Vor 1 Stunde
Fußball-Hooligans verhindern Plünderungen in Den Haag
Auch in den Niederlanden waren Krawalle angekündigt. Fußballfans von Den Haag hatten aber was dagegen.
Hunderte Fußballfans des niederländischen Erstligisten ADO Den Haag haben sich am Wochenende in der Innenstadt versammelt, um Geschäfte vor angekündigten Plünderungen zu schützen. Nachdem in sozialen Netzwerken zu gewalttätigen Protesten aufgerufen worden war, kündigte die harte Fanszene an, selbst für Ordnung sorgen zu wollen. Am Nachmittag standen sich die Hooligans und jugendliche Demonstranten tatsächlich gegenüber. Die Polizei musste eingreifen, um eine größere Auseinandersetzung zu verhindern.
Besonders bemerkenswert war die Begründung der Fußballfans. „Wir als harter Kern von Den Haag sind nicht gegen gewalttätige Aktionen, mehr noch: Es ist unser Hobby“, erklärte die Gruppe in einem Aufruf auf Instagram.
Was sie allerdings keinesfalls dulden werde, seien Plünderungen in der eigenen Stadt, die Zerstörung kulturellen Erbes oder andere Formen des Vandalismus. Man sei keineswegs mit allen Entscheidungen der Regierung einverstanden. Das Recht auf Demonstrationen werde ausdrücklich respektiert. Allerdings hätten Jugendliche in verschiedenen Internetgruppen dazu aufgerufen, Geschäfte zu plündern und die Innenstadt zu verwüsten. Dagegen wollten die Fans vorgehen. „Wir kommen nicht für Unruhe oder eine Gegendemonstration, sondern für den Schutz unserer Stadt oder einfach für ein gemütliches Getränk“, hieß es.
Tatsächlich folgten am Samstag zahlreiche Anhänger dem Aufruf. Auf dem zentralen Platz Plein versammelten sich mehr als 200 Fußballfans. Einige saßen in den umliegenden Gaststätten und tranken Bier, während andere durch die Straßen zogen. Ein ehemaliger Vorsitzender der ADO-Supportervereinigung erklärte gegenüber dem niederländischen Algemeen Dagblad, die Fans seien gekommen, um ihre Stadt zu verteidigen.
Gegen 15 Uhr spitzte sich die Situation dann tatsächlich zu. Eine Gruppe der Hooligans machte sich vom Plein aus auf den Weg in Richtung der Jugendlichen, die sich zu den angekündigten Protesten eingefunden hatten. Am Korte Voorhout standen sich die beiden Lager gegenüber. Die niederländische Bereitschaftspolizei rückte mit Mannschaftswagen und Wasserwerfern an, drängte die Gruppen auseinander und schickte die Fußballfans zurück auf den Platz.
Bereits im Vorfeld hatten zahlreiche Geschäftsleute ihre Schaufenster mit Holzplatten verbarrikadiert. Betroffen waren unter anderem Filialen internationaler Modeketten sowie Geschäfte in den zentralen Einkaufsstraßen. Die Polizei kontrollierte und durchsuchte Jugendliche an mehreren Stellen. Bürgermeister Jan van Zanen erließ eine Notverordnung, mit der die Sicherheitskräfte zusätzliche Befugnisse erhielten.
Nach Angaben der niederländischen Polizei wurden insgesamt 34 Personen festgenommen. Die meisten waren zwischen 15 und 18 Jahre alt und aus verschiedenen Teilen des Landes angereist. Ihnen werden unter anderem Störungen der öffentlichen Ordnung, Gewalttätigkeiten, Vermummung und der Besitz illegaler Feuerwerkskörper vorgeworfen. Ein Polizist musste mit Verdacht auf eine Gehörschädigung ins Krankenhaus gebracht werden, nachdem Einsatzkräfte mit Feuerwerkskörpern beworfen worden waren.
Die befürchteten Plünderungen blieben aus. Die Polizei führte dies allerdings auf ihren umfangreichen Einsatz zurück. Sie habe durch ihr entschlossenes Eingreifen verhindert, dass die Innenstadt verwüstet werde, erklärte die Einsatzleitung. Auch Bürgermeister Van Zanen dankte ausdrücklich den Beamten. Für die Geschäftsleute entstanden dennoch Schäden durch vorsorgliche Schließungen und entgangene Einnahmen.
Ähnliche Ankündigungen aus der Fußballszene gab es auch in anderen niederländischen Städten. In Maastricht erklärte die harte Fanszene des Klubs MVV, sie werde gegen auswärtige Randalierer vorgehen. Auch aus Eindhoven und Arnheim wurden entsprechende Aufrufe bekannt. In Maastricht verlief der Samstag schließlich friedlich. In Den Haag blieb die Innenstadt ebenfalls von größeren Schäden verschont.
Auch in den Niederlanden waren Krawalle angekündigt. Fußballfans von Den Haag hatten aber was dagegen.
Hunderte Fußballfans des niederländischen Erstligisten ADO Den Haag haben sich am Wochenende in der Innenstadt versammelt, um Geschäfte vor angekündigten Plünderungen zu schützen. Nachdem in sozialen Netzwerken zu gewalttätigen Protesten aufgerufen worden war, kündigte die harte Fanszene an, selbst für Ordnung sorgen zu wollen. Am Nachmittag standen sich die Hooligans und jugendliche Demonstranten tatsächlich gegenüber. Die Polizei musste eingreifen, um eine größere Auseinandersetzung zu verhindern.
Besonders bemerkenswert war die Begründung der Fußballfans. „Wir als harter Kern von Den Haag sind nicht gegen gewalttätige Aktionen, mehr noch: Es ist unser Hobby“, erklärte die Gruppe in einem Aufruf auf Instagram.
Was sie allerdings keinesfalls dulden werde, seien Plünderungen in der eigenen Stadt, die Zerstörung kulturellen Erbes oder andere Formen des Vandalismus. Man sei keineswegs mit allen Entscheidungen der Regierung einverstanden. Das Recht auf Demonstrationen werde ausdrücklich respektiert. Allerdings hätten Jugendliche in verschiedenen Internetgruppen dazu aufgerufen, Geschäfte zu plündern und die Innenstadt zu verwüsten. Dagegen wollten die Fans vorgehen. „Wir kommen nicht für Unruhe oder eine Gegendemonstration, sondern für den Schutz unserer Stadt oder einfach für ein gemütliches Getränk“, hieß es.
Tatsächlich folgten am Samstag zahlreiche Anhänger dem Aufruf. Auf dem zentralen Platz Plein versammelten sich mehr als 200 Fußballfans. Einige saßen in den umliegenden Gaststätten und tranken Bier, während andere durch die Straßen zogen. Ein ehemaliger Vorsitzender der ADO-Supportervereinigung erklärte gegenüber dem niederländischen Algemeen Dagblad, die Fans seien gekommen, um ihre Stadt zu verteidigen.
Gegen 15 Uhr spitzte sich die Situation dann tatsächlich zu. Eine Gruppe der Hooligans machte sich vom Plein aus auf den Weg in Richtung der Jugendlichen, die sich zu den angekündigten Protesten eingefunden hatten. Am Korte Voorhout standen sich die beiden Lager gegenüber. Die niederländische Bereitschaftspolizei rückte mit Mannschaftswagen und Wasserwerfern an, drängte die Gruppen auseinander und schickte die Fußballfans zurück auf den Platz.
Bereits im Vorfeld hatten zahlreiche Geschäftsleute ihre Schaufenster mit Holzplatten verbarrikadiert. Betroffen waren unter anderem Filialen internationaler Modeketten sowie Geschäfte in den zentralen Einkaufsstraßen. Die Polizei kontrollierte und durchsuchte Jugendliche an mehreren Stellen. Bürgermeister Jan van Zanen erließ eine Notverordnung, mit der die Sicherheitskräfte zusätzliche Befugnisse erhielten.
Nach Angaben der niederländischen Polizei wurden insgesamt 34 Personen festgenommen. Die meisten waren zwischen 15 und 18 Jahre alt und aus verschiedenen Teilen des Landes angereist. Ihnen werden unter anderem Störungen der öffentlichen Ordnung, Gewalttätigkeiten, Vermummung und der Besitz illegaler Feuerwerkskörper vorgeworfen. Ein Polizist musste mit Verdacht auf eine Gehörschädigung ins Krankenhaus gebracht werden, nachdem Einsatzkräfte mit Feuerwerkskörpern beworfen worden waren.
Die befürchteten Plünderungen blieben aus. Die Polizei führte dies allerdings auf ihren umfangreichen Einsatz zurück. Sie habe durch ihr entschlossenes Eingreifen verhindert, dass die Innenstadt verwüstet werde, erklärte die Einsatzleitung. Auch Bürgermeister Van Zanen dankte ausdrücklich den Beamten. Für die Geschäftsleute entstanden dennoch Schäden durch vorsorgliche Schließungen und entgangene Einnahmen.
Ähnliche Ankündigungen aus der Fußballszene gab es auch in anderen niederländischen Städten. In Maastricht erklärte die harte Fanszene des Klubs MVV, sie werde gegen auswärtige Randalierer vorgehen. Auch aus Eindhoven und Arnheim wurden entsprechende Aufrufe bekannt. In Maastricht verlief der Samstag schließlich friedlich. In Den Haag blieb die Innenstadt ebenfalls von größeren Schäden verschont.
Entweder man findet einen Weg oder man schafft einen Weg!
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