7
Fichte (Picea)

Die Fichte ist in Europa heimisch. Sie wächst auch im Gebirge bis hinauf zur Waldgrenze.
Sie ist ein besonders verbreiteter Nutzholzbaum. Die Fichte ist ein Flachwurzler.
Der Baum, der bis zu 50 Meter hoch wird, ist ein Nadelbaum mit immergrünen Nadeln.
Die Form der Fichte ist wie ein schmaler Kegel, nach oben hin spitz werdend.
Die Nadeln der Fichte sind dunkelgrün und wachsen rund um den Zweig.
Im Frühjahr treiben neue Nadeln aus, die zunächst hellgrün und weich sind.
Im Mai blüht die Fichte. Männliche und weibliche Blüten wachsen am selben Baum.
Aus den weiblichen Blüten entstehen später längliche, hängende Zapfen.

So wirkt der Baum:
Fichtennadelöl hilft bei Muskelschmerzen und lindert Muskelkater. Doch auch bei Erkältungen kann die Fichte unterstützend eingesetzt werden.
Bei Erkrankungen der Atemwege ist sie mit ihrer antibakteriellen und schleimlösenden Wirkung hilfreich. Auch die Wundheilung kann sie anregen.

Rezeptur für einen Hustentee:
Einen Teelöffel Fichtentriebe in 250 Milliliter Wasser aufkochen und etwa 5 Minuten gut durchziehen lassen. Abseihen und langsam trinken.

Vollbad gegen Muskelschmerzen:
Fichtennadelöl ins Wasser geben und 15 Minuten darin baden. Die Durchblutung wir angeregt, und der Schmerz wird gemildert.

   
   
Quelle: http://www.monumentaltrees.com
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Es bedanken sich: Sirona , Munin , Saxorior
#8
Rosskastanie (Aesculus)

Der Rosskastanienbaum kommt ursprünglich aus Indien, Zentralasien und Südosteuropa. Da er aber nicht nur schön aussieht,
vor allem in der Blütezeit, sondern auch schmutzige Luft und Abgase gut verträgt, hat er sich als Stadtbaum in Europa stark verbreitet.
Der Baum wird bis zu 30 m hoch.
Er hat große Blätter, die aus sieben Teilen fingerartig zusammengesetzt sind.
Im Mai blüht die Rosskastanie mit beeindruckend prächtigen Blüten.
Sie stehen wie dicke Kerzen aufrecht auf den Zweigen und bestehen aus vielen Teilblüten.
Im Herbst wachsen daraus die Kastanienfrüchte, die in einer stacheligen grünen Schale sitzen.
Die Früchte (Samen) sind etwa drei bis fünf Zentimeter groß und rundlich. Sie haben eine glänzende rotbraune Farbe. Sie fühlen sich angenehm glatt an.

So wirkt der Baum:
Die Rosskastanie hat gefäßabdichtende, entzündungshemmende und venenstärkende Eigenschaften.
Sie unterstützt die Venenwände und kann verhindern, dass sich im Gewebe Wasser ansammelt.
Damit ist sie ein probates Mittel gegen Krampfadern und schwere Beine, aber auch gegen Rheuma, Infekte und Fieber.

Rezeptur für einen Venen- Tee.
Einen Teelöffel getrocknete Rosskastanienblüten mit 150 Milliliter Wasser im Topf eine Minute kochen lassen.
Vom Herd nehmen und fünf Minuten ziehen lassen. Dann abseihen, und dreimal am Tag eine Tasse trinken.

Dieser Tee eignet sich übrigens auch als Umschlag gegen müde Beine. Ihn dafür abkühlen lassen, auf ein Tuch geben und zehn Minuten einwirken lassen.

   
   
   
Quelle: http://www.eggert-baumschulen.de
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#9
Im Frühjahr steigen die Temperaturen, und die Tage werden länger. Die Bäume können diese Veränderungen „spüren“.
Sie sind das Signal für den Baum, daß er aus der Winterruhe „erwachen“ kann: Er beginnt wieder zu wachsen und zu blühen.

Macht Euch die Kräfte der Bäume zunutze.
Geht allein, mit dem Partner oder mit Freunden spazieren.
Genießt die frische Luft, die um eure Nase weht.
Genießt das Rauschen der Blätter und die Bewegungen der Bäume.
Genießt den Gesang der Vögel.
Genießt die Klänge der Natur, sie beruhigen, bringen Klarheit im Kopf und schaffen neue Energie.

"Genießt einfach!"
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Es bedanken sich: Paganlord , Munin


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